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  1. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Die Kinder sind nicht undankbar, die bestehen auf ihrem Erbe. (Auch wenn ich ihr Verhalten sehr unschön finde)

    Die Mutter hat den Stiefsohn nie adoptiert, warum nicht! Und das das Berliner Testament für solche Patchwork-Konstellationen denkbar ungünstig ist, ist nun wirklich keine Neuigkeit.

    Da stellt sich mir schon die Frage, ob sich die Ehefrau damals nicht doch etwas dabei gedacht hat. Denn so bleibt mehr für ihre Kinder.

    Ich würde ganz dringend in einen guten Fachanwalt für Erbrecht investieren.

    Lässt sich die fehlerhafte Beratung des Notars nachweisen und das Testament ggf. anfechten? Wenn ja- was bedeutet das dann für den bereits stattgefundenen Erbfall (Tod der Frau)?

    Und welche Alternativen habt ihr jetzt, im da noch das beste für euch und seinen Sohn draus zu machen?

    Ich würde versuchen soviel wie möglich auf den Sohn bzw. dich zu übertragen. Wo nix ist, kann nicht geerbt werden. Aber es sollte diesmal wasserdicht sein.

  2. Avatar von Sneek
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Ich weiß auch gar nicht, warum man die Kinder damit behelligt, die haben doch den Mist nicht verzapft.

  3. Avatar von Sneek
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Die Mutter hat den Stiefsohn nie adoptiert, warum nicht!
    Vielleicht wollte seine leibliche Mutter das nicht.


  4. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Was heißt denn Undank, es geht wie gesagt in erster Linie um das Erbe von ihrer Mutter!
    Wenn der Mann der Mutter sie nicht adoptiert hätte hätten sie nach dem Tod der Mutter (einen interessierten Vater gab es ja vermutlich nicht) noch zusätzlich unter Obhut des Jugendamtes gestanden.


  5. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Ich würde einen besseren Anwalt um Hilfe beten. Man hätte damals kein Berliner Testament machen dürfen, denn das geht nur, wenn das Erbe "unbelastet" ist. D.h., es gibt Vater, Mutter und ein - 1-20 Kinder, die alle von dem Ehepaar gemeinsam in die Welt gesetzt wurden.

    Also ist es im Rückblick nicht rechtens und sollte wieder aufgerollt werden. Meine Meinung nach.

    Die andere Version ist ständig dem Sohn Geldgeschenke machen, die ungefähr dahin kommen, was seine beiden Stiefgeschwister bekommen werden. Aber das ist ungenau. Man könnte ja den Stiefgeschwistern sagen, dass er, wegen ihrer Einstellung, mehr bekommen würde (durch Schenkungen). Wenn sie sich schon so verhalten würde ich genauso kontern.

    Aber es ist eben schade, wie sich manche Leute verhalten. Vielleicht war das Verhältnis der drei Kinder untereinander und zum Vater ein ganz gutes? Das wird jetzt dabei kaputt gehen. In dem Augenblick, wo sich die beiden Geschwister so unfair geäussert haben, war die Familie zerrüttet. Schade.

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Ein Berliner Testament ist unter vielen Umständen eine schlechte Idee.
    Es war ursprünglich mal gedacht um dem überlebenden Ehegatten das Haus (oder den Hof) zu sichern und die Kinder erben eben erst nach dem Letztversterbenden und der kann die Kinder nicht zugunsten einer neuen Familie enterben.

    Wenn es das Testament nicht gegeben hätte, hätten die Kinder nach dem Tod der Frau ihren gesetzlichen Erbteil bekommen - ab das damals bedeutet hätte, dass er das Haus hätte verkaufen müssen, wissen wir nicht.


    Ich würde mich an seiner Stelle von einem Fachanwalt für Erbrecht beraten lassen, ob "gemeinsame" Kinder tatsächlich so zu deuten ist, dass es nur die (adoptierten) Kinder der Frau meint oder nicht doch auch die Kinder, die gemeinsam betreut wurden, hängt sicher sehr von der damaligen Situation ab und muss geklärt werden. Eventuell kann tatsächlich auch der damalige Notar befragt oder in Haftung genommen werden. Ansonsten hat die Mutter sehr gut für IHRE Kinder gesorgt.


    Und dass die Kinder jetzt nicht mal so eben auf ihr Erbe verzichten - dass ihnen ja ohne diese Testament schon zu einem Teil vor einigen Jahren zugestanden hätte, das kann ich verstehen, warum sollten sie. Insbesondere wenn sie es so empfinden, dass das ganze jetzt auf Betreiben der neuen Frau passiert.


    Wie alt waren die Kinder beim Tod der Mutter?
    Wie alt sind sie jetzt?
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  7. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn der Mann der Mutter sie nicht adoptiert hätte hätten sie nach dem Tod der Mutter (einen interessierten Vater gab es ja vermutlich nicht) noch zusätzlich unter Obhut des Jugendamtes gestanden.
    Möglich. Mit einem Erbteil in der Hand.


  8. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    In zeitlicher Hinsicht erstaunlich:
    2011 war das Haus noch völlig verschuldet und der Mann "saß mit drei Kindern" da.

    2017 kann er mit dem Erlös des Hauses bereits eine neue Immobilie zur Hälfte erwerben und die beiden Kinder, um die es geht, sind offensichtlich schon volljährig.

    Saß er vielleicht doch eher mit Jugendlichen als mit Kindern da? Und haben diese Jugendlichen - die von ihrer Mutter bereits zu Gunsten des neuen Manns enterbt worden waren - auf den ihnen zustehenden Pflichtteil nach dem Tod der Mutter verzichtet, weil sie damit gerechnet haben, später das Haus zu erben und nicht etwa nur einen Anteil an einem anderen Haus, belastet mit einem Wohnrecht, dessen andere Hälfte der neuen Freundin des Adoptivvaters gehört? Und haben sie vielleicht durch die Adoption auch nichts vom Erbe ihres leiblichen Vaters gesehen, das ihnen ohne die Adoption zugestanden hätte bzw. künftig zustehen würde?
    Wirtschaftlich betrachtet heißt das für die beiden Adoptivkinder, dass sie schlicht gar nichts von dem Erbe ihrer Mutter erhalten würden, wenn es nach der TE und dem Adoptivvater gehen würde. Der Adoptivvater hat das gesamte Erbe der Mutter erhalten, den Kindern offenbar nichtmal den Pflichtteil ausbezahlt, und jetzt will er den Anteil an dem Haus, das er mit dem Erbe gekauft hat, mit einem Wohnrecht zu Gunsten der neuen Frau belasten - damit ist er praktisch wertlos.

    Und warum wird erwartet, dass der enterbte Sohn den Pflichtteil nach dem Tod seines Vaters "einklagen" muss? Warum sollte der nicht freiwillig ausbezahlt werden? Natürlich ist die Lage dieses dritten Kindes unerfreulich. Aber daran sind nicht die Adoptivgeschwister schuld, sondern allein der Vater, der ihn enterbt hat.
    Geändert von stefanie63 (18.09.2019 um 21:21 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    ?? Interessante Lesart...

    2011 stand der Mann mit drei Kindern, einen unfertigem und verschuldetem Haus da. Wie alt die Kinder damals waren, steht nirgends.

    2014 hat er seine heutige Frau kennengelernt, nicht das Haus verkauft.

    2017 wurde das Haus verkauft.
    In den sechs Jahren kann man das Haus fertig stellen, den Kredit weiter abzahlen und der Wert des Hauses kann gestiegen sein.

    Die TE hat parallel dazu ihre Eigentumswohnung verkauft.

    Mit diesem Startkapital bzw. Dank Hausverkauf schuldenfrei haben sich die beiden nun was eigenes angeschafft.

    So spielt das Leben.

    Die beiden Kinder wurden von ihrer Mutter nicht enterbt. Sie sind immer noch Schlusserben des ursprünglichen Testaments.

    Die TE und ihr Mann wollen den beiden nicht ihr Erbe vorenthalten. Der Sohn des Mannes soll ebenfalls mit bedacht werden (wie es das ursprüngliche Ziel war, alle drei sollten Schlusserben sein).

    Dank fehlerhafter oder missverständlicher Formulierung ist nun der Sohn des Mannes enterbt.
    Geändert von na_ich (18.09.2019 um 21:25 Uhr)

  10. Avatar von Sneek
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Wie alt die Kinder sind/waren und ob die sich das alles so ausgesucht hätten, halte ich für eine wesentliche Frage.

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