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  1. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Ich schon. Ich kann mich an Gegebenheiten erinnern, da war ich 2.5 Jahre alt.

    Und ich habe total gelitten, als meine Mutter im Krankenhaus war, um meine Schwester zu bekommen. Ich war schon 3.5 Jahre alt und mir wurde immer wieder gesagt, dass sie uns an Weihnachten besucht und dann ein paar Tage später nach Hause kommen aber irgendwie war das nicht genügend Information für mich. Ich weiss noch, wie ich sie gar nicht los lassen wollte, als sie kurz bei uns zu Besuch war.

  2. Avatar von Ivonne2017
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt. Wer kann sich schon an Dinge erinnern, die im zweiten oder dritten Lebensjahr passiert sind?
    Ich.
    Meine Eltern sperrten sich aus.
    Ich war erwiesen knapp 3 Jahre alt.
    Der Zeitpunkt ist geklärt, weil wir gleich darauf umgezogen sind..
    Es war sehr beängstigend für mich, weil ich die Tür nicht öffnen konnte von innen.
    LG Ivi


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    AW: meine Schwiegertochter

    Ich ziehe absolut den Hut vor der TE, die die Diskussion über die Zukunft angestossen hat.Eigentlich wäre das Sache des Sohnes gewesen, seine Frau nicht so ins Messer laufen zu lassen.
    Da trifft wohl vieles aufeinander . .

    - die Schwiegermutter, die dauernd einspringen soll
    - der Sohn, der die Familie über Gebühr einspannt
    - die Schwiegertochter, die dem religiösen Elternhaus entfleihen wollte

    alles gute allen Beteiligten!

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


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    AW: meine Schwiegertochter

    Ein Beziehungsabbruch (Tod der Mutter) in so jungen Jahren IST ein Trauma, unabhängig davon, ob es später erinnert wird oder nicht.
    Das kann man drehen und wenden wie man will, das ist einfach so.
    Wenn man das überzogen oder überstrapaziert findet, dann frage ich mich wirklich, was man denn überhaupt als solches bezeichnen darf.
    Gerade in den ersten drei Lebensjahren sind solche Beziehungsabbrüche eine totale Katastrophe.
    Tagtäglich habe ich beruflich mit Menschen zu tun, die genau das erlebt haben. Das Ausmaß der Schädigung zeigt sich manchmal erst Jahre später und es ist gravierend.


  5. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Traubensaft, ich stimme Dir grundsätzlich zu, kann aber aus eigenem Erfahren sagen, dass der Tod etwas verarbeitbares ist.
    Das desinteressierte Wegbrechen des überlebenden Elternteils ist das wahre Drama!
    Die Liebe von Oma und Tante kann einiges auffangen, aber nur einen Bruchteil.

  6. Avatar von PinkPoodle
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von Traubensaft Beitrag anzeigen
    Ein Beziehungsabbruch (Tod der Mutter) in so jungen Jahren IST ein Trauma, unabhängig davon, ob es später erinnert wird oder nicht.
    Das kann man drehen und wenden wie man will, das ist einfach so.
    Wenn man das überzogen oder überstrapaziert findet, dann frage ich mich wirklich, was man denn überhaupt als solches bezeichnen darf.
    Gerade in den ersten drei Lebensjahren sind solche Beziehungsabbrüche eine totale Katastrophe.
    Tagtäglich habe ich beruflich mit Menschen zu tun, die genau das erlebt haben. Das Ausmaß der Schädigung zeigt sich manchmal erst Jahre später und es ist gravierend.
    Kann schon sein, muss aber nicht. Ich habe hier ein lebendes Beispiel zu Hause,

  7. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von Traubensaft Beitrag anzeigen
    Ein Beziehungsabbruch (Tod der Mutter) in so jungen Jahren IST ein Trauma, unabhängig davon, ob es später erinnert wird oder nicht.
    Das kann man drehen und wenden wie man will, das ist einfach so.
    Wenn man das überzogen oder überstrapaziert findet, dann frage ich mich wirklich, was man denn überhaupt als solches bezeichnen darf.
    Gerade in den ersten drei Lebensjahren sind solche Beziehungsabbrüche eine totale Katastrophe.
    Tagtäglich habe ich beruflich mit Menschen zu tun, die genau das erlebt haben. Das Ausmaß der Schädigung zeigt sich manchmal erst Jahre später und es ist gravierend.

    Ich habe versucht zu erklären, dass psychisches „Trauma“ ein definierter Begriff ist, von dem wir bei den hier vorliegenden Informationen einfach nicht wissen, ob er zutrifft.

    Unabhängig davon, ob der Verlust tatsächlich auch traumatisch war, kann man davon ausgehen, dass er schwerwiegend war und die Kinder in der Phase belastet und möglicherweise auch langfristig geprägt hat.


    Das reicht als grundlegende Information für das hier diskutierte Thema ja auch aus. Das Forum ist schließlich kein Fachforum für solche Fragen, da würde man anders herangehen und wesentlich mehr Angaben benötigen.

    Ich habe tagtäglich als Fachärztin mit Fragestellungen wie „traumatisiert oder nicht” bei Kindern zu tun und verwahre mich gegen inflationären und falschen Gebrauch psychologischer Begriffe.

    Bei Kindern muss man eine ganz andere Familien-/Kontext- sowie Entwicklungsperspektive haben. Wenn du mit einem vorselektierten jugendlichen oder erwachsenen Klientel arbeitest, erlaubt das keine validen retrospektiven Verallgemeinerungen.
    Geändert von maryquitecontrary (13.09.2019 um 07:19 Uhr)

  8. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Er wurde bestimmt auch immer bedauert. Der arme Junge.....so jung und schon Wittwer, dann noch zwei so kleine Kinder......
    Nur mal meine zwei Cent zum Strang:

    - Bitte nicht vergessen, dass der Sohn tatsächlich hart vom Schicksal getroffen wurde. Hier tun alle so, als ob seine Frau aus seiner Sicht mal so eben weggestorben ist, er die Kinder der Oma in die Hand gedrückt und einfach weiter gemacht hat, und nun holt er sich aus Spaß noch eine junge Nach-Frau dazu. Als sei der Verlust der Lebenspartnerin nur ein organisatorisches Dilemma. Ich glaube nicht, dass der Tod seiner Frau komplett unbeschadet an ihm vorüber gegangen ist - das sollte man bitte auch mal in den Blick nehmen. Entschuldigt nix, aber wird hier so gar nicht thematisiert.

    - Auch bitte nicht vergessen: Die ST ist Mitte zwanzig und damit gerade mal seit ein paar Jahren volljährig. In diesem Alter bin ich noch durch die Disco gefegt und war zwar so selbständig, eine Waschmaschine zu bedienen, aber noch lange nicht erwachsen. Im Vergleich: Sie ist bislang mit Haushälterin in Akademikerkreisen aufgewachsen, d.h. a) sie musste sich bislang um nix kümmern/keine Verantwortung für irgendwen oder irgendwas übernehmen, und b) - das ist jetzt meine Meinung - sind Professoren und Co. meist etwas weltfremd und schweben in ihrem Dunstkreis von Kollegen und Wissenschaft, sind in der wahren Welt aber oft zu nix zu gebrauchen. Hinzu kommt, dass die ST bis jetzt nicht einmal "richtig" gearbeitet hat, sondern ebenfalls in der Akademikerwelt herumschwebt (Studium, Uni-Mitarbeit, Dissertation). Sie hat scheinbar auch noch nie allein und selbständig gewohnt. Die hat die Welt doch noch gar nicht kennengelernt, ist quasi noch ein Baby... Daneben die TE: Diese hat einen grundsoliden Beruf und in diesem Alter schon mehrere Kinder bekommen. Mittlerweile ist die Kernfamilie auf - wenn ich richtig rechne - 13 Personen angewachsen. Eine gestandene Frau!
    Klar prallen da Welten aufeinander. Es macht nun mal einen Unterschied, ob eine Frau Mitte zwanzig bereits mitten im Leben steht oder noch ihre Jugend genießt (bzw. bislang genossen hat).

    Die ST muss jetzt erwachsen werden; dafür braucht es die Hilfe vom Ehemann und ggf. der SM. Und von deren Seite etwas Geduld (SM) bzw. klare Ansagen (Ehemann). Zum Erwachsenwerden gehört auch zu realisieren, was man getan hat, nämlich einen Mann mit Kindern geheiratet. Und was das bedeutet - nämlich das Ende des Lebens, was man bisher so geführt hat. Wenn es ihr nicht passt, muss sie sich eben trennen. Sie kann aber nicht erwarten, dass das Leben der anderen so um sie herumdrapiert wird, dass sie so weiterleben kann wie bisher (weltfremd nämlich). Hallo, hier ist das Leben! Hüpf rein und erfreue dich an einer liebenswerten Großfamilie - die hängt an dem Mann nun mal dran - oder lass es bleiben. Aber Mittelweg wird schwierig.
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud
    Geändert von Avocado_Diaboli (13.09.2019 um 07:55 Uhr)

  9. Avatar von Kleinfeld
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Traubensaft, ich stimme Dir grundsätzlich zu, kann aber aus eigenem Erfahren sagen, dass der Tod etwas verarbeitbares ist.
    Das desinteressierte Wegbrechen des überlebenden Elternteils ist das wahre Drama!
    Die Liebe von Oma und Tante kann einiges auffangen, aber nur einen Bruchteil.


    Kann ich aus eigener Erfahrung und mehreren Jahren Therapie, genau so bestätigen. Kind wählte fast die gleichen Worte.
    "Mit dem Tod hätte ich umgehen können, so etwas lässt sich nicht ändern. Aber kein Interesse an meiner Person ist ganz schlimm. Und wenn man sieht, das der Freund all die Liebe bekommt, die mir eigentlich zusteht, zieht einen das runter."
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.


  10. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    @Avocado, ich unterschreibe jedes Wort von dir.

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