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  1. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Ich finde auch, dass die TE erst mal rausfinden soll, was ihr Sohn seiner Frau alles versprochen hat, als er sie heiraten wollte.

    Es kann ja sein, dass er ihr gesagt hat, dass mit den Kindern alles so gut läuft, dass für sie nichts anfällt, was sie übernehmen muss. Das wird von ihm, seiner Mutter und seiner Schwester erledigt. Das war vielleicht etwas blauäugig von ihm.

    Aber man kann auch nicht erwarten, dass nur weil er wieder eine Frau hat, dass sie alles macht was seine Ehefrau, die Mutter seiner Kinder für die Kinder gemacht hat. Vielleicht hat sie einen stressigen Beruf den die verstorbene Mutter nicht hatte?

    Wenn der Sohn jetzt einen Mann mit einem stressigen Beruf geheiratet hätte, dann wäre die TE vielleicht nicht sooooo beleidigt gewesen wenn er im Hinaus-Rennen sie gebeten hätte, die Kinderwäsche doch bitte in die Waschmaschine zu tun.

    Also nur weil es eine Frau ist muss sie nicht automatisch alles der verstorbenen Mutter übernehmen. Das läuft ja alles schon ganz gut.

    Es wäre an ihrer Stelle besser gewesen, gleich von Anfang an EINEN Teil des Unternehmens "mutterlose Kinder" zu übernehmen. Dann hätte sie die Kinder besser kennengelernt und niemand hätte sie gleich so arrogant angesehen.

    Vielleicht kann ihr Mann ihr ja dazu raten. Er hat vielleicht 4 oder 5 Aufgaben, dann macht sie eine davon. Pausenbrot. Oder Kleider in die Schränke räumen. Haare waschen und frisieren. Irgend etwas halt.

    Viel Glück für die ganze Familie damit


  2. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich finde auch, dass die TE erst mal rausfinden soll, was ihr Sohn seiner Frau alles versprochen hat, als er sie heiraten wollte.

    Es kann ja sein, dass er ihr gesagt hat, dass mit den Kindern alles so gut läuft, dass für sie nichts anfällt, was sie übernehmen muss. Das wird von ihm, seiner Mutter und seiner Schwester erledigt.
    Sorry, aber das ist doch vollkommen absurd.
    Ein verwitweter Vater von zwei kleinen Kindern heiratet eine Frau und verspricht ihr, dass sie sich um die Kinder überhaupt nicht kümmern muss? Das halte ich für nahezu ausgeschlossen
    Und wenn es doch so wäre, hätte er im Vorfeld mit seiner Mutter und seiner Schwester besprechen müssen, ob sie bereit sind, dauerhaft die Betreuung der Kinder zu übernehmen.


  3. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Ja, komisch. Ich kann mir das total gut vorstelle. Vor allem, wenn er sehr verliebt ist und sie einen richtig super stressigen Beruf hatte.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass wenn der Vater einen sehr gut verdienende Chirurgen geheiratet hätte, dass dann die Familie keine so Probleme damit haben würde: "Ja, der Jürgen, der ist so engagiert in seinem Beruf, den bekommt man fast nie zu sehen. Gut, dass wir so ein eingespieltes Team sind!"

    Nur weil sie eine Frau ist und die neue Ehefrau des Sohnes heisst es nicht automatisch, dass sie mit ihm zusammen den Haushalt schmeisst, halbe halbe.

    Da müssen die beiden davor geredet haben und tja, ist wohl gut, dass die TE es nicht gehört hat. Was ihr Sohn wohl alles lobendes über sie und seine Schwester gesagt hat. Vielleicht wollte er auch nicht, dass die Harmonie zwischen den Kindern, der Oma und der Tante (mit Cousinen) noch mal gestört wird durch eine neue Frau, die sich nicht mal so sehr für die Kinder interessiert.

    Aber ich finde auch, mit der Frau hat der Sohn einen Fehlgriff getan. Aber er scheint an vielem auch schuld zu haben.


  4. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Die Frage, was der Sohn denn um Himmels Willen an der Frau findet, würde ich mir schön verkneifen. Das ist nämlich seine Sache und das muss er auch nicht rechtfertigen.
    Hier ist die eigene Haltung sehr wichtig!
    Wenn ich- wie hier nun vorgeschlagen- die Worte wähle "was um Himmels Willen findest du an der Frau?"- brauche ich mich über ein entsprechend- negative Reaktion nicht wundern!

    Das ist ja auch keine Frage, die wirkliches Interesse zeigt (oder beinhaltet)!

    Wovon ich sprach, ist das tatsächlich aufrichtige Interesse, was ihn an dieser Frau so fasziniert hat- das er sie auch geheiratet hat!
    Es geht um den Wunsch nach Verstehen und wo wir dieses aufrichtig zeigen, wird man seltenst Ablehnung oder Angriff ernten!

    Ein Rechtfertigen ist es dann auch nicht- genau das kommt als Gefühl nur auf, wenn ich mich am Pranger fühle, wenn ich mich verteidigen muss.

    Muss ich aber alles nicht, wenn jemand ernsthaft und aufrichtig verstehen möchte, was mich an meinem Partner besonders begeistert.

    Es bedeutet die Fähigkeit, dass ich nicht nur bei mir bin und nur meinen Ärger loswerden will (oder mit solch provokanten Fragen den Boden für meine Argumente "ebnen")- sondern mich auch auf den anderen einlassen möchte.
    Ich glaube, dass der Weg zur Verständigung viel leichter über Verstehen geht und ich mir einen großen Gefallen tue, wenn ich erst einmal dem anderen genau zuhöre, was sein Denken und Fühlen ist.


  5. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Von den Aussagen der Frau- diesen Abwertungen- auf einen Job zu schließen, der sehr anstrengend ist, finde ich nun seltsam.........wie kommt ihr darauf?

    Für mich sind solche abwertenden Aussagen nur Zeichen von innerer Abwehrhaltung- und auch, wenn diese Frau von den Berufen sprach, wäre ich mir nicht sicher, dass es ihr darum geht!

    Ich lese hier von einer sehr engen Familienkonstellation, von Menschen, die sich nah sind, füreinander einstehen und eine große Stabilität zeigen.
    Sowas findet man nicht oft und dabei würde das doch sicher jeder gerne er-leben.

    Es könnte sein, dass diese Frau mit dieser Schwiegerfamilie immerzu gezeigt bekommt, was sie selbst nicht hat und gerne hätte.
    Es könnte sein, dass das ein großer Schmerz in ihrem Leben ist und die einzige Möglichkeit, damit umzugehen- eine allgemeine Ablehnung bringt.
    Es könnte sein, dass sie sehr gerne ein Teil von dieser Familie werden würde- aber bei der ganzen Vorgeschichte- und wie eng alle zueinander sind- das unvorstellbar scheint oder sogar ist.

    Ich will die Aussagen dieser Frau keinesfalls entschuldigen- die Ablehnung ist doch mehr als deutlich.
    Gleichzeitig kann sehr viel Leid hinter solch einem Verhalten stecken...........muss nicht, aber kann.


  6. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Wow! Danke für die vielen Antworten. Mit sovielen Reaktionen hatte ich gar nicht gerechnet.
    Gut, es scheint ich muss auf einiges noch näher eingehen bzw, zu klären:
    Also meine Schwigertochter ist 25 h pro Woche Projektassistentin an einer Universität und schreibt nebenbei ihre Dissertation. Sie kommt aus einer Akademikerfamilie in der beide Elternteile Professoren an der Uni sind. Auf Bildung, und vor allem akademische Titel, sind in dieser Familie ganz wichtig. Erfolg im Leben wird auch quasi darüber definiert. Ein Mensch ohne Doktortitel ist halt nichts. Das ist vor allem die Meinung der Eltern der Schwiegetochter. Diese Meinung hat sie halt unreflektiert übernommen. Dazu kommt, dass meine Schwiegertochter noch ziemlich jung ist (um zehn Jahre jünger als mein Sohn). Ich sehe ein, dass es eine schwere Aufgabe ist, mit Mitte Zwanzig die Verantwortung für zwei Kinder zu übernehmen. Klar, liegt die Hauptverantwortlichkeit bei meinem Sohn. Aber eine MItverantwortung hat meine ST nun mal doch übernommen.

    Nach dem Unfall damals war es klar, dass die Kinder die Nachmittage nach Kindergarten und später dann Schule zu uns kommen. Es ist auch so, dass die drei Kinder meiner Tochter an zwei Nachmittagen bei uns sind. Ich möchte diese Nachmittage auch auf keinen Fall missen! Die fünf sind beste Freunde. Es war für meine Sohn aus finanziellen Gründen einfach nicht möglich Teilzeit zu arbeiten. Er hat dafür jeden Abend mit den Kindern verbracht. Er ist auch jetzt die meisen Abende für die Kinder da. Die meisten Aktivitäten betreibt meine Schwiegetochter alleine. So kommt erst heim, wenn die Kinder im Bett liegen und dann verbringt sie den Rest des Abends mit meinem Sohn. Nur Freitag ist der Abend an dem sie immer gemeinsam etwas unternehmen, weshalb die Kinder auch bei uns schlafen.

    Aber ich finde, dass sie durchaus am späteren Nachmittag, sobald meine Schweigertochter heimkommt (so gegen 16.30 Uhr), Zeit mit den Kindern verbringen könnte, die ja jetzt zu ihrer Familie gehören.

    Das mit der rosaroten Brille stimmt. Dazu muss man auch wieder die Vorgeschichte meines Sohnes kennen. Seine erste Frau hat er kennen gelernt, als er 16 war. Sie war seine erste Freundin und die beiden waren bis zu ihrem Tod zusammen. Danach gab es für ihn jahrelang nur seine Kinder und den Job. Als er seine jetzige Frau kennen gelernt hat, war er einfach begeistert von ihrem Temperament und ihrer Unbekümmertheit. Die beiden sind charakterlich die totalen Gegensätze. Wir haben die Hochzeit alle ein wenig übereilt gefunden und auch unseren Sohn darauf angesprochen. Er meinte damals nur, er wolle einfach wieder glücklich sein.

    Recht habt ihr sicherlich, dass ein Gepräch beriets überfällig ist. Ich werde wohl erst mit meinem Sohn und dann mit beiden gemeinsam reden.


  7. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ich lese hier von einer sehr engen Familienkonstellation, von Menschen, die sich nah sind, füreinander einstehen und eine große Stabilität zeigen.
    Sowas findet man nicht oft und dabei würde das doch sicher jeder gerne er-leben.
    Danke, genau so sehe ich unsere Familie!

  8. Avatar von Kambara
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Hier ist die eigene Haltung sehr wichtig!
    Wenn ich- wie hier nun vorgeschlagen- die Worte wähle "was um Himmels Willen findest du an der Frau?"*- brauche ich mich über ein entsprechend- negative Reaktion nicht wundern!

    Das ist ja auch keine Frage, die wirkliches Interesse zeigt (oder beinhaltet)!

    Nun, nach Lektüre des Eingangspostings habe ich ehrlich gesagt nicht den Eindruck

    Wovon ich sprach, ist das tatsächlich aufrichtige Interesse, was ihn an dieser Frau so fasziniert hat- das er sie auch geheiratet hat!
    Es geht um den Wunsch nach Verstehen und wo wir dieses aufrichtig zeigen, wird man seltenst Ablehnung oder Angriff ernten!

    Ein Rechtfertigen ist es dann auch nicht- genau das kommt als Gefühl nur auf, wenn ich mich am Pranger fühle, wenn ich mich verteidigen muss.
    Nun, nach Lektüre des Eingangspostings habe ich nicht den Eindruck, dass da ein aufrichtiges Interesse und Verstehen wollen vorliegt. Nicht bei einer Schwiegermutter, die kein gutes Haar an der Frau lässt, ihr geringschätziges Verhalten vorwirft und sie ihrerseits als "verwöhntes Balg" und "Madame" bezeichnet.

    Das ist deutliche Ablehnung und Antipathie. Das wird die Schwiegertochter auch wissen oder zumindest spüren. Wie es überhaupt dahin gekommen ist, wie sich sich die Beziehung des Paares und der Familie zu ihr entwickelt hat, wissen wir nicht. Sie wird ja nicht eines Tages vor der Tür gestanden und abwertende Ansichten über anderer Leute Berufe verkündet haben. Henne und Ei ist mir hier noch nicht klar.

    Im Eingangsposting lese ich nur rein schwarz/weiß: wir, die tolle, liebe Familie ohne jeden Arg - sie: das "verwöhnte Balg", das sich unmöglich benimmt, nicht zu uns passt und eine Rabenstiefmutter ist.

    Das kann nicht alles sein. So simpel ist es nur im Film.


    * Das war im übrigen kein Vorschlag sondern, im Gegenteil, der Rat eben solche Töne nicht anzuschlagen und überhaupt solche Fragen nicht zu stellen, da ich dies für einen Eingriff in die Intimsphäre des Sohnes halte.
    People are so crackers.
    John Lennon
    Geändert von Kambara (05.09.2019 um 10:11 Uhr) Grund: Satz gelöscht, da sich die Postings überschnitten haben


  9. Registriert seit
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    AW: meine Schwiegertochter

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen


    Er hat stillschweigend eure Hilfe vorausgesetzt. Und ihr habt euch erhofft, dass sie ein paar Aufgaben übernimmt.
    Das war wohl so, dass wir alle zu viel als gegebene Tatsache angenommen haben. Für mich stand es außer Frage, dass ST2 einige Aufgaben überimmt.

  10. Moderation Avatar von Flau
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    AW: meine Schwiegertochter

    Danke für deine Antwort, Lisa_Mue! Ok, so stellt sich die Situation Deiner Schwiegertochter ein bisschen klarer da. Da scheint durchaus akademischer Dünkel zu sein, aber eben auch ein voller Arbeitstag (quasi 2 Teilzeitjobs) und Arbeit, die Konzentration und Ruhe erfordert. (Hab selbst einen Titel, es geht mir mit dem "Dünkel" also nicht um saure Trauben. )

    Naja - trotzdem hat sie eben sozusagen eine Familie geheiratet. Hast Du denn eine Ahnung, was konkret zwischen den Eheleuten abgesprochen ist? Und - für mich immer noch der springende Punkt: wie empfinden die Kinder die Situation? Fühlen sie sich von der Stiefmutter abgelehnt oder in Extremfall nicht erwünscht im eigenen Heim? Oder sind die ganz happy so wie es ist?
    Im ersten Fall ginge es in erster Linie ums Kindeswohl, sollte Letzteres zutreffen, ginge es eher um eine faire Arbeitsteilung unter den Erwachsenen.


    Edit: Ich sehe nun, dass es klare Absprachen eher nicht gegeben hat. Daher ist nun die Frage der Einstellung besonders wichtig. Und so ganz mag ich die Schwiegertochter da auch nicht von jeder Verantwortung freisprechen. Man heiratet nicht einen Menschen mit jungen Kindern und will mit denen so gar nichts am Hut haben. Finde ich nicht nur unrealistisch, sondern menschlich auch eher naja, die Meinung gönn ich mir.
    Nun ist die Frage, ob das tatsächlich so ist?
    ODER ob die Schwiegertochter sich nur aus der Betreuungsarbeit herauszieht, aber sonst auch mal Spaß mit den Kindern hat und sie grundsätzlich gern mag.
    ODER ob sie sich ihrerseits tatsächlich vom Familienverbund zurückgewiesen fühlt und sich daher so (übertrieben) distanziert.

    Es wäre prima, wenn man dazu mehr herausfinden könnte.
    Geändert von Flau (05.09.2019 um 10:19 Uhr)

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