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  1. Registriert seit
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    AW: Streit mit Mutter - Einmischung in unser Leben

    Als ich frisch auszog, wollte meine Mutter partout bei mir putzen.

    Sie begründete das damit, ich könne das nicht und sie müsse dafür sorgen, die Wohnung nach ihren Maßstäben zu putzen und aufzuräumen.

    Mir ging das massiv gegen den Strich und es gab einen heftigen Eklat mit dem elterlichen Fazit, ich sei ein undankbares, unverschämtes "Kind". Das Verhältnis war die nächsten Wochen offen frostig und monatelang unterschwellig belastet. Wenn es zu verschiedenen Auffassungen bezüglich aller möglichen Belange kam, wurde mir dieser Vorwurf immer wieder aufs Butterbrot geschmiert.

    Letztlich habe ich die Sache "einfach" ausgesessen.

    Aber diese unerwünschten Antihilfsleistungen wurden abgewehrt und deswegen bin ich sehr erleichtert.
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  2. Registriert seit
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    AW: Streit mit Mutter - Einmischung in unser Leben

    Carcassonne, wäre ich vor Ort ausgezogen, wäre das bei uns ganz genau so gelaufen. Bei 350 km Entfernung ging das aber nicht mit dem "mal eben putzen kommen". Und ich weiß noch, dass ich in den ersten 5 Jahren nach Auszug jedes Mal geputzt habe wie eine Wilde (vorher war's auch nicht schmutzig, aber hätte Mutterns Standard nicht genügt - Staub auf den Schränken und sowas, und sie hätte kontrolliert) um zu beweisen, dass ich das kann.

    Wenn dann Kinder kommen, muss man aufpassen, dass man anfängliche Hilfen dann auch wieder zurechtruckelt. Als meine Mutter kam, als das erste Baby da war, war ich nicht traurig, dass dieser Besuch auch kochte, abwusch und mal einen Boden feudelte (sie kam so alle 6-8 Wochen für 3-4 Tage). Das ging dann aber immer so weiter - bis es zu irgendeinem Eklat kam, ich weiß nicht welchem, und sie in den Putzstreik trat, was ich erstmal gar nicht gemerkt habe. Es fiel mir nur irgendwann auf, dass ihr ständiges Gespüle ein Ende hatte (sie hat eine lange Liste, was ihrer Meinung nach nicht in die Spülmaschine gehört). Inzwischen ist es einfach so: wenn sie bei uns ist, macht sie nichts mehr, außer sowas wie gemeinsam Tisch decken oder abräumen. Wenn ich bei ihr bin genauso. Jeder macht seinen Haushalt, jeder kommt wirklich "zu Besuch". Hat die Lage total entspannt (ich glaube, ich bin ihr auf die Füße getreten, weil ich mir verbeten habe, dass sie bei allem, was ich in der Küche mache, 10 cm hinter mir steht).


  3. Registriert seit
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    AW: Streit mit Mutter - Einmischung in unser Leben

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Jeder macht seinen Haushalt, jeder kommt wirklich "zu Besuch". Hat die Lage total entspannt (ich glaube, ich bin ihr auf die Füße getreten, weil ich mir verbeten habe, dass sie bei allem, was ich in der Küche mache, 10 cm hinter mir steht).
    Jep.

    So funktioniert das und die eigene Autonomie zu verteidigen, bleibt einem nicht erspart, wenn man nicht lebenlänglich "Hilfs"leistungen erdulden will.

    Das Schöne ist, wenn der Unmut überstanden ist, entspannt sich das Verhältnis wieder.
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  4. Registriert seit
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    AW: Streit mit Mutter - Einmischung in unser Leben

    Vor allem wird es wohl auch wieder ein Verhältnis.

    Was ich bei meinen sich hier ausufernden Beiträgen sagen wollte:
    Ich finde - man sollte nicht übertreiben.

    Wenn Mütter ihre Kinder groß bekommen haben - was treibt sie dann noch zu solchen Aktionen frage ich mich.
    Oft entsteht ja wohl leider auch Konkurrenz zwischen den Schwiegereltern untereinander.
    Um ein tadelloses Mitglied
    einer Schafherde sein zu
    können, muß man vor allem
    ein Schaf sein.
    Albert Einstein

  5. Moderation
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    AW: Streit mit Mutter - Einmischung in unser Leben

    Ich gebe mal ein kurzes Update:
    Meine Mutter ist jetzt gerade hier und ich muss sagen, es läuft tatsächlich sehr friedlich. Vormittags macht sie was für sich, nachmittags holt sie die Kinder ab und betreut sie, bis ich nach Hause komme. Kein unnötiges helfen oder einmischen. Da meine Veranstaltung nächste Woche kürzer ist als erwartet und ich die Kinder dann wieder selbst abholen kann, bleibt sie auch nur noch bis morgen und nicht wie ursprünglich geplant noch eine ganze Woche länger.

    Am Montag war sie schon vormittags hier, weil wir die Wege zu den Kitas noch einmal gemeinsam abgegangen sind. Da hat sie sich dann tatsächlich mit ihrem Rätselheft auf die Couch gesetzt, während ich den Haushalt gemacht habe. Gut, ich muss zugeben, dass es auch ein bisschen was von Sitzstreik hatte. Also ich glaube, dass sie das auch demonstrativ so gemacht hat, weil ich ja gesagt habe, sie solle mir nicht mehr helfen. Aber wisst ihr was? Ich fand das total gut! Mir ist nämlich aufgefallen, dass sie wirklich selten mal "nur" zu Besuch kommt, um mit uns bzw. den Kindern Zeit zu verbringen. Also klar hilft sie mir momentan, indem sie die Kinder abholt. Aber ich sehe das auch als gemeinsame Zeit für Enkel und Oma. Und ich finde es einfach viel schöner als dieses ständige Bedürfnis des Helfenwollens, was sonst immer über ihren Besuchen schwebt.

    Insofern denke ich, dass die Ansage doch genau richtig war. Gut möglich, dass das nicht ewig anhalten wird. Dazu steckt sie, glaube ich, zu sehr in ihrem Hilfsmodus drin. Aber dann muss ich eben wieder Grenzen aufzeigen.

    Insgesamt glaube ich, dass bei meiner Mutter hinter dem ständigen Helfen wollen auch dahinter steckt, dass sie sonst nicht so viel anderes in ihrem Leben hat. Als wir noch zu Hause gelebt haben, waren wir Kinder der Mittelpunkt (in meinen Augen zu sehr) und sie hat das nie wirklich durch etwas anderes ersetzt. Jetzt haben wir eigenständige Leben und sie versucht, nach wie vor darauf Einfluss zu nehmen, weil sie zu Hause nicht ausgefüllt ist.

    Gerade erst hat sie mir wieder erzählt, wie stressig ihr Leben ist und dass sie es dieses Jahr ja nur zwei Mal geschafft hat, sich auf den Balkon zu setzen und nur zwei Mal Eis essen war. Und ich frage mich ernsthaft, warum? Ja, sie ist noch berufstätig, aber nur 50% und da sie volle Schichten arbeitet, hat sie entsprechend viele Tage frei. Sie hat kein großes Haus mit Garten und pipapo, sondern eine nicht übermäßig große 3,5-Zimmer-Wohnung mit Balkon, in der sie nur mit meinem Vater lebt. Ab und zu hilft sie mal meiner Oma, aber das ist auch nicht mehr als 1-2 Mal im Monat. Bei uns ist sie vielleicht 1 Mal im Monat. Da frage ich mich wirklich, wie man da keine Zeit für sich finden kann. Ich denke wirklich, dass sie sich das nicht erlaubt (warum auch immer) und dann natürlich jede Gelegenheit ergreift, um uns zu "helfen".

  6. Avatar von brighid
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    AW: Streit mit Mutter - Einmischung in unser Leben

    es freut mich, dass ihr einen modus gefunden habt. auch wenn ich, wie du auch, glaube, dass es jetzt ok ist. und es auch immer wieder erinnerungs-ansagen brauchen wird. mit der zeit wird das.


    mir drängt sich der eindruck auf: kümmern, bekümmern, sorgen, tun---------- scheint ihre art zu sein, ihre liebe und zuneigung zeigen zu können.

    du hast relativ zu anfang mal geschrieben, dass es dir vorallem das gefühl vermittelt, dass sie kein vertrauen in dich und deinen mann hat.

    habt ihr mal über eure gefühle gesprochen? was geht in mir vor wenn du ................................. ? wie fühle ich mich dabei............................?

    ich habe den eindruck: sie tut es nicht um dir etwas reinzudrücken oder dich kleiner zu machen. sie lebt ihre zuneigung für dich und deine familie in taten.

    und ich glaube wenn es so ist (frage sie vielleicht in einer ruhigen minute danach) - dann ist es doch kein böser wille von ihr.

    wenn sie diesen sommer erst 2 mal eis essen war- was hälst du von dem vorschlag: ihr geht zusammen eis essen?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  7. Registriert seit
    10.04.2018
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    AW: Streit mit Mutter - Einmischung in unser Leben

    Hallo Phoenic,
    ich schlage vor, daß sie noch 1 bis 2 Tage länger bleibt,
    und ihr in der Zeit mal gemeinsam Eis essen geht.
    Gruß,
    s12

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