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  1. Registriert seit
    05.12.2008
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    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Zitat Zitat von Hopeless60 Beitrag anzeigen
    Ja, stimmt. Normalerweise klappt das auch, aber heute ist das Fass wieder mal übergelaufen.
    wenns dir gut tu, schreibe hier!

    ich stelle mir das sehr schwer vor mit muttern unter einem dach. hut ab!
    man braucht wohl eine gesunde Portion Egoismus.

    alles liebe und gute nerven!

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  2. Registriert seit
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    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Ach, das ist schwierig!
    Ich hatte beruflich viel mit alten Menschen zu tun und kann dir daher sagen, dass Egozentrik sich häufig bei Hochaltrigen einstellt.
    Sie erleben nicht mehr viel Neues und kreisen um sich und ihre kleine Welt.

    Das tröstet dich jetzt sicher nicht.

    Diskutieren und argumentieren hilft in der Regel gar nicht.

    Probier mal aus, was passiert, wenn du nicht gegen redest sondern sie freundlich bestätigst.
    "Ich bin immer so alleine"
    "Ja, Mutter, das ist schwer für dich"

    Wenn du kannst, nimm dich innerlich etwas zurück. Sie ist ja alleine, eine Tatsache, aber du musst nicht hören, dass du daran etwas ändern musst! Keinen Auftrag daraus ableiten.

    "Mein Enkel hat mir nur telefonisch gratuliert"
    " Und jetzt bist du enttäuscht "

    Nimm ihr geäußertes Gefühl auf und wiederhole es, ohne zu bewerten.
    Klingt so theoretisch komisch, ist aber in der Praxis bewährt und vermeidet ärgerliche Diskussionen und endlose Auseinandersetzungen und Rechtfertigungen.

    Wenn sie sagt "Du warst schon 2 Tage nicht mehr bei mir" und du dann anfängst dich zu verteidigen " ich musste doch das und dies erledigen", kommt von ihr "Ja, aber..." und ihr seid schnell in einer Spirale.

    Du nimmst ihr mit einer freundlichen Bestätigung den Wind aus den Segeln: "Stimmt, aber jetzt bin ich ja da. Was wollen wir machen?"


  3. Registriert seit
    17.08.2016
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    6.383

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Über manches lässt sich in dem Alter nicht diskutieren.

    Aber wo sie Recht hat, hat sie Recht und da würde ich nicht mit ihr streiten, sondern sie bestätigen.

    Ich finde es sehr schade, dass der einzige Enkel nicht mal vorbeikommt. Da würde ich auch kein Verständnis haben und meinem Sohn deutlich gemacht haben, dass die Oma nicht ewig lebt und er sich zumindest an Geburtstagen und Weihnachten Besuche vornehmen kann.

    Wieso du da mit deiner Mutter streiten musst, verstehe ich nicht. Sie hat Recht.


  4. Registriert seit
    11.07.2019
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    624

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Aber wo sie Recht hat, hat sie Recht und da würde ich nicht mit ihr streiten, sondern sie bestätigen.

    Ich finde es sehr schade, dass der einzige Enkel nicht mal vorbeikommt. Da würde ich auch kein Verständnis haben und meinem Sohn deutlich gemacht haben, dass die Oma nicht ewig lebt und er sich zumindest an Geburtstagen und Weihnachten Besuche vornehmen kann.

    Wieso du da mit deiner Mutter streiten musst, verstehe ich nicht. Sie hat Recht.
    Sehe ich differenzierter. Ja, es gibt Konventionen, es "gehört sich", dass enge Familienangehörige zum Geburtstag(sappell) antreten. Meine Mutter erwartet das auch und wir tun es. Aber nicht, weil es uns ein Bedürfnis ist. Die Mutter der TE war vermutlich immer schon ein bisschen speziell, jedenfalls ist keine so enge Bindung zum Enkel entstanden, dass der den Wunsch hätte, die Oma zu sehen. Wird sie zwar nicht verstehen, aber ich kann es nachvollziehen und würde da als Mutter auch keinen Druck machen. Die Großmutter hat kein Recht auf ihren Enkel. und die TE hat ein Recht auf Eigenleben.

    Ich glaube auch nicht,dass eine räumliche Trennung etwas an der Anspruchshaltung der Mutter ändern würde, eher imGegenteil und die TE hätte zusätzlichen Stress wegen Wegzeiten u.ä.
    Ich finde es richtig, dass sie sich von der Mutter nicht emotional erpressen lässt, mit dem Druck und den Vorwürfen wird sie leben müssen. Ich würde fragen, wieviele Stunden Gemeinsamkeit sie erwartet, wieviele gemeinsame Unternehmungen. Vermutlich möchte sie eingebunden sein wie in der Ursprungsfamilie. Dagegen könnte ein Angebot stehen: Tochter schaut zwei bis dreimal in der Woche kurz vorbei, eine Unternehmung, Anschluss beim Essengehen nur ausnahmsweise. ich würde das sogar in den Kalender eintragen. Wird sicher nicht einfach, aber das ist es jetzt ja auch nicht

  5. Moderation Avatar von Margali62
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    11.881

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Hopeless, wie läuft denn der Kontak?
    Steht deine Mutter ständig bei euch auf der Matte? Oder gehst du morgens auf einen Kaffee runter? Wie laufen die Begegnungen ab?
    Moderatorin im Forum

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  6. Inaktiver User

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Zitat Zitat von gabiella Beitrag anzeigen
    Diskutieren und argumentieren hilft in der Regel gar nicht.
    Das kann ich bestätigen und Dein ganzer Beitrag bekommt von mir eine .

    Unsere Mutter hat keinen Einblick/kein Verständnis für unser Berufsleben (weil selbst nicht gearbeitet). Zu meiner Schwester meinte sie, als diese ihr sagte, sie könne an einem von unserer Mutter gewünschten Tag nicht kommen, da sie eine innerbetriebliche Schulung habe, also sie solle mal nicht so tun, da säße sie doch nur rum.

    Es sind oftmals die (bewussten?) Verletzungen, die alte Menschen den Jüngeren zufügen und nicht alles kann unter dem Deckmantel der vermeintlichen "familiären Bande" schöngeredet werden und nicht alles muss aufgrund der Absehbarkeit des nahenden Ablebens in Kauf genommen werden. Vielleicht ist es eine Art "Revanche", die manche meinen, austeilen zu müssen, weil die Endstrecke immer kürzer wird?

    Wiederum gibt es total liebe hochbetagte Menschen, die einfach nur knuffig sind und um die man sich sogar kern kümmert, weil etwas zurückkommt. Ich denke da an meine ehemalige Nachbarin. Sie stand mir näher als meine eigene Großmutter.

    Deshalb könnte es sein, dass ein bestimmter Charakter im Alter immer schlimmer wird, weil sie meinen, aufgrund ihres Alters können sie jetzt loslegen? Ich höre immer wieder: Mein Vater/meine Mutter war schon immer schwierig oder wir haben uns früher schon nicht so richtig verstanden etc. pp. Mir geht es da ebenso.

    Ich habe mir allerdings meine Mutter "erzogen" . Sie hat es auch versucht, von Dauerklingeln via Telefon bis hin zu Vorwürfen, ich käme nicht oft genug usw. usf. Telefon habe ich durchklingeln lassen und bin drangegangen, wenn ich es wollte und die Vorwürfe habe ich damit pariert, dass ich eben keine Zeit hatte/habe und komme, wenn ich sie habe. Sie hat verstanden, dass sie mich nicht "rumkommandieren" kann (was sie mit Auftragserteilungen durchaus versuchte). Ich habe es schlicht abgelehnt, für zum Teil 3 Artikel in 3 verschiedene Läden zu fahren (Markenwahn meiner Mutter ), wenn ich mich bereit erklärte, für sie etwas einzukaufen. Was ich bei mir im Einkaufszentrum nicht kriege, wird nicht besorgt. Dann muss sie selber los. Ist angekommen.

    Und ja, es ist ein großer Vorteil, eine Distanz zu haben.

    Aber letztlich denke ich, ist es auch in einem gemeinsamen Haus möglich. Es muss nur gesprochen werden und wie bei der Kindererziehung …. dranbleiben, konsequent bleiben, was nicht bedeutet, dass man nicht freundlich ist.

    Deshalb sind Deine Vorschläge super, denn damit wird den Leuten der Wind aus den Segeln genommen.

  7. Avatar von Sandra71
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    15.476

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Zitat Zitat von Hopeless60 Beitrag anzeigen
    Ausziehen ist unmöglich, da müsste schon das ganze Haus verkauft werden und da wird meine Mutter sicher nicht zustimmen.
    Und warum machst du das zu deinem Problem?

    Ganz ehrlich, wenn meine Mutter mir so auf die Nerven ginge wie deine, wäre mir das egal - du hast auch nur das eine Leben.

  8. Avatar von schafwolle
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    20.961

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Zitat Zitat von Hopeless60 Beitrag anzeigen
    Laut Arzt ist sie in sehr guter Verfassung, ausser den normalen Wehwehchen die man mit 85 so hat. Meine Mutter hat seitdem nur noch ein Thema, wie krank sie doch ist ...
    Sie wird es subjektiv so empfinden, dass sie nicht gesund ist.
    Ich vermute, das ist ihrer psychischen Verfassung geschuldet, aber
    sie selbst kann die Befindlichkeiten nicht von einander abgrenzen.

    Vielleicht hilft es Deiner Mutter, sie hier mal von der ganz sachlichen
    Seite zu "packen". Ihr ihre guten bzw. normalen Werte in den Einzelbereichen
    vor Augen führen, die dem Alter entsprechenden Referenzbereiche aufzeigen.

    Kurzum, nimm sie ernst bei ihren Bedenken, rede mit ihr darüber ... das kann
    helfen, ihr Kopfkino zurecht zu rücken.

    Nicht ist wohl schlimmer für ältere Menschen, als das Gefühl zu haben,
    dass sie nicht (mehr) ernst genommen werden.



    Heute hat es dann wieder mal gekracht, weil unser Sohn, ihr einziger Enkel nicht nach ihr schaut, und nur telefonisch zum Geburtstag gratuliert hat.
    Ausserdem schaut unser Sohn 2mal in der Woche bei ihr rein.
    Wie passt das zusammen?



    Meine Mutter weint sofort, bei jeder Kleinigkeit, macht mich dann so richtig fertig mit ihren gehässigen Bemerkungen.
    Es ist sicher schwierig, die gehässigen Bemerkungen nicht allzu persönlich
    zu nehmen. Sie - und das Weinen - sind aber letztlich nur Ausdruck einer inneren Verzweiflung,
    die zumindest ich aus Deinen Beschreibungen herauszulesen meine.

    Bei allem Verständnis für die diffizile Gesamtsituation ... aber mir fehlt in
    Deinen Zeilen eine grundlegende Empathie für Deine Mutter. Du hast den
    Fokus ausschließlich auf Negatives gelegt.

    Sie hat sicher auch liebenswerte Eigenschaften, oder?


    Zitat Zitat von Hopeless60 Beitrag anzeigen
    Es ist sehr schwierig ihr jetzt klarzumachen, dass mein Mann und ich auch mal was für uns machen wollen.
    Es kommt wohl auch auf das Wie an.
    Wenn der Grundtenor lautet, sie nicht dabei haben zu wollen, dann ist
    das eher verletzend.

    Ich denke zB nicht, dass Deine Mutter tatsächlich Interesse daran hätte,
    Euch zu Essen, auch mit Euren Freunden, zu begleiten.

    Hier geht es viel eher um das bei ihr vermutlich vorherrschende Gefühl,
    nicht willkommen zu sein und geschätzt zu werden.


    Zitat Zitat von Hopeless60 Beitrag anzeigen
    ... sie hat alle Freundinnen vergrault.
    Wie hat sie das gemacht?



    @Hopeless

    Ist Deine Mutter geistig fit?

    Vielleicht wäre es ja eine lohnende Investition, ihr zB einen Laptop zu
    besorgen und sie geduldig in die Welt des Internet einzuführen? Oder
    ihr einen sog. Senioren-PC-Kurs schmackhaft zu machen?

    Auch ein einfaches Smartphone und WhatsApp könnte dazu beitragen,
    dass sie sich nicht mehr so von der Welt abgeschottet fühlt.

    Es kann gerade für ältere Menschen bereichernd sein, sich bewusst
    auf den technischen Zeitgeist einzulassen.

    Dass Deine Mutter zu keinen Senioren-Kaffee-und-Kuchen-Treffs gehen
    möchte, solltest Du einfach akzeptieren. Das Alter alleine ist kein Grund,
    derartige Aktionen mögen zu müssen.

    *

    Wie wäre es zB mit einer Katze (falls sie Tiere überhaupt mag)?
    Ein Lebewesen, um das man sich kümmern muss, kann auch eine sehr
    positive Herausforderung sein und für Sinnhaftigkeit sorgen.

    *

    Hat Euer Haus einen Garten?
    Wenn ja - ist sie da eingebunden in dessen Gestaltung und Pflege?


  9. Registriert seit
    18.07.2019
    Beiträge
    27

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    wenns dir gut tu, schreibe hier!

    ich stelle mir das sehr schwer vor mit muttern unter einem dach. hut ab!
    man braucht wohl eine gesunde Portion Egoismus.

    alles liebe und gute nerven!

    luci
    Vielen Dank, die kann ich gebrauchen.


  10. Registriert seit
    18.07.2019
    Beiträge
    27

    AW: Meine Mutter 85 und ich 60 es hat mal wieder so richtig gekracht, heute.

    Zitat Zitat von gabiella Beitrag anzeigen
    Ach, das ist schwierig!
    Ich hatte beruflich viel mit alten Menschen zu tun und kann dir daher sagen, dass Egozentrik sich häufig bei Hochaltrigen einstellt.
    Sie erleben nicht mehr viel Neues und kreisen um sich und ihre kleine Welt.

    Das tröstet dich jetzt sicher nicht.

    Diskutieren und argumentieren hilft in der Regel gar nicht.

    Probier mal aus, was passiert, wenn du nicht gegen redest sondern sie freundlich bestätigst.
    "Ich bin immer so alleine"
    "Ja, Mutter, das ist schwer für dich"

    Wenn du kannst, nimm dich innerlich etwas zurück. Sie ist ja alleine, eine Tatsache, aber du musst nicht hören, dass du daran etwas ändern musst! Keinen Auftrag daraus ableiten.

    "Mein Enkel hat mir nur telefonisch gratuliert"
    " Und jetzt bist du enttäuscht "

    Nimm ihr geäußertes Gefühl auf und wiederhole es, ohne zu bewerten.
    Klingt so theoretisch komisch, ist aber in der Praxis bewährt und vermeidet ärgerliche Diskussionen und endlose Auseinandersetzungen und Rechtfertigungen.

    Wenn sie sagt "Du warst schon 2 Tage nicht mehr bei mir" und du dann anfängst dich zu verteidigen " ich musste doch das und dies erledigen", kommt von ihr "Ja, aber..." und ihr seid schnell in einer Spirale.

    Du nimmst ihr mit einer freundlichen Bestätigung den Wind aus den Segeln: "Stimmt, aber jetzt bin ich ja da. Was wollen wir machen?"
    Danke, ich werde das mal ausprobieren.

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