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  1. Registriert seit
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    Schwiegermutter und Depression

    Hallöchen ihr lieben.

    Toll dass es dieses Forum gibt und ich hoffe auf Inspiration und Feedback von euch :-)

    Zu meinem Problem...
    Vor 14 Jahren habe ich meinen Mann kennengelernt den ich vor 2 Jahren geheiratet habe.
    Er ist ein wundervoller Ehemann und wir haben eine tolle Ehe.
    Ich selber wohne in der Schweiz und nachdem wir ein Jahr Fernbeziehung geführt haben ist er zu mir in die Schweiz gezogen.
    Seine Mutter habe ich erst ein Jahr nach dem kennenlernen kennengelernt und habe gleich gemerkt dass sie Beziehung etwas speziell ist.
    Mein Mann hat bis dahin noch bei seiner Mutter gewohnt. Er war damals 27 Jahre alt und Einzelkind.
    Sie hatten eine sehr enge Beziehung und mein Mann war ihre größte Bezugsperson. Sie ist schon seit vielen Jahren geschieden und hat seitdem auch nie wieder einen Mann an ihrer Seite gehabt.
    Das erste Treffen mit seiner Mutter war auch nicht gerade sehr angenehm.
    Sie hat mich beschimpft als blöde Kuh und ich würde ihr den Sohn wegnehmen...mein Ehemann hat mir erzählt dass er leider damit gerechnet hat dass sie das auch schon bei vorherigen Freundinnen gemacht hat.
    Er hat natürlich mit ihr gesprochen aber in all den Jahren habe ich bemerkt dass sie ihn überhaupt nicht ernst nimmt.
    Ich selber habe Verständnis für sie dass sie so reagiert jedoch habe ich in all den Jahren gehofft dass sie ihn sein eigenes Leben leben lässt und dass sich die Situation vielleicht etwas entspannt.
    Leider ist es nicht so gekommen.

    Meine Schwiegermutter lebt etwa 800 km von uns entfernt und darüber bin ich sehr froh muss ich sagen.
    Leider ist sie ein sehr sehr negativ denkender Mensch und hat auch immer das Gefühl dass alle ihr böses wollen.
    Zum Teil terrorisiert sie meinen Mann indem dass sie ihm Schuldgefühle gibt dass er sich nicht genug um sie kümmert.
    Mein Mann ist ein ganz toller Sohn wie ich finde und tut alles damit sie glücklich ist.
    Er fährt mindestens vier mal im Jahr zu ihr um sie zu besuchen und wir waren fast jedes Jahr mit ihr oder auch seinem Vater in den Ferien.
    Wir haben immer versucht sie mit einzubeziehen aber ihr ist es nicht genug.
    Sie hat das schon mehrfach betont dass sie mehr möchte und es ihr nicht reicht.
    Nun gab es in den letzten drei Jahren mehrfach die Situation dass sie nachts in die Notaufnahme gefahren ist weil sie dachte sie hätte einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall.
    Natürlich wurde sie jedes mal untersucht und es konnte nichts gefunden werden.
    Ich habe mich darum gekümmert dass wir einen Psychologen findet wo sie einmal im Monat hin geht jedoch habe ich das Gefühl dass das überhaupt nichts bringt.
    Eine Zeit lang hat sie Tabletten bekommen die ihr sehr geholfen haben und damals war sie richtig glücklich und zufrieden.
    Sie hat wieder mit Sport angefangen und ich habe mir schon Hoffnungen gemacht dass es langsam besser wird... Leider hat sie die Tabletten dann selber abgesetzt weil sie die Nebenwirkungen gefürchtet hat....Ich habe unendlich viele Gespräche mit ihr gehabt und ich bin der Meinung sie bräuchte mehr Begleitung durch den Psychologen jedoch weigert sie sich.
    Nun war sie letztes Wochenende wieder in der Notaufnahme und die Ärzte der Notaufnahme haben sie abgewiesen!
    Sie hat daraufhin meinen Mann angerufen und ihm gesagt dass sie im sterben liegt.
    Natürlich ist er sofort zu ihr gefahren....
    Als er bei ihr war hat er mit dem Arzt telefoniert der sie behandelt hat und dieser hat ihn informiert dass alles in Ordnung ist und dass er vermutet dass sie psychische Probleme hat.
    Mein Mann ist natürlich extrem gestresst durch diese Situation und er weiß nicht mehr weiter.
    Mein Mann hat wieder einmal mit ihr gesprochen und er hat ihr gesagt dass es für ihn so nicht mehr weitergeht.
    Sie hat ihm gedroht dass sie sich umbringt!
    ( Das hat sie in all den Jahren öfters gemacht)

    Was sollen wir tun? Ihr könnt euch denken dass wir auch in unserer Ehe immer mal wieder Diskussionen darüber haben und manchmal streiten wir.

    Wir wissen einfach nicht mehr weiter und wir wissen nicht wie wir mit ihr umgehen sollen.

    Danke für euren Input.

    Grüsse ♥️


  2. Registriert seit
    26.10.2016
    Beiträge
    5.268

    AW: Schwiegermutter und Depression

    Hallo und willkommen im Forum.

    Es geht nicht darum, was ihr beide machen könnt, sondern darum, wie sich dein Mann dazu positioniert.
    Es ist seine Mutter, sie belangt ihn um Aufmerksamkeit und er muss einen Weg finden, wie er damit umgehen will.

    Du kannst da gar nichts machen, denn die Mutter will (außer vllt. Scheidung), nichts von dir und auch nichts mit dir zu tun haben.

    Dein Mann könnte die Gelegenheit nutzen, sich nun auch emotional von Mutti zu lösen, aber will er das auch?
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
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  3. Registriert seit
    08.02.2016
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    38

    AW: Schwiegermutter und Depression

    Liebe Carcasonne

    Vor einigen Jahren als ich mit ihr Frühstücken war habe ich sie einmal gefragt was sie sich eigentlich vorstellt?
    Wann Sie zufrieden ist?
    Sie hat mir damals gesagt sie wünschte sich ihr Sohn wäre wieder bei ihr und hätte dort jemanden kennengelernt damit sie sich täglich sehen könnten.
    Ich habe ihr gesagt dass ihr Sohn sein eigenes Leben leben darf und sie doch froh sein soll dass es ihm so gut geht!
    Sie hat das angehört aber nicht angenommen.
    Ich weiß das mein Mann ein gewisses emotionales Abhängigkeitsverhältnis von ihr hat und wir haben schon unzählige male darüber diskutiert.
    Gestern haben wir heftig gestritten weil ich es satt habe!
    Ich habe ihm gesagt dass er sich endlich positionieren soll. Natürlich möchte ich nicht dass er den Kontakt abbricht sondern ich möchte einfach nur das wir alle ein normales Verhältnis mit einander führen.

    Seine Angst ist es dass sie sich wirklich etwas antut wenn er ihr deutliche Grenzen aufzeigt.

  4. Avatar von marylin
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Was soll er den tun, der Ehemann? Nicht mehr zu seiner Mutter fahren? Nicht mehr außerhalb der geplanten Besuche? Depression (ggf. mit körperl. Symptomen, Panok...) IST eine Krankheit, die tatsächlich mal zum Suizid(versuch) führen kann, von daher IST sie ja "richtig" krank... Also was soll der Sohn tun bzw. lassen?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



  5. Registriert seit
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Der Sohn kann seine Mutter darauf hinweisen, dass er sich wünscht, sie möge sich in professionelle Behandlung begeben.

    Er kann, selbst wenn er wollte, keinen Therapeuten und keinen Psychiater ersetzen, der bei Depressionen vonnöten ist.

    Der Mutter kann er sagen, dass er in Zukunft, bei Suizidandrohungen, die Behörden einschaltet, denn bei Selbstgefährdung müssen die tätig werden und er letztlich auch, sollte sie tatsächlich handeln, würde er seines Lebens nicht mehr froh.

    Du kannst nichts tun.
    Allerdings würde ich nicht mehr mit der Familie in den Urlaub fahren und auch nicht zu Besuchen auftauchen.

    Wichtig ist, du und dein Mann, solltet euch einig sein, wie sich das zukünftig mit der Mutter gestalten soll.
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  6. Avatar von Tatra
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Dein Mann muß am Problem seiner mangelnden Abnabelung arbeiten. Deine Schwiegermutter wird sich nicht ändern, dazu müßte sie ja erstmal wahrnehmen, dass sie ein Problem hat, bzw. dass das nicht du bist.

  7. Avatar von Ulina
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Der Mutter kann er sagen, dass er in Zukunft, bei Suizidandrohungen, die Behörden einschaltet, denn bei Selbstgefährdung müssen die tätig werden und er letztlich auch, sollte sie tatsächlich handeln, würde er seines Lebens nicht mehr froh.
    Wäre ihr vielleicht ganz recht, als Strafe, dass er sie verlassen hat.

    Es ist eine ganz ungesunde Mutter-Sohn Beziehung. Vielleicht sollte sich auch dein Mann um psychologische Hilfe für sich kümmern.


  8. Registriert seit
    26.10.2016
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Zitat Zitat von Ulina Beitrag anzeigen
    Wäre ihr vielleicht ganz recht, als Strafe, dass er sie verlassen hat.

    Es ist eine ganz ungesunde Mutter-Sohn Beziehung. Vielleicht sollte sich auch dein Mann um psychologische Hilfe für sich kümmern.
    Ja, das fürchte ich auch - genau darum sollte er auch bei Suiziddrohungen konsequent die Behörden einschalten - er könnte aus der Entfernung sowieso nicht rasch genug handeln.

    Gute Idee, würde langfristig am wirkungsvollsten sein.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
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  9. Registriert seit
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Hallo Lulimita,

    wenn man immer den gleichen Weg geht, hat man immer die gleichen Ergebnisse.

    Dein Mann und Du wissen, dass Ihr der Mutter nicht helfen könnt.

    An Deiner Stelle würde ich gar nicht mehr mit der Mutter kommunizieren, auch keine Ärzte oder Therapeuten organisieren und schon garnicht mit ihr in den Urlaub fahren - aus Selbstfürsorge.

    Dein Mann sollte immer die Telefonnummern des Sozialpsychiatrischen Dienstes (vom Wohnort der Mutter), des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und des Hausarztes (der Mutter) und der nächstgelegenen Psychiatrischen Institutsambulanz bei sich haben.
    Wenn Mutti anruft und mit ihrer absolut durchschaubaren emotionalen Erpressung ankommt, das Telefonat so kurz und präzise wie möglich halten. Und ihr sinngemäß sagen: „Mutter, es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Ich bin aber 800 km entfernt und kann Dir jetzt akut keine Hilfe sein. Deshalb werde ich jetzt den Sozialpsychiatrischen Dienst Deines Wohnorts anrufen und wenn ich dort niemanden erreiche, den Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Wenn man Dich ins nächstgelegene Krankenhaus verbringt, lass mich von den behandelnden Ärzten informieren, damit ich weiß, wo Du bist.“

    Vielleicht hilft es der Mutter, wenn Dein Mann mit ihr konkrete Besuchstermine abspricht und sich im Telefonat auf diese festen Daten beziehen kann.
    Auch wenn Mutter erkrankt ist, bedeutet das nicht, dass erwachsene Kinder das Leben nach dem erkrankten Elternteil ausrichten. Wenn sie allein nicht mehr zurecht kommt, ist vielleicht eine Art betreutes Wohnen für psychisch erkrankte Erwachsene hilfreich/notwendig.
    Ja... und vielleicht braucht Dein Mann auch professionelle Unterstützung, damit er eine neue Umgangsform praktizieren kann. Muss ja keine Therapie sein, eher in Richtung einer Beratung, dass mal jemand drauf schaut, der sich mit der Situation am Wohnort der Mutter auskennt und Erfahrung mit Angehörigen in solch einer Situation hat.

    Alles Gute für Euch, Pumpernickel

  10. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Die Frau macht gesundheitlichen Terror, damit ihr Sohn zu ihr kommt und sie stellt alles an, was ihr möglich ist, damit das passiert. Sie wird sich nicht ändern und wird auch an ihrer Situation nichts ändern, weil sie nicht in der Lage ist zu sehen, was sie macht. Es ist ihr egal, Hauptsache ihr Wille geschieht. Den Sohn mit gesundheitlichen Problemen zu erpressen ist ziemlich niederträchtig.

    Wenn sie mit Selbstmorddrohungen kommt, sagen daß sie das machen soll, sie wird es nicht tun. Sie ist nur auf Erpressung aus. Wenn sie mit Selbstmord droht, ruft die Polizei.

    „Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch“ (Dalai Lama)
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
    Ich hab keine Zeit das Gute in den Garstigen zu suchen!




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