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  1. Avatar von Blila1
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Zitat Zitat von Ulina Beitrag anzeigen

    Es ist eine ganz ungesunde Mutter-Sohn Beziehung. Vielleicht sollte sich auch dein Mann um psychologische Hilfe für sich kümmern.
    unbedingt! Der Haken, an dem die Frau ihren Sohn immer noch hat und zu sich ziehen kann, sind Schuldgefühle. Wenn er weiß, dass er damit leben muss (so lange seine Mutter lebt) und wie er damit umgehen kann, kann er sich und eurer Beziehung helfen

  2. Avatar von Horus
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Der Termin beim Paartherapeuten ist gut.
    Es geht ja nicht darum, dass eure Beziehung irgendwie "therapiert" sein müsste, sondern es geht darum, dass ihr gemeinsam eine gemeinsame Weise findet, mit der (Schwieger)Mutter umzugehen.

    Zum Beispiel in diese Richtung hin:

    Der Mutter kann er sagen, dass er in Zukunft, bei Suizidandrohungen, die Behörden einschaltet, denn bei Selbstgefährdung müssen die tätig werden und er letztlich auch, sollte sie tatsächlich handeln, würde er seines Lebens nicht mehr froh.
    Das von mir Gefettete würde ich allerdings an Stelle des Mannes auf gar keinen Fall sagen! Denn damit gibt er seine Mutter zu verstehen, dass die Suiziddrohung tatsächlich ein wirksamer Hebel für emotionale Erpressung ist. Das ahnt sie zwar sicher bereits (es hat ja schon bisher immer funktioniert), aber offenlegen sollte man das dennoch nicht. Im Gegenteil, man sollte ihr deutlich zu verstehen geben, dass diese emotionale Erpressung in Zukunft nicht mehr funktioniert.
    Das erste im Zitat (nicht gefettet) würd' ich anstelle deines Mannes daher auf jeden Fall ihr kommunizieren. Und es dann im Ereignisfall auch tatsächlich tun. Also die Behörden vorbeischicken, wenn sie mit Suizid droht - und mit Behörden meine ich: Polizei. Das macht unter Umständen erheblichen Eindruck, wenn uniformierte Polizisten an der Tür klingeln. Mehr, als wenn es "nur" der Sozialarbeiter oder die Notfallpsychologin ist.

    Ausserdem könnte es für deinen Mann nützlich sein, wenn er kurze, knappe Antworten auf ihre Anschuldigungen parat hält. Er kennt ja seine Mutter gut und dürfte wissen, welche Vorwürfe sie ihm bevorzugt um die Ohren haut.

    "ich krieg' noch einen Herzinfarkt von der Getränkeschlepperei, weil du mir nicht hilfst" --> ist gut, Mutter, ich bestell dir ein Abo beim Hauslieferdienst"
    (Sie wird darauf sagen: "will ich nicht, brauch ich nicht, denn du könntest ja …" --> "okay, willst du nicht. Deine Entscheidung. Dann kann ich dein Jammern über die Schlepperei nicht ganz ernst nehmen"

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  3. Avatar von phantomlake
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    "ich krieg' noch einen Herzinfarkt von der Getränkeschlepperei, weil du mir nicht hilfst" --> ist gut, Mutter, ich bestell dir ein Abo beim Hauslieferdienst"
    (Sie wird darauf sagen: "will ich nicht, brauch ich nicht, denn du könntest ja …" --> "okay, willst du nicht. Deine Entscheidung. Dann kann ich dein Jammern über die Schlepperei nicht ganz ernst nehmen"


    Es gibt übrigens Wassersprudler (die ja auch eifrigst im TV beworben werden). Ich habe so ein Ding seit 20 Jahren (obwohl ich nicht alt bin). Bei guter Wasserqualität ist das eine hervorragende Alternative.

    Sie wird es natürlich nicht wollen, gehe ich mal von aus.
    Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.

    Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!

  4. Avatar von Horus
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    ' türlich will sie nicht. Weil ihre Botschaft eine andere ist: "kümmere dich gefälligst um mich"

    Er muss deutlich zeigen, dass er auf diese Alltagsvorwürfe nicht mehr einsteigt und sich davon nicht mehr beeindrucken lässt.

    "Irgendwann lieg' ich tot in der Wohnung und niemand findet mich"
    "Keine schöne Vorstellung. Ich verstehe, dass dich das beunruhigt. Ich besorge dir einen Notfallknopf, den du betätigen kannst, wenn was ist, ok?"
    "Ich will / brauche so ein komisches Ding nicht."
    "okay, deine Entscheidung [dieser Satz ist wichtig!]. Dann könnte es passieren, dass du tatsächlich mal nicht mehr aufstehen kannst und lange auf Hilfe warten musst. Die Lösung dagegen heisst, wie gesagt, Notallknopf".

    Und dann nicht auf Endlos-Argumentationen einsteigen wieso und warum nicht anders, sondern immer nur die Hauptmessage: "Lösung heisst X. Ich organisiere dir diese Lösung. / Ach, willst du nicht? okay, deine Entscheidung".

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  5. Avatar von Blila1
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    ' türlich will sie nicht. Weil ihre Botschaft eine andere ist: "kümmere dich gefälligst um mich"
    und zwar, weil die Primär-Botschaft lautet: ICH will die einzige Frau in deinem Leben sein. Damit das klar ist..

  6. Avatar von Blila1
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Das Problem für den Sohn ist, die vermutlich latente Angst auszuhalten, dass halt DOCH mal was sein könnte. zwangsläufig auch mal sein wird, auch Despotenmütter leben nicht ewig. Dann muss er mit den Schuldgefühlen leben, die zwar unberechtigt sind, aber offenbar sehr tief gepflanzt wurden. Daher wäre zu überlegen, ob eine Therapie, exklusiv für ihn, nicht sinnvoll wäre, auch wenn das Thema in der Paarberatung seine Berechtigung hat.

  7. Avatar von phantomlake
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Das Problem für den Sohn ist, die vermutlich latente Angst auszuhalten, dass halt DOCH mal was sein könnte. zwangsläufig auch mal sein wird, auch Despotenmütter leben nicht ewig. Dann muss er mit den Schuldgefühlen leben, die zwar unberechtigt sind, aber offenbar sehr tief gepflanzt wurden.
    "Du bist schuld, wenn ich sterbe! Und wenn es mit 120 ist!"
    Eine wahrhaft geliebte Mutter lebt ewig. (Steht das nicht so in der Bibel?)

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Daher wäre zu überlegen, ob eine Therapie, exklusiv für ihn, nicht sinnvoll wäre, auch wenn das Thema in der Paarberatung seine Berechtigung hat.
    Ja!
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  8. Registriert seit
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Danke euch 😙

    Am Wochenende hatte mein Mann wieder Theater mit seiner Mutter.
    Ich selber halte mich da heute raus.
    Sie ist nachts um 3 Uhr mit dem Taxi zur Notaufnahme gefahren und hat bis 9 Uhr morgens dort gewartet weil man ihr gesagt hat dass sie kein Notfall wäre. ( sie war in dieser Notaufnahme schon mehrere male)
    Danach ist sie wieder nach Hause gefahren und hat einen Termin mit einer Neurologin ausgemacht wo sie gestern war.
    Die Neurologin hat ihr gesagt dass sie falsch bei ihr wäre und zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen müsste...
    Nun meine Schwiegermutter hat nun für Freitag Nachmittag einen Termin beim Hals-Nasen-Ohrenarzt...
    Meine Schwiegermutter hat früher bei einer Ärztin gearbeitet und deswegen bekommt sie über diese ehemalige Chefin schnell Termine. ( bei all diesen Ärzten war sie schon öfters und nie wurde etwas gefunden)
    Ich muss euch ehrlich sagen dass ich manchmal ein bisschen darüber lachen muss. Wenn man das so von weitem betrachtet kann sie einen wirklich leid tun. Sie macht sich doch nur selber Stress!
    Vor einigen Jahren habe ich einmal mit ihr darüber gesprochen und sie gefragt warum sie das tut. Es ging ihr eine Zeit lang so gut mit den Antidepressiva und ich habe sie gefragt warum sie diese von selber abgesetzt hat.
    Sie hat mir gesagt dass sie die Nebenwirkungen nicht möchte und ich habe ihr gesagt dass die Nebenwirkungen viel schlimmer sind wenn Sie diese eine Tablette täglich nicht nimmt.
    Sie hat das überhaupt nicht eingesehen.
    Das mit dem Sprudel Gerät für das Mineralwasser habe ich ihr schon gesagt und sie meinte dass sie das Wasser aus dem Hahn nicht trinken möchte weil sie Angst hat vor Verunreinigungen. Sie hat für alles eine Ausrede und ich denke sie möchte einfach nicht weil sie etwas braucht worauf sie aufbauen kann.
    Sie erreicht was sie möchte denn mein Mann macht sich jedesmal wieder von neuem Sorgen.
    Zurzeit hat er wieder eine Phase wo sie ihm schrecklich auf die Nerven geht und wo er wie keinen Bock mehr auf sie hat aber wenn sie dann wieder schreibt dass sie zur Notaufnahme muss weil sie denkt dass sie einen Hirnschlag bekommt dann schafft sie es dass er sich wieder Sorgen macht.

    Früher ist er noch sorgenvoll zu ihr gefahren und heute macht er das nicht mehr. Ich bin froh dass er räumlich so weit von ihr entfernt ist. Wenn ich heute zurückschaue erstaunt es mich ein bisschen dass er einfach so so weit von ihr weggezogen ist und zu mir gekommen ist. Er hatte eine sehr enge Beziehung mit seiner Mutter aber ich denke dass er vielleicht einen Grund gefunden hat um von ihr wegzukommen.

    Der Spruch passt perfekt:

    "Wie man in den Wald hinein ruft,*so schallt es heraus."*

    Liebe Grüsse euch ❤

  9. Moderation Avatar von Islabonita
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Dein Mann hat schon einen gewaltigen Schritt getan, indem er zu Dir gezogen ist. Dass er noch nicht in der Lage ist, sich vollständig aus der Umklammerung zu befreien, ist mehr als menschlich. Er scheint zumindest auf einem guten Weg zu sein, Du kannst ihn da nur weiter bestärken und unterstützen.

    Dein Beispiel mit dem Wasser ist ein klares Indiz dafür, dass sie keine Hilfe zur Selbsthilfe möchte, sondern alle Register der emotionalen Erpressung zieht.

    Alles Gute weiterhin!
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Werde die, die du bist
    Hedwig Dohm

  10. Avatar von Blila1
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    AW: Schwiegermutter und Depression

    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    .
    Sie hat mir gesagt dass sie die Nebenwirkungen nicht möchte .....
    Sie hat das überhaupt nicht eingesehen.
    ...sie meinte dass sie das Wasser aus dem Hahn nicht trinken möchte weil sie Angst hat vor Verunreinigungen. Sie hat für alles eine
    ich habs ja nicht so mit Kalendersprüchen, aber auf sie dürfte sogar dieser ausgelutschte passen: wer etwas will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Ausreden.

    Wobei: Nebenwirkungen von Antidepressiva sind tatsächlich ein Problem. Vor allem dann, wenn keine echte oder keine besonders schwere Depression vorliegt. Ihr Drama-Queen-/Queen-Mum-Verhalten deutet ja eher auf eine Persönlichkeitsstörung. Wie auch immer: abruptes Absetzen von Antidepressiva hat meist heftige Nebenwirkungen. Das müsste allerdings mittlerweile auch schon lange gegessen sein.
    Das Problem ist jetzt weniger sie als dein Mann, der aus dieser Prägung nicht rauskommt

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