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  1. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen

    Den Film habe ich jetzt nach langer innerer Abwehr dagegen auch angeschaut:
    Mir ist nicht klar, warum das im Kino oder im Fernsehen läuft, es ist weder unterhaltsam noch nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten dargestellt.
    Es gibt bestimmt genug interessierte Eltern die sich diesen Film anschauen, sei es um sich Bestätigung zu holen oder um besser zu verstehen wie es zu solchen schwierigen Eltern-Kind-beziehungen kommt. Auch wenn das eigene Kind keine solch starken Verhaltensauffälligkeiten zeigt kann man einiges daraus lernen oder besser verstehen. Ich habe früher selbst in einer Kita gearbeitet, zwei Kinder großgezogen und jetzt sind es zwei Enkelkinder die mein Mann und ich oft betreuen. Das Interesse am Thema Kindererziehung ist also immer noch da.
    Egal um welche Methode es geht, man muss das Passende für sich und sein Kind heraussuchen.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    * * * * *
    Recherchen haben ergeben, dass manche Leute gar keine Laktose brauchen
    um intolerant zu werden.



  2. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von BintBattuta Beitrag anzeigen
    Aber gerade das ist doch der Punkt: Die Kinder werden nicht liebevoll ins Bett gebracht, sondern in einer ihnen völlig fremden Umgebung in ein Gitterbett verfrachtet, von ihnen fremden Personen in einen fremden Raum geschoben und dort dann schreiend sich selbst überlassen. Dass draußen eine Nachtschwester vor dem Monitor sitzt und keine objektive Gefahr droht, weiß so ein kleines Kind doch nicht.
    Ganz so dramatisch wie du es schilderst war es nicht. Es macht doch andersherum auch keinen Sinn, dass ein Kind die gesamte Familie beherrscht, sich weigert ins Bett zu gehen, die Mutter sich dann gegen 22Uhr mit dem Kind hinlegt, das Kind trotzdem eine Stunde braucht bis es schläft so dass die Mutter dann gleich liegenbleibt. Irgendwann braucht auch eine Mutter mal etwas Zeit für sich um später wieder für ihr Kind da sein zu können. Wenn sich so etwas das schon an Psychoterror grenzt eingespielt hat gibt es keine sanftere Methode um wieder herauszukommen.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

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  3. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von BintBattuta Beitrag anzeigen
    Es finden sich wie gesagt auch zahlreiche kritische Erfahrungsberichte im Netz, in denen das Vorgehen so wie oben geschildert wird.
    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Man müsste den Film allerdings schon angeschaut haben...
    genau so ist es.
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  4. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von BintBattuta Beitrag anzeigen
    Ja, habe ich. Und mich darüber hinaus eben auch mit kritischen Stimmen von Experten sowie Erfahrungsberichten von Müttern, die vor Ort waren, befasst. Und da beschreiben eben so einige, dass ihre Kinder weinten, sie sich aber nicht um sie kümmern durften und auch die Schwestern nicht auf die Kinder eingingen.
    Es macht aber keinen Sinn weiterhin nachzugeben nur weil das Kind weint. Das Kind setzt das Weinen bewusst ein um etwas zu erreichen, es ist eine Art von Erpressung. Dem ständig nachzugeben nur damit das Kind nicht mehr weint führt dazu, dass das Kind seine Familie irgendwann komplett beherrscht und tyrannisiert.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

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  5. Registriert seit
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von PeggySue Beitrag anzeigen
    Es macht aber keinen Sinn weiterhin nachzugeben nur weil das Kind weint. Das Kind setzt das Weinen bewusst ein um etwas zu erreichen, es ist eine Art von Erpressung. Dem ständig nachzugeben nur damit das Kind nicht mehr weint führt dazu, dass das Kind seine Familie irgendwann komplett beherrscht und tyrannisiert.
    Ich nehme an, damit sind wir am Kern des Problems angelangt. Es scheint hier bei Befürwortern und Kritikern des Gelsenkirchener Konzepts fundamentale Unterschiede im Blick auf Kinder zu geben. Ich gebe ganz sicher nicht jedem Weinen nach, aber ich glaube dennoch nicht an das bewusst manipulierende Kind, das seine Eltern erpressen möchte.
    „Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ - Karl Popper


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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Ich auch nicht - allerdings wenn man es immer und immer wieder mit nachgeben versucht hat und das nicht funktioniert, macht es doch keinen Sinn, genau dasselbe noch weiter zu tun?

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von PeggySue Beitrag anzeigen
    Es macht aber keinen Sinn weiterhin nachzugeben nur weil das Kind weint. Das Kind setzt das Weinen bewusst ein um etwas zu erreichen, es ist eine Art von Erpressung. Dem ständig nachzugeben nur damit das Kind nicht mehr weint führt dazu, dass das Kind seine Familie irgendwann komplett beherrscht und tyrannisiert.
    Das ist ja genau DER Punkt, an dem es zu den ideologischen Auseinandersetzungen kommt. Die einen sagen, das Kind manipuliert bewusst die Eltern bis zur Tyrannei, die anderen sagen, dass dies nicht der Fall ist, dass dies nur die Interpretation der Eltern ist, ein Kind könne dies nicht bewusst tun.

    Mehr oder weniger muss man sich da auf einer Seite wiederfinden und je nach Einordnung wird auch die Bewertung des Filmes erfolgen.

    Letztlich kann man doch sagen, wer heilt hat recht.
    Jeder Familie, die durch diese Klinik Hilfe suchte und bekam, kann man nur wünschen, dass sich ihr Leben dauerhaft ändern möge. (Das eben gab der Film nicht her.)
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  8. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das ist ja genau DER Punkt, an dem es zu den ideologischen Auseinandersetzungen kommt. Die einen sagen, das Kind manipuliert bewusst die Eltern bis zur Tyrannei, die anderen sagen, dass dies nicht der Fall ist, dass dies nur die Interpretation der Eltern ist, ein Kind könne dies nicht bewusst tun.
    Je nachdem welche Erfahrungen man selbst gesammelt hat kann man es sich vorstellen ob ein Kind das bewusst kann oder nicht. Hättest du mich vor ein paar Jahren danach gefragt hätte ich anders geantwortet als heute, wo ich im Familienkreis erlebt habe wie gut das schon ein eineinhalbjähriges Kind beherrschen kann.
    Wenn sich so ein kleiner Wutzwerg hinstellt und aus Leibeskräften brüllt weil die Mutter nicht bereit ist ihr Handy als Spielzeug bereitzustellen, wenn der kleine Wutzwerg die Mutter genau beobachtet und bei jedem weiteren "Nein" noch lauter und noch schriller schreit ist das sehr bewusst. Man kann versuchen dem Kind andere Spielmöglichkeiten schmackhaft zu machen, aber was ein richtiger Wutzwerg ist, der lässt sich nicht so leicht umstimmen. Dann bleibt manchmal nichts anderes als das Kind sich austoben zu lassen. Schließlich soll das Kind nicht den Eindruck gewinnen dass sich alles nur um sich dreht wenn es nur laut und ausdauernd genug brüllt. Trösten hilft eh nicht, also muss man geduldig abwarten bis der Möchtegerntyrann müde wird, denn schreien ist anstrengend, dann kann man ihn oder sie in den Arm nehmen und beruhigen und die Welt ist wieder in Ordnung.
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich auch nicht - allerdings wenn man es immer und immer wieder mit nachgeben versucht hat und das nicht funktioniert, macht es doch keinen Sinn, genau dasselbe noch weiter zu tun?
    Vielleicht gibt es ja auch noch einen anderen Weg?

    Ich habe auch einen Sohn, der die ersten zwei Jahre seines Lebens nie länger als zwei Stunden am Stück geschlafen hat, oft hatten wir Phasen, in denen er alle 20 bis 30 Minuten weinend aufgewacht ist. Er konnte sich dann auch richtig in Rage schreien. Unsere Lösung war, dass wir in dieser Zeit für ihn da waren, d.h. dass wir ihn ggf. gefüttert (bzw. gestillt) oder ihn im stockdunklen Raum herumgetragen haben, bis er wieder eingeschlafen ist. Ich kann mich auch an einen Monat erinnern, in dem er immer morgens um 3 Uhr spielen wollte. Auf den Wunsch zu spielen sind wir allerdings nie eingegangen, sondern haben uns einfach im Bett still verhalten und darauf geachtet, dass er nicht herausfällt. Nach ein paar Wochen war die Ich-möchte-jetzt-spielen-Phase dann auch wieder vorüber.

    Auch beim Essen hat er sich lange nicht entsprechend dem Durchschnitt entwickelt, sondern hat 18 Monate praktisch ausschließlich von Muttermilch gelebt und dann auch nur sehr zögerlich und begrenzt begonnen, andere Nahrungsmittel zu akzeptieren. Auch hier habe ich nach einigem Hin und Her und verschiedenen Versuchen, ihn zum Essen zu bringen, einfach sein Entwicklungstempo akzeptiert. Diese ersten zwei Jahre waren unglaublich hart, mein Mann und vor allem ich sind immer wieder auf dem Zahnfleisch gegangen, aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass uns unser Sohn bewusst manipulieren oder erpressen möchte. Dietmar Langer behauptet ja, dass schon wenige Monate alte Babys dazu in der Lage wären.

    Unser Sohn ist mittlerweile übrigens knapp 3, schläft durch und isst ausreichend - ganz ohne irgendwelche Trainings.
    „Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ - Karl Popper

  10. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von BintBattuta Beitrag anzeigen
    Unser Sohn ist mittlerweile übrigens knapp 3, schläft durch und isst ausreichend - ganz ohne irgendwelche Trainings.
    Er hat euch schon trainiert. ;)


    Das Argument mit der Muttermilch ist für mich gleich gar keines.
    Ein Kind akzeptiert die komplette oder schrittweise Einführung von neuer Nahrung oder es tut das nicht, dann hat das Krankheitswert und muss behandelt werden, denn sonst stirbt es.
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