+ Antworten
Seite 3 von 26 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 257
  1. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    6.216

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich kann gut englisch, allerdings anscheinend nicht psychologisch/psychiatrisch.

    Was ist das:
    bzw. das
    ?
    Guckst du hier, bisschen scrollen:
    Parental Embodied Mentalizing | Anna Freud Centre
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  2. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    6.216

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    .
    Geändert von maryquitecontrary (07.07.2019 um 19:28 Uhr) Grund: Doppelt


  3. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.430

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Arabeske, es ging auch nicht um die Menge, was gegessen wird... Sondern darum, dass Essen ein ganz normaler Vorgang wird und kein Drama.

    Wenn ein nicht untergewichtiges Kind sich weigert, irgendwas anderes als Pommes zu essen, über einen langen Zeitraum (so ein Mädchen war damals dort, als ich mit Tochter dort war)... Und den Elan aufbringt, sich derart in Rage zu schreien, dass es sich schließlich übergibt, hat das schon Krankheitswert.

    Die Eltern gaben immer irgendwann nach. Wer hält denn das auch dauerhaft aus?

    Ich kenne es in ähnlicher Form von meiner Mittleren. Das Asperger Syndrom ist eine Form des Autismus, Tochter isst seit Kindheit einen Apfel und ein Schwarzbrot mit Käse zum Frühstück. Es war schon schwer, sie an irgendeinen Apfel, irgendein Schwarzbrot und irgendeinen Käse auf irgendeinem Teller zu gewöhnen.
    Anfangs musste es ein Granny Smith sein. Mit einer bestimmten Sorte Butterkäse und einem ganz bestimmten Brot auf diesem EINEN Teller. War eins dieser Eckdaten nicht vorhanden, drehte sie vor Panik nahezu durch.
    Sie kann gerne bis an ihr Lebensende frühstücken was ihr beliebt, aber es war wichtig ihr zu vermitteln : Falsche Apfelsorte ist kein Grund zur Panik. Oder ein anderer Teller. Oder ein vergleichbarer Käse (z. B. junger Gouda).

  4. Avatar von PeggySue
    Registriert seit
    10.11.2002
    Beiträge
    89.326

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen

    Nun zum Film: Ich haben ehrlich gesagt nur etwa ein Viertel gesehen und wollte dann nicht mehr. Schwarze Pädagogik, mehr fällt mir dazu nicht ein.
    Du hättest dir den ganzen Film anschauen sollen, dann würdest du vielleicht anders darüber denken. Ich habe ihn bis zu Ende geschaut und fand es richtig gut, wie alles einleuchtend erklärt wurde.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

    Rolling-"IT'S ONLY ROCK 'N ROLL BUT I LIKE IT"-Stones



  5. Avatar von PeggySue
    Registriert seit
    10.11.2002
    Beiträge
    89.326

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Wurde in dem Dokumentarfilm genannt, nach welchem Konzept oder innerhalb welchen fachlichen Rahmens dort gearbeitet wird? Das würde mich interessieren.
    Du kannst es dir noch in der ARD Mediathek anschauen.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

    Rolling-"IT'S ONLY ROCK 'N ROLL BUT I LIKE IT"-Stones



  6. Avatar von PeggySue
    Registriert seit
    10.11.2002
    Beiträge
    89.326

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Die ganze "Hintergrundarbeit" ist aber in der Doku kaum zu sehen, überwiegend sieht und hört man aber fürchterlich weinende Kinder...
    man sieht sie aber später auch fröhlich lachend durch die Flure rennen.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

    Rolling-"IT'S ONLY ROCK 'N ROLL BUT I LIKE IT"-Stones



  7. Avatar von PeggySue
    Registriert seit
    10.11.2002
    Beiträge
    89.326

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen

    Was mir aufgefallen ist, ist, dass ganz offensichtlich auch die meisten beteiligten erwachsenen essstörungen haben - und ESSEn sicher auch deshalb ein solches thema ist, weil es von allen zu einem solchen thema gemacht wird - bis auf den einen deutlich untergewichtigen jungen, wo der blick auf genügend nahrungsaufnahme sicher notwendig war. Fast alle der klinikmitarbeiter sind zu dick (viele der mütter und väter auch) und ich finde es problematisch, wenn offensichtlich übergewichtige darüber befinden, wie "richtiges" essen, essensauswahl, esstempo etc. zu sein haben.
    kannst du dir vorstellen, dass eine Mutter deren Nervenkostüm bis aufs Äußerste angespannt ist, die sich keine Auszeit nehmen kann, die sich schuldig fühlt, sich vielleicht einfach mit Essen tröstet? Ob ein Klinikmitarbeiter zu dick oder zu dünn ist entscheidet auch nicht darüber ob er befähigt ist sich den Kindern anzunehmen.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

    Rolling-"IT'S ONLY ROCK 'N ROLL BUT I LIKE IT"-Stones




  8. Registriert seit
    22.05.2019
    Beiträge
    172

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von PeggySue Beitrag anzeigen
    Du hättest dir den ganzen Film anschauen sollen, dann würdest du vielleicht anders darüber denken. Ich habe ihn bis zu Ende geschaut und fand es richtig gut, wie alles einleuchtend erklärt wurde.


    Auch ich habe ihn bis zum Ende gesehen. Ich hätte sogar gerne mehr gesehen, würde es hochspannend finden, wie die Kinder und Eltern sich weiter entwickeln in einer Langzeitperspektive - so ein Projekt gab es z.B. mal mit Kindern, die Ritalin nahmen, die wurden begleitet, ich erinnere mich an eine Doku, als sie dann erwachsenen waren, sehr aufschlussreich.
    Ich bin beeindruckt.

    Allerdings frage ich mich, ob diese Nachhaltigkeit gegeben ist, das Verhalten v.a.D. der Eltern dauerhaft und konsequent zu ändern. Ich kenne einen Fall persönlich und um eine solche Hilfe wären die Eltern bzw. v.a.D. die Mutter (Vater zog sich konsequent raus) froh gewesen, das ist gute 20 Jahre her, war heftig.


  9. Registriert seit
    06.05.2016
    Beiträge
    28

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Wurde in dem Dokumentarfilm genannt, nach welchem Konzept oder innerhalb welchen fachlichen Rahmens dort gearbeitet wird? Das würde mich interessieren.
    Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren geht zurück auf Prof. Ernst August Stemmann, einen Anhänger der "Germanischen Neuen Medizin". Entwickelt hat er sein Verfahren ursprünglich mal zur Behandlung neurodermitiskranker Kinder, mittlerweile behandelt man in Gelsenkirchen aber wohl auch Ess- und Schlafstörungen, Schreibabys und andere Problematiken nach dem gleichen Schema. Allein das lässt bei mir schon alle Alarmglocken schrillen.
    Das Behandlungsverfahren ist wissenschaftlich auch nicht anerkannt und höchst umstritten. Im Netz lässt sich neben zahlreichen positiven Erfahrungsberichten auch viel Kritik finden, u.a. vom Psychologen Wolfgang Klosterhalfen, einem langjährigen Mitarbeiter der Klinik.
    Prof. Michael Schulte-Markwort, ärztlicher Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, - psychotherapie und -psychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat aufgrund der gezeigten "Behandlungsmethoden" im Film sogar eine Anzeige gestellt, die von der Staatsanwaltschaft aber u.a. mit der merkwürdigen Begründung, dass die Eltern mit dem Verfahren ja einverstanden gewesen seien, eingestellt wurde.
    Der Kinderarzt und Buchautor Herbert Renz-Polster stellt auf seiner Website die Kritik an den Vorgängen in Gelsenkirchen (und den wenig sachlichen Umgang mit den Kritikern) in mehreren Artikeln sehr ausführlich dar. Ich bin nicht sicher, ob ich die Seite hier verlinken darf, aber wer den Namen googelt und auf der Website in der Suche "Gelsenkirchen" eingibt, wird schnell fündig.
    „Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ - Karl Popper

  10. Inaktiver User

    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    [QUOTE=BintBattuta;34181445...l auch Ess- und Schlafstörungen, Schreibabys und andere Problematiken nach dem gleichen Schema. Allein das lässt bei mir schon alle Alarmglocken schrillen.

    Im Netz lässt sich neben zahlreichen positiven Erfahrungsberichten auch viel Kritik finden...[/QUOTE]

    Kritisch sein ist grundsätzlich in Ordnung. Wieso Alarmglocken schrillen, erschließt sich nicht, denn es geht hier um Interaktion, Kontakt und Beziehung Bezugsperson/Kind und nicht um einzelne Diagnosen oder Krankheitsbilder. Kinder erfahren ihre Umwelt v.a. über die Körperebene, also macht ein Ansatz in die gleiche Richtung durchaus Sinn.
    Egal ob Essen, Berührung oder Schlafen, es geht um das dabei vermittelte Gefühl bzw. Aufbau von Vertrauen, weniger um Diagnosen, mehr um Beziehung und innere Denkprozesse mit einer veränderten Haltung, nämlich eine, die (wieder) Halt gibt.

+ Antworten
Seite 3 von 26 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •