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  1. Avatar von Arabeske_H
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von PeggySue Beitrag anzeigen
    das stößt mir auch jedes Mal auf wenn ich es lese. Übergewichtig zu sein heißt ja nicht blöd zu sein. Vielleicht ist die Mutter gerade deshalb darauf bedacht ihrem Kind ein gesundes Essverhalten beizubringen um ihm spätere Gewichtsprobleme zu ersparen.
    Es geht doch nicht um blöd , sondern um eigene (nicht erkannte) muster.
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Ich finde es zumindest schwierig, wenn jemand mit einem gewicht, das auffällig von der norm abweicht, auf der therapeutenseite ist, wenn es in der therapie unter anderem um gewicht und essverhalten geht. Um so mehr, wenn davon fast das ganze team betroffen ist. Wahrscheinlich wäre da die mindeste voraussetzung, dass die eigenen probleme, verletzungen und unsicherheiten konsequent mit eigener therapie und supervision bearbeitet werden.
    Wenn man danach ginge, dürfte aber niemand, der selbst irgendein unbearbeitetes Problem hat, im therapeutischen Bereich arbeiten. Und wer hat wirklich gar keine unbearbeiteten Probleme im Hintergrund? Wir alle haben Eltern, die Fehler gemacht haben und wenn es nicht die Eltern waren, dann die Lehrer oder andere Bezugspersonen oder der Familie ist irgendwas passiert oder...

    Und ja, es gibt Menschen, viele Menschen, die sich mit Essen trösten oder die im Stress schnell irgendwas runterschlingen oder bei denen sich falsche Gewohnheiten eingeschlichen haben. Aber das heißt doch nicht, dass sie nicht trotzdem ein bestimmtes Wissen haben und, ganz generell gesehen, als Außenstehende und fachlich versiert, eher helfen können als Angehörige. In einer Dokumentation gab es sogar mal eine Therapeutin für Essstörungen, deren Tochter schwer magersüchtig war und der sie selbst nicht helfen konnte. Anderen konnte sie helfen.

    Ich bin nicht unkritisch gegenüber Übergewicht und falschem Essverhalten (und nur für den Fall, dass es jemand vermuten würde, ich habe es auch nicht "nötig", Übergewicht zu verteidigen, ich bin selbst leicht untergewichtig. Aber man kann nicht allen übergewichtigen Menschen die Fähigkeit zu therapieren absprechen.


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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Ich finde es zumindest schwierig, wenn jemand mit einem gewicht, das auffällig von der norm abweicht, auf der therapeutenseite ist, wenn es in der therapie unter anderem um gewicht und essverhalten geht.
    Als jemand, der aus Sicht mehrerer Patienten ein bisschen Einblick in Blickwinkel auf Ernährungstherapeuten (nur Übergewicht, nicht gleich Essstörungen) hat, allerdings nur für Teens und Erwachsene:
    Diätberater (oder Varianten davon, da gibt es ja alle möglichen Berufsbezeichnungen) die schlank sind und immer schlank waren werden von Patientenseite schlicht nicht ernst genommen.

    Kann ich völlig nachvollziehen, so jemand hätte es bei mir auch schwerer. Wessen Gewicht immer im Normbereich war, der kann ja offensichtlich nicht nachvollziehen, was es heißt, das nicht hinzubekommen.
    Am einfachsten ernstzunehmen sind Dünne, die mal dick waren, am zweiteinfachsten Dicke, die die Theorie beherrschen aber das aus irgendeinem Grund nicht umsetzen. Dünne, die immer dünn waren in dem Job - bloß nicht!
    Um so mehr, wenn davon fast das ganze team betroffen ist. Wahrscheinlich wäre da die mindeste voraussetzung, dass die eigenen probleme, verletzungen und unsicherheiten konsequent mit eigener therapie und supervision bearbeitet werden.

    Du weißt aber schon, wie häufig Übergewicht inzwischen ist? Das ist eher die Regel als die Ausnahme.

  4. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Es geht doch nicht um blöd , sondern um eigene (nicht erkannte) muster.
    es reicht nicht aus eigene Muster zu erkennen. Ich bin trotzdem der Meinung, dass man einer übergewichtigen Mutter nicht von vorneherein die Fähigkeit ihr Kind gesund zu ernähren absprechen kann.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Das kommt vermutlich auch einfach sehr darauf an, wo das Übergewicht genau herkommt und wie die Ernährung der Mutter ist.

  6. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Da es sich bei den gezeigten Kindern nicht um übergewichtige sondern eher untergewichtige Kinder handelte wird das Übergewicht von Mutter oder Betreuerin wohl keine Rolle spielen.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Außer, die Idee ist, dass Übergewichtige in jedem Fall kein ideales Essverhalten haben und daher auch keines vermitteln können.

    Nur: Normalgewichtige haben auch lange nicht immer ein ideales Essverhalten

  8. Avatar von PeggySue
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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Außer, die Idee ist, dass Übergewichtige in jedem Fall kein ideales Essverhalten haben und daher auch keines vermitteln können.

    Nur: Normalgewichtige haben auch lange nicht immer ein ideales Essverhalten
    so isses
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

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    AW: Elternschule - Dokumentarfilm ARD-Mediathek

    Zitat Zitat von leandra28 Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht zuletzt aber auch nicht verhehlen, dass ich einige Aussagen verkürzend und vereinfachend finde. Zum Beispiel hieß es, als ich da war (ich weiß nicht ob das inzwischen geändert wurde), in bombenfesten Glaubenssätzen:
    - der Neurodermitis liegt immer ein Trennungskonflikt zugrunde
    - dem Asthma liegt immer ein Revierkonflikt zugrunde
    - Neurodermitis ist nicht vererbbar
    - Neurodermitis ist heilbar

    Das halte ich in dieser Absolutheit für totalen Quatsch. Nichtsdestotrotz ist die Dämonisierung des Verfahrens nicht nötig; und es gibt viel Hilfreiches, was man für sich mitnehmen kann (und für manche Familien ist es eben die letzte Rettung)!
    Mich macht genau das misstrauisch. Und weiter macht mich misstrauisch, dass die Klinik, obwohl es schon im Jahr 2005 (Klick) Zweifel gab, bislang jeden wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit ihrer Methode schuldig geblieben ist. Wenn die Methode wirklich so erfolgreich ist, wie ich das hier auch von Betroffenen herauslese, dann sollte das doch ein Leichtes gewesen sein.

    Weiter finde ich es fragwürdig, eine Methode, die für die Behandlung von Neurodermitis sehr erfolgreich eingesetzt wurde (zumindest nach Auskunft der behandelten Patienten, will ich nicht in Abrede stellen. Aber ich finde sie hätten eine saubere wissenschaftliche Erhebung ihrer Daten verdient) für die Behandlung von anderen Störungen, (Schreien, kindliche Essstörungen, asthmatisches Leiden) einzusetzen – auch hier wieder ohne jeden wissenschaftlichen Beweis, obwohl dieser doch eigentlich aufgrund der sorgfältigen Dokumentation (diese wird im Film mehrfach erwähnt) leicht zu erbringen gewesen wäre. Das wirft schon Fragen auf.


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    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Es geht doch nicht um blöd , sondern um eigene (nicht erkannte) muster.
    Genau so habe ich das auch verstanden. Es geht nicht um Kompetenz oder Inkompetenz bei was für einem Körpergewicht auch immer. Es geht darum, dass es sehr schwer bis unmöglich ist, bei einem Patienten - kindlich oder erwachsen - genau das Problem zu therapieren, was ich selber (unbewusst)habe. Egal ob das Gewicht, Rauchen, Mutterthema,, Erfolg.. oder sonstwas ist.

    Es wäre etwas Anderes gewesen, wenn die übergewichtigen Bezugspersonen offen zu ihrem Problem und zu ihren Erfolgen oder Maßnahmen oder Misserfolgen gestanden hätten. Das hat aber zumindest dokumetarisch nicht stattgefunden.

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