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  1. Registriert seit
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen

    Es fehlt wohl doch die Herzensbildung. Und es fehlt im Allgemeinen der Respekt. Das hängt wahrscheinlich alles zusammen.
    Das sind Aspekte, welche primär durch die unmittelbare Familie/Eltern an ihre Kinder vermittelt werden.
    Einfach durch den Umgang miteinander


    @Sasapi

    Danke für deine Ausführungen

    Leider lief es so im familiennahen Bereich genau so ab. Tragisch.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  2. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ja, das ist auch meine Meinung.

    So wie du es schilderst, erkennt man schon, dass wir uns auch weiter entwickelt haben. Das stimmt. Aber in Bezug auf die Bildung, die wir eigentlich erhalten, ist es doch etwas ausgeufert. Beziehungsweise in die falsche Richtung gegangen.

    Es fehlt wohl doch die Herzensbildung. Und es fehlt im Allgemeinen der Respekt. Das hängt wahrscheinlich alles zusammen.
    Oder die Männer studieren, forschen und die Frauen bleiben wie früher daheim und kümmern sich um die Familie und Pflege, wo nötig.
    So, wie Sasapi das beschreibt ist das auch nicht der richtige Weg.

    Dass heute keine Herzensbildung vermittelt wird stimmt nicht. Schon in der Kita wird das Sozialverhalten gefördert und im Elterngespräch erwähnt. Ich staunte auch.
    LG Ivi

  3. Avatar von animosa
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen



    Mehr als eine Frau meines Alters hat sich fast "zur Erschöpfung gepflegt", erst die eigenen Kinder gross gezogen, dann die Eltern, Schwiegereltern versorgt, jetzt die Enkel mitbetreut... Ein Leben für die Familie. Wunderbar... Nur für die Betroffenen nicht.
    .
    Sasapi, das höre ich ebenfalls oft in meinem Umfeld.

    Deshalb wären Pflegeheime schon eine gute Entlastung, gerade für Angehörige. Wir rieten meiner Mutter auch dazu, dass sie unseren Vater ins Pflegeheim gibt. Sie hatte ein schlechtes Gewissen. Auch mein Vater hat gemerkt, dass meine Mutter überfordert ist mit der Pflege. Ihm fiel es auch nicht leicht, von zu Hause weg zu müssen.

    Meine Mutter hat trotzdem sehr viel von der Pflege selbst übernommen. Sie hat sich trotzdem ziemlich abgearbeitet dabei. Als ich meine Mutter vertreten habe, wunderten sich die Pfleger, dass ich nicht alles alleine machen konnte. Einfach weil ich es auch gar nicht konnte. Katheterbeutel wechseln war zum Beispiel für mich nicht eben mal so umsetzbar. Ich hatte Angst, meinen Vater dabei verletzen zu können. Auch beim Duschen und Baden benötigte ich die Hilfe der Pfleger. Das gab erst einmal eine riesige Diskussion: Wann denn endlich meine Mutter wieder käme und so weiter und sofort.

    Es gibt wirklich viel zu tun in dieser Hinsicht. Und ich finde auch, dass der Staat das besser regeln sollte. Private Unternehmen tragen nicht zu einer Besserung bei.


  4. Registriert seit
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Ich weiß nicht, wo dein Vater untergebracht war. Aber ein Heim, was von Angehörigen erwartet, sie mögen die Katheter wechseln ist ein Fall für die Heimaufsicht.
    Das klappt nicht ohne entsprechende Anleitung / Ausbildung.

  5. gesperrt
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    katheter wechseln durfte ich nicht mal in der häuslichen pflege.
    immer eine frage der haftung.


  6. Registriert seit
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Deshalb wären Pflegeheime schon eine gute Entlastung, gerade für Angehörige. .
    Ich denke, DAS perfekte für das Alter gibt es nicht so oft.
    Das familiäre Pflegen findet tatsächlich unter immensen Belastungen statt (und hat damit durchaus die Verzerrung des guten Alters in der Familie) und ein Pflegeheim ist ganz sicher eine Alternative dafür.

    Das es den Menschen dort aber garantiert gut geht- dafür gibt es eben keine Garantie.
    Die Pflege mag gewährleistet sein, die zeitgerechte Medikamentengabe- aber das sind doch auch nur Anteile für ein - nehmen wir das Wort "in Würde altern".
    Ich bin auch öfter in Altenheimen und ich frage mich oft, wie viele Menschen man einstellen müsste, damit ein wirklich gute Betreuung gewährleistet wäre? Es ist keine 0815 Behandlung sondern würde im Idealfall ganz individuell sein. Wie sollte sowas möglich sein?
    Im übrigen - auch wenn ständig nach neuen Pflegekräften gerufen wird- das ist kein Job, den jeder machen könnte.

    Um mal zurück zur Familie zu kommen.
    Es gab doch vor einiger Zeit die Reihe "wir sind klein und ihr seid alt" und darin war so wunderschön zu sehen, wie alte Menschen wieder aktiviert wurden durch die Kinder.
    Da- wird schon deutlich, wie das Zusammenleben von alt und jung für beide eine Bereicherung sein kann und auch der Abbau der Alten wesentlich langsamer vonstatten ginge- weil immer wieder gedanklich, körperlich gefordert.

    Das sähe für mich ideal aus- aber übersehen wird wiederum in dem Konzept die Generation dazwischen und die Gründe, die sich finden, wenn man eben nicht mit 3 Generationen unter einem Dach lebt.

    Zusammengefasst: man kann viel wünschen- eine Lösung für alle ist nicht möglich.


  7. Registriert seit
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Das Picknick fand sicher wegen perfektem Picknickwetter statt.
    Mit einer Wespenallergie wäre nur ein Treffen in geschlossenen Räumen möglich gewesen.

    DAS hättest du gewollt für alle?
    Also zum letzten Mal: ich gehe ja trotz dieser Allergie raus.
    Sogar zum Schwimmen. Und diese Picknick-Situation war eben was Neues.
    Man weiß selten, was Glück
    ist, aber man weiß meist,
    was Glück war.
    Francoise Sagan

  8. Avatar von kleiner.TIGER
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wo dein Vater untergebracht war. Aber ein Heim, was von Angehörigen erwartet, sie mögen die Katheter wechseln ist ein Fall für die Heimaufsicht.
    Das klappt nicht ohne entsprechende Anleitung / Ausbildung.
    Es ging um Katheder-BEUTEL ...
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!


  9. Registriert seit
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Ich finde den Strangtitel so schon richtig, weil es ja auch um ein "allgemeines" Thema geht. Eher ist der Strang im falschen Unterforum gelandet. Ich finde, er hat eher in den Gesellschaftsforen was zu suchen.
    Ja, kann schon sein.
    Ich bin hier in meine Familie abgedriftet, das war nicht beabsichtigt.
    Andererseits glaube ich - würde alles was man so als alternder Mensch beobachtet und sich negativ liest oder anhört - in der Schiene landen:selbst schuld, soll mal ne Therapie machen.

    Alte Menschen verschwinden in einem grauen Heer. Die Beachtung ist einfach nicht mehr so gegeben.
    Dazu habe ich in einem meiner Bücher für englische Geschichten ne ganz nette Story gefunden. Vielleicht etwas vom schwarzem Humor der Briten geprägt.
    Die Geschichte heißt "the may day mystery" aus dem Buch "A little Slice of Heaven". Ein seriöser älterer Herr geht am hellichten Tage mit einer Säge durch die Stadt und zersägt den Maibaum. Bei der hellen Aufregung später sitzt er genüsslich in seinem Cottage und lüftet für den Leser das Geheimnis.

    Ich fand das schon schräg und völlig unerwartet.
    Du gehörts ja als Rentner nicht mehr zu den Leistungsträgern. Und Leistung zählt bei uns - wie auch schon die Userin animosa beschrieben hat.

    Deshalb kann man natürlich trotzdem ein schönes Leben haben.

    Mit Begriffen umzugehen: im Alter hat man ja nicht mehr die Ansprüche etc.... muss man erst umgehen zu lernen.
    Man weiß selten, was Glück
    ist, aber man weiß meist,
    was Glück war.
    Francoise Sagan


  10. Registriert seit
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    AW: Respekt vorm Alter - vor Rentnern

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ja, das ist auch meine Meinung.

    So wie du es schilderst, erkennt man schon, dass wir uns auch weiter entwickelt haben. Das stimmt. Aber in Bezug auf die Bildung, die wir eigentlich erhalten, ist es doch etwas ausgeufert. Beziehungsweise in die falsche Richtung gegangen.

    Es fehlt wohl doch die Herzensbildung. Und es fehlt im Allgemeinen der Respekt. Das hängt wahrscheinlich alles zusammen.
    Das ist eben auch meine Erfahrung.
    Wenn dann eben ein so offensichtlich gebildeter junger Mann erscheint, setzt man das auch automatisch voraus.
    Ich jedenfalls , in der mir so eigenen Naivität.

    Es ist mir fast unheimlich wie sich gerade der Schwiegersohn benimmt.
    Ich hatte dem mal wichtige Papiere für meine Tochter im Ausland mit gegeben.
    Die hat der nicht überreicht.

    Einfach so.

    Der ist hier entweder sehr schwer oder gar nicht zu schildern.
    Und ich werde mich auch nicht mehr daran abarbeiten.

    Mich hat ehrlich gesagt sehr erschreckt wie ich bei mir so Gefühle wie: hast keine Lust mehr auf solche Kontakte fest gestellt habe.

    Grundsätzlich bin ich ja froh überhaupt so alt geworden zu sein - und ich hoffe, es nimmt noch lange kein Ende.
    Nur will ich diesen Abschnitt eben auch so gestalten wie es mir gefällt.

    Meine Familie und ich - wir hatten unsere Zeit denke ich.
    Jetzt pflege ich eben meine Wahlverwandtschaften.

    Wir haben heute als Senioren soo viel mehr Möglichkeiten als unsere Generationen davor.
    Ich kann im Internet kostenlos eine Anzeige schalten.

    Ich bin gerade dabei einen Gesprächskreis f. engl. Konversation zu gründen. Und es haben sich sogar Leute gemeldet.
    Kurioserweise alles Männer....

    Was mir auch mit zunehmendem Alter gefällt ist meine Fähigkeit: nichts mehr zu verdrängen.
    Ich rede mir nicht Sachen schön die eben weder schön sind noch so wie sie mir gefallen - oder mich krank machen.

    Wenn man seinen Hinter hoch kriegt kann man heutzutage noch so viel stemmen.
    In gutem und intensivem Kontakt zu oder mit seinen Kindern zu altern ist wohl eben trotzdem was Archaisches.

    So, bis übermorgen bin ich weg.

    Vielen Dank für die Beiträge.
    Man weiß selten, was Glück
    ist, aber man weiß meist,
    was Glück war.
    Francoise Sagan

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