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  1. Registriert seit
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Zitat Zitat von diebels64 Beitrag anzeigen
    Sie muss ihr an Weihnachten eingenommenes Geld für den Bus ausgeben, damit sie zu Ihrer Freundin fahren kann, weil er sie nicht fahren will. Er tut rein gar nichts mehr für sie. Wenn Sie bei uns ist, hängt sie nur vor dem Kühlschrank, weil er nicht die Lebensmittel kauft, die sie mag. Er hat vor Gericht hoch und heilig versprochen, dass er sich um die schulischen Dinge kümmert. Elternabend etc. Wer sass dann da? Meiner Frau. Zur Schulentlassung kommt er auch nicht, obwohl er das versprochen hatte.
    Da ist nicht nur das Kindeswohl nicht gefährdet, sondern diese Erziehung klingt mir wesentlich sinnvoller als Eure.
    Natürlich kann und soll eine 15jährige eine existierende Buslinie nutzen und dafür bezahlen, anstatt von ihren Eltern kutschiert zu werden wie eine 5jährige. Erst recht, wenn der Vater als Analphabet und seine nicht der deutschen Sprache mächtige Ehefrau ja gar keinen Führerschein haben können.
    Dass nicht Extrawürste nach dem Geschmack der Tochter gekauft werden, finde ich auch nicht ungewöhnlich.
    Bei einer 15jährigen auf dem Elternabend aufzuschlagen, ist in erster Linie peinlich.
    Und warum soll man zu einer Schulentlassung gehen, wenn das Kind gar keinen Schulabschluss geschafft hat? Finde ich reichlich schräg und ebenfalls peinlich für das Kind.

    Vermutlich ist die entspanntere Erziehung für sie durchaus besser als euer Helikoptern.


  2. Registriert seit
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Naja, Helikoptern sehe ich da nicht.

    Elternabende sind als Infoveranstaltungen für die Eltern gedacht, da sind in aller Regel keine Schüler anwesend. Und wäre das so peinlich, dann gäbe es nicht die Pflicht der Schulen solche Abende zu veranstalten. Machen sie ja nicht, weil der Lehrer sich so gern mit den Eltern am Abend treffen wollen.

    Gerade im Abschlussjahr würde ich hingehen, denn da werden die verschiedenen Möglichkeiten, welche Kombi zu welchem Abschluss führt, erklärt.
    Sollte man als Eltern wissen, nicht alle 15 jährigen sind da sehr mitteilsam.

    Ich bin da zwar auch auf Seiten des Jugendamtes - denn: Hätte man die Tochter dazu verdonnert, bei euch zu bleiben, dann wäre der Zirkus erst richtig los gegangen. Man kann reden wie man will, aber man hat, ob volljährig oder nicht, gar nicht die Möglichkeit das Kind zum Abschluss zu "treiben". Die müssen schon selbst wollen.

    Die Tochter muss sich diese Beule selbst schlagen.

  3. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    @Sasapi,
    ich finde Elternabende auch sehr wichtig.
    Habe lediglich aus dem Blickwinkel der 15jährigen argumentiert.

    Immer nur auf der Hormon-Pubertätsgeschichte herumzureiten find ich einfach ungut. Zumindest sollte man diese Gedanken der Tochter gegenüber niemals äußern.

    Klar sieht sie es in 20 Jahren anders. Auch wenn sich Mutter und Stiefvater heute alle Haare einzeln ausreißen ändert das rein gar nichts am Lauf der Welt. Die Tochter muss ihre eigenen Erfahrungen machen.
    Wer weiß schon, ob die jetzige Zeit nicht doch positiv ist für ihr weiteres Leben.

    Im Moment fühlt sie sich beim entspannten Analphabetenvater wohl und "verstanden".

    "Weshalb Schule, geht doch auch ohne Abschluss"...

    Man könnte die Wände hochlaufen als verantwortungsvoller Stiefvater, kann ich mir gut vorstellen.

    Sie wird von selber auf die Vorteile einer guten Schulbildung kommen. Je weniger Druck, umso wahrscheinlicher und schneller kommt die Einsicht.

    Ich finde die Haltung deiner Frau gut!


  4. Registriert seit
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Diebels

    Fakten:

    Sie ist 15.
    In Deutschland darf sie mit 15 selbst entscheiden, wo sie wohnen will.
    Praktisch nur bei Gefahr für Leib und Leben wird dem Wunsch des Kindes nicht stattgegeben.
    Damit wird deine Frau unterhaltspflichtig und unterm Strich ärmer.
    Du hast deine Frau geheiratet.
    Rein theoretisch hättest du dich VOR der Hochzeit informieren können, was mit einem „angeheirateten“ Kind auf dich zukommen könnte durch eine Heirat.
    Haste nicht gemacht. Tja.

    That‘s it. Kannste wütend sein drüber - hilft nur nix.

    Sei wütend auf dich selbst. Du hättest es nämlich voraussehen können, wenn... Information ist die halbe Miete!

    Das Kind kann nix für, die liebt ihre Eltern. Blut ist dicker als Wasser. Und ihren Vater lieben Mädels meist mehr in dem Alter. Klingt komisch, is aber so!
    In zwei bis fünf Jahren wird sie wieder menschlich, da sind die Hormonstürme vorbei!

    Unterhalt muss deine Frau ihr dann aber immer noch zahlen, bis sie eine abgeschlossene Ausbildung hat und sich selbst versorgen kann. Und wenn sie die erste hinschmeisst und die zweite Ausbildung auch abbricht, muss deine Frau auch noch zahlen... nur dass du das schon mal gehört hast ;-)

  5. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Sie kann allerdings auch durch Freunde, ebenfalls ohne Abschluss, auf eine richtig schiefe Bahn geraten.

    Die einzige Chance für dich, lieber TE, ist jetzt ein cooler Vater für sie zu sein. Noch cooler als der leibliche Vater.

    Was immer eure Tochter braucht, emotional, finde es heraus.


  6. Registriert seit
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Ich denke, es ist eher die Wut über die "Undankbarkeit" der Stieftochter.

    Aber das nicht sehen können, was die Eltern /ein Elternteil tut ist in der Pubertät nicht ungewöhnlich.

    Wenn Kinder sagen, ich hatte eine schöne Kindheit, meine Eltern haben ihr Möglichstes getan, dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie erwachsen werden.

  7. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich denke, es ist eher die Wut über die "Undankbarkeit" der Stieftochter.

    Aber das nicht sehen können, was die Eltern /ein Elternteil tut ist in der Pubertät nicht ungewöhnlich.

    .
    Es ist eher die Regel in der Pubertät, vor allem, wenn die äußeren Umstände chaotisch waren (siehe EP).
    Mit der faktenorientierten Einstellung kann die Tochter kaum etwas anfangen, da sie emotional eine ziemliche Achterbahn hinter sich hat. "Zügel anziehen" klingt für mich zum Davonlaufen....hat sie ja auch gemacht

    Es geht um das Mädchen und seine Zukunft.
    Wenn nicht alles den Bach runtergehen soll....bitte überlegt, wie ihr das gemeinsam meistert. Mit Liebe und Verständnis, ohne Druck.

    Sind die Geschwister ein Vorbild?
    LG Ivi


  8. Registriert seit
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Auch (Stief)Eltern sind letztlich nur Menschen. Und als solche stehen dir auch deine Gefühle zu. Wut, Frust, Hilflosigkeit.

    Man kann sich nicht immer nur mit dem Wort "Pubertät" oder "Recht" zufrieden geben, auch wenn der Verstand das genau so sieht, wenn die eigenen Gefühle dabei so stark sind. Und ich finde es ok, wenn du hier die Plattform nutzt um dir Luft zu machen und auch mal richtig frei zu fluchen.

    Was das Mädchen angeht bringt dich das erstmal nicht weiter, aber es hilft dir vielleicht deine Gefühle zu sortieren. Um dich dann dem hier zu widmen:

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Die einzige Chance für dich, lieber TE, ist jetzt ein cooler Vater für sie zu sein. Noch cooler als der leibliche Vater.

    Was immer eure Tochter braucht, emotional, finde es heraus.

    Ich sehe hier viele Ebenen.

    Die Sorge, sie könnte auf die schiefe Bahn geraten, scheitern.
    Die Wut, dass ihr Vater sie deiner Meinung nach nur benutzt hat.
    Die Konkurrenz zum Vater= ex deiner Frau.
    Die Zurückweisung der Tochter nach zunächst guten Jahren.
    Die fehlende Einigkeit mit deiner Frau was dieses Thema gefühlsmäßig angeht (= Gefühl von Einsamkeit? Erneut Gefühl von Zurückweisung?)
    Frustration über das System (Systemfehler eigene Entscheidung des Kindes, obwohl nicht volljährig).
    Usw.

    Schau, was du davon aufdröseln kannst. Kannst du mit deiner Frau offen darüber sprechen?

    Letztendlich ist es so:

    Du bist zu einem Zeitpunkt in diese Beziehung gegangen, als die Scheidung noch nicht durch war. Und hast dich, so lese ich dich im Eingangsposting, schon damals in Konkurrenz zu dem ex gesehen. Du der Gewinner, den sogar die Tochter besonders mag. Vielleicht wolltest du dieser Familie einfach nur gut sein. Aber hast dabei verdrängt, dass der Vater nicht einfach weggeht. Er bleibt Vater. Und sollte so nicht in Konkurrenz, sondern eingebunden bleiben. So die Theorie.
    Jetzt ist er zurück. Hat erstmal die Schlacht gewonnen. Und das mit gezinkten Karten.

    War jemals Thema, ob die Tochter denkt, du könntest die Ehe zerstört haben?
    Ihr seid ziemlich schnell zusammen gezogen. Ziemlich viel für Kinder. Auch wenn die diese Gefühle erstmal wegdrängen. (nicht das wieder etwas zu Bruch geht!).
    Doch dann kommt die Pubertät. Und mit ihr alle verdrängten Gefühle und der Drang nach anders sein, Eltern vor den Kopf stoßen.

    Sie hat euer Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Und sich erstmal gegen dich auf die Seite des Verlierers, den looser-vater gestellt. Den sie vielleicht auch einfach vermisst hat. Dem sie gefallen wollte, von dem sie geliebt werden will???

    Selbst wenn sie wollte: jetzt zurück zu rudern stelle ich mir unheimlich schwer vor, beschämend, einfach "voll peinlich". Dafür ist es, immer noch mitten in der Pubertät, einfach zu früh.

    Sieh deine Frau an: sie macht es richtig. Sie bildet weiter ein Sicherheitsnetz. Die Brücke, den Rückweg, den ihre Tochter jederzeit gehen kann.
    Sie kann das, weil sie die Mutter ist. Die ganz anders liebt als du. Aber sie kann es auch, weil sie stark ist!

    Lieben heißt loslassen. Und vertrauen.

    Damit gebt ihr der Tochter die Kraft und die Möglichkeit (!) sich in ihrem Leben zu behaupten und sich auch nach Fehlern aus dem Loch zu ziehen. Und das ohne ihren Vater verraten zu müssen!

    Gib ihr Zeit erwachsen zu werden.
    Gib dir Zeit zu fühlen. Und dann sei der Erwachsene hier.
    Gib deiner Frau auch mal die Möglichkeit zu schwächeln und übernimm zwischendurch ihren Job. Reiche ihr die Hand statt sie noch zu verurteilen. Nimm sie in den Arm und sag ihr wie stolz du auf sie bist!

    Und im übrigen: sei auch stolz auf das Mädchen. Sie ist mutig. Sie entscheidet und lebt dann auch mit den Konsequenzen. Scheint, sie hat viel von der Stärke ihrer Mutter.

  9. Avatar von luftistraus
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Zitat Zitat von jubidu Beitrag anzeigen
    Auch (Stief)Eltern sind letztlich nur Menschen. Und als solche stehen dir auch deine Gefühle zu. Wut, Frust, Hilflosigkeit.

    Man kann sich nicht immer ......
    Dein ganzer Beitrag ist einfach nur wahnsinnig toll !
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  10. Avatar von ereS
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    AW: Tochter zieht zum Vater und die Folgen

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Ab 14 können Kinder selbst entscheiden, bei welchem Elternteil sie leben möchten.

    So, wie du z.T. über die "Kröte" schreibst, liegen da ggf. Gründe dafür, warum sie zum Vater wollte.
    das mit 14 jahren stimmt so pauschal nicht
    kinder koennen schon viel frueher diese entscheidung treffen, bei welchem elternteil sie leben moechten
    und wenn die eltern sich ueber den aufenthalt nicht einig werden, trifft diese entscheidung das gericht
    das auge der moderatoren ist ueberall...

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