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  1. Registriert seit
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    verwirrt Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Ich habe hier in letzter Zeit mehrere Stränge gelesen, in denen es darum ging, wie sehr die Mütter leiden, wenn die erwachsenen Kinder (eigentlich immer die Söhne) ausziehen.

    Bei uns sind seit einem guten halben jahr alle 3 Kinder aus dem Haus und ich muss sagen, dass ich das ganz schön finde- alleine mit Herrn Peka. Die Kinder kommen alle paar Wochen für ein Wochenende zu Besuch, in den Semesterferien je nach Zeit (es gibt ja auch in den Semesterferien Klausuren und Praktika) auch ein paar Tage länger.

    Unsere Älteste ist seit April mit dem Studium fertig, hat von einer alten Schulfreundin einen Tipp bez. einer Stelle bekommen, sich beworben und hat eine Zusage. Das ist bei uns in der Nähe und sie will wieder hier einziehen. das findet sie ganz normal, sie kann gar nicht verstehen, warum ihre Freunde sagen, dass sie auf keinen Fall wieder bei den Eltern wohnen würden . (ich wäre auch um nichts in der Welt nach dem Studium wieder zu Hause eingezogen).

    Meine Reaktion (und es liegt nicht daran, dass es die Tochter ist, beim Sohn würde ich genauso reagieren).

    Ja, wir haben ein eigenes Haus. Sie hat ein großes Zimmer im anderen Stockwerk, dort gibt es auch ein Bad (das hat aber keine Dusche, daher muss "unser" Bad zum Duschen mitbenutzt werden). Es gibt keine 2. Küche, also keine abgeschlossene Wohneinheit im Haus. Vor ihrem Auszug hatten wir diverse Differenzen- wir sind auch vom Typ her sehr unterschiedlich. (Das Verhältnis zum Vater war immer besser). Die Beziehung zwischen uns hat sich entspannt, als sie ausgezogen ist. Sie hat alles gut auf die Reihe gekriegt.

    Hat jemand von euch Erfahrung, wie man das Zusammenleben organisiert ? Wie eine WG, wo jeder seine pflichten hat : Putzplan, Badbenutzung, gemeinsame oder getrennte Haushaltskasse, Beteiligung an der Gartenarbeit, Kochen, Wäsche getrennt oder wegen der Synergieeffekte zusammen. Miete ?

    Auf jeden Fall nicht wie früher Eltern-Kind (Eltern kümmern sich um alles, was die Famile betrifft, Kochen, Wäsche, Einkaufen, Finanzen, Auto- Kind braucht sich nur um die eigenen Angelegenheiten sorgen) die Zeiten sind für mich vorbei .


  2. Registriert seit
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Wer sagt denn, dass du den Wiedereinzug erlauben musst?

    Sie hat doch eine Stelle und kann vermutlich eine Wohnung bezahlen? Sprich Dich mit Herrn Peka ab und dann sagt Ihr, dass Ihr nicht möchtet, dass sie wieder bei Euch einzieht.

  3. Avatar von Telpa
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Ich bin für zwei Jahre zurück zu meinen Eltern. Es gab auch meine abgeschlossene Wohneinheit, dafür geteiltes Bad und geteilte Küche. Ja, aus finanziellen Gründen und Bequemlichkeit. Ich hatte keine Lust auf einen zweiten Wohnsitz unter der Woche (am Wochenende wohnte ich mit meinem Partner in einer anderen Stadt), wollte mir das Geld sparen und nicht täglich pendeln. Die Rahmenbedingungen waren klar definiert (Kosten, Aufgaben im Haushalt).

    Aber: Meine Eltern hatten kein Störgefühl, so wie Du es hast. Wäre das von vornherein vorhanden gewesen - ich wäre nicht wieder eingezogen. Bzw hätten sie mich nicht wieder reingelassen ;-) das taugt nicht.

    Wenn man sich die Räumlichkeiten teilen muss, nicht konsequent hinter sich die Tür zu machen kann um Ruhe zu finden, wird es nur schwerlich funktionieren. Das haben wir auch gemerkt - am Ende war ich genervt, den Feierabend mit meinen Eltern „zu teilen“. Und sei es nur, weil man sich in der Küche auf den Füßen steht und man nach einem besch... Tag eigentlich nur seine Ruhe will. Und die Gefahr ist immer da, in alte Rollen zu verfallen - aber ich war aus dem Alter raus, dass mein Vater mir das Leben erklärt. Und das tut er doch gerne mal, wenn er zu lange „Zugriff“ auf mich hat.

  4. Avatar von linsemo
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Wahrscheinlich bis sie eine Wohnung hat.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  5. Avatar von youtas
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Hallo,
    es klingt so, als ob du nicht wirklich Lust hast, sie wieder aufzunehmen. Dann sag es doch! Es ist dein Leben!!!!

    Du kannst ihr anbieten, dass sie dort wohnen kann, bis sie eine Wochnung gefunden hat, aber setze ein Limit. Lass dich nicht vereinnahmen, ob es die Tochter ist oder nicht.
    Liebe Gruesse aus dem sonnigen Sueden
    Youtas

    Das Schönste an mir bin ich.

  6. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Meine Reaktion wäre auch

    Soll das denn nur vorübergehend sein?

    Möchte sie sich vielleicht Rücklagen für eine eigene Wohnung ansparen?

    Grundsätzlich würde ich kein erwachsenes, eigenständiges "Kind" mehr zu Hause aufnehmen.
    Außer natürlich im Notfall und vorübergehend.

    Gerade dann nicht, wenn das Verhältnis eh nicht ganz unproblematisch ist.
    Wenn es doch jetzt grade alles so gut läuft.

    Wenn es denn doch dazu kommt, würde ich, abhängig vom Verdienst, natürlich entsprechende Beteiligung erwarten.

    Und auch von Anfang anklarstellen, dass das kein Dauerzustand werden kann, also von vornherein einen klaren Zeitraum bestimmen.

    Mein Bruder ist seinerzeit auch "vorübergehend" wieder bei meinen Eltern eingezogen.
    Er hat unser Elternhaus erst 40 Jahre später, nach dem Tod unserer Eltern wieder verlassen.
    Das nur mal so als denkbar schlechtestes Beispiel
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —

  7. Avatar von frei_gedank
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Ich bin für eine ungewisse Dauer wieder bei meinen Eltern eingezogen, als ich für meine Ausbildung vom Studienort wegzog und mir vom Ausbildungsgehalt keine Wohnung leisten konnte...

    Da war ich 21 und wohnte bereits 4 Jahre alleine.

    Ich hatte kein altes „Kinderzimmer“, da das Haus nicht mein Elternhaus war, und habe das Gästezimmer bezogen; das Bad wurde geteilt.

    Ich habe mich dort nie wohl gefühlt und für meine Eltern war es auch schwierig - zu viele unterschiedliche Gewohnheiten und Vorstellungen prallten aufeinander.
    Ich durfte nicht kochen oder Hausarbeit machen, das hat meine Mutter strikt abgelehnt.
    Meine Wäsche hat sie auch gemacht.

    Ich konnte im Garten „mithelfen“ und ich habe meinen Eltern das Kindergeld als Wohngeld überwiesen.

    Ich habe, sobald es möglich war, wieder eine eigene Wohnung bezogen.


    Ich bin dankbar, dass meine Eltern mich aufgenommen haben - als selbstverständlich habe ich das aber nie betrachtet!


    Du solltest mit deiner Tochter das Gespräch suchen und klar kommunizieren, was es für euch als Eltern bedeutet, wieder nach kindfreier Zeit ein Kind dauerhaft im Hause zu haben und welche Vorstellungen du vom Zusammenleben auf erwachsener Ebene hast...
    Solltet ihr mich jemals rennen sehen... Folgt mir!
    Ich bin faul, ich renne nicht ohne Grund.


  8. Registriert seit
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Meine Tochter ist auch für einige Monate wieder hier eingezogen - es war aber von vorneherein klar, dass dieser Zeitraum begrenzt war und auch der genaue Zeitpunkt des Wiederauszugs stand fest.
    Allerdings hat Deine Tochter eigene Einkünfte.
    Setzt euch zusammen und sprecht ab, ob sie nur solange bei euch wohnen möchte bis sie eine eigene Wohnung gefunden hat oder wie ihre Pläne sind. Und setzt eure Interessen durch. Wenn ihr nicht möchtet, dass sie wieder einzieht, dann kommuniziert das deutlich und als geschlossene Front. Eure Tochter ist es gewohnt bei euch Kind im Haus zu sein - Mama kauft ein, kocht, putzt, macht die Wäsche. Da helfen keine Absprachen - sie hat diese Rolle verinnerlicht. Wenn ihr Miete verlangt, wird sie vermutlich höchst irritiert reagieren.
    Lasst es bleiben - es führt nur zu Konflikten.


  9. Registriert seit
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Hat sie euch denn gefragt ob sie wieder einziehen darf ?
    Oder ist es euch zugetragen worden ? In letzterem Fall würde ich mal abwarten was kommt.
    Dann mit ihr in Ruhe darüber sprechen.
    Ich würde hier keinen wieder einziehen lassen. Wir haben hier zwar eine Patchworksituation, die du nicht hast, aber auch du hast bedenken. Da würde ich das Bauch gefühlt ernst nehmen. Nur weil Tochter womöglich Geld sparen möchten würde ich an deiner Stelle auch meine Freiräume nicht aufgeben wollen.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  10. Avatar von jofi2
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    AW: Mal was anderes: erwachsenes Kind zieht wieder ein

    Ich würde ihr das rundweg abschlagen.
    Unser jüngerer Sohn zog vor Jahrn nach der Ausbildung wieder in unsere Stadt. Es war von Anfang an klar, dass er sich eine Wohnung suchen musste und nicht bei uns einziehen konnte.
    Platz hätten wir genug gehabt, sogar zwei Bäder. Aber das Zusammenleben gehörte einfach einer vergangenen Zeit an.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

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