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22.03.2019, 08:49Inaktiver User
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
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22.03.2019, 08:50Inaktiver User
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
Das ist sicher auch ein wichtiger Gedanke. Oder aber, andererseits, ob sich das Geld nicht für mich "besudelt" anfühlen würde, ob ich das dann "bei mir wollen würde".
Wobei ich ja auch nicht beurteilen kann, wieviel Chance überhaupt noch besteht, nach Unterschrift des Wasauchimmer-Erb-Zettel-Dings. Aber da kann man ja Auskunft erhalten - und an dieser Stelle dann auch gleich über die Vermögens(Erbsumme)höhe, zum Faktensichern.
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22.03.2019, 09:04Inaktiver User
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22.03.2019, 09:37
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
Für mich fühlt sich der Verzicht an wie "Freikaufen" aus der Herkunftsfamilie.
Meinen Platz hatte ich dort in den Herzen weniger, die alle verstorben sind.
Einen wichtigen Platz habe ich in MEINER kleinen Familie.
Das hat mit Geld nichts zu tun.
Außerdem brauche ich das Erbe nicht. Ich kann mir aus eigener Kraft alles kaufen, was ich möchte.27.7.2020
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22.03.2019, 10:10Inaktiver User
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
Ich glaube ja nicht, dass das Geld so schnell aufgebraucht ist, wenn die Mutter es wirklich nur für ihren Lebensunterhalt verwendet (nur das ist eben nicht gesichert). Die TE schreibt, die Witwenrente ist sehr gut und deckt die reinen Kosten der Seniorenresidenz. Nur andere Ausgaben wie Kleidung kaufen, mal ins Theater gehen und so scheinen nicht abgedeckt. Und sollte Pflege nötig werden, wird die Seniorenresidenz zwar teurer, aber dafür zahlt die Pflegekasse eben auch was.
Selbst wenn sie pro Monat 1000 Euro aus dem Vermögen zuschießen würde, würden 200.000 Euro ja trotzdem gut 16 Jahre reichen.
@kenzia: ich vermute, mit "Geld in der Wohnung" ist gemeint "in der Wohnung in der Seniorenresidenz". Die Mutter hat sicher keine weitere Wohnung mehr.
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22.03.2019, 10:21Inaktiver User
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
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22.03.2019, 10:30Inaktiver User
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
Nur als Ergänzung, mit dem Erbschein bekommt man bei jeder Bank Auskünfte, Stichtag Todestag des Verstorbenen...daher weiß ich z.B., dass meine tolle Exmutter an den Tagen, als mein Vater in der Klinik lag, erstmal das Konto abgeräumt hat....Tolle Ehefrau!!! Ich hätte, vorausgesetzt, mein Partner liegt "auf Leben und Tod" im KH, andere Sorgen....
Nun ja,ich habe mein Recht bekommen und habe vorgesorgt, dass ich für diese Frau nicht zahlen muss....Dank einer sehr guten Anwältin...
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22.03.2019, 10:58Inaktiver User
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
Genau das hat meine Therapeutin auch zu mir gesagt....daher habe ich Geld in die Hand genommen und mir per Anwalt einen Teil des Erbes geholt...
Und es war und ist mir völlig egal, ob das 500, 5000 oder 50 000€ sind, es geht mir ums Statement.....Und es hat seinen Zweck erfüllt.....Ich konnte gut damit abschließen...
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22.03.2019, 11:05
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
Darauf wollte ich auch hinweisen. Mit der Kontovollmacht kannst du dir die Kontoauszüge der letzten Jahre holen, bis kurz vor dem Tod des Vaters. Damit wäre zumindest klar, wie viel Geld monatlich geflossen ist, wie viel Vermögen vorhanden gewesen ist. Lass dir auch das Sparbuchguthaben bestätigen. Dann weißt du, ob die Summe stimmt. Nichts wäre blöder, als wenn deine Mutter bereits einen Großteil des Geldes nicht mehr hat.
Auch wenn deine Mutter toben sollte - du brauchst diese Nachweise für eine ordentliche Abwicklung, was ja auch stimmt.
Die Geschichte mit dem Bargeld halte ich auch für ungeschickt. Ist das Geld trotz guten Verstecks weg, geht das Theater erst recht los. So viel Geld sollte deine Mutter nicht in ihrer Wohnung bunkern. Leider gibt es genügend Langfinger, die sich über so eine große Summe freuen.
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22.03.2019, 11:38Inaktiver User
AW: Problematische Konstellation: narzisstische Mutter und ich als einzige Angehörige
Es liegt in ihrer Wohnung (betreutes Wohnen) in der Seniorenresidenz. Bei mir aufheben ist ein guter Witz. Glaubst du, dass meine Mutter mir nach allem, was ich hier von ihr schon erzählt habe, mir locker mal freundlich und vertrauensvoll ihre 30.000 Euro Bargeld zum Aufbewahren überreichen wird?

Nein. Von mir ein klares, absolut sicheres Nein zu deiner letzten Frage. Ich bin kein Teil dieser Familie, war es nie und will es auch nicht mehr sein. Das Erbe/Geld stünde mir zu, ja, ich bin es wert, definitiv ja, ich habe nicht das Gefühl, dass ich es nicht verdienen würde oder dass ich kein Recht darauf habe oder was auch immer, denn ich bin die Tochter meines Vaters und er wollte mir dieses Erbe zukommen lassen. Ich würde in keinster Weise nachträglich irgendwie einen Platz in dieser Familie erhalten oder mir erkämpfen, wenn ich um das Erbe kämpfe. Wir waren nie eine Familie. Ganz einfach. Wo nichts ist und war, kann man auch keinen Platz durch Geld nachträglich einnehmen.
Nein, ihr Geld wird nicht durch das Wohnen aufgezehrt. Das kann sie von der Witwenrente bestreiten. Ihr Geld ist für eine evtl. nötige Pflege bzw. einen Pflegeplatz gedacht, wenn sie nicht mehr allein wohnen kann und ihre betreute Wohnungsform aufgeben muss, um auf einen Pflegeplatz zu wechseln. Das kostet ungefähr 4000.- Euro pro Monat Eigenanteil. Wenn man ihre Witwenrente plus ihr Vermögen/Geld darauf aufrechnet, dürfte es für sie reichen, falls sie nicht hundert Jahre alt wird.
Wenn sie ihr Geld aus Eigenverschulden rauswirft, ist das nicht mein Problem. Das würden auch Gerichte so sehen.
Richtig. Ich verdiene nicht viel, brauche aber auch nicht viel, weil ich mit meinem Leben zufrieden bin. Für mich reicht es. Ich habe ein bißchen was für meine Altersvorsorge angespart, das ich nicht antaste. Ob es über dem Selbstbehalt wäre, wenn ich für meine Mutter etwas zuzahlen müsste, weiß ich nicht, vermutlich schon. Es würde also ein Teil meiner eigenen Altersvorsorge für sie draufgehen, laut Amt wäre ich dazu verpflichtet. Von meinem Gehalt müsste ich nichts abgeben, es ist zu niedrig. Aber meine eigene Vorsorge fürs Alter wäre zum Teil beim Teufel.
Wenn ich mein Erbteil einklagen würde, sähe es anders aus. Dann wäre soviel Rücklage/Vermögen bei mir vorhanden, dass ich automatisch einen nicht geringen Teil davon wieder für meine Mutter ans Sozialamt abtreten müsste, falls ihr Geld (abzüglich meines erstrittenen Erbes) dann nicht mehr für Pflegekosten reicht.
Ich denke mir auch, besser die Verantwortung bei ihr lassen. Bringt sie ihr Geld für den Igelschutz
durch, ist es ihr Problem. Tut sie das nicht und es reicht für die Pflege und ein noch langes Leben, gut, bin ich dafür aus dem Schneider. Stirbt sie vorher und es bleibt noch was übrig, kriege ich es sowieso, ohne Klage vor Gericht. Für mich ist das eindeutig also die stressfreie Variante.
Absolut richtig und zutreffend alles. : Und super und genau mitgelesen.
Kontovollmacht reicht nicht aus, um alle Belege der letzten Jahre zu kriegen. Ich habe bei der Bank angerufen und mich erkundigt. Ich kann auf das Konto zugreifen, ja, ich kann laufende Kontoauszüge aus dem Automaten holen ja, aber sozusagen Nachlass-Dinge zu erfahren und über die Kontovollmacht regeln, nein. Dafür bräuchte ich den Erbschein. Den ich ausgeschlagen habe.
Ich habe heute auch beim Nachlassgericht angerufen. Mit der schriftlichen Mitteilung plus Unterschrift, dass ich auf das Ausstellen eines Erbscheins verzichte, ist laut Nachlassgericht für sie das Thema erledigt. Ich kann nicht nachhaken, ich kann nicht nachträglich doch noch einen Erbschein anfordern, ich kann nur den Klageweg beschreiten, für den ich bei der Summe, die als Vermögen am Todestag meines Vaters vorhanden war, einen Anwalt vor Gericht zwingend benötige. Da ich nicht auf das ERBE, sondern nur auf den ERBSCHEIN verzichtet habe, hätte ich das Recht, mein Erbe einzuklagen, aber nur auf obigem Weg. An einen nachträglichen Erbschein komme ich nicht mehr heran. Danke, Mama. Hast du gut gemacht.



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