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  1. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Brunchgehtimmer Beitrag anzeigen
    Meerle und Ivonne, die Frage ist absolut berechtigt! Es ging um dieses sinnlose ans Bein pinkeln von der Dame danach, also nach Zauberstein!
    Danke, dass du es erklärt hast!


  2. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Hallo Brunch,

    lese hier schon eine Weile mit und muss jetzt einfach etwas loswerden:

    was und wie du schreibst hat bei mir das Bild von dir als eine "Kümmerer-Mutter" erzeugt.

    Als liebende Mutter und Ehefrau möchtest du das Schicksal deiner Familie mitbestimmen und lenken. Dabei stellst du dir vor bzw gehst klar davon aus, dass du weißt, was jeder will und braucht. Dabei scheinst du von dir selbst auszugehen und für dich ist das so selbstverständlich, dass du das im Grunde nicht hinterfragst. Deine Werte und Deine Macht. Fehler und Umwege sind für dich scheinbar unerträglich, weil du für deine Töchter das Beste möchtest.

    Bitte entschuldige meine drastische Formulierung, aber ich bin selbst so eine Tochter von Eltern, die immer davon ausgingen, dass sie besser als ich wissen, wer ich bin, wie ich bin und was gut für mich ist, was ich müsste und sollte und wo ich versagt hätte, wo nicht und wo sie stolz auf mich sein können und wo sie sich für mich schämen müssen.

    Meine beiden Eltern haben aber niemals über sich selbst so nachgedacht, wie du das hier in bewundernswerter Weise tust und schaffst! Deshalb lese ich hier von einer Mutter, die in den Spiegel schauen kann und die von sich zurücktreten kann.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass du da jetzt weiter machst und vielleicht auch mit therapeutischer Hilfe, wie hier einige vorgeschlagen haben.

    Als Tochter kann ich nur sagen, dass ich mir Eltern gewünscht hätte, die einfach für mich da sind, wenn ich auf sie zugehe, die mich hätten kennenlernen wollen, wie ich wirklich bin und nicht versucht hätten, mir einzutrichtern, wie sie mich haben wollen und wie weit ich doch davon entfernt bin und was ich tun müsste, damit ich endlich so bin, wie sie es sich für mich (wohl eher für sie selbst) haben wollen (brauchen).

    Wenn ich gewußt hätte, dass sie ihr Leben selbst gestalten, ohne das vom Gelingen des Lebens ihrer Kinder abhängig zu machen, wären sie für mich die sichere Basis gewesen, zu der ich immer wieder hätte gehen können, um mir Rat und Hilfe zu holen. Denn ich hätte selbst entscheiden können, was ich will und brauche.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama



  3. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    ich kann das auch gar nicht, richtig streiten..
    Kommt mir bekannt bevor aber das werde ich in Zukunft üben!

    Also erst Verständnis signalisieren, dann den eigenen Standpunkt so ruhig wie möglich formulieren
    Ich verstehe was du meinst, bei uns würde es aber am ruhig scheitern. Wenn ich etwas ruhig sage, hören mir gewisse Teile meiner Familie nicht zu.

  4. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Brunchgehtimmer Beitrag anzeigen
    Kommt mir bekannt bevor aber das werde ich in Zukunft üben!


    Ich verstehe was du meinst, bei uns würde es aber am ruhig scheitern. Wenn ich etwas ruhig sage, hören mir gewisse Teile meiner Familie nicht zu.
    Hm, DAS kenn ich auch....

    Andere Idee
    Handeln statt reden.
    Joggingschuhe anziehen, rausgehen, oder zum Telefonhörer greifen, ihn völlig ignorierend dich mit einer Freundin zum Kaffee verabreden

    Oder: Zum VHS-Sprachkurs anmelden.

    Ich hab das selber mehr als oft erlebt. SOWAS macht Eindruck!

    Reden: Geht zum einen Ohr rein und zum anderen raus

    Evtl. ist Mann hinterher bereit, zuzuhören? Weil froh, dass du wieder da bist??
    LG Ivi


  5. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen
    Sorry, aber so etwas macht mich fassungslos. Wie kann man glauben, dass Kinder das Verhalten ihrer Eltern "nicht so ernst nehmen"? Wie kann man erwarten, dass Kinder ihren Vater "dementsprechend einschätzen können"?

    Weil es Kinder gibt, die das können (siehe Tochter 1).

    Es gibt Kinder, die können ganz wunderbar mit Geschrei und dafür mit anderen Verhaltensweisen nicht, das kann sehr unterschiedlich sein.





    Kannst du das bitte einmal erläutern? Meinst du, Kinder müssen angeschrien werden?
    Du weißt aber schon, dass von den Kindern hier 2 volljährig und eins fast volljährig sind?


  6. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Liebe Sternenfliegerin, vielen Dank für deinen interessanten Beiträge

    Meine Mutter konnte nicht anders. Gewiss wollte sie mich nicht quälen und missbrauchen
    An diesem Satz bin ich auch gehangen. Zum al dies schon von Anderen in früheren Beiträgen immer mal ähnlich erwähnt wurde.
    Das klingt so nach Entschuldigung?
    Bei einer passiven Mutter, also wo der Vater der Verursacher und die Mutter die Dulderin ist, verstehe ich es irgendwo. Nein nicht weil das genau unsere Konstellation ist! Eher weil ich an meine Eltern denke: meinem Vater, der immer beschwichtigt hat und sie in Schutz genommen, kann ich es verzeihen. Meiner Mutter, die mich mit voller Absicht geschädigt hat, nicht, nie. Denn natürlich hätte sie anders gekonnt.
    Wenn mir jemand den Satz erklären könnte, vielen Dank

    es wirkt auf mich, als wäre Dir klar, daß er ohne bestimmte Gespräche vor kurzem, ganz anders, wieder verletzend reagiert hätte.
    Das hätte er mit Sicherheit. Im Moment ist der Zustand, er glaubt mir dass etwas schief läuft. Selber sehen tut er es nicht.

    Die Thematik, ob Eltern immer beide alles wissen sollten/müssen/dürfen halte ich für ältere, erwachsene Kinder für sehr wichtig.
    Ja, das ist noch schwierig hier ein Mittelmaß zu finden. Mein Plan wäre, bei Dingen die ich dem Erzeuger schon gerne mitteilen würde, die jeweils betreffende Tochter zu fragen, ob dies für sie ok ist. Sollte es für sie nicht ok sein, lasse ich es bleiben, da ihre Privatsphäre.
    Meinem Mann werde ich das auch genauso sagen, wenn Tochter nicht möchte dass er etwas erfährt, ist das eben so. Das wird er hart finden, aber vielleicht versteht er so ein bisschen dass viel Vertrauen fehlt.

    Schau mal, das ist wieder so eine Sache.
    Warum akzeptierst Du seine Ansage?
    Warum fragst Du denn nicht nach, wie er das meint und vor allem, wie er es zu klären gedenkt?
    Du hast doch ein berechtigtes Interesse, das zu wissen?!
    Ich würde diese beiden Kämpfhähne ganz sicher nicht einfach aufeinander loslassen, ohne zu wissen, was sich der ältere Kampfhahn vorstellt, was dabei passieren soll und wie er handeln will.
    Jein, ich weiß einfach noch nicht was ich davon halten soll. Und halte es auch für Zukunftsmusik, weil er würde sich eher die Zunge abbeißen, als auf sie zuzugehen. Eine Klärung kann hier gar nicht "gesittet" ablaufen, dazu ist auf beiden Seiten zu viel Aufgestautes. Das ist für mich noch ein ganz heikles Thema.

    Viele von uns, die ähnliches als Töchter erlebt haben, rufen sozusagen "Vorsicht, ein Balken, da, eine Fallgrube" etc.
    Sie haben ähnliches erlebt und sie wissen, was es bedeutet.
    Ein sehr guter Vergleich, das macht den Austausch für mich gerade auch so aufschlußreich. Allerdings lese ich Beiträge irgendwie anders, wenn ich weiß dass dort jemand geschrieben hat, der ähnliches erlebt hat und aus einer Erfahrung seine Meinung sagt (Cocons Beiträge jetzt gelesen).


  7. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Danke Saetien

    Aber alle drei sind volljährig


  8. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Liebe Zauberstein,

    ja, es ist irgendwie ungünstig, das ist mir schon klar. Ich habe aber keine bessere Idee?

    Wenn sie nicht weis wie er es gemeint hat dann muss sie ihn fragen
    Das traut sie sich ja eben gerade nicht!

    Das deine Tochter die direkte Kommunikation mit ihrem Vater gerade nicht will, ist ja auch ok. Aber es ist die Beziehung Vater Tochter , auch nicht mit ihm reden wollen ist ein Signal an ihn.
    Auch wieder jein, ich denke sie würde schon wollen, aber sie traut sich halt nicht.

    Theoretisch würde ich hier vielleicht sogar sagen abwarten, Zeit verstreichen lassen, ihr Zeit geben.
    Aber ich weiß eben dass sie Dinge, die er beim letzten großen Knall gesagt hat (wo ich tatsächlich nicht anwesend war, ich sie also auch nicht live gehört habe) schwer beschäftigen. Man merkt einfach das es sie belastet
    Ich weiß nicht genau wie ich das lösen kann/soll??Raushalten?


  9. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Liebe Einzelne,

    Dabei stellst du dir vor bzw gehst klar davon aus, dass du weißt, was jeder will und braucht
    Fehler und Umwege sind für dich scheinbar unerträglich, weil du für deine Töchter das Beste möchtest.
    Ich glaube davon bin weit entfernt. Und ich glaube auch nicht, dass ich hier den Eindruck erweckt habe, ein Problem mit den Umwegen meiner Töchter zu haben. Wäre dies so würde der Strang wahrscheinlich anders heißen.

    die mich hätten kennenlernen wollen, wie ich wirklich bin und nicht versucht hätten, mir einzutrichtern, wie sie mich haben wollen
    Trifft auf mich zwar nicht zu, ich mag an allen dreien ihre Eigenarten, (gut manche Eigenarten mag ich auch gar nicht), aber ich akzeptiere alle so wie sie sind. Selbst sämtliche Nacherziehungsversuche bei Nr 1 habe ich inzwischen eingestellt ; )
    Der Satz allerdings könnte von meiner Tochter Richtung Vater kommen. So Ähnliches sagt sie auch, " er will mich so wie ich bin nicht haben"


  10. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Brunchgehtimmer Beitrag anzeigen
    Meiner Mutter, die mich mit voller Absicht geschädigt hat, nicht, nie. Denn natürlich hätte sie anders gekonnt.
    Wenn mir jemand den Satz erklären könnte, vielen Dank
    Vermutlich ist die Idee: Wieviel davon war bewusstes Schädigen?
    Es gibt sehr schädigendes Verhalten, aus Gründen wie:
    -bewusstes Schaden wollen
    -einfach nicht drüber Nachdenken
    -Dummheit
    -Hilflosigkeit
    -nicht funktionierendes "gut gemeint"
    -.....

    Und viel davon kann man aktiv machen, ohne Schaden anrichten zu wollen, siehe Dein Mann.

    Das hätte er mit Sicherheit. Im Moment ist der Zustand, er glaubt mir dass etwas schief läuft. Selber sehen tut er es nicht.

    Gibt es, kann auch lange halten.
    Ja, das ist noch schwierig hier ein Mittelmaß zu finden. Mein Plan wäre, bei Dingen die ich dem Erzeuger schon gerne mitteilen würde, die jeweils betreffende Tochter zu fragen, ob dies für sie ok ist. Sollte es für sie nicht ok sein, lasse ich es bleiben, da ihre Privatsphäre.
    Meinem Mann werde ich das auch genauso sagen, wenn Tochter nicht möchte dass er etwas erfährt, ist das eben so. Das wird er hart finden, aber vielleicht versteht er so ein bisschen dass viel Vertrauen fehlt.

    Gute Frage - kannst Du denn einschätzen, wie Dein Mann reagiert?
    Also, wenn einigermaßen sichergestellt ist, dass der Mann mit der Info nicht als nächstes zur Tochter läuft, würde ich denke ich zur Not an der Tochter vorbei entscheiden was ich dem Mann erzähle, zumindest solange sie nicht von sich aus um S tillschweigen bittet.
    Warum? Weil die Töchter den Vater ja offensichtlich gerade nicht einschätzen können (zumindest die Jüngeren), Du hingegen schon.




    Jein, ich weiß einfach noch nicht was ich davon halten soll. Und halte es auch für Zukunftsmusik, weil er würde sich eher die Zunge abbeißen, als auf sie zuzugehen. Eine Klärung kann hier gar nicht "gesittet" ablaufen, dazu ist auf beiden Seiten zu viel Aufgestautes. Das ist für mich noch ein ganz heikles Thema.
    Dann läuft es eben"ungesittet". Und?
    Ja ich weiß wir sollen alle immer schön brav wertschätzend kommunizieren und bei uns bleiben und all so was, und laut werden ist eigentlich schon Gewalt und so weiter .........es ist nicht jeder so!

    Und der Mann und die Tochter würden sich Deinen Schilderungen nach von dem ganzen Wertschätzungsbla beide verschaukelt fühlen - "beide" ist das wichtige Wort hier.



    Das wichtige an Kommunikation ist nicht, dass sie auf eine ganz bestimmte besonders nette Art und Weise abläuft, sondern dass die Beteiligten miteinander kommunizieren können.
    Wenn das nur über mehrstündiges Anschreien funktioniert aber hinterher die Luft klar ist - völlig ok!
    Problematisch ist, wenn es asymmetrisch wird - das Standardbeispiel dafür, hast Du ja vor Augen, Dein Mann brüllt und Tochter 2 duckt sich weg und weint.

    Das ist keine funktionierende Kommunikation.

    Nur: mit dem ganzen psychologischen Wissen hinter wertschätzender Kommunikation aufzuwarten und laut "Du Gewalttäter" zu rufen sobald der andere damit mangel Übung überfordert ist und irritiert reagiert, ist auch eine Schieflage!


    Das ist streng genommen auch gar nicht wertschätzend.


    Man darf das eben nicht missverstehen als:
    "Ich mag, wenn Kommunikation ruhig und gesittet abläuft. Wertschätzend ist nur, wenn das alle so machen, Wer das nicht macht, den kann ich fortan als "nicht wertschätzend" verurteilen."

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