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  1. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    @Rotbuche: ich denke, ich kann schon irgendwie nachvollziehen, wie du und einige andere auf die "Paar- Geschichte" kommt. Aber ich kann ja immer nur aus meiner Sicht schreiben und da ist der " Paar-Gedanke" einfach abwegig. Ich kann es aber auch nicht richtig erklären, vielleicht versuchst du dir mal vorzustellen T1 wäre ein Sohn. Die Vater-Kind Beziehung wäre trotzdem nicht normal, aber der sexuelle Gesichtspunkt wäre raus.Da ist nämlich wirklich nichts vorhanden.
    Bis vor ein paar Jahren haben sie auch früher schon hin und wieder gemeinsame Motorrad/Skiurlaub etc gemacht. DASS sie zusammen Urlaub machen ist auch nicht mein Problem, nur den Zeitpunkt finde ich grad extrem kritisch.
    Du hast gefragt wovor ich Angst habe: ganz plump ausgedrückt, dass sie sich wirklich irgendwo in der Pampa an die Gurgel gehen. Dass aus irgendeiner Nichtigkeit ein Streit entsteht und einem von beiden die Sicherungen durchbrennen.

    In einem vorherigen Post hast du es aber eigentlich genau auf den Punkt gebracht: sie sind enttäuscht und wütend aufeinander... (und leider zu stur um zu sagen weshalb)


  2. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    @luftistraus: ich kann es gerne versuchen zu artikulieren, tue mich aber echt schwer damit, lange Gespräche in Kurzfassung schriftlich auf den Punkt zu bringen, noch dazu um die Uhrzeit ; )
    Was für mich sehr interessant war, war meine Schwester: bei uns zuhause gab es so gut wie nie lauten Streit bzw Streit überhaupt. Wenn es dann mal Streit gab, hatte das für uns als Kinder gleich etwas vernichtendes. Da wurde die Person an sich abgewertet und es kam sofort richtiger Hass raus. Wir haben also gelernt "Streit" um jeden Preis zu vermeiden, denn wer streitet, hasst.
    Es gab nur gut oder böse. So Dinge wie" ich find es Mist dass du die Fensterscheibe eingeworfen hast, aber das ändert grundsätzlich nix daran dass ich dich trotzdem als Sohn/ Tochter liebe. Bei uns wäre die kaputte Fensterscheibe sofort mit totalem Liebesentzug bestraft worden. Und wenn wir dann als Kinder, aus lauter schlechtem Gewissen heraus, versucht haben, es wieder gut zu machen, hat das manche Erwachsenen erst richtig dazu angestachelt, gemein zu sein. Also lernst du Gefühle auszuschalten und einfach im emotionalen Leerlauf zu bleiben. Irgendwann denkt man dann nur noch an sich, versucht sich selbst zu beschützen und blendet aus das Andere leiden.


  3. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Brunchgehtimmer Beitrag anzeigen
    @Cara123, was mich wirklich interessieren würde: was muss einem Menschen, in dem Fall dir, passiert sein, um so gehässig und bösartig zu werden?
    Warum empfindest du eine solche Frage als "bösartig" oder "gehässig"? Das wäre etwas. was dich beschäftigen sollte. Das wäre ein normales Verhalten.

    Das, was dir widerfahren ist, dass ein Mann dich nach so langer Zeit verlässt, damit würden sich andere im Moment beschäftigen. Du aberempörst dich über Luftnummern um irgendwelche Urlaube herum, über Wohnmobile, wer mit wem fährt und sinnierst ewig lang herum, warum wer mit wem wohin fährt.

    Du gehst die Realität nicht an. Je mehr du hier über diese Geschichten schreibst, umso mehr wickelst du immer mehr Nebenerzählfäden zu einem Knäuel, um den eigentlichen Kern, der wird nicht besprochen.
    Geändert von Cara123 (02.08.2019 um 01:18 Uhr)

  4. Avatar von Rotbuche
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Brunchgehtimmer Beitrag anzeigen
    @luftistraus: ich kann es gerne versuchen zu artikulieren, tue mich aber echt schwer damit, lange Gespräche in Kurzfassung schriftlich auf den Punkt zu bringen, noch dazu um die Uhrzeit ; )
    Was für mich sehr interessant war, war meine Schwester: bei uns zuhause gab es so gut wie nie lauten Streit bzw Streit überhaupt. Wenn es dann mal Streit gab, hatte das für uns als Kinder gleich etwas vernichtendes. Da wurde die Person an sich abgewertet und es kam sofort richtiger Hass raus. Wir haben also gelernt "Streit" um jeden Preis zu vermeiden, denn wer streitet, hasst.
    Es gab nur gut oder böse. So Dinge wie" ich find es Mist dass du die Fensterscheibe eingeworfen hast, aber das ändert grundsätzlich nix daran dass ich dich trotzdem als Sohn/ Tochter liebe. Bei uns wäre die kaputte Fensterscheibe sofort mit totalem Liebesentzug bestraft worden. Und wenn wir dann als Kinder, aus lauter schlechtem Gewissen heraus, versucht haben, es wieder gut zu machen, hat das manche Erwachsenen erst richtig dazu angestachelt, gemein zu sein. Also lernst du Gefühle auszuschalten und einfach im emotionalen Leerlauf zu bleiben.
    Das kann ich SEHR gut nachvollziehen.

    Zitat Zitat von Brunchgehtimmer Beitrag anzeigen
    Irgendwann denkt man dann nur noch an sich, versucht sich selbst zu beschützen und blendet aus das Andere leiden.
    Über diesen Satz habe ich länger nachgedacht. Ja, die emotionale Erstarrung, die du oben beschreibst, hindert einen natürlich daran, empathisch auf andere zu reagieren und man blendet alles aus, was die eigene fragile Sicherheit bedrohen könnte. Ja, das verstehe ich. Ob man dabei nur an sich denkt, weiß ich nicht. Vielleicht bist du in diesem Punkt ein bisschen streng mit dir.

  5. Avatar von Rotbuche
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Brunchgehtimmer Beitrag anzeigen
    @Rotbuche: ich denke, ich kann schon irgendwie nachvollziehen, wie du und einige andere auf die "Paar- Geschichte" kommt. Aber ich kann ja immer nur aus meiner Sicht schreiben und da ist der " Paar-Gedanke" einfach abwegig. Ich kann es aber auch nicht richtig erklären, vielleicht versuchst du dir mal vorzustellen T1 wäre ein Sohn. Die Vater-Kind Beziehung wäre trotzdem nicht normal, aber der sexuelle Gesichtspunkt wäre raus.Da ist nämlich wirklich nichts vorhanden.
    Wir kennen ja immer nur Bruchstücke der Geschichte. Deine Wahrnehmung ist vielleicht realistischer. Ich will mich da auch nicht in eine Ferndiagnose verrennen.

  6. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen
    Das kann ich SEHR gut nachvollziehen.



    Über diesen Satz habe ich länger nachgedacht. Ja, die emotionale Erstarrung, die du oben beschreibst, hindert einen natürlich daran, empathisch auf andere zu reagieren und man blendet alles aus, was die eigene fragile Sicherheit bedrohen könnte. Ja, das verstehe ich. Ob man dabei nur an sich denkt, weiß ich nicht. Vielleicht bist du in diesem Punkt ein bisschen streng mit dir.
    Ich denke, dass dieses in einer Familie gelebte Muster eine Depression erzeugen kann. Denn eigentlich kann man ja nur alles falsch machen, wenn Fehler vernichtend bewertet werden. Ohne Fehler machen zu dürfen lernt man aber nichts. Andersherum: Die Angst, Fehler zu machen, lähmt.

    So war es z.B. bei uns daheim.
    Alles musste ohne Übung und ohne Fehlertoleranz auf Anhieb perfekt sein.
    War es das nicht, war man der Versager.
    Irgendwann ist man so gelähmt aus Angst vor Fehlern, dass man gar nichts mehr anfängt oder, wenn doch, richtig ungeschickt ist vor lauter Versagensangst. Das ist eine Spirale.
    Geändert von Ivonne2017 (02.08.2019 um 10:26 Uhr)

  7. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Brunch, es könnte auch sein, dass die beiden sich ohne euch extrem gut verstehen. Ist ja oft so. Alleine ist "jemand" gut zu haben, in der Gruppe ein Scheusal. Weshalb das so ist hab ich nie kapiert. Reiner Erfahrungswert
    LG Ivi


  8. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Hallo Brunch und alle,
    ich habe gerade die Vorstellung, daß die erste Tochter, das erste Kind von seinem Vater tatsächlich als Stammhalter/ Sohn gesehen und behandelt wird, und sich auch grundsätzlich damit wohlfühlt bzw damit im Grunde klarkommt.

    Und sie deshalb allein zu zweit tatsächlich keine Probleme haben, sondern halt einen Männerurlaub machen.

    (Stell es Dir nochmal so vor: "Mein erwachsener Sohn hat seinen alten Vater so lange provoziert, bis der zugeschlagen hat.")
    (Und die Enttäuschung besteht darin, daß 1.Der Vater nicht wahrnimmt und anerkennt, daß das erwachsene Kind kein Mann sondern eine Frau ist, und seine auf einen Sohn gemünzten Erwartungen nicht erfüllen kann. Und 2.Das erwachsene Kind /die Frau selbst das auch bemerkt.)

    Nur meine Idee,
    viele Grüße,
    s12

  9. Avatar von luftistraus
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Hi Brunch,

    wie gehts dir?

    Ich hoffe du lagst falsch bei deiner Prophezeiung
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  10. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Danke der Nachfrage @luftistraus,

    Ja, ich lag falsch mit meiner Vorstellung, es sind keine grösseren Katastrophen passiert und direkt nach ihrem Urlaub, wo ich sie zusammen erlebt habe, hatte ich das Gefühl, es hat beiden sehr gut getan.
    Inzwischen habe ich allerdings das Gefühl, der Effekt verpufft und es geht weiter wie bisher. Zwar habe ich sie seitdem nur noch einmal zusammen erlebt, das hat mir allerdings auch gereicht. Ich möchte auf keinen Fall dass meine Tochter sich von mir abgelehnt fühlt ( das Gefühl hatte sie lange genug), aber ich empfinde sie als so unglaublich anstrengend und es kostet mich so wahnsinnig viel Kraft. Also ich meine jetzt noch nicht mal mentale Kraft, also im Sinne von schwierigen Themen die angesprochen werden, das gar nicht. Aber eine Stunde mit T1 und ich fühle mich als hätte ich eine Zugspitztour hinter mir. Sie hat so eine Art zappelige Überpräsenz an sich, kann ich ganz schlecht beschreiben.
    Aber eben das genaue Gegenteil von ihren Schwestern, wo ich mich einfach total entspannt fühle. Und das tut mir so leid für sie, wahrscheinlich merkt sie das ja auch.
    War auch jetzt in unserem " Mädelsurlaub" so, es war einfach nur erholsam und schön. Ich hatte ja am Anfang gedacht, dass es uns allen gut täte, mal was nur wir vier Damen zu unternehmen, aber im Nachhinein war es so wohl besser. Leider sehen das ihre Schwestern ähnlich, im Fall von T2 sogar noch krasser. Einerseits macht es mich traurig dies zu sehen, andererseits war das Verhältnis zw T1 und T2 immer schon schwierig. Nur inzwischen hat T2 vielleicht auch wieder mehr Selbstvertrauen, der Vertrauensmissbrauch mit der verdammten Hüttengeschicht kommt noch dazu und schon geht der Graben auf. Wie schlecht sie auf ihre Schwester zu sprechen ist habe ich auch erst im Urlaub erfahren. Natürlich muss man als erwachsener Mensch nicht zwangsläufig Kontakt zu seinen Geschwistern pflegen, aber es steht bei uns einfach noch so viel Unausgesprochenes zwischen den Einzelnen. Und richtig gut geht es wahrscheinlich keinem damit.

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