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  1. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    @Sacrebleu

    Ich denke wir reden aneinander vorbei.....

    Ob der Vater so ein tolles Elternhaus hatte, wage ich sehr zu bezweifeln. Es mag der Eindruck von Brunch sein, aber sie hatte bis vor 3 Monaten auch noch gedacht das sie tolle Eltern sind.....

    Das ganze ist in den Händen von professionellen Leuten am besten aufgehoben. Dies ist aber (noch) nicht gewünscht ......

    ------

    Meine Mutter hat mich damals ins Heim abgeschoben. Sie hat keinerlei Verantwortung für mich übernommen und das werde ich ihr nie verzeihen - trotzdem verstehe ich ihre Beweggründe - auch wenn ich sie absolut nicht ok finde.

    Aber um mein ganzes Kindheitsdrama zu verarbeiten - musste ich erst einmal verstehen....
    Es sind nicht vollautomatisch die Eltern schuld, wenn der Sohnemann krumme Dinger dreht und schnell ausrastet, nur mal so fürs Protokoll.

    Möglich, dass der Mann ein ADHS hat oder einfach schlechte Gene eines kriminellen Wikinger-Gott-weiß-ich-was-Vorfahren.

    Wobei ADHS natürlich nicht gleich kriminell oder gewalttätig. Kann unbehandelt leider dazu beitragen, dass das Leben nicht wunschgemäß verläuft.

    Also Pech!
    Geändert von Ivonne2017 (01.07.2019 um 18:33 Uhr)

  2. Avatar von luftistraus
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen
    Ich meine: Ja, einen Vater, der einen so behandelt hat, einen Vater, der einen "Enttäuschung Nr. 1" nennt, der einen immer wieder beleidigt (Im Verharmlosungsdeutsch von Brunch: "dumme Sprüche klopft"), der einen permanent mit spöttischem Grinsen anguckt oder anbrüllt, der es an jedem Mitgefühl fehlen lässt, der auch als verurteilter Krimineller von der Mutter wieder mit offenen Armen empfangen wird, während man selbst aus der Familie entfernt wird, einen solchen Vater darf man schlussendlich auch anbrüllen, beschimpfen und beleidigen. Das ist schließlich das, was er selbst jahrzehntelang mit der Tochter gemacht hat.
    Wenn die Tochter 12 wäre, ja....

    Auge um Auge ? Nein

    Tochter ist 30 und daher ist dieses handeln nicht mehr ok. T1 hätte den Kontakt zum Vater abbrechen sollen und Ihr Leben leben. Sich lernen selbst zu lieben und nicht die Bestätigung vom Vater zu brauchen.

    Und das Verhalten der T1 ist doch völlig kontraproduktiv und bringt ihr nichts. Ich kann sie zwar verstehen aber gesund ist das ganze nicht.

    Sie wird den Vater nicht ändern können (wenn er nicht will) und daher ist das verhalten von T1 infantil.

    Alle 3 Kinder haben mein Mitgefühl - T1 am meisten. Aber mit 30 wird es Zeit für sich selbst Verantwortung zu übernehmen

    --------


    Es geht mir vor allem um die sich ständigen wiederholenden Muster und das es niemand schafft da raus zu kommen.

    Brunch hat den gleichen Fehler wie ihr Vater gemacht. Augen zu der andere meint es nicht so

    Vater will nicht sehen das er Anteile hat - T1 im Erwachsenenalter auch nicht
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  3. Avatar von Rotbuche
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Warum mußtest Du "verstehen", warum man Dich meis behandelt hat?
    Wenn mir jemand etwas antut, ist es mir sowas von schnurz, welche Probleme seinerseits dazu führten.
    Es gibt niemand ein Recht, jemand anderem etwas anzutun. Egal, was man selbst erlebt hat.
    Sacrebleu:

    Ein Opfer muss kein Verständnis für den Täter aufbringen. Es ist für Opfer von Gewalttaten ebenso wie für ehemals missbrauchte oder gedemütigte Kinder unbedingt notwendig, dass man ihnen glasklar vermittelt: "Man hat dir großes Leid zugefügt, und du selbst warst daran absolut unschuldig." Das erst macht den Weg frei für die Aufarbeitung des Geschehenen und vielleicht auch die Versöhnung (zu der es aber gar nicht zwangsläufig kommen muss). Es kommt nämlich häufig vor, dass Opfer sich insgeheim selbst die Schuld an dem Geschehenen geben und damit in eine Spirale des Selbsthasses und der Autoaggression bis hin zum Selbstmord geraten. Deshalb ist das Eingeständnis der (eigenen oder fremden) Schuld und das ausdrückliche Freisprechen des Opfers von jeder Mitverantwortung so eine wichtige Voraussetzung für jede Therapie.

  4. Avatar von luftistraus
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen

    Warum mußtest Du "verstehen", warum man Dich meis behandelt hat?

    Wenn mir jemand etwas antut, ist es mir sowas von schnurz, welche Probleme seinerseits dazu führten.

    Es gibt niemand ein Recht, jemand anderem etwas anzutun. Egal, was man selbst erlebt hat.
    Ich habe auch hier niemals geschrieben das sich dadurch ein Recht ableitet.

    Das verstehen des Gesamten war für mich wichtig - um zweifelsfrei erkennen zu können, das ich eben keine Schuld hatte.

    Ich kenne Dich und deine Geschichte nicht. Aber ich kenne viele die in meiner Situation waren. Und als Kind versteht man es nicht. Man fühlt sich nur ungeliebt und sucht die Schuld bei sich. Es muss was falsch an mir sein, sonst würden meine Eltern mich doch lieben......

    Und bei Brunch haben alle 3 Kinder dieses Gefühl und Worte / Taten zeigen dies sehr deutlich.....
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  5. Avatar von luftistraus
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen

    Ein Opfer muss kein Verständnis für den Täter aufbringen.
    Auch wenn verstehen und Verständnis nah zusammen sind. Ist es ein Unterschied

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen
    Es ist für Opfer von Gewalttaten ebenso wie für ehemals missbrauchte oder gedemütigte Kinder unbedingt notwendig, dass man ihnen glasklar vermittelt: "Man hat dir großes Leid zugefügt, und du selbst warst daran absolut unschuldig."
    Und das kann kein Opfer so verstehen, wenn es keine Erklärung dazu hat.

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen
    Es kommt nämlich häufig vor, dass Opfer sich insgeheim selbst die Schuld an dem Geschehenen geben und damit in eine Spirale des Selbsthasses und der Autoaggression bis hin zum Selbstmord geraten. Deshalb ist das Eingeständnis der (eigenen oder fremden) Schuld und das ausdrückliche Freisprechen des Opfers von jeder Mitverantwortung so eine wichtige Voraussetzung für jede Therapie.
    Es geht nicht um Mitverantwortung.....

    Ein Kind das sich nicht geliebt fühlt, dem kann man nicht sagen: Du kannst nix dafür......

    Wenn das Kind allerdings weiß das die Eltern unfähig waren und keine Ahnung hatten, was Verantwortung bedeutet, wenn die Mutter oder Vater beide nie gelernt haben wie man liebt mit allem was dazu gehört.....selbst überfordert sind...

    Dann ist es immer noch traurig und schmerzhaft, aber man kann abschließen und nach vorne blicken. Und das macht den Unterschied.....
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  6. Avatar von Rotbuche
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen

    Vater will nicht sehen das er Anteile hat - T1 im Erwachsenenalter auch nicht
    Ich verstehe immer noch nicht, was du der Tochter vorwirfst. Sie hat Verantwortung für ihr Leben übernommen, indem sie den Vater ihrerseits angebrüllt (zurückgebrüllt) hat. Nein, sie hat sich nicht still und stumm aus der Familie entfernt, so wie diese das wohl am liebsten gehabt hätte und so, wie du das wohl auch für angemessen hälst. Sie ist immer wiedergekommen und hat die Familie konfrontiert. Respekt! Ich wünschte, ich hätte das gleiche getan.

  7. Avatar von luftistraus
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen
    Ich verstehe immer noch nicht, was du der Tochter vorwirfst. Sie hat Verantwortung für ihr Leben übernommen, indem sie den Vater ihrerseits angebrüllt (zurückgebrüllt) hat. Nein, sie hat sich nicht still und stumm aus der Familie entfernt, so wie diese das wohl am liebsten gehabt hätte und so, wie du das wohl auch für angemessen hälst. Sie ist immer wiedergekommen und hat die Familie konfrontiert. Respekt! Ich wünschte, ich hätte das gleiche getan.
    Ich werfe der Tochter gar nichts vor.

    Ich hätte an Ihrer Stelle, dem Vater die Meinung gesagt (Ohne Beleidigungen - Provokation usw) und wäre dann meines Weges gegangen. Der hätte mich nie mehr gesehen. Kein Kind dieser Welt sollte um die Liebe der Eltern kämpfen müssen.

    Die ständigen Konfrontationen haben die T1 über Jahre sehr viel Kraft gekostet und ihrem eigenen Selbstwert Gefühl sehr geschadet.... Seit 20 Jahren kämpft sie um die Liebe der Eltern.... hältst du das für eine erstrebenswerte Lebensbeschäftigung?

    Jeder Rückschlag in ihrem Leben hat dem Vater in die Karten gespielt....und das hat er ihr deutlich gezeigt/gesagt und auch spüren lassen. O-Ton Brunch: Er nennt Sie nur Enttäuschung Nr. 1

    Wie viel Schmerz hat sich T1 über die letzten 20 Jahre immer wieder ausgesetzt.....
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  8. Registriert seit
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen

    --------


    Es geht mir vor allem um die sich ständigen wiederholenden Muster und das es niemand schafft da raus zu kommen.
    Ja.

    Keine der Frauen wird da ohne Hilfe rauskommen können.
    In Anbetracht der desaströsen Auswirkungen von 30 Jahren Wegschauen, Verdrängen und Vertuschen, habe ich große Probleme die Haltung, einer Therapieverweigerung aus Angst vor "Übergriff" zu verstehen.

    Der Preis dieser Haltung wird jetzt von den drei Töchtern gezahlt. Was werden die mal für Mütter werden, falls sie ihre Themen nicht bearbeiten.


    Ohne wirkliche Auseinandersetzung, setzt sich der Kreis der zerstörenden Frauen/Mütter von Generation zu Generation fort.

    Wohl derjenigen, die den Mut hat, sich ihren Lebensthemen zu stellen.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  9. gesperrt
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Ich habe auch hier niemals geschrieben das sich dadurch ein Recht ableitet.
    Dein Text implizierte, daß es ja durchaus Gründe gibt... die etwas rechtfertigen.
    Du hast es nicht so gemeint. Danke für die Klarstellung.

    Das verstehen des Gesamten war für mich wichtig - um zweifelsfrei erkennen zu können, das ich eben keine Schuld hatte.
    Es ist wichtig, daß Dem Opfer klarwird, daß es das Opfer ist, und das es selbst Recht hat, verletzt, wütende, whatever zu sein!
    Daß es selbst "richtig" ist, und der Täter das Mistvieh.
    Dazu ist aber nicht nötig, die Beweggründe des Täters zu verstehen.
    Die sind da herzlich egal.

    Und als Kind versteht man es nicht. Man fühlt sich nur ungeliebt und sucht die Schuld bei sich. Es muss was falsch an mir sein, sonst würden meine Eltern mich doch lieben......
    Da ist die Heilung aber nicht, zu "verstehen" was diese zu solchen A... machte.
    Sondern die Sicherheit, zu wissen, daß sie genau das sind - A...

    Und bei Brunch haben alle 3 Kinder dieses Gefühl und Worte / Taten zeigen dies sehr deutlich.....
    Eben. Und Brunch hat das die ganze Zeit nicht gesehen, hat auch jetzt noch die Tendenz zum relativieren.
    Erst wenn sie das auflöst, die Tatsache freigibt, daß genau der Vater der Täter und sie die Untätige, nicht Schützende war (und um Verzeihung bittet), dann beginnt die Heilung der Töchter.

    Alternativ, aber viel langwieriger kann diese Erkenntnis auch in einer guten Psychotherapie reifen.

  10. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Unsere perfekte Tochter

    Nochmal zum Verständnis der Aktion von T1:
    Sie erzählt der Mutter, sie wollte herausfinden, ob der Vater sie hasst.

    Ich hab die Geschichte so in Erinnerung:

    Die Provokation war geplant, es sollte der Freund als Zeuge für die erwarteten Prügel mit, um den Vater anzeigen zu können. Der Freund weigerte sich und war ab da ihr Exfreund.

    Das alles, um herauszufinden, wie der Vater zu ihr steht?
    Das Ergebnis, die Schläge, waren für T1 geplant und berechnet.
    .
    Das mache ich, wenn ich mich rächen will.

    Ich glaube Brunch, dass sie der Tochter beim Bier glaubte...Man ist als Mutter in dem Moment richtig happy, dass es zum Treffen kommt, emotional aufgewühlt ...aber ich glaube T1 nicht.

    Kinder erzählen zuuu gerne, was die Eltern hören wollen

    Und gebeutelte Eltern glauben zu gerne die wildesten Ausreden.

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