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  1. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Zitat Zitat von Sonnenblume55 Beitrag anzeigen
    Da könntest du Recht haben.
    Meine Mutter Ü80 war weit und breit die einzige mit diesen Ansichten und der Unfähigkeit, mal kritisch über sich selbst nachzudenken. Ihre 10 Jahre ältere Schwester, ihre Schwägerinnen und Schwager, waren alle anders.
    LG Ivi


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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Meine Schwester ist 52 und seit ich denken kann kritikunfähig. Bei der leisesten Kritik wird sie zur Furie oder redet nicht mehr mit der Person - genau wie meine Mutter. Eigentlich müsste es zwischen denen jeden Tag knallen. Aber sie hat meine Mutter systematisch von sich abhängig gemacht, deshalb hält die den Mund bei ihr.

  3. Avatar von Blackcat45
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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Moin,

    also ich will das nicht verallgemeinern, es gibt viele Frauen ab 70 die sich Gedanken machen, mit ihren Kindern in gutem Kontakt stehen, vielleicht auch selber therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen und die wirklich fit sind. Und die ihr Leben leben, aber nicht versuchen es ihren Kindern aufzudrücken.

    Andererseits sehe ich meine Mutter, meine Schwimu und andere Damen dieses Alters im Umfeld meiner Freunde und Familie und da ist das überhaupt nicht so. Und da kommt "du hattest doch eine schöne Kindheit...." ähm.. ne, aber darüber sprechen wollen sie nicht. Und die Wahrheit sehen wollen sie auch nicht und ihren eigenen Anteil daran schon gar nicht.

    Meine Freundin kämpft seit Jahren um die Erkenntnis bei ihrer Mutter, dass sie immer ihre 4 Kinder gegeneinander ausgespielt hat (dies auch heute noch tut) und meine Freundin dabei regelmäßig verloren hat. Ihre Mutter ist absolut uneinsichtig und meint auch heute sei noch alles in schönster Ordnung. Sie tut so, als hätte meine Freundin Wahrnehmungsstörungen, das wäre so nicht passiert, hätte sie nie gesagt, alles falsch verstanden.

    Meine Schwimu hat meinen Mann dazu benutzt Front gegen ihren Mann zu machen und hat für ein denkbar schlechtes Verhältnis gesorgt, jede Annährung des Vaters wurde erstickt, so dass die Männer kaum miteinander sprachen als der Vater starb. Hört man ihr zu, befindet sie sich permanent in der Opferrolle und er war schlecht. Dass sie ihren Sohn für eigene Zwecke missbraucht hat, das will sie nicht hören. Sie will aber auch nicht sehen, dass sie ihn dadurch und durch andere Dinge von sich weg getrieben hat und dass sie selber Probleme hat. Alle anderen haben Schuld - ich, weil ich einen Keil zwischen beide getrieben und quasi ihr Leben zerstört habe. Ihr Sohn hat lt. ihrer Aussage eine tolle Kindheit in der nur der Vater störte. Wenn man mal wirklich direkt auf die Probleme zu sprechen kommt, fließen Tränen und Selbstmitleid, dass man ihr ja nur böses will. Und sie argumentiert wie die Mutter meiner Freundin.

    Meine Mutter hat ähnlich agiert, trinkt zusätzlich seit Jahren und nur wir haben ein Problem mit Alkohol. Bei Gesprächsbeginn macht sie total dicht.

    Und da könnte ich noch viele aufzählen, was ich schade finde. Denn diese Mütter nehmen sich selber so viel vom Leben, zerstören zusätzlich noch ihre Kinder und werden irgendwann verbittert, der Kontakt schrumpft und endet dann vielleicht, weil man merkt dass man nur ausgesaugt wird.
    Absolut und einzigartig....


  4. Registriert seit
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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Ich finde das bei meiner eigenen Mutter auch immer etwas schwierig, bisweilen scheint mir, dass sie schon den Gedanken zulässt, "Fehler gemacht" zu haben, aber so insgesamt kommt für mich diese (vage) Einsicht nicht nur um Jahrzehnte zu spät, sondern wir auch immer wieder im selben Atemzug dadurch verwässert, dass sie mit "du warst so schwierig" relativiert.
    Also ich versuche eben damit so umzugehen, dass ich anerkenne, dass sie an sich ihr Bestes getan hat, aber für innigen Kontakt reicht das trotzdem bei mir nicht aus.

    Sehr skurril (wenn's nicht so traurig wär) find ich da die Mutter einer Freundin, die vehement bestreitet, ihre Tochter verprügelt zu haben. Interessanterweise kann sich der Vater aber schon an viele solcher Vorfälle erinnern... Da will wer aber ganz sicher nicht hinschauen/reflektieren...

  5. Avatar von Blackcat45
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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Ich habe mich jahrelang bemüht mit meiner Mutter das Thema "gewalttäger Stiefvater" und ihren Anteil daran (wegschauen, es richtig finden, uns bei ihm anschwärzen) anzusprechen. Sie will es nicht wahrhaben, denn wir hatten eine schöne Kindheit und sie wüßte gar nicht was ich da sage.

    Und eben auch aktuelle Themen sind nicht machbar, im schlimmsten Fall stimmt sie mir zu und hinter meinem Rücken geht es dann bei meinen Geschwistern los. Ich lass das, ich habe keine Lust mich aufzureiben und irgendwann habe ich gelernt, das Thema Kindheit ruhen zu lassen - ich komme sonst nie zu einem Ergebnis.

    Spannend wird es nur, wenn sie mal pflegebedürftig wird. Meine Geschwister gehen davon aus, dass ich mich kümmere, meine Mutter weiß dass ich es definitiv nicht tun werde (will es aber nicht wahrhaben). Wenn es so weit ist, werde ich mich sicherlich dieser Angelegenheit entziehen und beiden die Entscheidung überlassen - aber sicher ist eben, zu uns kommt sie nicht. Und ich lasse es schon lange nicht mehr zu, dass meine Geschwister so unangenehme Dinge einfach auf mich abwälzen, meine Mutter aber nur sieht was beide für sie machen.

    Immerhin bin ich inzwischen emotional sehr gut von allem abgegrenzt.
    Absolut und einzigartig....

  6. Avatar von Malaita
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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Meine Mutter Ü80 war weit und breit die einzige mit diesen Ansichten und der Unfähigkeit, mal kritisch über sich selbst nachzudenken. Ihre 10 Jahre ältere Schwester, ihre Schwägerinnen und Schwager, waren alle anders.
    Ich glaube auch nicht, dass es eine Frage des Alters ist, zu welchen Ansichten man neigt, ein vorhandener Charakter wird im Alter vielleicht noch verstärkt, aber er ist schon immer da gewesen.
    Ich würde mir nie anmaßen, von mir zu behaupten, ich hätte bei meinen Kindern immer alles richtig gemacht. Mal abgesehen davon, mal abgesehen von den krasseren Fällen, die hier geschildert worden sind: Wer macht schon alles richtig? Wann ist überhaupt alles richtig? Was ist denn total richtig und was total falsch?
    Wenn jemand einfach mal so über jemanden sagt: du hattest eine schöne Kindheit, dann hinterfragt derjenige nicht. Dann sieht er nur Äußerlichkeiten und ist nicht bereit, mal hinter die Fassade zu blicken. Eine gewisse Norm erreicht zu haben, ist dann schon eine "glückliche Kindheit".

    Hut ab vor denjenigen, die sich gelöst haben von Eltern, vom häuslichen Umfeld, das ihnen nicht gut tat! Das ist ein enormer Schritt, der sehr viel Selbstbewusstsein und Selbstreflexion verlangt.


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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Ich denke, an der Aussage ist was dran:

    Mütter sind dazu da, ihren Töchtern das Leben schwer zu machen.
    Es ist immer JETZT

  8. Avatar von Malaita
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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Ich denke, an der Aussage ist was dran:

    Mütter sind dazu da, ihren Töchtern das Leben schwer zu machen.
    Es ist dann viel gewonnen, wenn die Tochter sich dann sagt: Bei meiner Tochter mache ich das anders.


  9. Registriert seit
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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch nicht, dass es eine Frage des Alters ist, zu welchen Ansichten man neigt, ein vorhandener Charakter wird im Alter vielleicht noch verstärkt, aber er ist schon immer da gewesen.
    Ich würde mir nie anmaßen, von mir zu behaupten, ich hätte bei meinen Kindern immer alles richtig gemacht. Mal abgesehen davon, mal abgesehen von den krasseren Fällen, die hier geschildert worden sind: Wer macht schon alles richtig? Wann ist überhaupt alles richtig? Was ist denn total richtig und was total falsch?
    Wenn jemand einfach mal so über jemanden sagt: du hattest eine schöne Kindheit, dann hinterfragt derjenige nicht. Dann sieht er nur Äußerlichkeiten und ist nicht bereit, mal hinter die Fassade zu blicken. Eine gewisse Norm erreicht zu haben, ist dann schon eine "glückliche Kindheit".

    Hut ab vor denjenigen, die sich gelöst haben von Eltern, vom häuslichen Umfeld, das ihnen nicht gut tat! Das ist ein enormer Schritt, der sehr viel Selbstbewusstsein und Selbstreflexion verlangt.
    Viel Selbstbewusstsein? Mhm, zumindest bei mir sehe ich es eher als Kurzschlussreaktion infolge einer lebenslangen Leidenszeit. Irgendwann ist das Maß eben voll. Natürlich haben jahrelange Therapien ihren Anteil daran und ich konnte mir schon ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein erarbeiten, aber als sehr selbstbewusst sehe ich mich jetzt nicht, dafür bin ich viel zu selbstkritisch und unsicher. Mir fehlt - wie vielen anderen hier auch - das Urvertrauen und ich bin absolut harmoniesüchtig. Streit ist sehr schlimm für mich.


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    AW: Schwierige Mutter (Kontaktabbruch, Vorwürfe, etc.)

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Es ist dann viel gewonnen, wenn die Tochter sich dann sagt: Bei meiner Tochter mache ich das anders.
    Das stimmt. Ich habe bei meinen Kindern vieles anders gemacht und bestimmt ein liebevolleres Verhältnis zu ihnen, als ich jemals zu meiner Mutter hatte, aber natürlich war/bin ich als Mutter nicht fehlerfrei. Durch meine Harmoniesucht habe ich immer versucht, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Ich wollte auch von meinen Kindern einfach nur geliebt werden. Dadurch habe ich ihnen oft zu wenig Grenzen gesetzt und mit meiner Liebe überschüttet. Heute sagen sie zwar, wir seien die "besten Eltern der Welt", aber ich sei oft viel zu lieb zu ihnen gewesen und hätte mich nicht durchgesetzt. Das wiederum wollen sie bei ihren Kindern anders machen

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