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  1. Registriert seit
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    Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Hallo, da wir alle irgendwie nicht mehr weiterwissen, möchte ich hier um Erfahrungen bitten:

    Ich mache das mal im Kurzabriss, da es sonst zuviel wäre:

    Schwiegermutter, 76, schwerst adipös (BMI 84), praktisch total immobil (zwei Schritte vom Bett zum Toilettenstuhl nur mit Hilfe möglich, mehr geht nicht mehr) wird vom Mann "versorgt" (selbst fast 90) und sie weigert sich trotz Einweisung durch den Arzt ins Krankenhaus zu gehen (Nieren-Leber Werte sind gefährlich hoch, Dialyse wäre notwendig), schwere Atmennot im Liegen (trotz Sauerstoff) und verweigern beide auch einfach alles an Hilfe was es geben würde (Pflegestufe 5 wurde erst jetzt beantragt, obwohl Zustand schon seit 2 Jahren immer schlechter wurde). Sie wollen keine Fremden im Haus, Pflegebett nimmt zuviel Platz weg, keiner kann so gut pflegen wie ich (O-Ton Ehemann).. es kommt regelmässig die Feuerwehr, da sie so geschwächt ist, daß sie selbst die zwei Schritte zum Toilettenstuhl häufig nicht mehr schafft und dann einfach umfällt oder einfach aus dem Bett rutscht. Alleine bekommt sie keiner mehr hoch, also kommt regelmässig die Feuerwehr um sie ins Bett zurückzubringen.

    Schlafen tut keiner mehr seit gut 1 Jahr, da sie aufgrund Entwässungstabletten jede Nacht bis zu 4x auf die Toilette muss. Der Ehemann ist am Ende, möchte zwar Rat, setzt aber nichts um (sie will doch aber nicht ich kann sie doch nicht zwingen), meine Schwiergermutter lehnt alles an Hilfe und Behandlung ab und wir müssen zuschauen, wie es immer mehr bergab geht.

    Ich selber habe auch gepflegt, zwei Angehörige gleichzeitig, aber als es nicht mehr ging, haben wir die Entscheidung getroffen, daß die Pflege nach extern abgegeben werden muss, so schwer es auch fiel, aber wir waren einfach am Ende und konnten dann auch gar nicht mehr die Pflege leisten, die notwendig war.

    Hierzu kommt, daß sie aufgrund nicht behandelten Zuckers (sie verweigert das Insulin) sie hochgradig aggressiv wird wenn der Wert hoch schiesst bzw. einfach wegtritt, versucht man Insulin zu geben, schlägt sie die Spritze weg.

    Die Frage ist: wo fängt unterlassene Hilfeleistung an ? Die Frage : Willst Du sterben? wird nicht beantwortet. Einzigste Aussage: Der Arzt hat die Medikamente gewechselt (stimmt so gar nicht, es wurden welche abgesetzt, da die Leber-Nieren Werte so schlecht sind, dass sie nichts mehr nehmen darf, was hierauf wirkt) und ich warte jetzt mal ab, das wird bestimmt bald wieder alles gut!

    Wir sind ratlos!

  2. Avatar von Scooter2
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Das würde bedeuten,dass die Schwiegermutter ca.240Kg hat .
    So wie es sich für mich präsentiert,möchte sie sterben.Sie wird danach gefragt und gibt keine direkte Antwort....
    Ich beneide Dich nicht in dieser Situation.Ich denke,solange niemand seine Hilfe verweigert wird sich nix ändern.
    Muss die Feuerwehr denn für jedes mal bezahlt werden,oder sind die kostelos?!
    Es ist wohl so,dass niemand zu etwas gezwungen werden kann,aber das was hier abgeht hat vielleicht auch etwas mit Alterstarrsinn zu tun und ist doch für die engstbetroffenen kaum mehr zumutbar.
    Ich weiss nicht,ob es Hauspflege gibt für so eine schwere Patientin,denn wie Du schreibst,kriegt sie einer allein nicht hoch-meines Erachtens müsste sie dringend in Pflege.Ist sie denn noch nicht wundgelegen?

    und nein,liebe TE,das wird nicht mehr besser,leider,oder wie stellst Du Dir das vor?
    Durch die verweigerte Dialyse wird ihr Körper immer mehr vergiftet.Wenn ich mich recht erinnere dürfte sie doch dann auch nur noch sehr wenig trinken....
    Ich brauche keine neuen Vorsätze,
    die alten sind praktisch unangetastet





  3. Registriert seit
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Hallo, du hast das mit dem Gewicht genau richtig eingeschätzt... ja ist sie, da sie nur auf dem Rücken liegen kann, ab und an sitzt sie noch auf dem Bettrand (da sie im Liegen ja keine Luft bekommt so richtig), hält das aber nicht lange aus, zeitlich würde ich sagen, wenn sie einen wirklich guten Tag hat, in 24 Std. gesamt eine Stunde (zum Essen halt und ab und an dann um mal einfach zu sitzen, dabei fällt sie aber nach vorne weg, so dass sie vor sich ganz nah am Tisch sitzen muss, sozusagen als Stütze, frei sitzen geht höchstens 2 Minuten) und muss dann wieder hingelegt werden. Soweit ich weiss, zahlen sie die Einsätze nicht (habe da noch gar nicht nach gefragt). Sie hat offene Beiden, wunde Stellen am Po und am Rücken, der Mann salbt das zwar und wickelt (wegen den Ödemen) aber das dauert dann auch 3 Stunden, da sie ja ihre Beine nicht alleine heben oder halten kann (ausser die Arme, die gehen noch gerade so), noch nicht mal eine Bettpfanne geht.

    Ja mit Pflegebett für XXL-Patienten würde der Pflegedienst sofort kommen, der hat die weitere Pflege vor einem Jahr abgelehnt, da sie so immobil wurde, dass die Pflege in einem normalen Bett (eine Seite steht an der Wand) nicht mehr machbar war für den Dienst, da die nirgends richtig ran gekommen sind und der Mann auch ständig dazwischen gesprungen ist und die Verbände etc wieder abgemacht hat, weil nur er das richtig macht!

    Dazu kommt, daß beide sowieso keine fremden Menschen im Haus haben wollen, daher gab es auch kein weiteren Versuch, einen Pflegedienst zu beauftragen.

  4. Avatar von Spadina
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Bei so viel Unverstand würde ich das Problem da lassen, wo es hingehört. Wer so sterben möchte, bitte sehr...


    Mir einen schönen Tag machen, nicht nur mit dem Kopf schütteln.


    Frage zum Ehemann: was genau tut der , um seinen Eltern zu helfen???
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Zitat Zitat von AterRosae Beitrag anzeigen
    Ja mit Pflegebett für XXL-Patienten würde der Pflegedienst sofort kommen ...
    Was für eine insgesamt unerfreuliche Situation, liebe TE :((.

    Aber Deinen Beschreibungen nach wäre das XXL-Bett wohl eher
    ein Tropfen auf dem heißen Stein, oder?

    Du bist am Ende Deiner Weisheit, und das wäre, bei so viel Renitenz,
    jeder andere Mensch wohl auch.

    Habt Ihr Euch denn schon mal mit einem Pflegedienst bezüglich
    Lösungen in Verbindung gesetzt? Das dürfte wohl ein herausfordernder
    Einzelfall sein, schätze ich.


  6. Registriert seit
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Hallo, als der Ehemann der Schwiegermutter pflegt rund um die Uhr, wir können aufgrund Entfernung nicht täglich da sein, ich selber würde das körperlich auch nicht schaffen, mein Mann natürlich schon, aber wir leben weder in der Nähe noch sind wir in der Lage da alle paar Tage mal eben hinzufahren. Davon abgesehen, haben wir angeboten, uns um alles zu kümmern: Pflegedienst beauftragen, Essen auf Rädern, Haushaltshilfe, Behördenkram, Arzttermine, Hundesitter zu organisieren und zu bezahlen (sie haben zwei Hunde)..wird alles abgelehnt...

    Jeder leistet im Rahmen seiner Möglichkeiten Hilfe und das darf jeder selbst entscheiden, wieviel er kann und will.


  7. Registriert seit
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Hallo.. es wird kein Pflegedienst mehr gewollt durch beide! ... Selbst wenn wir einen finden würden, dürfte dieser nicht ins Haus! Ja, aber es würde auch dem Ehemann die Pflege erleichtern, aber dazu müsste man umräumen und das wird abgelehnt!

  8. Avatar von schafwolle
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Zitat Zitat von AterRosae Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen, haben wir angeboten, uns um alles zu kümmern: Pflegedienst beauftragen, Essen auf Rädern, Haushaltshilfe, Behördenkram, Arzttermine, Hundesitter zu organisieren und zu bezahlen

    Jeder leistet im Rahmen seiner Möglichkeiten Hilfe und das darf jeder selbst entscheiden, wieviel er kann und will.
    Nun ja, dann habt Ihr ja schon alles versucht, was in Eurer Macht steht.

    Den zweiten Satz verstehe ich im Zusammenhang leider nicht.


    sie haben zwei Hunde
    Das leistet der 90-Jährige auch noch neben der Pflege seiner Frau??
    Respekt.


    Zitat Zitat von AterRosae Beitrag anzeigen
    Hallo.. es wird kein Pflegedienst mehr gewollt durch beide! ...
    Das habe ich schon verstanden mittlerweile.

    Mein Frage war aber, ob Ihr schon mal mit einem Pflegedienst
    gesprochen habt, wie deren Lösungsvorschlag wäre.


  9. Registriert seit
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Es ging um die Frage aus einer Antwort, was denn der Ehemann tut um seinen Eltern zu helfen... naja die Hunde laufen nur noch nebenbei, werden natürlich versorgt (Nahrung) aber zum Gassi gehen geht es meistens nur in den Garten, seltenst mal richtig raus, das übernimmt ab und an ein Nachbar, der aber auch nicht immer kann, wenn wir da sind, bespassen wir natürlich auch die Hunde ausführlich, da beide aber auch schon über 15 sind, sind diese mittlerweile sowieso sehr ruhig geworden.

    Ja haben wir, wenn Stufe 5 bewilligt wird (das wird sie aber dauert eben) würden die ja sogar 5x am Tag kommen aber ohne Pflegebett geht es nicht, die haben auch nur die Idee: Pflegebett auch ohne Einverständnis beschaffen, aber wie denn, wenn sogar der Ehemann nicht zustimmt.. im Prinzip sind die auch ratlos..


  10. Registriert seit
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    AW: Verweigerung jeglicher Hilfe / Arztbesuch /KH obwohl schwer erkrankt..

    Betreuung beantragen? Kann man auch nur in Teilbereichen machen.

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