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  1. Registriert seit
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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Ich finde den Begriff "zuhause" für das Elternhaus/-wohnung nun total normal.
    Wie soll man es denn sonst nennen?

    Und Zuhause ist doch auch viel mehr - meistens meint man damit doch nicht nur die 4 Wände plus Dach oder die Eltern sondern alles, was damals dazu gehörte.

    klar, wenn die Eltern dieses "Nest" verlassen und woanders hinziehen, dann ist es tatsächlich nicht mehr das Zuhause.

    Grundsätzlich müsste man sich wohl erstmal überlegen WAS man statt dessen dann sagt.
    Da denken viele sicher nicht drüber nach und so bleibt das ursprüngliche Zuhause genauso bestehen wie dsa eigene, was geschaffen wurde.


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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Zitat Zitat von Lia987 Beitrag anzeigen
    Ab wann hört das Elternhaus denn auf, Zuhause zu sein?
    In Deutschland:
    Ich bin mit Anfang 20 zu Hause ausgezogen (in eine Stadt auf halbem Arbeitsweg), war aber fast jedes Wochenende bei meinen Eltern, einerseits aus familiären Gründen (Krankheitsfall) und meine gesamten Freunde waren dort. Nach 7 Jahren verstarb mein Vater und meine Mutter hat sich von der Welt abgewendet und in sich zurückgezogen. Das war der Moment, an dem mein Elternhaus aufhörte, mein zu Hause zu sein. Ein zu Hause (Ort) hatte ich seitdem nicht mehr. Ich hatte mehrere Wohnungen, wo ich schlafe und meine Möbel stehen, zu denen ich aber nie einen Bezug hatte, irgendwo muss man halt wohnen. Ich sage auch nie "bei mir zu Hause", sondern "in meiner Wohnung".

    In Frankreich:
    Ich habe mich immer im Haus meiner Tante zu Hause gefühlt. Das ist auch heute noch so. Und ich sage auch immer noch, ich fahre nach Hause nach Frankreich.
    Geändert von NurZuGast (14.10.2018 um 21:31 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Erst, wenn ein Mensch sich da abgenabelt, losgelöst hat, ist er fähig, sich auf eine "eigene" Familie (mit Frau/Kind) einzulassen. Ist frei.
    Meine Rede. In der Realität jedoch dürften dann 85 % der Menschen keine Beziehung/Familie haben, denn sie sind nicht abgenabelt.

  4. 15.10.2018, 18:21

    Grund
    gelöscht, Thema verfehlt.

  5. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Bitte bleibt beim Thema.


    Margali
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  6. Avatar von Clarag
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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Ein Zuhause ist, wohin man geht, wenn einem die Orte ausgegangen sind.

    Dieser Spruch wird Barbara Stanwyck zugeschrieben.

    In diesem Sinne ist und kann das Elternhaus ein Zuhause sein.
    Ein Zuhause ist, wohin man geht, wenn einem die Orte ausgegangen sind.
    Barbara Stanwyck


  7. Registriert seit
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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Daheim ist da wo ich gegenwärtig bin

    "bei meinen Eltern" ist da wo ich in der Vergangenheit daheim war


  8. Registriert seit
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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    So lange die Eltern im Elternhaus wohnen, danach ist es zu Ende.
    Liebe Lia,
    so empfinde ich auch. Ich habe mich in meinem Elternhaus zu Hause gefühlt, solange meine Eltern lebten, danach war es für mich nur noch seelenloser Raum. Vielleicht auch, weil ich mich in dem Haus selber (ein - verzeih mir Papa - ziemlich grässlicher Bungalowbunker aus den Siebzigern) und im Dorf drumrum nie wirklich wohl gefühlt habe und im dortigen sozialen Gefüge auch nie verwurzelt war (anders als dein Mann?)

    Nach einigen austauschbaren möbilierten Studentenbuden kann dann mein zweites "richtiges" Zuhause, nämlich meine erste eigene Wohnung mit eigenen Möbeln und eigenem Garten, bezahlt mit meinem eigenen Lohn, zusammen mit meinem damaligem Freund. Damals fuhr ich auch gefühlt "heim" zu meinen Eltern und anschließend "heim" in meine Wohnung.


  9. Registriert seit
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    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Zitat Zitat von Lia987 Beitrag anzeigen
    Mir ist gerade noch ein Gedanke gekommen: an die, die ganz selbstverständlich von "Zuhause" reden, wenn sie das Elternhaus meinen: seid ihr auf dem Land aufgewachsen bzw. haben Eure Eltern ein eigenes Haus, Eigentum? Mir ist gerade beim Überlegen aufgefallen, dass meine ganzen Freundinnen, die hier in der Großstadt aufgewachsen sind, niemals von Zuhause reden, wenn sie die Mietwohnung der Eltern meinen, in denen sie auch aufgewachsen sind.

    Bekannte vom Land, wo zumindest hier in der Nähe, jeder ein Eigenheim hat, sprechen dagegen viel öfter von "nach Hause fahren" oder "Zuhause", wenn sie die Eltern besuchen. Vielleicht ist Zuhause auch einfach tatsächlich auch an Eigentum geknüpft..?
    Vielleicht ist das Zuhausegefühl auch z. T. ganz praktisch an den Platz geknüpft, der zur Verfügung steht.
    Mein Elternhaus (Eigenheim) hatte sieben Zimmer. Meine Eltern konnten es sich nach meinem Auszug räumlich leisten, meine zwei Kinderzimmer so zu belassen, wie sie waren (einschließlich meiner alten Schulhefte ); es war Platz genug für eine Zweitausstattung an Unterwäsche und Toilettenartikeln, und ich konnte auch mit zwei Kindern jederzeit und ohne Vorlauf "nach Hause kommen" und mich nach Gusto ausbreiten.

    In einer Großstadt mit wenig Platz und horrenden Mieten (wie die, in der ich jetzt lebe) gestaltet es sich anders. Ich kenne einige ältere Ehepaare, die sich nach dem Auszug der Kinder eine kleinere Wohnung gesucht haben, damit von ihren Renten noch etwas Lebensqualität übrig bleibt. Die Nachbarn unter uns in einer vergleichbaren Wohnung (vier Zimmer, davon zwei Kinderzimmer jeweils ca. 10 m2) haben zwei erwachsene Kinder, jeweils mit Partner und eigener Familie. Die beiden "übrigen" Zimmer werden aus Platzmangel anderweitig genutzt: eins als Spielzimmer für die Enkel, eins als kombiniertes Ausweich- , Stauraum- und Arbeitszimmer Es besteht meinem Eindruck nach ein enges und herzliches Verhältnis mit häufigen Besuchen, aber Übernachtungen mit Kind und Kegel sind räumlich kaum möglich bzw. nur mit viel Improvisation, die den Kindern ihren "Gaststatus" deutlich vor Augen führt.
    Geändert von Bauschundbogen (16.10.2018 um 22:38 Uhr)


  10. Registriert seit
    02.11.2017
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    89

    AW: Elternhaus / Zuhause / Eigenheim

    Hallo und vielen Dank für die Beiträge! Ich schaffe es leider erst am WE, angemessen auf alle einzugehen, finde aber sehr interessant, was ihr bisher geschrieben habt. Vielen Dank :)

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