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  1. Registriert seit
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    Meine Schwester braucht Hilfe

    ...die wir als Familie nicht mehr leisten können und wollen!

    Hallo an alle,

    mir ist leider kein besserer Strangtitel eingefallen. Würde mich über einen Austausch von Erfahrungen hier freuen, falls jemand ebenso ein psychisch krankes Familienmitglied hat und wie man da auf Dauer damit umgehen kann.

    Meine Schwester leidet stark an Depressionen usw. und sollte auf Anraten der Ärzte dringend in eine Klinik...sie beteuert immer wieder, dass sie gehen will und tut es dann doch nicht.

    Klar, kann man niemanden zwingen...es muss ihr eigener Wille sein, sonst bringt die ganze Therapie nichts. Die Folgeerscheinungen der nicht behandelten Depression sind leider inzwischen auch körperlich sichtbar

    Was aber das Problem für unsere Familie ist, wir alle stehen machtlos ihren Schüben gegenüber, müssen aber immer wieder, nicht nur finanziell, einspringen.

    Sie lebt eigentlich mit ihrem Ehemann im Ausland. Seit vielen Jahren leidet sie unter dem gewalttätigen Partner, schafft es nicht sich zu trennen. Jedes Jahr ein neuer Versuch, der damit beginnt, dass sie bei meinen Eltern einzieht...dann ihnen dort das Leben schwer macht...und trotz Beteuerungen ihrerseits, den Kontakt zum Ehegatten nicht abbricht...im Gegenteil. Sobald der Druck von meinen Eltern zu groß wird, sich professionell helfen zu lassen, fliegt sie wieder zurück ins Eheheim...und das Drama geht von vorne los.

    Immer wieder bin ich für sie da gewesen, habe ihr zugehört, wollte für sie da sein...im Enddefekt hat sich nichts geändert...bis es dann wieder ganz schlimm ist, so ihre Worte und sie mal wieder den 100. Trennungsversuch ausspricht. Meine Eltern sind inzwischen zu alt, für diese Nervenaufreibung...und stehen doch machtlos gegenüber, wenn sie plötzlich vor der Tür steht

    Was tun, alles was wir versucht haben...eine Abgrenzung ist nicht möglich...sie droht dann mit Selbstmord...also emotionale Erpressung vom Feinsten!

    Jetzt ist es wieder soweit, sie hat den Flug gebucht und möchte wieder bei meinen Eltern einziehen, obwohl diese ihr klar gemacht haben, dass dies nicht mehr geht?!?

    Danke für eure Tipps, wie wir damit am besten umgehen sollen...schließlich ist es ja meine Schwester, die mir auch am Herzen liegt

  2. Inaktiver User

    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen

    Was tun, alles was wir versucht haben...eine Abgrenzung ist nicht möglich...sie droht dann mit Selbstmord...also emotionale Erpressung vom Feinsten!

    :
    doch, eine Abgrenzung ist möglich und wäre/ist leider der einzige Weg, diese Spirale zu durchbrechen.


    Drohungen sind Erpressungen, egal welcher Art- funktioniert nur, wenn beide mitspielen.

    Sobald jemand aussteigt, funktioniert es nicht mehr.

    Der Schwester Alternativmöglichkeiten/Adressen/Telefonnummern geben...

    solange Ihr sie so weiterhin unterstützt, unterhaltet ihr dieses System und diese Spirale aufrecht, macht Euch zu Co-Abhängigen und es besteht keinerlei Notwendigkeit, dies zu ändern für Deine Schwester, weil sie n i c h t aktiv werden und selbst in die Eigenverantwortung gehen m u s s.

    Habt Ihr/Du Dir schon mal Beratung geholt?

    Du und Deine Eltern, I h r braucht Hilfe!

    Ihr seid nicht für die Schwester/Tochter verantwortlich.

    "am Herzen liegen" und sich das eigene Leben kaputtmachen lassen, ist ein himmelweiter Unterschied

    Wünsche Dir viel Kraft


  3. Registriert seit
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Tja, schwierig. Wie alt ist denn Deine Schwester?


  4. Registriert seit
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Mhhh es gibt keinen wirklichen Rat alles richtig und falsch, denn sie ist nicht kalkulierbar...

    Sie ist vielleicht hörig....

    Sucht Ihr doch direkt einen Platz im Frauenhaus, holt sie vom Flughafen ab und bringt sie direkt dort hin falls so etwas überhaupt möglich ist....

    Oder direkt in die Notaufnahme eines Krankenhaus mit einer psychosomatischen Station

    Oder sucht eine günstige Pension

    Nur nicht direkt zu den Eltern, damit sie auch merkt dass sie sich selbst kümmern muss und nicht nur zum Ausruhen nach Hause kommen kann und dann wieder zurück in ihr selbstgewähltes Leben beim Gatten
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  5. Registriert seit
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Zitat Zitat von monika_1025 Beitrag anzeigen
    doch, eine Abgrenzung ist möglich und wäre/ist leider der einzige Weg, diese Spirale zu durchbrechen.


    Sobald jemand aussteigt, funktioniert es nicht mehr.

    Der Schwester Alternativmöglichkeiten/Adressen/Telefonnummern geben...

    solange Ihr sie so weiterhin unterstützt, unterhaltet ihr dieses System und diese Spirale aufrecht, macht Euch zu Co-Abhängigen und es besteht keinerlei Notwendigkeit, dies zu ändern für Deine Schwester, weil sie n i c h t aktiv werden und selbst in die Eigenverantwortung gehen m u s s.

    Habt Ihr/Du Dir schon mal Beratung geholt?

    Du und Deine Eltern, I h r braucht Hilfe!

    Ihr seid nicht für die Schwester/Tochter verantwortlich.

    Wünsche Dir viel Kraft
    Danke monika für deine Worte

    Die kann ich zu 100% unterschreiben...leider falle ich trotzdem immer wieder auf sie rein. Sie weiß genau, wie sie es anstellen muss, damit wir, vor allem meine Eltern wieder weich werden.

    Und ja, Beratung haben wir uns schon geholt. Für mich ist es etwas einfacher, weil sie bei mir ja nicht vor der Tür steht und ich weiter weg wohne. So habe ich zumindest die Chance, mich mehr räumlich abzugrenzen...nur innerlich wühlt es mich auf...auch aus Sorge um meine Eltern.

    Befürchte das Drama nimmt seinen Lauf, alle Jahre wieder, weil meine Eltern halt zu schwach sind und sich ihr gegenüber nicht abgrenzen können


  6. Registriert seit
    15.03.2017
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Zitat Zitat von astronaut Beitrag anzeigen
    Tja, schwierig. Wie alt ist denn Deine Schwester?
    Sie ist schon Ü45, daher verstehe ich noch weniger, warum sie nicht endlich mal "zur Vernunft" kommt?!?

  7. Avatar von Kleinfeld
    Registriert seit
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Da ich das selbst in der Familie habe...allerdings keine Depression....schließe ich mich @Monika
    voll an. Es IST der einzige Weg.


  8. Registriert seit
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Mhhh es gibt keinen wirklichen Rat alles richtig und falsch, denn sie ist nicht kalkulierbar...

    Sie ist vielleicht hörig....

    Sucht Ihr doch direkt einen Platz im Frauenhaus, holt sie vom Flughafen ab und bringt sie direkt dort hin falls so etwas überhaupt möglich ist....

    Oder direkt in die Notaufnahme eines Krankenhaus mit einer psychosomatischen Station

    Oder sucht eine günstige Pension

    Nur nicht direkt zu den Eltern, damit sie auch merkt dass sie sich selbst kümmern muss und nicht nur zum Ausruhen nach Hause kommen kann und dann wieder zurück in ihr selbstgewähltes Leben beim Gatten
    Hallo Veranoazul,

    danke für deine Vorschläge, die wären alle besser, als sie wieder bei meinen Eltern wohnen zu lassen! Ich würde es auch so handhaben, sie abholen und direkt in die Klinik fahren..falls die sie aufnehmen können?!?

    So lange meine Eltern immer wieder einspringen, wird sich nichts ändern

    Durch ihre ganzen Versprechen, der letzten Jahre, die sie nie eingehalten hat, ist halt mein Glaube an ihre Aussagen weg...im Grunde genommen, ist die Beziehung zu meiner Schwester stark belastet...doch die Konsequenzen zu ziehen, traue ich mir auch noch nicht...diese wären Kontaktabbruch (erstmals bis sie sich scheiden lässt?)


  9. Registriert seit
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Hat sie eigenes Einkommen?


  10. Registriert seit
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    AW: Meine Schwester braucht Hilfe

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Da ich das selbst in der Familie habe...allerdings keine Depression....schließe ich mich @Monika
    voll an. Es IST der einzige Weg.
    Stimmt, es ist der einzige Weg...den aber bisher keiner aus meiner Familie gehen konnte...?!?

    Habe nun meiner Schwester geschrieben, dass ich es für eine sehr schlechte Idee halte, dass sie wieder mal (nach vielen Jahren) bei meinen Eltern vor der Tür stehen will....ganz spontan ohne Absprache

    Und das ich ihr leider nicht mehr glauben kann, dass sie wirklich was ändern will, weil sie es ja nie getan hat. Und das sie sich Hilfe in einer Klinik suchen soll, falls sie das möchte, alles andere keinen Sinn macht....und das meine Eltern zu alt sind für das Drama...das seit Jahren nicht aufhört..

    Was meint ihr, war das eine gute Idee, ihr das so offen zu schreiben?!?

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