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  1. Avatar von Nichtnurmami
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Ich würde sagen, der Schmerz, den wir alle fühlen, diese Trauer, ist der Abschied von einer Vision, mit einer liebevollen Familie unterm Tannenbaum, liebevoll ausgesuchte kleine Geschenke, das gemeinsame liebevoll, zubereitete Essen und das Zusammen-SEIN genießen, all das wird es NIE geben....

    Das wird es auch nie geben, wenn wir uns verbiegen, unsre Bedürfnisse völlig vernachlässigen, nett und netter zu den Anderen sind und bei Verletzungen permanent das Gefühl haben, "SCHULD ZU SEIN", weil man ja nicht lieb und nett und devot genug ist.....

    Die Erkenntnis tut weh, ist sehr bitter.....ABER: und das sage ich vor allem denen hier, die noch rödeln und hadern, die Freiheit, sein EIGENES Leben zu leben, mit Personen zusammenzusein, die uns lieben schätzen und achten, das tut so unendlich gut.....UND das haben wir uns verdient, weil wir genauso, wie wir sind, richtig und völlig in Ordnung sind, und uns das Mass an Wertschätzung und Liebe einfach zusteht

    In dem Sinne!

    Habt alle schöne Weihnachten, und gönnt Euch die Variante, die Euch gut tut und sich richtig anfühlt!!!

    GLG NNMi
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein mit unsympathischen Leuten zu trinken, wobei ich beim Wein notfalls Kompromisse mache...



  2. Avatar von Ivonne2017
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Zitat Zitat von Nichtnurmami Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen, der Schmerz, den wir alle fühlen, diese Trauer, ist der Abschied von einer Vision, mit einer liebevollen Familie unterm Tannenbaum, liebevoll ausgesuchte kleine Geschenke, das gemeinsame liebevoll, zubereitete Essen und das Zusammen-SEIN genießen, all das wird es NIE geben....

    Das wird es auch nie geben, wenn wir uns verbiegen, unsre Bedürfnisse völlig vernachlässigen, nett und netter zu den Anderen sind und bei Verletzungen permanent das Gefühl haben, "SCHULD ZU SEIN", weil man ja nicht lieb und nett und devot genug ist.....

    Die Erkenntnis tut weh, ist sehr bitter....
    Die schmerzhafte Erkenntnis ist, dass es nur eine Vision WAR. All das hat es NIE gegeben.

    Die Familie kam zwar zusammen, es gab die Äußerlichkeiten, die man mit Weihnachten verbindet...aber jedem graute seit Jahrzehnten davor. Warum wohl?

    Das würde sich nie mehr ändern.

    Bei uns machten und machen noch alle mit, um meiner Mutter einen Gefallen zu tun.

    Daher: Lieber ein Ende mit Schrecken mit der Chance auf einen Neubeginn und Heilung als Schrecken ohne Ende.

    Normal bei mir war, bis Februar etwa krank zu sein.
    Ich hatte schon Hörsturz an Weihnachten, Magen, Galle, nicht enden wollende grippale Infekte. Weihnachten (meine Mutter) war gnadenlos.

    Gestern Fernsehbericht gesehen, dass sogar Herzinfarkte am 24.12. gehäuft vorkommen.

    Boah! Bloß weg hier!!
    LG Ivi

  3. Avatar von Zartbitter
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ganz wichtiger Gedanke, finde ich. Es tut weh, nur die negativen Projektionen abzubekommen. Aber auch die positiven wärmen nicht wirklich. Sie sind im Prinzip genau so wenig persönlich. Beides nicht abgegrenzt, lediglich Verlängerungen des Elterlichen.
    Du sprichst es aus. Danke!

    Ich habe es nicht geschafft. Meine Mutter wird heute 91. Ich kann nicht fahren. Seit Vorgestern leide ich unter Brechreiz und Schlaflosigkeit.
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)


  4. Registriert seit
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Für mich persönlich war es ganz wichtig auch traurig sein zu dürfen,. Bei mir war nicht gleich alles gut und besser als meine Eltern aus meinem Leben waren. Zum einen waren sie nicht ganz weg, ich erlebte Versuche mich ins System zurückzuholen wo ich mich behaupten musste.

    Und gerade Weihnachten, fand ich lange schwer, obwohl ich mit Menschen umgeben war die mir gut taten, Erinnerungen an alte schreckliche Weihnachtsfeste, und vielleicht auch noch ein Rest der eigenen Sehnsucht, und wer weis was sonst noch alles, steckte mir lange in den Knochen,. Es war für mich ganz wichtig mir das auch zu erlauben,

    Die Trauer gehört auch zum Loslassen, dazu die eigene Illusion, die Verletzungen und auch die Eltern loszulassen und das dauerte bei mir, das geht nicht von jetzt auf gleich,

    Gerade an Weihnachten hängen so viele Wünsche und Sehnsüchte nach Harmonie und Familie, Glück und Liebe sich da zu erlauben auch traurig zu sein war für mich nicht so einfach aber wichtig,

  5. Avatar von Zartbitter
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Danke für deine Worte.

    Mein schlechtes Gewissen hat mich heute im Griff. Besonders nach dem Telefonat mit meiner Mutter.
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

  6. Avatar von Ivonne2017
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Auch von mir Danke, Zauberstein.
    Genau so ist es.

    Wenn die Eltern alt sind kommt noch der Gedanke dazu, wie lange wohl noch...

    Auf den Strangtitel bezogen: Es könnte gut umgekehrt sein. Meine Mutter kennt keine Schwächen.
    Sie ist praktisch nie krank. Meine Konsequenz wird sie toben lassen, aber krank wird sie durch mich sicher nicht.
    LG Ivi


  7. Registriert seit
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Brechreiz und Schlafstörungen sind schon beträchtliche Symptome, die du deiner (seelischen) Gesundheit zuliebe nicht ignorieren solltest.
    Ein zusätzliches schlechtes Gewissen (das nur destruktiven Systemen nutzt) kann einen Menschen ziemlich k.o. werden lassen.
    Nimm dich bitte wichtig genug und lasse nicht alles über dich ergehen.

    Ich habe diesen Rattenschwanz eines destruktiven Systems auch durch. Nach einem Kontaktabbruch stehen wir wieder in Kontakt, aber nur zu Geburtstagen, Weihnachten und Krankenhausbesuchen, die leider öfter mal vorkommen. Keine Telefonate mehr, was schon viel Erleichterung gebracht hat. Aber ein 20minütiger Besuch gestern im KH hat mir auch schon körperliche Symptome eingehandelt: Nervosität.

    Das ist im Gegensatz zu Erbrechen noch harmlos, aber nicht zu unterschätzen und darf nicht wieder von mir verdrängt werden.

    Es gab keinen Streit oder sowas. Ich wurde dieses Mal nicht unfreundlich behandelt, aber auch nicht eine Spur freundlich. Ich war gefühlt am falschen Ort.

    Nach 20 Minuten wollte ich ganz schnell weg (innere Unruhe) und hatte eine Ausrede dafür parat, warum ich nicht mehr bleiben könne. Die Ausrede wurde übergangen mit Erwartungen an mich. Man habe gedacht, dass ich wenigstens 2 Stunden bleibe.

    Viel ist dieses Mal nicht vorgefallen! Nur keine Freundlichkeit und zu hohe Erwartungen an mich, die ich aufgrund meiner körperlichen Symptome nicht leisten wollte.

    Jetzt denke ich darüber nach, dass mir gerade mal 20 Minuten schon zu viel waren. Dass ich den eingeschränkten Kontakt noch mehr reduzieren muss - mir zuliebe. Wie das überhaupt noch gehen soll bei so wenig Kontakt. Aber es muss gehen. Und ich brauche auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn mir mein Körper diese Warnsignale zeigt. Im Gegenteil: genau das ist meine Aufgabe! Auf mich und meine psychische sowie physische Gesundheit zu achten. Ich denke, ich probiere demnächst Meditation aus. Um gelassener zu werden. Aber nicht um den Ansprüchen dieser destruktiven Familie besser gerecht werden zu können.

    Mein Vorsatz für 2019:
    KH-Besuche noch mehr zu begrenzen und es bei 3 Feierlichkeiten im Jahr zurückzuschrauben. Und das ist schon mehr als mir lieb ist. Aber es gibt Gründe, warum ich ein bisschen Schein wahren möchte.
    Geändert von Palmanova (21.12.2018 um 13:32 Uhr)

  8. Avatar von Ivonne2017
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Um meinen Schmerz, Wut und Mitleid (=Schlechtes Gewissen?) in den Griff zu bekommen, guck ich mir gerade die YouTube-Videos von Anna Aurora zum Thema Narzissmus an. Narzissmus spielt ja leider oft eine Rolle bei dysfunktionalen Familienbeziehungen.

    Die Dynamik ist in diesen Videos wie ich finde besonders gut erklärt.
    LG Ivi

  9. Avatar von Ivonne2017
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    AW: "Du bringst mich noch ins Grab", meine Mutter...

    Wie geht es dir, Anne?
    Oder euch andere Betroffene nach den Feiertagen?

    Für mich war es nicht leicht, bin aber halbwegs gesund geblieben. Gesünder jedenfalls als noch vor einem Jahr.
    LG Ivi

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