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    verwirrt Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Hallo liebe Mitleser!

    Ich bin die Nachteule und habe ein kleineres, größeres Problem und nicht wirklichen einen Plan, was ich tun kann - ergo: ich bin etwas verwirrt (es kann sein, dass das "r" manchmal nicht funktioniert, meine Tastatur mag es wohl nicht sonderlich )

    Zu mir und meiner Geschichte:
    ich bin knapp 30, habe eine jüngere Schwester von 20 Jahren und lebe (offiziell) aufgrund mangelnder finanzieller Verhältnisse bei meiner Erzeugerin. Inoffiziell muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich keine wirkliche Ahnung habe, was "Leben" ist, was es heißt und wie das geht. Bislang scheiterten meine Bemühungen (mit 18, 25 und 26) eine eigene Wohnung zu finden bzw. die dann zu bekommen an meiner Mutter, die mir die dafür notwendige Unterstützung (es ging um eine kurzzeitige Bürgschaft) untersagte, mich davor jedoch mobilisierte und verstärkte, doch eine eigene Wohnung zu suchen.
    Persönlich bin ich mit einer psychischen Krankheit "gesegnet" (BPS um genau zu sein), meine Oma ist Narzisst und meine Mutter (nicht diagnostiziert) hat mit hoher Wahrscheinlichkeit die Eigenarten meiner Oma "geerbt", jedenfalls übt sie seit über 20/25 Jahren psychischen und emotionalen Missbrauch an mir aus aus dem die BPS resultiert (offiziell diagnostiziert und darauf zurückgeführt). Meine Schwester ist die tolle, liebe, obwohl sie eine Ausbildung abgebrochen hat, sich einen Dreck um andere Menschen (mich eingeschlossen - Übernahme der narz. Eigenschaften meiner Mutter?!) schert und auch sonst sich um so gut wie gar nix kümmert - bekommt es nicht auf die Reihe Arzttermine für sich zu organisieren etc. das darf dann ich übernehmen. Zusätzlich zur Ausbeutung von Mutter und Schwester scheine ich Zweit- und Drittnamen zu haben, die mir nicht bekannt sind - wer sonst hört ständig auf "kannste ma, tuste ma"? Wenn ich versuche mich abzugrenzen, was mein Therapeut mir auch rät, dann werde ich entweder 2 Wochen komplett ignoriert, auch dann wenn Essen gemacht wird (sollte meine Mutter mal kochen, denn die Aufgabe übernehm ich ja auch, genauso wie das Putzen). Mir wird also suggeriert, dass ich unwillkommen bin, wenn ich ich sein möchte. Wobei ich um ehrlich zu sein keine leise Ahnung habe wer ich wirklich bin. Was ich mag und was ich will. Welche positiven und negativen Eigenschaften ich habe. Wenn ich über sowas nachdenke fühle ich im Bezug auf mich absolut gähnende Leere.
    Mein Therapeut meint, ich sei hochtraumatisiert - kann gut sein, durch den Ex meiner Mutter habe ich über 6 Jahre lang körperliche und emotionale Misshandlung mitgemacht (Schläge, Tritte, Sätze wie "Ich geb dich ins Heim" - das wiederum sagte meine Mutter zu mir als ich 7 Jahre alt und älter war, also wiederholte Male, und mir versehentlich etwas heruntergefallen und kaputtgegangen ist, waren an der Tagesordnung - meiner Schwimmlehrerin ist damals einmal ein blauer Fleck aufgefallen, den ich durch ihn erhalten habe als er mich die Treppe hochgetreten hat. Ich habe für meine Familie gelogen, was ich heute als Fehler bezeichne und mich dafür schäme, nicht die Wahrheit gesagt zu haben). Ebendieser Ex ist der Vater meiner Schwester (hat sich vor ein paar Jahren umgebracht weil Alkohol, Spielsucht und zu hohe Schulden), die ja wie oben schon erwähnt in den Himmel gehoben wird weil sie meiner Mutter ja soooooo ähnlich sei. Mit ihr kommuniziert sie zB ständig über alles, also auch über ihre Männerbekanntschaften (allesamt entweder Narzissten und/oder Menschen die sie herumkommandieren und fertig machen und dabei auch vor mir nicht Halt machen). Ich bekomme so gut wie nichts gesagt und werde aus dem Familienverbund ausgeschlossen - so empfinde ich es jedenfalls.

    Ein paar wenige Ausrisse erstmal aus meiner Vergangenheit die mich formten und mir bis heute nachhängen. Da gibt es noch ein paar mehr, ich möchte den Text jetzt nicht überstrapazieren.

    Fakt ist, ich möchte mich von meiner "tollen Familie" abgrenzen und freimachen - wie kann ich das anstellen? Was muss/kann/darf/sollte ich tun? Wie kann ich mir helfen? Ich muss hier raus, bevor ich zum dritten Mal kaputt gehe (Suizidversuche hab ich schon einige hinter mir, genauso stationäre Therapie und mehrere Zusammenbrüche). Wenn ich mit meiner Mutter darüber spreche und zB weine, weil es mich immer noch verletzt, dann bekomme ich zu hören, dass ich ne Heulsuse sei oder eh immer heule und dramatisieren würde und werde eigentlich gar nicht wirklich ernst genommen mit meinen Sorgen. Doch wehe meiner Schwester geht es nicht gut - dann muss jeder springen und hüpfen dass es ihr wieder gut geht, geschweige denn meiner Mutter gehts schlecht, davon will ich gar nicht erst anfangen.

    Ich stecke ziemlich in der Patsche und wünsche mir Impulse von außen, um vielleicht einen Weg zu finden, mit dem ich wieder glücklich sein kann - wie gesagt, sofortiger Auszug etc kommt erstmal nicht in Frage da keine finanziellen Mittel da sind und Ratlosigkeit bzgl. des Weges (um das nach dem langen Text nochmal aufzugreifen) besteht.

    Danke für euere Hilfe

    Edit: Falls es hilfreich ist: Ich bin seit ich 4 Jahre alt bin ein sog. "Schlüsselkind"; Habe mir durchs TV selbstständig im Kindergartenalter lesen und schreiben beigebracht. Falls das bei der Betrachtung hilft. War also immer alleine, Freunde habe und hatte ich nie.

  2. gesperrt
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Arbeitest du?
    Hast du eine Ausbildung, oder studiert?

    Was treibst du den ganzen Tag?


  3. Registriert seit
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und 4 Zertifizierungen in- und außerhalb des Bereiches in dem ich tätig bin (inklusive pädagogische Berechtigung zur Ausbildung - AdA nach AEVO), bin gerade auf Jobsuche, was sich zusätzlich schwierig gestaltet, da 1.) weiblich und Männerberuf und 2. Mobilität eingeschränkt ist (gesundheitlich bedingt, wirkt sich nicht auf die Berufstätigkeit als solches aus - ist auch so per se nirgends hinterlegt) Möchte da auf Anonymitätsgründen nicht allzu nah drauf eingehen.

  4. Avatar von Unendlichkeit
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    ... was du schon mal sehr gut kannst, ist schreiben, dich ausdrücken.
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne

  5. gesperrt
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Zitat Zitat von NachteuleX Beitrag anzeigen
    Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und 4 Zertifizierungen in- und außerhalb des Bereiches in dem ich tätig bin (inklusive pädagogische Berechtigung zur Ausbildung - AdA nach AEVO), bin gerade auf Jobsuche, was sich zusätzlich schwierig gestaltet, da 1.) weiblich und Männerberuf und 2. Mobilität eingeschränkt ist (gesundheitlich bedingt, wirkt sich nicht auf die Berufstätigkeit als solches aus - ist auch so per se nirgends hinterlegt) Möchte da auf Anonymitätsgründen nicht allzu nah drauf eingehen.
    Da würde ich meine ganze Energie reinhängen. Ab zum Arbeitsamt und Deutschlandweit suchen.
    Ich kenn mich da nicht mit Umzugshilfe aus, aber eventuell kann man da was beantragen.

    Ansonsten geh zum Netto an die Kasse wenn es sein muss, mit deiner finanziellen Abhängigkeit wirst du ewig in der Schleife hängen.

    Raus da.


  6. Registriert seit
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    schriftlich geht alles, da war ich schon immer recht gut drin - was mündliche Argumentation und Durchsetzung gegenüber meiner "Mutter" angeht sieht es leide komplett anders aus. Fürchte, dass ich da nicht stark genug bin - greife das jedenfalls in meiner momentanen Therapie auf, diese "Sprachlosigkeit" (erinnert mich ein wenig an den "Chandos-Brief", falls jemand was davon gehört hat)

    ----

    summershake:

    deutschlandweit.... ich weiß nicht was ich bei einem Umzug tun muss, ich habe da null Ahnung von - was muss beachtet werden? Welche Schritte gehe ich? Wohin gehe ich?
    Für mich habe ich den Fokus darauf gesetzt, in meinem Job endlich Arbeit zu finden, kann außer der Ausbildung und der Fachhochschulreife nix vorweisen - das kommt erschwerend hinzu.
    (Auch wenn sich das jammernd anhört - ich möchte nicht jammern! Ich habe lediglich Angst :( )

  7. Avatar von Ulina
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Wie willst du dich von der Familie lösen, wenn du dort noch wohnst?
    Wenn es dir psychisch so schlecht geht, dass du es nicht auf die Reihe kriegst, dir eine Wohnung oder
    ein Zimmer in einer (möglichst betreuten) WG zu suchen, dann wende dich an den Sozialpsychiatrischendienst,
    die dir mit Sicherheit weiter helfen.

  8. Avatar von linsemo
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Hast du schon mal an eine Traumatherapie gedacht? Die wird von der KK bezahlt.

    Ich kann dir nur raten, so schnell wie möglich auszuziehen. Arbeite egal was, was das Zeug hält, sieh zu, daß du Geld sparst für eine Wohnung, gebrauchte Möbel bekommt man preiswert bei Sozialkaufhäusern, bei Ebay Kleinanzeigen. Kontaktsperre zu der Familie, Selbsthilfegruppe suchen.

    1. Du brauchst Arbeit
    2. du mußt Geld sparen für den Auszug
    3. ausziehen, kleine Wohnung reicht, nur raus da
    4. löse dich von der Familie
    5. baue dir einen Bekanntenkreis, Freundeskreis auf. Es gibt z. B. auch Freizeitgruppen, die etwas unternehmen, da kann man auch Leute kennenlernen.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Du bist der beste Beweis, daß Intelligenz und Schönheit in einem Körper Platz haben :-)
    Ich bin heute so blöd, ich könnte Amerika regieren.
    Oma ist so dick, weil sie so voller Liebe steckt.

  9. gesperrt
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Zitat Zitat von NachteuleX Beitrag anzeigen

    summershake:

    deutschlandweit.... ich weiß nicht was ich bei einem Umzug tun muss, ich habe da null Ahnung von - was muss beachtet werden? Welche Schritte gehe ich? Wohin gehe ich?
    Für mich habe ich den Fokus darauf gesetzt, in meinem Job endlich Arbeit zu finden, kann außer der Ausbildung und der Fachhochschulreife nix vorweisen - das kommt erschwerend hinzu.
    (Auch wenn sich das jammernd anhört - ich möchte nicht jammern! Ich habe lediglich Angst :( )
    Du hast also noch nie in deinem Job gearbeitet?

    Wieso sagst du, du wüsstest nicht wie man umzieht - im ersten Beitrag schreibst du von der verwehrten Bürgschaft. Also warst du schon an dem Punkt und hast eine Wohnung gesucht.

    Von was wolltest du die denn eigentlich bezahlen?

    Vielleicht wäre das ein neuer Ansatz für die Therapie, weniger theoretische Aufarbeitung (wie soll das überhaupt funktionieren wenn du noch in der Situation bist) und mehr praktische Lebenshilfe.


  10. Registriert seit
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    AW: Lösung von narzisstischer Familie möglich? Erbitte Hilfe!

    Ulina, das Ausziehen hat mit der Psyche meiner Ansicht nach nix zu tun - ich will da raus. Stehe hier jedoch in Abhängigkeit, da dann alle anderen hier auch rausmüssen und ich da mal wieder Rücksicht nehmen kann/soll/darf/ muss.... Die Situation ist verquer - zumal ich wie schon beschrieben, kaum Ahnung hab welche Wege man bei einem Umzug gehen muss

    Laut meiner Mutter hätte ich ja mit 15 als wir umgezogen sind aufpassen sollen, was man da alles macht. Sorry, habe ich geantwortet, dass ich da mit meinen Suizidversuchen zu tun hatte. War egal. Unterstützung kommt da nicht. Und ich bin mir unsicher, ob fremde Menschen da anders sind? Kenne es ja eigentlich nur, dass ich verarscht oder ausgenutzt werde. Habe da ein etwas gestörtes Vertrauen zu Menschen entwickelt... Daher schließe ich für mich WG komplett aus, da ich ja mit meinem Kram zu viel zu tun habe und mich da wieder in Abhängigkeit zu irgendwem begeben muss, was mir (hoffentlich nachvollziehbar) widerstrebt.

    ----

    linsemo:
    die steht ja an - da arbeiten mein Therapeut und ich ja drauf hin. Im schlimmsten Fall kann diese jedoch erst Ende des Jahres beginnen, da ich eine "Wartezeit/Sperrzeit" habe - hatte eine Therapie abgebrochen, da mich meine Theraputin damals behandelte wie meine Mutter und mich das triggerte ohne Ende und ich noch größere Probleme bekam.

    Deine Reihenfolge hatte ich auch im Kopf, also Priorität erst auf Arbeit setzen, dann Wohnung dann Freunde - genau so hatte ich es mit dem Therapeuten auch angesprochen. Wobei er meinte, dass in Bezug auf fremde Menschen meine schizoide Störung/Prägung/wasauchimmer greifen würde und wir auch daran arbeiten werden.

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