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  1. Inaktiver User

    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, was heißt Ansprechpartner in der nächstälteren Generation? Die hatte ich ja, meine Mutter (die mir immer nur sagte, ich solle es genau so machen wie sie damals, dann hätte ich auch so brave stille Kinder wie sie eins hatte), aber was nützt das, wenn man es so eben nicht machen will?
    Meine Mutter hat mir im 1. Lebensjahr meiner Tochter auch zur Seite gestanden und .... voll zugeb .... ich habe sie gebraucht und auf ihre Erfahrung als 4-fach-Mutter, die ihre Kinder immer gut ernährte und kleidete, konnte und durfte ich vertrauen.

    Was allerdings die späteren Jahre angingen, ging auch bei mir eine Spaltung durch die Auffassungen. Ich selbst, Baujahr 1959, wurde in den ausgehenden 60igern/Anfang der 70er praktisch draußen groß. Bei uns hieß es: "Geht raus, spielen." Und zwar solange, bis die Glocken läuteten (18 Uhr), kurz unterbrochen vom Mittagessen und drinnen durften wir ausnahmsweise bleiben, wenn es schüttete, wie aus Eimern. Nach Hause bringen durften wir niemanden. Wir lebten zu sechst auf etwas über 60 qm . Wir 3 Mädels in einem Zimmer, mein Bruder schlief bei meinen Eltern mit im Schlafzimmer.

    Ich habe mit meiner Tochter gespielt, gebastelt, ihr vorgelesen, mit ihr Fahrten unternommen, über Gott und die Welt gefaselt, habe mich für ihre Freundinnen interessiert, immer konnte jemand bei uns mit zum Essen kommen und Übernachtungsgäste waren willkommen.

    Sehrwohl ist mein Einzelkind sicherlich nicht mit einer 4-fach-Mutter zu vergleichen; aber gewisse Dinge hätten auch bei uns möglich sein können, aber ich hatte schon den Eindruck, dass jedenfalls zu meiner Zeit Kinder irgendwie da waren und ja, man musste sich um sie kümmern (nähren, kleiden, Obdach gewähren ... schreib ich jetzt mal so locker), aber tiefergehend mit befassen? Nein. Wir hatten zu funktionieren und das Rollenverständnis war konservativ geprägt. Wir Mädchen hatten später Haushaltsarbeiten mit zu übernehmen, unser Bruder konnte gehen und stehen, wo er wollte. Er musste nichts machen.

    Aufgebrochen selbst habe ich die Strukturen der Quatscherei in der Familie über andere. Meine Großmutter mütterlicherseits hat sich immer über unsere Mutter über unsere Kleidung, unseren Haarschnitt ... what-ever aufgeregt und unsere Mutter hat es an uns weitergegeben.

    Als meine Mutter anfing, mit mir über meine Tochter oder über die Kinder meiner Schwester sich aufzuregen, habe ich ihren Redeschwall unterbrochen mit den Worten, dass ich das nicht hören will und wenn sie etwas an meiner Nichte + meinem Neffen auszusetzen hätte, sollte sie das mit meiner Schwester klären.

    Mir kam es so vor, als wenn ich als "Wasserträger" ausgenutzt werden soll. Diesen "Dienst" habe ich ihr allerdings verwehrt und es hat sehr, sehr lange gedauert, bis das bei ihr angekommen ist.

  2. Moderation

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    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    eine Idee/Erklärung dazu, dass ihr, trotz schwieriger Erfahrungen in eurer Familie, angefangen habt, das zu reflektieren und zu versuchen, es nicht eine Generation weiter zu führen.?


    Ich antworte auch mal aus meinen Erfahrungen. Bereits früher mal teilweise aufgeschrieben habe ich die im Forum hier.

    Ein Zitat daraus:
    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe eine Mutter mit einer anderen Persönlichkeitsstörung [...]. Viele der Muster sind jedoch vergleichbar, sowohl in den inneren Vorgängen wie in Verhalten und vor allem Bewertung von sozialen Situationen. Meine Mutter war aber relativ stabil und hatte starke Seiten, hat auch von mir sehr viele Schäden/Belastungen ferngehalten, die sie selbst als Kind erlebt hat.
    Es war für mich geradezu eine Art Erleuchtung, als ich im Rahmen meiner eigenen Ausbildung und Selbsterfahrung begriff, weshalb meine Mutter so war und so handelte, wie sie es tat. Es hat mir sehr geholfen, eigene Anteile, die ich als mir fremd empfunden habe, zu identifizieren und sozusagen auszumustern (liebevoll aber deutlich, indem ich ihnen einfach keinen Platz in meinem jetzigen Leben einräume). Und das hat mir geholfen, mit meiner realen Mutter besser auszukommen (immer mit ausreichend Abstand, denn sie hat sehr verrückte Momente) und sie zu schätzen, dennoch, trotz und mit allem. Ich lebe ein ausgeglichenes, gutes und wirklich un-gestörtes Leben, habe aber meine Erfahrungen als eine Art Kollateralschaden erlebt - störend, verwirrend, gottseidank nicht zerstörend.

    Mir hat der Begriff der projektiven Identifikation sehr viel gebracht - diese ist ein sog. primitives Kommunikationsmittel bei Persönlichkeitsstörungen, das ich im Verhältnis von meiner Mutter zu mir wiedererkannt habe. Eigentlich ist die PI eine Entwicklungsstufe junger Kinder, die ihre Mutter zum "Verdauen" schwieriger Gefühle brauchen - aber bei uns war es andersherum, ich bekam sozusagen gratis und franko & ungefragt die Gefühle meiner Mutter, und habe sie neutralisiert. Auf eine Art und Weise hat mich das auch ganz schön stark gemacht.

    Seitdem ich das alles sortiert habe (klingt locker und einfach, war aber zähe Arbeit), kann ich es in meinem Beruf gut nutzen. Denn - was arbeite ich? mit psychisch kranken Eltern (oft mit PS) und ihren Kindern. Ich versuche dazu beizutragen, daß die Eltern verstehen können (mentalisieren ist ein zentraler Begriff) und daher nicht ihre Kinder benutzen müssen.

    Mir hätte es als Kind sehr weitergeholfen, wenn meine Mutter nicht "einfach so gewesen" wäre, sondern mir jemand gesagt hätte, daß sie phasenweise verdreht und verrückt denkt und wahrnimmt, und daß meine Wahrnehmung "hier stimmt was nicht" ganz gesund und richtig war.


    Das fett markierte waren für mich wesentliche Punkte.

    Dass meine Mutter viel Warmes und Gutes transportieren konnte, obwohl sie auch kalt, bedrohlich und extrem misstrauisch sein konnte. Sie konnte so umschlagen. Aber sie hat mir Liebe vermittelt, sie hat mich wertgeschätzt und mich umsorgt. Sie wollte Gutes für mich (auch wenn manchmal die Umsetzung gehapert hat oder sie recht bizarre Ideen hatte, was gut war). Sie war sehr kreativ und hat meine Kreativität immer unterstützt und aktiv entwickelt.


    Dass sie wusste, dass sie mich schützen wollte vor einer Kindheit und Jugend, wie sie selbst sie hatte. Sie hat zwar manche Muster wiederholt, aber sie hat viel von mir abgewendet, vor allem Gewalt, auch sexualisierte. Sie hat aktiv versucht, etwas besser zu machen.


    Dass ich schon früh eine Wahrnehmung hatte, dass "was nicht stimmt". Sie hat mir in grosser Absolutheit die Welt erklärt und vermittelt (man könnte es versuchte Gehirnwäsche nennen), und bei mir war etwas Doppeltes: ich habe ihr das abgenommen, und nicht abgenommen. Etwas hat gescheuert, ich habe gewusst, das stimmt nicht. Es ist anders für mich, ich erlebe Dinge anders als sie. Besonders in bezug auf das Vertrauen, dass Menschen mir schon auch Gutes wollen. tatsächlich eine Art Gottvertrauen, "sei nur getrost und ganz unverzagt". Meine Mutter hat ein Urmisstrauen.


    Dazu hatte ich einen leicht exzentrischen, aber warmen, liebevollen Vater, der sehr viel Ruhe und Zuversicht vermittelt hat. Er war oft nicht da, und ich war als Kind von meiner Mutter für eheliche Grabenkämpfe vereinnahmt und daher von meinem Vater mehr entfremdet. Aber ich habe ihn als Jugendliche wiederentdeckt, und hatte ein gutes und liebevolles Vehältnis zu ihm. da habe ich auch entdeckt, dass ich ihm auch sehr ähnlich bin.



    Beide meine Eltern haben mich kognitiv immer gefördert, haben mir viel Anregung und Stoff zum Nachdenken gegeben. Bildung, Ausbildung, Neugier auf Dinge und Zusammenhänge, war immer wichtig. Dadurch bin ich (auch ökonomisch) selbständig geworden und geblieben und habe beruflich später ganz wichtige Inhalte für mich gefunden.




    Und diese Punkte zusammen haben mit dazu geführt, glaube ich, dass ich kein geschlossenes Weltbild bekommen habe. Sondern dass mir meine eigenen Brüche und Schmerzen immer auch nahe waren. Da ich dazu auch sehr ungeduldig bin und ungute Dinge nicht auf sich beruhen lasse, habe ich die Möglichkeit gesucht, bekommen, ergriffen, daran zu arbeiten.
    Geändert von maryquitecontrary (09.03.2018 um 10:13 Uhr)
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  3. Inaktiver User

    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Danke von Herzen für alle Deine tollen Beiträge!

  4. Inaktiver User

    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Mary, jetzt wo Du es aufschreibst, sehe ich auch ganz viele Parallelen. Ich picke mal die raus, denen ich uneingeschränkt so für mich auch zustimmen würde:
    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen

    ... Aber sie hat mir Liebe vermittelt, sie hat mich wertgeschätzt und mich umsorgt. Sie wollte Gutes für mich...

    ... Sie hat mir in grosser Absolutheit die Welt erklärt und vermittelt (man könnte es versuchte Gehirnwäsche nennen), und bei mir war etwas Doppeltes: ich habe ihr das abgenommen, und nicht abgenommen. Etwas hat gescheuert, ich habe gewusst, das stimmt nicht. Es ist anders für mich, ich erlebe Dinge anders als sie. Besonders in bezug auf das Vertrauen, dass Menschen mir schon auch Gutes wollen. tatsächlich eine Art Gottvertrauen, "sei nur getrost und ganz unverzagt". Meine Mutter hat ein Urmisstrauen...

    Beide meine Eltern haben mich kognitiv immer gefördert, haben mir viel Anregung und Stoff zum Nachdenken gegeben. Bildung, Ausbildung, Neugier auf Dinge und Zusammenhänge, war immer wichtig.
    Das Letzte bei mir begrenzt: aktiv gefördert im Sinne von, mir die Dinge zu ermöglichen, die ich tun wollte und die mir die Welt geöffnet haben - auf's Gymnasium gehen, an Schüleraustauschen teilnehmen, mehrere Musikinstrumente lernen, mein Wunschfach studieren ohne Geldsorgen - auch wenn das alles gar nicht ihre Welt war, sie haben mir all diese Dinge ermöglicht (und dafür bin ich ihnen wirklich sehr dankbar). Sie haben mich nicht aktiv in diese Richtung geschoben, aber was ich wollte in der Richtung, durfte ich, und sie haben das ja auch alles bezahlt. Und während meine Mutter sehr "normkonform" und ängstlich war, war mein Vater eher ein fragender, neugieriger Geist.
    Die Welten, die mir diese Möglichkeiten eröffnet haben, waren insbesondere meiner Mutter dann aber sehr fremd und nicht ganz geheuer.

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Und diese Punkte zusammen haben mit dazu geführt, glaube ich, dass ich kein geschlossenes Weltbild bekommen habe. Sondern dass mir meine eigenen Brüche und Schmerzen immer auch nahe waren. Da ich dazu auch sehr ungeduldig bin und ungute Dinge nicht auf sich beruhen lasse, habe ich die Möglichkeit gesucht, bekommen, ergriffen, daran zu arbeiten.
    Auch das trifft sicher auf mich zu. Bei mir war es ja eben (wie oben geschildert) teilweise so, dass ich ungute Dinge im zwischenmenschlichen Kontext außerhalb der Familie eben nicht auf sich habe beruhen lassen, und das hat mir auch Einsichten in das beschert, was in unserer Familie so lief.

    Wobei ja unsere Familie nicht so richtig dysfunktional ist (ich glaube nicht, dass irgendwer eine wirklich diagnostizierbare psychische Störung hat, außer dass meine Mutter Richtung Depression neigt). Besteht halt aus vielen Egozentrikern, unter denen meine Mutter irgendwie unterging und dann ihre Art gefunden hat, sich da zu behaupten - mit emotionaler Erpressung, gelernt von ihrer Mutter, glaube ich, und mit einer ständigen Abwertung aller Anderen (Klatsch und Tratsch), damit sie selbst mit ihrem Minderwertigkeitsgefühl klar kam (woher das kommt, ahne ich mehr als dass ich es sicher weiß, weil gewisse Dinge ja nicht wirklich ausgesprochen werden). Gleichzeitig aber aus dieser Unsicherheit ein Drang, der Norm (perfekter Haushalt, perfekter Garten, perfektes Kind) zu entsprechen (damit die Anderen nicht genauso über sie tratschen) und sich selbst dabei völlig zu verleugnen und zu verlieren und das eigene Kind auch nicht wirklich zu "sehen", es aber gleichzeitig völlig zu kontrollieren.

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    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    @Tigerente: hast du denn jetzt einen Modus mit deiner Mutter gefunden, ihren Kontakt mit dir und vor allem auch deinen Kindern so zu gestalten, dass es für alle Beteiligten in Ordnung ist?


    Bei mir gab es zu diesem Thema ja ausschließlich schwarz und weiß...den Grautönen einer moderaten Beziehung mit mehr oder weniger ertragbaren Schönheitsflecken war ich nie ausgesetzt.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

  6. Moderation

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    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen


    Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich beim Störungsbild meiner Mutter um eine sehr heftig ausgeprägte Narzisstische Persönlichkeitsstörung handelt. (Es spielt noch anderes mit hinein, aber verifiziert ist das alles nicht.)


    Was mich umtreibt, dieses Thema hier anzurühren: einen Punkt im System habe ich bis heute nicht abschließend klären können, nämlich den: haben solche Menschen wie von Mary oben beschrieben, tatsächlich Gefühle, die sie abspalten?
    Zitat von Mary:

    Mir fehlt einfach die Vorstellung davon, dass diese zutiefst bösartige Frau einfach nur "ihren Gefühlen nicht gewachsen sein könnte".

    Nun gehört zum Bild der NPS, dass diese Menschen lügen, ohne es zu merken. Also quasi nicht "absichtlich" die Unwahrheit sagen, sondern die Wahrheit so modifizieren,dass sie zu ihrer persönlichen Wahrnehmung passt.
    Bis zu einem gewissen Grad tut das jeder, weil Wahrnehmung subjektiv ist. Aber bei meiner Mutter (oder einer NPS allgemein) nimmt das wirklich groteske Züge an.


    .........
    Darauf antwortete meine Mutter allerdings mit einer unglaublichen Schmähtirade, die vor glühendem Hass nur so triefte.
    Vordringlich erklärte sie meiner Tochter (obwohl das gar nicht Gegenstand irgendeiner Frage gewesen war), wie froh sie sei, schon "vor 30 Jahren die Füße 'rausgezogen zu haben", seit sie eine Vorladung zur Polizei bekam, weil ich sie wegen Einbruchs in meine Wohnung und Diebstahl meiner Wertsachen angezeigt hätte. Das alles wurde so detailverliebt beschrieben ("natürlich war nichts gestohlen, der Hausmeister musste die Tür vor Zeugen wegen eines vergessenen laufenden Wasserhahns öffnen"), dass ich echt an meinem eigenen Verstand gezweifelt hätte, hätte ich meinen Rausschmissbrief von damals nicht all die Jahre sorgsam aufbewahrt...
    Das, was sie da schrieb, ist komplett ausgedacht und hat nicht stattgefunden. Ich kann es beweisen und ich kann allerhand Details anführen, die das logisch widerlegen. Z.B. dass die bewusste Wohnung auf ihren Namen lief, sie auch einen Schlüssel besaß und dort als Zweitwohnsitz angemeldet war - und ich gerade eben zu meinem Kindsvater gezogen war - und man wohl niemanden wegen angeblichen Einbruchs in seine eigene Wohnung anzeigen kann.

    Danke für diesen Beitrag, Mitternachtsblau. Für mich ist das erhellend, weil es mir wieder einmal zeigt, dass die Persönlichkeitsstruktur von Menschen wie Deiner - und leider auch meiner - Mutter nicht einzigartig ist, sondern sogar typisch für diese Menschen. Ich meine das Erfinden von "alternativen Fakten".

    Ich bin mit Anfang 20 gegen den Willen meiner Mutter aus meiner Heimatstadt in eine 500km entfernte Großstadt gezogen. Ich bin ein konservativer und sicherheitsbewusster Mensch, also hab ich mir natürlich zuerst eine Arbeitsstelle gesucht, eine Wohnmöglichkeit, bin dann umgezogen. Das Ganze ist jetzt rund 30 Jahre her.
    Wir hatten vor ein paar Jahren einen großen Streit, im Verlaufe dieses Streits schrieb sie mir eine Mail, in der sie haarsträubende Dinge über meinen Umzug in die Großstadt schrieb. Ich hätte keinen Job gehabt, wäre in "zwielichtigen" Kreisen gewesen usw. Mit fielen bald die Augen aus dem Kopf, weil sie eigentlich ganz genau wissen müsste, dass das nicht stimmt. Und ich habe auch eher den Eindruck, dass es kein bewusstes Lügen ist, sondern dass sie das selbst glaubt. Von der Güte gibt es noch diverse weitere Beispiele und bevor ich bewusst anfing, die Beziehung zu meiner Mutter aufzuarbeiten, habe ich oft an meinem eigenen Verstand gezweifelt, weil sie mit dem Ausdruck tiefster Überzeugung Unwahrheiten von sich gab oder zumindest Dinge vollkommen verdrehte.

    Ich finde den Austausch zu solchen Themen mit ebenfalls Betroffenen extrem hilfreich, einfach weil man nicht das Gefühl hat, völlig alleine mit seinem Problem dazustehen.

    Eigene Kinder habe ich übrigens nicht. Ich hatte nie einen Kinderwunsch, bewusst oder unbewusst mag das an den Erfahrungen im Elternhaus gelegen haben. Die vergiftete Mutter/Tochter - Beziehung, die ich hatte, gab es übrigens auch in den vorhergehenden Generationen. Also meine Mutter mit meiner Großmutter, die Großmutter mit der Urgroßmutter. Es ist eine Spirale von destruktiven Beziehungsmustern, die sich durch die mütterliche Seite meiner Familie zieht.
    Geändert von Islabonita (09.03.2018 um 18:42 Uhr)
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

  7. Inaktiver User

    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wobei ja unsere Familie nicht so richtig dysfunktional ist (ich glaube nicht, dass irgendwer eine wirklich diagnostizierbare psychische Störung hat, außer dass meine Mutter Richtung Depression neigt). Besteht halt aus vielen Egozentrikern, unter denen meine Mutter irgendwie unterging und dann ihre Art gefunden hat, sich da zu behaupten - mit emotionaler Erpressung, gelernt von ihrer Mutter, glaube ich, und mit einer ständigen Abwertung aller Anderen (Klatsch und Tratsch), damit sie selbst mit ihrem Minderwertigkeitsgefühl klar kam (woher das kommt, ahne ich mehr als dass ich es sicher weiß, weil gewisse Dinge ja nicht wirklich ausgesprochen werden). Gleichzeitig aber aus dieser Unsicherheit ein Drang, der Norm (perfekter Haushalt, perfekter Garten, perfektes Kind) zu entsprechen (damit die Anderen nicht genauso über sie tratschen) und sich selbst dabei völlig zu verleugnen und zu verlieren und das eigene Kind auch nicht wirklich zu "sehen", es aber gleichzeitig völlig zu kontrollieren.
    Das kann ich für meine Mutter auch bestätigen, wobei mein Vater dann den "Drang der Norm" erfüllte, indem er arbeitete. Aus heutiger Sicht würde ich auch sagen, dass meine Eltern beide weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind; aber ich weiß auch wiederum ehrlich gesagt nicht, wie sie es hätten in "dieser Zeit" anders machen sollen. Zur Arbeitsaufnahme musste meine Mutter noch das Einverständnis meines Vaters haben und als sie damals im Einzelhandel arbeitete, war nicht sie, die kündigte, sondern mein Vater für sie. Heute ja unvorstellbar!

    Der "Mainstream" hat doch auch heute noch viele total im Griff, angefangen bei der Partnersuche bis hin eben auch schlicht in dieser Gesellschaft zu funktionieren.

    Es gab Zeiten, wo ich meine Eltern sicherlich kritisch sah, aber heute verschwimmt für mich auch vieles.

    Ja, wir hatten mehr Freiheiten als sie je besessen hatten und wir haben sie uns genommen; wir haben unsere Eltern förmlich gezwungen, uns freizulassen. Mit vier Kindern jeden Tag Budenzauber kann es ja auch nicht sein und gottlob waren wir in unseren Freiheiten noch normal. Feten feiern, in die "Disse" gehen, mit Freunden unterwegs und ja, sicher auch später mehr als einen Liebhaber . Meine Mutter hatte nur meinen Vater und sonst keinen anderen Mann.

    Und nein dysfunktional würde ich jedenfalls meine Eltern nicht bezeichnen und die Vorgänger-Generationen auch nicht. Sie waren alle im Stil ihrer Zeit geprägt, bis auf meinen Großvater väterlicherseits, der nach heutigen Maßstäben traumatisiert aus dem Krieg heimgekehrt ist und zum Alkoholiker wurde. Hat sich auch keiner drum geschert, wie es den Menschen so wirklich geht.

    Auch meine Mutter, so sehe ich das heute, war ein Opfer der Zeit, weil Frauen schlicht funktionieren mussten und es da auch keinen Arzt geschert hat, wie eine junge Frau von 25 Jahren mit vier Kindern klarkommt. Nicht für umsonst hat Elli Heuss irgendwann das Müttergenesungs-Werk ins Leben gerufen und erkannt, dass in der Gesellschaft mit den Müttern was nicht läuft. Für meine Mutter hat sich aber auch niemand eingesetzt. Sie bekam ihre Glücklichmach-Pillen und das war's.

    Vorwerfen könnte man ihr höchstens, dass sie unreflektiert dieses Zeug geschluckt hat und mein Vater sich auch nicht interessierte, was seine Frau da aufgeschrieben bekam. Und wir waren zu klein. Erst später wurde uns bewusst, was da in jungen Jahren bei unserer Mutter schief lief.

    Das Fazit, das ich daraus geschlossen habe: Ich habe noch nicht mal 'ne Kopfschmerztablette im Haus und wenn ich Medi's verschrieben bekomme, wird erstmal der Waschzettel durchgeackert.

    So makaber es klingen mag: Aber schlechte Vorbilder können auch ihre positive Wirkung haben. Was nicht bedeutet, dass ich Medikamente grundweg ablehne, aber ich stehe ihnen kritisch gegenüber und nehme sie nur so lange, wie es muss!
    Geändert von Inaktiver User (09.03.2018 um 18:48 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Mir hätte es als Kind sehr weitergeholfen, wenn meine Mutter nicht "einfach so gewesen" wäre, sondern mir jemand gesagt hätte, daß sie phasenweise verdreht und verrückt denkt und wahrnimmt, und daß meine Wahrnehmung "hier stimmt was nicht" ganz gesund und richtig war.
    Dass ich schon früh eine Wahrnehmung hatte, dass "was nicht stimmt". Sie hat mir in grosser Absolutheit die Welt erklärt und vermittelt (man könnte es versuchte Gehirnwäsche nennen), und bei mir war etwas Doppeltes: ich habe ihr das abgenommen, und nicht abgenommen. Etwas hat gescheuert, ich habe gewusst, das stimmt nicht.
    Ja, die Erkenntnis, dass ein Elternteil tatsächlich außerhalb der normalen Bandbreite an Marotten agiert - die hat man als Kind nicht einfach so. Ich war sehr beeindruckt, als innerhalb meiner Therapie überhaupt das erste Mal in meinem Leben das Thema aufkam, meine Mutter könnte eine psychische Störung haben.

    Aber dass irgendwas "völlig außerhalb der Norm" ist, dieses diffuse Gefühl hatte ich auch. Zumal auch bei mir die Gehirnwäsche versagt hat. Ich habe seit ich mich überhaupt zurückerinnern kann in meinem Kinderleben eine gewisse innere Renitenz gehabt.
    Tatsächlich habe ich niemals anlässlich der Ansprache "die ist ja stinkend faul und völlig bescheuert" in der Ecke gesessen und mich gefragt, was ich ändern kann oder warum ich so ein schlimmes Kind bin. Ich habe diese These auch nach der x-ten Wiederholung einfach nicht geglaubt.

    Was mich noch umtreibt, worauf du auf Basis deiner beruflichen Bildung vielleicht eine Antwort weisst:
    Ich habe die Eigenschaft, in Situationen, die mir dauerhaft nicht guttun, schlicht wegzugehen.
    Meine Mutter habe ich schmerz- und klaglos hinter mir gelassen, dasselbe mit meinem Vater nach sieben Jahren Kontakt.
    Meine Ehe damals habe ich auf logische Weise gelöst: ich habe mich gefragt, ob ich alles getan habe, die Situation zu ändern (ja), ob ich glaube, dies irgendwann doch noch zu schaffen (nein) und die einzige Alternative: ob ich mich mit der Situation arrangieren kann (nein) - und nach dieser Erkenntnis bin ich gegangen.
    Völlig ohne emotionale Wirrnisse, völlig ohne Reue oder das Bedürfnis, irgendwas "nochmal zu versuchen".

    Mir drängt sich seit Jahrzehnten der Eindruck auf, dass ich nur sehr selten tiefere zwischenmenschliche Bindungen eingehe.
    Vergleichsweise häufig in meinem Leben ist mir begegnet, dass sich Menschen mit mir viel enger befreundet wähnen als ich in die Gegenrichtung.

    Wenn ich aber hier so lese, wie wahnsinnig lange andere Menschen an Beziehungen herumbasteln, die definitiv schädlich sind, finde ich das schon irgendwie seltsam.

    Ist es denkbar, dass ein Kind ganz ohne frühkindliche Bindung aufwachsen kann, weil die Vernachlässigung sozusagen bei Null anfing und gar keine Bindung entstehen konnte? Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Bindungsverhältnis zu meiner Mutter gehabt zu haben. Aber es gibt Studien darüber, was mit Kindern passiert, die im Kleinstkindalter komplett emotional vernachlässigt werden: im drastischsten Falle sterben sie sogar daran.
    Ich empfinde das aber als großen Vorteil und keineswegs als Defizit.

    (Ich bin jetzt nicht komplett gestört, im Moment leide ich fürchterlich dass mein (gefühlter) Knirps für fünf Wochen in Kalifornien weilt und ich vermisse ihn schrecklich. Und ich versuche, ihn das nicht so sehr merken zu lassen, er soll ja Spaß haben und nicht seine Mutter der Klammerei bezichtigen müssen.)
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    Ich bin mit Anfang 20 gegen den Willen meiner Mutter aus meiner Heimatstadt in eine 500km entfernte Großstadt gezogen. Ich bin ein konservativer und sicherheitsbewusster Mensch, also hab ich mir natürlich zuerst eine Arbeitsstelle gesucht, eine Wohnmöglichkeit, bin dann umgezogen. Das Ganze ist jetzt rund 30 Jahre her.
    Wir hatten vor ein paar Jahren einen großen Streit, im Verlaufe dieses Streits schrieb sie mir eine Mail, in der sie haarsträubende Dinge über meinen Umzug in die Großstadt schrieb. Ich hätte keinen Job gehabt, wäre in "zwielichtigen" Kreisen gewesen usw. Mit fielen bald die Augen aus dem Kopf, weil sie eigentlich ganz genau wissen müsste, dass das nicht stimmt. Und ich habe auch eher den Eindruck, dass es kein bewusstes Lügen ist, sondern dass sie das selbst glaubt. Von der Güte gibt es noch diverse weitere Beispiele und bevor ich bewusst anfing, die Beziehung zu meiner Mutter aufzuarbeiten, habe ich oft an meinem eigenen Verstand gezweifelt, weil sie mit dem Ausdruck tiefster Überzeugung Unwahrheiten von sich gab oder zumindest Dinge vollkommen verdrehte.
    Ich kann dich ja sowas von verstehen!!!
    Tatsächlich ist das eine Art universeller Wesenszug der NPS, aber es hat mich in dem unglaublichen Ausmaß auch immer wieder völlig verblüfft. Dass man es tatsächlich schafft, eine solche Geschichte komplett und zu 100 Prozent zu erfinden und sich von der Tatsache der Erfindung komplett abzuspalten - für mich auch ein großes Faszinosum.
    Zumal solche Menschen sehr häufig recht intelligent sind. Aber mit Intellekt hat das offensichtlich nichts zu tun.

    Als meine Mutter sich von meinem Vater trennte - ich war fünf Jahre, ich erwähn's nochmal - erklärte sie mir das "kindgerecht". Nämlich durfte ich von einem Tag auf den anderen meinen Papa niiiieeee mehr sehen, weil der schwer schizophren ist, uns umzubringen versucht hat, unsere Wohnungstür mit einer Axt eingeschlagen hat und außerdem hatte er sie gefragt, ob sie zum Abschied nochmal mit ihm schläft, er passt auch auf, dass er ihr kein Baby macht. Und dann hat er ihr doch mit Absicht ein Baby gemacht, das muss sie jetzt abtreiben lassen - so ein böser Mensch ist mein Vater. Darum darf ich den nie mehr sehen,
    Hab' ich dann gut verstanden mit meinen fünf Jahren, jaja. Als Kind hat man keine Idee davon, sowas eventuell nicht zu glauben... Das Wort "schizophren" konnte ich schreiben, bevor ich in die Schule kam. Das war überhaupt ein beliebtes Schlagwort damals.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Generationenübergreifende Familienkonflikte und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    Danke für diesen Beitrag, Mitternachtsblau. Für mich ist das erhellend, weil es mir wieder einmal zeigt, dass die Persönlichkeitsstruktur von Menschen wie Deiner - und leider auch meiner - Mutter nicht einzigartig ist, sondern sogar typisch für diese Menschen. Ich meine das Erfinden von "alternativen Fakten". .
    Das geht mir ähnlich. Und ich finde es klasse, hier offen über das Thema reden zu können. Daher lieben Dank an Dich, Mitternachtsblau, für diesen Strag!

    Insbesondere finde ich es gut, dass Diskussionen wie diese meine Mutter gewissermaßen entthronen. Weil sie einfach nur normal "verückt" ist. Also eben eine Persönlichkeit hat, die viele andere schwierige Mütter auch haben.

    Bei mir war es auch so, dass das Problem zwischen meiner Mutter und mir mit meinem Auszug von zuhause nach dem Abitur endgültig aufbrach. Auch hier kam es zu schrecklichen Szenen und meine Mutter unterstellte mir, in ihrem emotionalen Ausdruck absolut authentisch, die schrecklichsten und absurdesten Dinge:

    Sie verweigerte jegliche Unterhaltszahlungen (vordergründig war mein Auszug gutgeheißen worden) und gab vor, zu arm für so etwas zu sein, was sie nicht war. Dies hatte ich schwarz auf weiß in meinem abgelehnten BaföG Antrag vor mir. Als ich ihr vorrechnete, wie es zu bewerkstelligen wäre, ohne dass sie allzuviel aufgeben muss (sie besaß mehrere Pferde und zwei Eigentumswohnungen, war also meilenweit entfernt von der Armut, die sie mit großem Drama anführte. Zudem hatte sie noch eine Lebensversicherung, die für die Finanzierung meiner Ausbildung angelegt worden war, in die Anschaffung einer weiteren Wohnung gesteckt), rastete sie aus.

    Sie warf mir in blindem Hass vor, ihr das Liebste genommen zu haben, was sie je gehabt hätte. Ich hatte ihr einige Zahlen vorgelegt. Sie verfügte, dass ich komplett verrückt geworden sei und mit mir kein Mensch mehr vernünftig reden könne. Sie spann die Geschichte über die Jahre fort und holte sich Rückendeckung bei meiner Schwester. Diese rief mich fortan an, wenn meine Mutter irgendetwas von mir brauchte. Unter der hasserfüllten Erklärung, dass man mit mir nicht mehr reden könne, weil ich so verrückt war, und mit einer Prise Selbstmitleid, dass sie dadurch so gebeutelt war, stellte die Schwester Mutters Forderungen an mich.

    Ich habe heute zu beiden keinen Kontakt mehr. Noch bei unserem letzten Treffen, das viele Jahre her ist, fuhr meine Mutter unvermittelt aus der Haut und erklärte, wieder voller Hass, dass es keinem Menschen in ihrem Umfeld verständlich sei, was ich ihr angetan habe. Alle seien völlig bestürzt und entsetzt über so viel Kaltblütigkeit und Grausamkeit meinerseits. Meine Schwester schlug auch immer wieder völlig unvermittelt in die gleiche Kerbe. In einem Telefongespräch platzte sie plötzlich heraus, ich habe mit meiner Habgier meine Mutter finanziell ruiniert. Nun sei für sie und ihre Ausbildung nichts mehr übrig ( sie hatte ihre Ausbildung zu dem Zeitpunkt schon abgeschlossen), weil ich alles Geld der Familie in egozentrischem Eigennutz verprasst hätte.

    Wohlverstanden: Ich habe von dem damals eingeforderten Unterhalt nie etwas gesehen. Ich habe mich aufs Kellnern verlegt.

    Das habe ich auch nie verstanden. Und es war sehr irritierend, weil sich die beiden in ihrer für mich gar nicht nachvollziehbaren Ansicht so einig waren. Bei den beiden war es allerdings so, dass der Wortlaut der Anschuldigungen bei näherer Betrachtung durchaus nicht immer plausibel erschien. Was mich so geschockt hat, war der sehr massive und absolut authentische Gefühlsausdruck. Der Hass auf genau das, was sie schilderten, schien in keinem Moment aufgesetzt oder manipulativ.

    Ich kenne diese Verwirrung, von er ich annehme, dass einige hier das Gleiche schildern, so gut..

    Ich kann dazu noch viel mehr schreiben...aber alles nach und nach.
    Geändert von Zikade (09.03.2018 um 20:00 Uhr)

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