+ Antworten
Seite 1 von 26 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 256
  1. Avatar von sascha99
    Registriert seit
    06.02.2007
    Beiträge
    2.942

    Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Hallo liebe Userinnen,
    ich wende mich heute bewusst an die Bri und deren Nutzer, weil ich auch "neutrale" Meinungen zu einem Thema haben möchte, dass mich jetzt schon belastet.

    Meine Mutter wird nächstes Jahr im September 70 - noch eine lange Zeit hin, aber sie müsste ja jetzt schon einen Raum reservieren, wenn Sie - wie von ihr geplant und beabsichtigt - "groß" feiern will. Wir reden von insgesamt ca. 40 bis 50 Personen. Sie freut sich sehr darauf ihren Geburtstag zu feiern und möchte dies gerne im Stil ihrer vielen Freunde und Bekannten tun und "groß" aufziehen mit einer tollen Örtlichkeit, tollem Essen, wahrscheinlich würde sie sich auch über eine Rede oder irgendwas anders speziell von mir zu diesem Tag freuen.

    Ich habe zu meiner Mutter wieder (in der Jugend und im Studium war das teilweise ganz anders) ein sehr gutes Verhältnis und sie ist auch eine tolle Oma meiner inzwischen 16 Monate alten Tochter.

    Warum will ich also nicht auf ihren Geburtstag?
    Weil sie auch meinen 2,5 Jahre jüngeren Bruder einladen will (ihr gutes Recht, ist ja ihr Sohn), zu dem ich seit Jahren kein Verhältnis (mehr) habe. Ich kürze die "Geschichte" meines Bruders bewusst kurz ab und nenne nur einige Fakten, damit man sich "ein Bild" über ihn machen kann: Er wird dieser Tage 40 Jahre alt, ist seit mehr als 10 Jahren arbeitslos, lebt von Hartz 4, das aber sehr gut, weil er von meinen Eltern zusätzlich Geld und andere Annehmlichkeiten bekommt sowie in deren sehr schöner Eigentumswohnung lebt. Er ist seit Jahren alkoholabhängig und ich gehe davon aus, dass er noch immer mehr oder weniger regelmäßig leichtere Drogen (Haschisch, Tabletten, etc.) konsumiert. Letzteres hat wahrscheinlich dazu geführt, dass bei ihm inzwischen durch einen Psychiater eine Schizophrenie diagnostiziert wurde. Er lässt sich aber nicht helfen, hat alle Therapien abgebrochen und verweigert auch die Einnahme von Medikamenten. In Behandlung begeben möchte er sich erst Recht nicht, er hat ja keine Probleme.
    Was er mit meinen Eltern dauernd "anstellt", wie er sie unter Druck setzt und manipuliert ist die eine Sache, aber auch deren Sache. Die mich aber trotzdem sehr belastet, weil ich sehe, wie die Beiden leiden.

    Mein letzter Kontaktversuch nach einer langen Vorgeschichte (die mit dem Kontaktabbruch meinerseits endete) ist ca. 2 Jahre her und endete in einer Reihe sehr unschöner Beschimpfungen und auch Drohungen in meine Richtung. Mein Bruder neidet mir eigentlich alles, nicht sehen wollend, dass ich selbst z.B. mein Studium durchgezogen habe, etc. Wenn ich heute meine Eltern mit meiner Tochter besuche (sie wohnen ca. 150 km entfernt), tue ich dies nur, wenn ich sicher gehen kann, dass er nicht kommt.

    Mein Bruder hat mich - nicht nur in jüngerer Vergangenheit - massivst bedroht, verbal, aber auch körperlich. Ich habe schlichtweg Angst, ihm an dem Geburtstag meiner Mutter zu begegnen. Und bin auch der Meinung, dass er - je nachdem, was er "eingeschmissen" hat - nicht zu kontrollieren ist. Meine Mutter nun "verlangt", bzw. "erwartet" mein Kommen, das sei ich ihr doch schuldig. Ich würde ihren Geburtstag kaputt machen, wenn ich nicht käme. Mein Vater sieht das ähnlich und versteht die Angst vor meinem Bruder nicht. Er hält sie für komplett unbegründet und mich für übersensibel.
    Mein Mann hält komplett zu mir, versteht, dass ich den Geburtstag MIT meinem Bruder nicht feiern kann und will. Und hat - allerdings bereits erfolglos - versucht, mit meiner Mutter zu reden.

    Mich belastet das Ganze sehr, obwohl ich eigentlich eine klare Haltung dazu habe: Ich möchte nicht hingehen. Möchte aber meiner Mutter nicht weh tun, bzw. sie enttäuschen.

    Mich würden Eure Meinungen hierzu interessieren...Ich überlege die ganze Zeit, ob es zum Beispiel eine Alternative gäbe, etwa kurz hingehen und gehen, wenn es eskaliert, habe aber auch davor Angst. Den Geburtstag nur mit Freunden feiern will meine Mama nicht, ebenso mehrere kleine Feste (so hatte mein Vater gefeiert).

    Bin ich egoistisch, wenn ich sage: Ich KANN da nicht hin? Ich sage "nein", ich schütze vielmehr mich und meine kleine Familie.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  2. Moderation Avatar von Margali62
    Registriert seit
    22.12.2004
    Beiträge
    12.037

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Ich verstehe dich vollkommen.
    Sag ihr, du und deine Kleinfamilie werdet nicht kommen. Rede nochmal mit deiner Mutter.
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache

  3. Avatar von sascha99
    Registriert seit
    06.02.2007
    Beiträge
    2.942

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe dich vollkommen.
    Danke, das tut gut. Wenn man meine Eltern hört, halten sie nichts für unverständlicher, als MEIN Verhalten.
    Sag ihr, du und deine Kleinfamilie werdet nicht kommen. Rede nochmal mit deiner Mutter.
    Das habe ich bereits getan. Ich war gerade ein paar Tage mit meiner Tochter bei meinen Eltern und hatte versucht, noch mal in Ruhe zu reden. Es hat nichts gebracht. Meine Mutter fing an zu weinen, meinte, ich würde ihr den ganzen Geburtstag kaputt machen, wenn ich nicht käme. Weil, dann würde sie gar nicht feiern. Ich meinte, sie könne ja feiern. Nur nicht mit ihren beiden Kindern zusammen.

    Meine Eltern wollen irgendwie krampfhaft heile Welt spielen und ich mache nicht mit. Ich KANN es einfach nicht. Dazu ist zu viel vorgefallen. Und: Ich habe wirklich Angst.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  4. Inaktiver User

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Verstehe ich dich richtig, du würdest gern zum Geburtstag deiner Mutter kommen, wenn dein Bruder nicht anwesend wäre? Dein eigentliches Bedürfnis ist Sicherheit für dich und deine Familie, so lese ich deine Zeilen. Will dein Bruder überhaupt kommen?

    Wie wäre es mit deiner Mutter darüber zu sprechen, was du wirklich willst und wie deine Mutter gedenkt zu handeln, damit du dich sicher fühlen kannst. Da gibt es doch auch Möglichkeiten und wenn deine Mutter dann nach gründlicher Überlegung feststellt, dass alle Möglichkeiten nicht taugen, sieht sie vielleicht eher ein, dass du nicht kommen kannst.

  5. Avatar von fritzi72
    Registriert seit
    20.09.2011
    Beiträge
    4.736

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Sascha, ich verstehe Dich, aber auch den Wunsch Deiner Mutter mit ihren beiden Kindern zu feiern, eben auch mit Deinem Bruder, weil er trotz unmöglichen Verhaltens ihr Kind und wichtig für sie und den Rückblick auf ihr Leben, zu dem ein 70.Geburtstag Anlass bietet, ist.
    Dein Kommen für sie deshalb auch extem wichtig, sie kann keine Entschuldigung treffen.

    Zudem kenne ich die Tendenz, alles, was den eigenen Wünschen zuwider läuft, als unverständlich abzutun, bei meinen Eltern, je älter sie werden, auch. Das macht es oft schwierig, Lösungen zu finden.

    Trotzdem gibt es vielleicht einen Kompromiss?

    Du hast ja noch ein kleines Kind, was für Dich ein früheres Feiern ganz praktisch machen könnte, Dein Bruder ist ungebunden und ihm würde ein späteres Feiern wohl eher nichts ausmachen?

    Könnte Eure Mutter Euch nicht zeitversetzt einladen, dh Dich und Familie schon zum Kaffeetrinken , Deinen Bruder erst abends und Ihr geht, wenn er kommt/bevor er kommt/nicht lange, nachdem er gekommen ist? So wie es sich für Euch am besten anfühlt und in die Feier passt (nach dem Aperitif/ersten Gang oä)?
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  6. Avatar von sascha99
    Registriert seit
    06.02.2007
    Beiträge
    2.942

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verstehe ich dich richtig, du würdest gern zum Geburtstag deiner Mutter kommen, wenn dein Bruder nicht anwesend wäre?
    Richtig, genauso ist es.
    Dein eigentliches Bedürfnis ist Sicherheit für dich und deine Familie, so lese ich deine Zeilen.
    Ja, ich habe wirklich Angst vor einem Aufeinandertreffen. Zum Einen hat mir mein Bruder gedroht - zum Anderen hat er auch schon "bewiesen", dass er handgreiflich werden kann.
    Will dein Bruder überhaupt kommen?
    Davon ist auszugehen. Mein Bruder (wohl Teil seines Krankheitsbildes) nimmt ja gar nicht wahr, wie sehrund dass er krank ist und hält sich von der ganzen Welt für ungerecht behandelt, sieht sich als Opfer und teilt das auch sehr gerne mit. Er merkt nicht, dass er schon lange nicht mehr gesellschaftsfähig und peinlich ist. Und da verstehe ich dann auch meine Mama nicht, dass sie sich das und ihren Gästen antun will.

    Wie wäre es mit deiner Mutter darüber zu sprechen, was du wirklich willst und wie deine Mutter gedenkt zu handeln, damit du dich sicher fühlen kannst. Da gibt es doch auch Möglichkeiten und wenn deine Mutter dann nach gründlicher Überlegung feststellt, dass alle Möglichkeiten nicht taugen, sieht sie vielleicht eher ein, dass du nicht kommen kannst.
    Wie gesagt, die einzige Möglichkeit wären getrennte Feiern - und das will sie ja nicht.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  7. Avatar von Jedimeisterin
    Registriert seit
    12.02.2017
    Beiträge
    273

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Liebe Sascha,

    da schließe ich mich "fritzi" an. Vielleicht gibt es einen Kompromiss. Ich habe ein älteres Geschwisterchen, die seit einem Jahr kein Wort mehr mit mir spricht, weil ich mich angeblich nicht genügend um meine Mutter kümmere, was überhaupt nicht stimmt. Da meine Mutter im Pflegeheim lebt und sie meistens Kaffee und Kuchen macht. Für uns teilweise eine ganz blöde Zeit, weil unser jüngster oftmals noch gar nicht von Schule zu Haus ist. Meistens kommen wir dann zum Abendbrot. Meine Mutter ruft dann auch an, wenn Geschwisterchen weg ist.

    Wichtig wäre, dass du mit deiner Mutter darüber nochmals redest. Meine Mutter war auch nicht sehr angetan davon, aber sie versteht mich.

    LG Jedi

  8. Avatar von sascha99
    Registriert seit
    06.02.2007
    Beiträge
    2.942

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Trotzdem gibt es vielleicht einen Kompromiss?

    Du hast ja noch ein kleines Kind, was für Dich ein früheres Feiern ganz praktisch machen könnte, Dein Bruder ist ungebunden und ihm würde ein späteres Feiern wohl eher nichts ausmachen?

    Könnte Eure Mutter Euch nicht zeitversetzt einladen, dh Dich und Familie schon zum Kaffeetrinken , Deinen Bruder erst abends und Ihr geht, wenn er kommt/bevor er kommt/nicht lange, nachdem er gekommen ist? So wie es sich für Euch am besten anfühlt und in die Feier passt (nach dem Aperitif/ersten Gang oä)?
    Ich denke nicht, dass das klappt. Zudem hatte sie ja schon gesagt, dass sie morgens/mittags feiern will. Also Sektempfang mit Häppchen, dann Mittagessen und später eventuell noch Kaffee. Aber auch das eher nicht. Also objektiv nichts, wo ein dann zweieinhalb Jahre altes Kind nicht hin könnte. Versetzt feiern wäre natürlich dennoch möglich, aber das will sie dezidiert auch nicht. Sie will meiner Meinung nach gerade auch den repräsentativen Auftritt als ganze Familie nach außen hin. Und genau DAMIT habe ich dann meine Probleme. Mit diesem ständigen verlogenen "Eigentlich ist es doch alles nicht so schlimm." Wir sind keine harmonische Familie - ich habe keinen Bruder (mehr). So sieht's aus.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  9. Avatar von sascha99
    Registriert seit
    06.02.2007
    Beiträge
    2.942

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Jedimeisterin Beitrag anzeigen
    Liebe Sascha,

    da schließe ich mich "fritzi" an. Vielleicht gibt es einen Kompromiss. Ich habe ein älteres Geschwisterchen, die seit einem Jahr kein Wort mehr mit mir spricht, weil ich mich angeblich nicht genügend um meine Mutter kümmere, was überhaupt nicht stimmt. Da meine Mutter im Pflegeheim lebt und sie meistens Kaffee und Kuchen macht. Für uns teilweise eine ganz blöde Zeit, weil unser jüngster oftmals noch gar nicht von Schule zu Haus ist. Meistens kommen wir dann zum Abendbrot. Meine Mutter ruft dann auch an, wenn Geschwisterchen weg ist.

    Wichtig wäre, dass du mit deiner Mutter darüber nochmals redest. Meine Mutter war auch nicht sehr angetan davon, aber sie versteht mich.

    LG Jedi
    Wie geschrieben, da es meiner Mutter meiner Meinung nach auch um den repräsentativen Auftritt nach außen geht, wäre ein versetztes Kommen keine Option für sie. Hat sie auch schon gesagt.

    Mein Hauptproblem mit meinem Bruder ist, dass ich ihn für wirklich fähig und leider auch willens halte, die Feier zu sprengen.

    Mein letztes Zusammentreffen meinen Eltern zuliebe war übrigens Weihnachten 2009. Ich kam alleine, mein damaliger Freund und heutiger Mann war bei seiner Familie. Es war ganz komisch, ich hatte damals auch schon ein schlechtes Gefühl bei einem Zusammentreffen. Als ich ankam, sah ich bereits den Augen meines Bruders an, dass er was genommen hatte und entsprechend auf Krawall gebürstet war er dann auch. Als ich nach 10 Minuten heftiges Beschimpfen und Beleidigen meiner Mutter zu ihm meinte, es würde jetzt wirklich reichen und er solle sich mal zusammenreißen, eskalierte die Situation und ich hatte wirklich richtig Angst: Es gab Fondue und er war drauf und dran, mir den flüssigen und heißen Spiritus überzuschütten. Im letzten Moment konnte ich unten in mein altes Kinderzimmer fliehen und mich einsperren. Ich kam erst wieder raus, als mein Vater meinen Bruder nach Hause gefahren hatte (er kann ja nicht mehr selber fahren und es war ihm natürlich nicht zuzumuten, mit dem Bus zu fahren - Ironie aus!). Das war das letzte Mal, dass ich meinen Bruder getroffen habe. Weitere "Geschichten"? Was ich nur klarmachen wil: Mein Bruder ist wirklich gefährlich und handgreiflich. Es ist nicht so, dass er nur "blöd über mich redet". Das macht er sowieso. Nein, er ist gefährlich. Und ich habe jetzt eine kleine Tochter, für die ich auch verantwortlich bin. Und es macht mich traurig, dass meine Eltern einfach nicht verstehen wollen, dass ich einfach nur Angst habe und deshalb fern bleiben will. Im Übrigen würde ich ihnen auch unabhängig von mir nicht dazu raten, meinen Bruder einzuladen. Eben weil er unberechenbar ist.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)


  10. Registriert seit
    11.09.2012
    Beiträge
    973

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Hallo sascha99,
    auch ich verstehe Dich.

    Ich gehe ja immer davon aus, dass eine Mutter (egal wie alt) will, dass es ihren Kindern (egal wie alt) gut geht.
    Sie weiß um die Konflikte zwischen Dir und Deinem Bruder und wenn sie nicht versteht, so muss sie halt "nur" Deine Absage akzeptieren.
    Verlange von ihr, Dich nicht weiter emotional unter Druck zu setzen (Du machst ihren Geburtstag kaputt).

    Ich glaube, dass Du schnell eine Entscheidung treffen solltest und diese auch klar und unmissverständlich kommunizierst sowie mitteilst, dass Du diese Entscheidung nicht zur Diskussion stellst - sondern sie mitteilst.
    Wenn Du Dir darüber im klaren wirst, dass Du von Deinen Eltern dafür keine "Absolution" bekommen wirst, musst Du auch nicht weiter nach Kompromisslösungen suchen. Die würden Dich sowieso noch ein Jahr rumhirnen lassen.

    Wahrscheinlich wird ein solches Gespräch emotional sehr schwierig sein, deswegen würde ich an Deiner Stelle, diese Absage schriftlich formulieren. Aber nicht einfach so abschicken, sondern im Rahmen eines Tochter-Mutter-Ausfluges-/Wochenendes ihr überreichen. Hier dann einerseits die Wertschätzung für ihre Ansichten darlegen, aber eben auch Deine Grenzen und Deinen Entschluss.
    Wie sie dann mit diesen emotionalen Aussgane umgeht, liegt nicht in Deiner Hand und ist auch nicht Deine Verantwortung. Du müsstest sie aber aushalten, bis ihr Euch nach Ende des Ausfluges trennt...
    Im Grunde müsste eine Mutter doch stolz auf ihre Tochter sein, wenn diese Prinzipien hat und diese auch lebt.

    Alles Gute vom Pumpernickel

+ Antworten
Seite 1 von 26 12311 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •