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  1. Inaktiver User

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich versteh deinen Zorn schon, aber ich glaube, da ist bei dir noch viel nicht verarbeitet.

    Ich denk mir in solchen Fällen - ich bin froh, dass ich nicht so bin. Ob jemand daran komplett selbst schuld daran ist wenn er Drogen nimmt und sich sein Leben ruiniert, ich weiß nicht.

    Es ist schon auch Glück wenn man selbst stabiler ist, nicht nur eigener Verdienst oder Selbstkontrolle.

  2. Inaktiver User

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Merkst du, wie du dich entfernst von deinen Eltern?
    Ja, aber das ist gut - finde ich jedenfalls. Manchmal muss man sich voneinander entfernen, um sich auf einer ganz anderen Ebene wieder annähern zu können.

  3. Inaktiver User

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von sascha99 Beitrag anzeigen
    Sie kommt heute für ein paar Tage ihre Enkeltochter besuchen. Ich denke, ich werde nochmal mit ihr persönlich reden.


    Da wäre ich mir nicht so sicher, dass die Angst vor Konsequenzen unbegründet ist. Wenn meine Mutter jetzt "für mich" ihren "Jubeltag" absagen muss, weiß ich wirklich nicht, was das impliziert für mich.
    Sie muss ihren Jubeltag nicht absagen, wenn sie das tut, tut sie es freiwillig und für sich, sie sagt den Tag nicht für dich ab, sie kann jederzeit feiern und ihr habt ihr Alternativen vorgeschlagen. Sie hat also die Wahl, eine, ihre Entscheidung zu treffen.

  4. Avatar von schafwolle
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    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Aber auf Augenhöhe mit den eigenen Eltern zu kommen scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Man kommt um die Auseinandersetzung nicht herum, zumindest wenn in der Herkunftsfamilie einiges im Argen liegt.
    Und (leider) wird eben diese Auseinandersetzung gescheut aus Angst vor
    den Konsequenzen. Die da im Klartext "Verlust der elterlichen Liebe" heißen.

    Auch als längst Erwachsene tendieren Viele dazu, sich nach wie vor über
    die Zuneigung und Anerkennung der Eltern zu definieren.

    In manchen Fällen zählen halt auch materielle Komponenten (Erbe zum Beispiel)
    zu dem komplexen Themenkreis.


    Zitat Zitat von sascha99 Beitrag anzeigen
    Ich hatte ja schon länger klargestellt, dass ich ... meinem Bruder nicht mehr begegnen will.
    Aber ich muss es immer wieder neu begründen. Und mich aufregen.
    Das tust Du, weil Du innerlich die Hoffnung hast, dass Deine Eltern es
    irgendwann doch endlich akzeptieren mögen und dass sie sich die Mühe
    machen, Deine Sichtweise einzunehmen.

    Das ist wie warten auf Godot ...


    Zitat Zitat von sascha99 Beitrag anzeigen
    Da wäre ich mir nicht so sicher, dass die Angst vor Konsequenzen unbegründet ist. Wenn meine Mutter jetzt "für mich" ihren "Jubeltag" absagen muss, weiß ich wirklich nicht, was das impliziert für mich.
    Ich meinte aber auch nicht, dass die Angst vor Konsequenzen unbegründet
    ist - sondern dass Du die innere Bereitschaft haben solltest, mit eben den
    Konsequenzen zu leben.

  5. Avatar von Kambara
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    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Und (leider) wird eben diese Auseinandersetzung gescheut aus Angst vor
    den Konsequenzen. Die da im Klartext "Verlust der elterlichen Liebe" heißen.
    Es gibt auch nur weniges, was jemand so tief trifft wie die Erkenntnis von den eigenen Eltern nicht geliebt zu werden.

    Wobei ich gar nicht glaube, dass das in Saschas Fall unbedingt so sein muss.
    People are so crackers.
    John Lennon

  6. Avatar von sascha99
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    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Es gibt auch nur weniges, was jemand so tief trifft wie die Erkenntnis von den eigenen Eltern nicht geliebt zu werden.

    Wobei ich gar nicht glaube, dass das in Saschas Fall unbedingt so sein muss.
    Nein, das glaube ich auch nach wie vor nicht - ich denke schon, dass sie mich sogar gleichberechtigt lieben. Sie machten und machen für mich ja auch eine Menge. Helfen bei jedweden Umzügen zum Beispiel. Mein Vater hat jetzt viel bei unserem Haus mitgeholfen. Für die Enkeltochter sind sie auch da. Wobei wir bei den "schlimmstmöglichen Konsequenzen" wären. Dass meine Mutter zum Beispiel sagt: "Wenn Du es nicht einsiehst zu meinem Geburtstag zu kommen, dann werde ich auch die Enkeltochter nicht betreuen, wenn Du arbeiten gehst und die Tagesmutter Urlaub hat. Dann kannst Du das auch vergessen."
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  7. Avatar von sascha99
    Registriert seit
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    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich versteh deinen Zorn schon, aber ich glaube, da ist bei dir noch viel nicht verarbeitet.
    Schön, dass einige User mich hier besser kennen als ich mich selbst. Aber das ist ja hier schon Anderen aufgefallen...
    Ich denk mir in solchen Fällen - ich bin froh, dass ich nicht so bin. Ob jemand daran komplett selbst schuld daran ist wenn er Drogen nimmt und sich sein Leben ruiniert, ich weiß nicht. Es ist schon auch Glück wenn man selbst stabiler ist, nicht nur eigener Verdienst oder Selbstkontrolle.
    Dazu muss ich noch was sagen: Ja, ich selbst bin froh, nicht so zu sein wie mein Bruder. Deshalb schrieb ich ja auch, dass er mir AUCH oft leid tut und tat.
    ABER: Ich finde sehr wohl, dass es eigener Verdienst und Selbstkontrolle ist, dass ich nicht so bin. Da immer zu sagen, man hatte Glück, ist mir schlicht zu einfach. Mein Mann kennt ja die ganzen Umstände und sagt oft, dass es verständlich gewesen wäre bei der Konstellation, wenn ich auch den Bach runter gegangen wäre...Es gibt ein paar Dinge, auf die ich wirklich stolz bin. Eine Sache ist die, dass ich TROTZ dem ganzen Gedöns bei uns zuhause heute da stehe, wo ich stehe. Und das ist alles andere als selbstverständlich. Und nicht nur Glück.

    Das ist es auch, was mich immer stört, wenn Geschwister anderen neiden, wie glücklich/erfolgreich/wohlhabend sie sind. Sie übersehen schlicht, dass das IMMER auch eine ganze Menge Arbeit und Disziplin braucht. Mein Examen war nicht einfacher, sondern schwieriger dadurch, dass ich eine Mutter hatte, die ständig sagte, wenn ich jetzt das Examen noch verhaue, kann sie sich gleich umbringen. Das ist ein ganz gehöriger Druck, den man nicht unterschätzen sollte. Und rückblickend kann ich jedenfalls schon sagen, dass es einige Momente gab, wo ich schlicht alles hinschmeißen wollte. Einfach weil ich selbst keinerlei Kraft mehr hatte und überhaupt keine Unterstützung erfahren hab.

    Ich will mich jetzt echt hier nicht selber belobhuddeln, aber ganz deutlich sagen, dass es zu einfach ist, zu sagen, der Bruder war halt so schwach, wie traurig.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)


  8. Registriert seit
    10.06.2017
    Beiträge
    99

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Ich wiederhole meinen Rat mit der Angehörigengruppe. Eventuell findest du auch eine für Schattenkinder.

    Da ist noch soviel miteinander verquickt was du trennen solltest.

    Und du bist zurecht super verletzt. Es tut einfach auch weh nicht gesehen zu werden. Du kannst weiter kämpfen und weiter kämpfen und ihr auch ihre Fehler vorwerfen, dass gewünschte Ergebnis wird sich wohl eher nicht einstellen.

    Hier wäre mein Rat das Thema Geburtstag eben nicht mehr zu zerreden. Lasse Erklärungen weg, sie kommen nicht an. Such dir einen Satz dazu und immer wenn das Thema aufkommt beende es mit immer den gleiche Satz. Eventuell hilft das weiter.

    Und ich schrieb ja schon ich bin was den Geburtstag angeht mit dir einer Meinung und würde an deiner Stelle auf gar keinen Fall hingehen. Ich denke auch nicht das du Kontakt zu deinem Bruder haben solltest.
    Aber ich finde auch das du -in deiner Wut auf deine Eltern- deinem Bruder auch unrecht tust.


  9. Registriert seit
    29.09.2016
    Beiträge
    294

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Hallo Sascha,

    ich denke, Du solltest Deiner Mutter Deine Entscheidung mitteilen und ihr gleichzeitig sagen, dass diese jetzt getroffen ist und du sie auch nicht diskutieren wirst. Wenn sie jetzt wegen Deiner Absage nicht feiern will, ist das ihre Entscheidung, die sie trifft - ganz allein. Und damit Ende der Debatte. Jedweden Versuch, an das Thema wieder heranzugehen, würde ich unterbinden, bzw. auf Vorwürfe etc. in dieser Richtung gar nicht eingehen. Das werden sie sicher versuchen, aber je konsequenter Du bist, desto eher werden sie es bleibenlassen.

    Das ist nicht schön, aber wenn Dich ein - vergleichsweise kleines - Event schon so lange Zeit vorher dermaßen deutlich quält, dann ist ein "nein" angebracht. Was ein "nein" auch zu dieser ungesunden Familiendynamik ist. Und übrigens: wenn Dein Bruder auf einmal fände, dass er an dem Geburtstag seiner hexenartigen, schrecklichen Schwester nicht begegnen will, dann würde das sicher mit großem Verständnis aufgenommen, oder? Zumindest einen Bruchteil dieses Verständnisses kannst Du ja auch mal einfordern...

  10. Inaktiver User

    AW: Der 70. Geburtstag meiner Mutter - und ich will nicht hin; bitte um Meinungen

    Zitat Zitat von sascha99 Beitrag anzeigen
    Mein Mann kennt ja die ganzen Umstände und sagt oft, dass es verständlich gewesen wäre bei der Konstellation, wenn ich auch den Bach runter gegangen wäre...Es gibt ein paar Dinge, auf die ich wirklich stolz bin. Eine Sache ist die, dass ich TROTZ dem ganzen Gedöns bei uns zuhause heute da stehe, wo ich stehe. Und das ist alles andere als selbstverständlich. Und nicht nur Glück.
    Das ist aber eine andere Aussage - hier stimme ich dir zu.

    Trotzdem hättest du genauso psychisch labil sein können wie dein Bruder und es dann eben nicht schaffen können. Ein gesunder Mensch neigt nicht zu derart selbstzerstörerischem Verhalten - da muss es eine gewisse Prädisposition geben. Die er hat und du nicht, und das ist einfach Schicksal.

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