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  1. Avatar von Annilein
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Palmanova Beitrag anzeigen
    Das müsste die Oma ja auch wollen, Annilein! Ein Gespräch diesbzgl fänd ich noch ok, aber es bleibt ja leider trotzdem dabei, dass die Enkel eine Enttäuschung für sie sind. Leider!!!

    Ich denke, das Wissen würde mir reichen, zumal die Kinder nichts dazu können. Die Oma hat sich ja nicht mal über das Omawerden gefreut. Ab da hätte ich den Kontakt zu meiner Mutter schon mehr als fragwürdig gefunden.

    Was will man da noch ändern können?
    Dann liegt der Ball aber bei der Oma. Bisher kann sie sich ja selbst als super interessiert darstellen, aber danach könnte man nach Bedarf immer auf dieses Gespräch verweisen.
    Alle müssen wollen ist ja in jeder Konstellation gegeben, die Enkel wollen sicher am allerwenigsten. Verständlicherweise
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)


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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Ein Versuch ist es vielleicht noch wert.


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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Liebe Palmanova,

    Zitat Zitat von Palmanova Beitrag anzeigen
    Nur dir liegt etwas daran, den Kontakt zur Mutter zu erhalten, den Kindern ist es unangenehm. Dann besuche deine Mutter doch ab und zu mal alleine.

    Wobei ich selbst darüber denke: Warum will die Tigerente so intensiven Kontakt zu ihrer Mutter, wenn die Mutter sich gar nicht für sie interessiert???
    Ehrlich gesagt habe ich so "intensiven" Kontakt, weil meine Mutter am liebsten noch intensiveren Kontakt hätte. Wenn es nach ihr ginge, würden wir jeden 2. Tag telefonieren (und zwar mindestens 30 min.) und müssten uns alle 4 Wochen besuchen. Und eine gute Tochter würde in den Sommerferien, wo sie ausnahmsweise mit den Kindern gleichzeitig Ferien hat, nach dem Familienurlaub noch 1-2 Wochen bei der Oma verbringen. Das ist die Intensität des Kontakts, die meine Mutter sich wünscht.
    Die jetzige Intensität (Weihnachten, Ostern, Geburtstage der Kinder und dann noch so ca. 2-3-mal pro Jahr zwischendurch, außerdem telefonieren einmal pro Woche ca. 30-60 Minuten) ist das, was ich maximal ertrage. Mir würde Besuch alle 3 Monate und telefonieren alle 2-3 Wochen völlig reichen.

    Dass ich mich auf den Kontakt einlasse, liegt einfach an den Rahmenbedingungen. Meine Mutter hat eigentlich nur mich, eine 10 Jahre ältere Schwester mit der sie sich ständig streitet und meinen am Ort wohnenden Cousin, der sie aber auch nicht ständig ertragen mag (er ist ihr Patenkind) als Familie. Ich fühle da schon eine Verpflichtung, mich zu kümmern.

    Dass meine Mutter sich nicht für mich und die Kinder interessiert, würde sie übrigens verneinen. Sie versteht nicht, dass sie sich nur für Äußerlichkeiten interessiert, das Innenleben ihrer Brut ist ihr egal. Sie kennt auch nicht den Unterschied zwischen "sich unterhalten" und "Monologe führen". Für ihr Gefühl hatten wir bei ihrem Besuch immerhin einige nette Unterhaltungen, diese Bestanden aber zu 90% aus Lästereien oder Lobeshymnen, je nachdem, über ihre Nachbarn.

    Alleine hinfahren - selbst das kostet mich Überwindung, weil ich mich oft frage "was will ich da?" Dann habe ich ja noch nicht mal die Fluchten mit den Kindern auf den Spielplatz. Klingt böse, oder? Aber ich denke, genau das ist der Weg - nächstens mal alleine hinfahren, nur für einen Tag, und dann das besagte Gespräch mal führen (so wie lich es vorschlägt) - einen Versuch ist es wert.

    Ach so, und ich zwinge die Kinder natürlich nicht, über die gemeinsamen Mahlzeiten hinaus sitzenzubleiben, während die Erwachsenen (= meine Mutter) sich unterhalten. Die dürfen gehen. Aber genau das war der Auslöser für diesen Strang - dass sie in den letzten beiden Tagen davon so ausgiebig wie noch nie Gebrauch gemacht haben.

  4. Avatar von Annilein
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Es kann eine Chance für euch sein, wenn du deine Mutter öfter mal allein besuchst. Ich treffe mich seit zwei Jahren regelmäßig allein mit meiner Mutter und wir gehen nur spazieren. Da ist sie ganz anders als wenn jemand dabei ist.

    Sonst ist sie deiner sehr ähnlich.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

  5. Avatar von brighid
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Man sah ihr das Kopfkino an "das kann ja nichts werden, dieses Kind (damals 36 Jahre alt) kann das doch gar nicht, das ist doch unfähig als Mutter".

    .
    hat sie das so gesagt oder kam es in deiner wahrnehmung bei dir so an?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  6. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Tigerente, da kriege ich schon Beklemmungen beim Lesen. Wie muss es dir dann erst gehen?!

    Nein, das klingt nicht bösartig, sondern etwas hilflos. Die Dame entzieht dir bestimmt eine Menge Energie. Immer nur Zuhören müssen strengt an. Und du besuchst sie nicht von Herzen gern. Was wohl niemanden wundert.

    Immerhin hat sie ja ihre Nachbarn. Und dass sie immer mit ihrer Schwester streitet, darf nicht dein Pflichtgefühl verstärken, würde ich sagen.

    Ich denke, ich würde die Rituale einbrechen lassen. Telefonate kurz halten, weil es angeblich klingelt, Hausaufgaben anstehen etc. Damit du das Eingefahrene ein bisschen lockern kannst. Besuche hinauszögern auch, damit du nicht immer bis an dein Maximum gehen musst. Lass dir einen Puffer übrig.

    Ich drücke dir die Daumen für deinen Besuch. Sie wird sich aber wahrscheinlich nichts davon annehmen. Aber dann hast du eben noch mehr Spielraum.

  7. Avatar von hexe-38
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Ich weiss jetzt nicht, wie weit sie weg wohnt (überlesen?) aber wenn es geht, würde ich mal ne Zeitlang MEHR hinfahren und dafür kurz.

    Mal du alleine, mal mit einem, mal mit dem anderen Kind, mal mit beiden. Einfach, damit so ein Besuch, der ja was Nornmales sein sollte, nich tmit soviel Erwartung überfrachtet ist. Weißt du, ich glaube gern, dass deine Mutter schwierig und unverbesserlich ist - aber ich kann mir auch vorstellen, dass sie unter dieser Sache leidet und bei jedem Besuch auf etwas Besseres hofft (wahrscheinlich ohne zu erkennen, dass SIE auch dazu beitragen kann/muss).

    Wenn der nächste Besuch dann nicht in ein paar Monaten, sondern z.B. in zwei Wochen ist - vielleicht entspannt das (nach mehrmaliger Durchführung, logisch) die Situation.

    Muss natürlcih machbar sein...
    Ich verliere nicht. Entweder ich gewinne oder ich lerne.


  8. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Hallo Palmanova, hallo Hexe,

    also, öfter hinfahren geht eigentlich nicht. Kürzer schon eher (in gewissem Sinne geht dann schon "öfter", denn dann geht auch mal ein normales Wochenende zwischendurch und man muss nicht auf das "lange Wochende") warten.

    Es ist nicht so sehr die Entfernung (wobei ich zugegebenermaßen nicht so ein "Rumfahrer" bin, dass ich ca. 2,5 h Fahrtzeit pro Strecke an einem Tag oder an zwei aufeinanderfolgenden Tagen besonders angenehm finde - mit Stau oder Problemen bei der Bahn können's schnell auch mal mehr als 3 werden), es ist die Zeit. Unsere Familienorganisation ist eng getaktet, wir arbeiten in Summe 1 3/4 Stellen, haben nach der Schule keine Betreuung für die Kinder, unter anderem, weil mein Großer sehr viel Unterstützung braucht wegen seiner LRS - für uns ist jedes Wochenende kostbar. Und wenn nur einer fährt, hat der andere mit den Kindern auch genug zu tun, und eigentlich brauchen wir die Wochenenden, um uns auch mal entspannen zu können oder die ein oder andere liegengebliebene Sache zu machen.

    Palmanova, ja, Du hast recht, sie entzieht mir unglaublich viel Energie. Und beklemmend war es schon immer, nur eben als Kind kapiert man das nur begrenzt, man hält die eigenen Eltern ja für "normal".

    Im Moment frage ich mich nur, ob ich das anstehende Gespräch demnächst mal am Telefon führe oder beim nächsten Besuch mache - Telefon ist immer etwas unpersönlich, das finde ich schwierig, Besuch hat aber den Nachteil, dass es direkt danach schwer für jeden von uns ist, wenn er erstmal Rückzugsraum braucht, um das zu verdauen. Überlege halt, ob ich beim nächsten Telefonat mit der Tür ins Haus falle: "Du, ich hatte das Gefühl, dein letzter Besuch bei uns war für Dich eher enttäuschend..."

    Mal sehen.

    Liebe Grüße, Tigerente


  9. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    hat sie das so gesagt oder kam es in deiner wahrnehmung bei dir so an?
    Gesagt hat sie das so nicht, so etwas sagt sie nie direkt, nur hintenrum oder zu anderen. In dem Moment konnte ich das gar nicht einordnen, wieso sie so bestürzt aussah. Ich war 36, in einer stabilen Beziehung, seit 3 Jahren verbeamtet, seit 1 Jahr im eigenen Haus wohnend - wenn nicht jetzt ein Kind, wann dann? Und ich dachte, jeder freut sich über das erste Enkelkind, wenn er sich nicht gerade Gedanken macht, dass die Rahmenbedingungen extrem ungünstig sind (also die 16-jährige Tochter Mutter wird z. B.).
    Dass sie vermutlich genau das dachte wurde klar aus vielen kleinen Bemerkungen, die in den Wochen und Monaten danach kamen, und weil sie es irgendwem anders gegenüber gesagt hat (also, dass sie mir das ja überhaupt nicht zutraut, ein Kind großzuziehen), der es mir dann zugetragen hat.

    Über das zweite Kind hat sie sich dann tatsächlich gefreut, mit den Worten "das freut mich aber, dass der Große nicht allein bleibt" (was auch immer das heißen sollte, wenn es von einer Frau kommt, die mit ihren Schwestern ihr Leben lang nur rumgestritten hat und selbst nur ein Kind hatte, und das mit voller Absicht - aber ich will es mal als positiv gemeint werten).

  10. Avatar von Annilein
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Tigerente, sie sieht sich eben in Konkurrenz mit dir, das ist für mich offensichtlich.
    Ihr Selbstbewusstsein wird nicht so stark sein wie deins und da sucht sie nach Bestätigung, dass sie vieles richtig und besser gemacht hat als du.
    Sie scheint ja bei dir einiges richtig gemacht zu haben, denn du machst einen selbstbewussten und gut organisierten Eindruck.

    Das neidet sie dir vermutlich, nur welche Mutter würde das schon zugeben? Daher die Sticheleien, die Fehlersuche, vermutlich würde sie sich freuen, wenn sie von dir was hören würde wo du mal ein Problem hast.
    Sicher würdest du dir eher auf die Zunge beißen, als von Problemen zu berichten, kann ich gut verstehen. Denn dass sie dann drauf rumreiten würde, ist eh klar.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

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