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  1. Avatar von Annilein
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Frag mal meine Mutter, die findet, wir könnten ruhig mal eine Woche bleiben, andere tun das. 4 Tage sind natürlich nicht 4 ganze Tage. Meist Ankunft zur Mittagszeit an Tag 1, 2 Tage ganz dort, an Tag 4 Abfahrt nach dem Mittagessen.
    Na klar wäre ihr eine Woche lieber, sie würde vielleicht gerne mit euch zusammen Alltag erleben. Das funktioniert aber nicht, weil ihr dort keinen Alltag habt.
    Sie könnte aber euren Alltag miterleben, wenn sie bei euch ist. Das ist ja schon so, da die Kinder ihr Leben weiterleben und sie schaut eben zu. Kann man ja so akzeptieren, was sollte Sie denn mit den Jungs machen? Sonderlich fit scheint sie nicht zu sein und kennt sicher keine Jungs in dem Alter.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)


  2. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von zuwenig Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass deine Mutter den Tod ihres Mannes gar nicht verarbeitet hat und keine oder wenig
    Emotionen zulässt evtl. depressiv ist?
    Ich würde eher sagen dass nach dem Tod meines Vaters ein "Blitzableiter" und ausgleichender Faktor fehlt und ihre unangenehmen Seiten eher zu Tage treten. Das Verhalten, das sie ihren Enkeln gegenüber zeigt, kenne ich schon Jahrzehnte, mir gegenüber. Eine schwach depressive Komponente ist da sicher mit dabei.


  3. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    @ Tigerente
    Wenn du es kannst, würde ich mit ihr sprechen, vielleicht rüttelt es sie wach.


    Ich mache auch nichts besonders aufregendes. Aber z. B. auf den Spielplatz gehen mit den Kindern, mal Zoobesuch, Schwimmbad allein mit dem Enkel. Oder auch öfters mal einfach durch die kleine Stadt dort
    gehen und da bekommt er schon das ein oder andere. Ich finde das auch nicht schlimm, auch da kann man
    doch durchaus mal die Eltern entlasten (neue Schuhe oder ein Fahrrad zum Geburtstag) Das macht mir auch Spaß muß ich zugeben

  4. Avatar von Annilein
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Legst du denn Wert darauf, dass deine Mutter für deine Kinder Oma sein soll? Klingt doch alles recht negativ
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)


  5. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Ich habe ja leider auch sehr schwierige Schwiegereltern und es zeichnet sich jetzt schon die Tendenz ab, die du mit deiner Mutter hier beschreibst. Das Enkel hat gefälligst ihre Erwartungshaltungen zu erfüllen. Ich warte jetzt schon drauf das mal der Vorwurf kommt wir würden unser Kind falsch erziehen und es ihr bewußt damit entfremden.

    Ich sehe das so das ich nicht verantwortlich für dieses Verhältnis bin zwischen ihnen und dem Enkelkind. Bei uns ist es auch so das sie auf der einen Seite Ratschläge wollen, aber wenn ihnen die Antwort nicht dazu passt, kommt gleich wieder ein blöder Spruch. Denn auch wenn ich meine Schwiegereltern persönlich nicht mag, halte ich mich bei meinem Kind da total zurück und versuche in der Kommunikation eher vermittelnd aufzutreten. Das empfinde ich daher nicht als meine Baustelle wenns dann zwischen den Parteien nicht klappt. Ja, ich kann meine Schwiegereltern nicht leiden (in deinem Falle ist es wohl ein eher schwieriges Verhältnis zu deiner Mutter). Und Kinder merken sowas. Mir ist es wichtig meinem Kind ab einem gewissen Alter daher zu vermitteln auch wenn wir mit ihnen nicht klarkommen, ihr dürft euch gern mögen. Das hat nix mit uns zu tun.

    Ich hatte auch Verwandtschaft, die ich mehr mochte und Verwandtschaft, die ich weniger mochte. Klar hört das niemand gern zu der Sorte zu gehören die nicht so gemocht wird. Aber schlussendlich denke ich wenn da schon so viel in Richtung zusammenführen bei euch passiert ist, ist es vielleicht an der Zeit die Karten auf den Tisch zu legen. Was ist dir wichtig bezüglich der Enkelkinder? Was glaubst du wie du das erreichen kannst?
    Meine Kinder sind so und so. Sie empfinden so und so. Wenn es dir wichtig ist in einen guten Kontakt zu kommen, berücksichte das. Wenn nicht, scheint es dir nicht wichtig zu sein und dann will ich mir aber deine Jammerei dazu auch nicht anhören.

    Gerade wenn die Oma das Kind zum weinen brachte, wäre für mich da als Mutter schon auch ne Ansage an sie fällig. Und dann wundert mich auch nicht warum sie sich immer mehr zurückziehen.

    Wir haben uns als Eltern darauf geeinigt das wir unser Kind entscheiden lassen wie viel Kontakt zu den Schwiegereltern später ist. Wenn sie die Großeltern toll findet, dann soll sie so viel Kontakt haben wie sie will. Wenn sie sie nervig findet und ungern dort ist, werden eben nur die Pflichttermine wahrgenommen.

  6. Inaktiver User

    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von zuwenig Beitrag anzeigen
    Vielleicht kann deine Mutter ab und an zu euch zu Besuch kommen, das mache ich alle 6-8 Wochen für ein paar Tage.
    Muss natürlich gut abgesprochen werden und von allen gewollt sein. Ist für die junge Familie viel einfacher (nicht
    das geschleppe von vielen Sachen) und ich unternehme dann halt immer einiges vor Ort und entlaste damit auch
    mal die Eltern.
    Zitat Zitat von zuwenig Beitrag anzeigen
    Ich mache auch nichts besonders aufregendes. Aber z. B. auf den Spielplatz gehen mit den Kindern, mal Zoobesuch, Schwimmbad allein mit dem Enkel.
    Hast Du den Strang eigentlich gelesen?


  7. Registriert seit
    11.03.2002
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Hallo Tigerente,

    blöde Situation.

    Aber ich finde auch, Du solltest Dich von der Verantwortung frei machen. Du bist nicht für die Gefühlswelt Deiner Mutter verantwortlich.
    Eine Person wie Deine Mutter kenne ich auch, meine Oma. Es war sehr, sehr anstrengend mit ihr.
    Du hast ja für Dich schon einen guten Weg gefunden damit umzugehen.

    Ich würde meine Kinder nicht unter Druck setzen. Besuche ab und zu müssen halt sein, ich würde sie so kurz halten wie möglich. Und die Kinder dürfen sich zurück ziehen. Auch ein Telefongespräch muss halt einfach mal kurz sein.
    Das ist das, was ich meinen Kindern als Anstand mitgeben möchte.

    Ich glaube, das geht aber allen Kindern so, auch Kinder die ihre Oma sehr mögen, kapseln sich irgendwann von den Omabesuchen ab.

    Alles Gute!
    Venice


  8. Registriert seit
    27.04.2005
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Venice, Du hast mir gerade auch noch einen sehr guten Gedankenanstoß gegeben, auch für ein fälliges Gespräch mit meiner Mutter (um es mal von einer anderen Seite anzufassen, als wir es bisher versucht haben).

    Ich habe nämlich gerade über meine Omas nachgedacht, und auch, wie wenig ich die eine mochte, das war echt eine bösartige und verbitterte Frau (meine Mutter ist ja nicht bösartig, ihr Gemeckere und so hat andere Ursachen). Die wohnte so 15 km entfernt, anfangs hatten sie und mein Opa noch eine kleine Landwirtschaft, da fuhren wir oft zum Helfen hin, das fand ich schön, und meinen Opa habe ich geliebt. Als ich 8 Jahre alt war, starb er, die Landwirtschaft wurde abgeschafft, meine Oma war ja auch im Rentenalter, und ab da waren die Besuche Qual. Ich habe immer meine Zeit dort abgesessen und gelesen (so wie heute die Kinder dann auf Handy oder Tablet daddeln oder eben auch lesen), bin dann raus oder bei Schlechtwetter in die Scheune gegangen und habe mit dem Hund gespielt. Als dann der Hund von einem Tag auf den anderen weg war (wir wurden nicht gefragt, ob wir ihn haben wollen, sie hat ihn an ein Tierversuchslabor verkauft, das habe ich ihr nie vergessen) wurde es immer unerträglicher.
    Aber ich war eben ein Kind, das machte, was die Eltern sagten: ich bin noch im Alter von 15/16 Jahren jeden 2. Sonntag mit hingefahren und habe meine Zeit dort abgesessen, bis die Oma alleine nicht mehr klarkam und ins Altersheim ging. Und auch dort bin ich immer brav mitgefahren und habe meine Besuchszeit abgesessen. Der Oma war ich glaube ich auch sehr fremd, ähnlich wie meine Kinder meiner Mutter. Ich las ständig Bücher, das fand sie schon seltsam, für sie reichte Zeitung, Bibel und Gebetsbuch. Interessierte mich für die große weite Welt mehr als für Dinge, die ein Mädchen können sollte (kochen, nähen). So wie das wilde Jungsgehabe und die Computerleidenschaft meiner Kinder meiner Mutter fremd ist.
    Die besagte Oma hatte übrigens "auch" nie ein nettes Wort für mich. Meine Mutter würde sagen, sie sagt den Kindern ja nette Dinge, aber das sagt sie immer so, dass es ihrer Ansicht nach einen erzieherischen Wert hat, nie einfach nur so. Und sie kritisiert viel.

    Insofern denke ich, ist das ein Ansatzpunkt. Die Zeit der Besuche verkürzen (die Frequenz jetzt nicht), und wenn sie fragt, wieso so kurz, mal die Dinge zur Sprache bringen. Vielleicht von meinen Gefühlen als Kind berichten, und dass diese Pflichtbesuche nicht im geringsten dazu geführt haben, dass ich eine engere Bindung zu der Oma aufgebaut hätte, im Gegenteil. Ihr nochmal klar machen, dass auch sie für die Qualität der Beziehung verantwortlich ist. Ich habe ihr jetzt 11 Jahre lang durch ausreichend häufige und lange Besuche die Gelegenheit dazu gegeben. Aber ich (und sie) muss jetzt auch akzeptieren, wenn die Enkel das langweilig finden und sich nicht auf den Besuch einer Oma freuen, die ständig nur auf dem Sofa rumsitzt und kritisiert.

    molto, ob zuwenig den Strang überhaupt gelesen hat, habe ich mich auch schon gefragt...

    Annilein, mit der Frage, ob ich Wert darauf lege, ob meine Mutter für die Kinder Oma sein soll, kann ich wenig anfangen. Sie ist die Oma. So wie sie auch meine Mutter ist. Das ist eine Tatsache, und aufgrund der engen Verwandtschaftsbeziehung finde ich es gut, wichtig und richtig, Kontakt zu haben und zu halten. Wie intensiv der Kontakt jetzt ist, das ist eine andere Frage.
    Mit den emotionalen Erpressungen meiner Mutter habe ich meinen Frieden gemacht, ihre negative Grundhaltung finde ich bei Besuchen immer anstrengend, aber sie ist eben immer noch meine Mutter, und es hatte auch viele schöne Seiten, sie als Mutter zu haben. Da steht ein Kontaktabbruch (egal ob von mir oder den Enkeln, so lange sie noch nicht erwachsen sind und das komplett selbst bestimmen können und sollen) für mich nicht zur Debatte.

    Liebe Grüße an alle, Tigerente


  9. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Sie könnte aber euren Alltag miterleben, wenn sie bei euch ist. Das ist ja schon so, da die Kinder ihr Leben weiterleben und sie schaut eben zu. Kann man ja so akzeptieren, was sollte Sie denn mit den Jungs machen? Sonderlich fit scheint sie nicht zu sein und kennt sicher keine Jungs in dem Alter.
    Ich denke, einfach nur zuschauen reicht nicht für ein gutes Verhältnis.

    Die Oma könnte die Jungs doch fragen, was sie gern machen würden. Es gibt jede Menge Spiele, die man auf dem Sofa sitzend zusammen spielen kann. Aber dafür muss man bereit sein, sich für die Vorlieben der Enkel zu interessieren und vielleicht auch mal was Neues zu lernen.
    Man kann sich auch einfach nur unterhalten oder sich etwas erzählen lassen. Das setzt aber echtes Interesse am Leben der Kinder voraus. Oder man lässt sich Computerkrams erklären, wenn das die Leidenschaft der Enkel ist. Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob die Oma dieses Wissen braucht, aber das Interesse muss da sein. Ich finde es toll, wenn Kinder so richtig begeistert von einer Sache sind und darüber erzählen.

  10. Avatar von Annilein
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Die Enkel sind ja vielleicht nicht begeistert von der meckernden Oma und haben keine Lust mit ihr auf dem Sofa zu sitzen.
    Meine Oma war mir auch fremd, ich war manchmal dort und wir wussten nichts miteinander anzufangen. Sie hat sich für mich nicht interessiert und umgekehrt. Sie war trotzdem meine Oma, aber man kann nicht immer voraussetzen, dass Enkel und Großeltern ein inniges Verhältnis haben. Es ist nicht jeder/r der Typ dafür.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

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