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  1. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Die Oma wird vermutlich um die Nöte ihres Enkels wissen und da dann nochmal extra draufzuhauen, ist schon sehr bösartig.
    Nein, die Oma weiß nicht um die Nöte ihres Enkels. Die Oma weiß sehr vieles nicht. Dafür habe ich meine Gründe.

    Insofern kann man ihr jetzt keine besondere Bösartigkeit zusprechen.

    Wie ich schon mehrfach sagte: diese Art von Sticheleien sind bei ihr "normales" Kommunikationsverhalten und richten sich gegen Freunde, Fremde, Erwachsene, Kinder gleichermaßen.


  2. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    So, weiteres dann erst, wenn ich alles gelesen habe, ich fand nur diese Beschreibung sehr gut - offensichtlich haben vieles aus meinen Beschreibungen ein echtes Oma-Monster herausgelesen.
    Du dann nehme ich viel zurück.
    Du klangst (in meinen Ohren - sind ja nicht die einzigen auf der Welt ) ziemlich verängstigt. Und in einem unguten "Schlechtes Gewissen" Ding verstrickt.

    Wenn die Monster Berufungen hier dazu beitrugen, deine Mama in einem netteren Licht zu sehen, ist es doch eh gut.
    Aber, nicht unterbuttern lassen - auch nicht weil Weihnachten ist


  3. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Im vorliegenden Fall hat aber die Oma oft genug geäußert, daß ihre Enkel eben nicht so sind, wie sie sich das vorgestellt hat - sie hätte lieber brave Enkeltöchter, die man nur sieht, aber nicht hört - und obendrein spricht sie Tigerente jegliche Erziehungsfähigkeiten ab, da wäre es doch dann eher seltsam, wenn sie ausgerechnet diese Sticheleien dann nicht böse meinen würde, oder ??
    Nur noch mal um sicherzugehen: das hat sie offen nie so geäußert. Immer nur hintenrum und unterschwellig. Auch mal Anderen gegenüber, wo sie dachte, ich würde es nicht erfahren. Offen uns gegenüber: nie.
    Würde sie es offen äußern, würde sie sich positionieren und für einen Konflikt öffnen. Konflikt darf aber nicht sein.

  4. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Nur noch mal um sicherzugehen: das hat sie offen nie so geäußert. Immer nur hintenrum und unterschwellig. Auch mal Anderen gegenüber, wo sie dachte, ich würde es nicht erfahren. Offen uns gegenüber: nie.
    Ich versteh dich offen gestanden überhaupt nicht.
    Findest du das gar nicht schlimm?
    Egal ob offen oder hintenrum...

    Ich nehme an, dass du dich daran gewöhnt hast. Du kennst es nicht anders.
    LG Ivi


  5. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Findest du das gar nicht schlimm?
    Ich finde das natürlich schlimm.

    Aber es macht in der Frage, wie reagiert man, einen riesigen Unterschied, ob man (wie mir hier ja teilweise unterstellt wird) auf offene Angriffe hin wegduckt aus Angst (glaubt mir, wer hier Angst bei mir raushört, sollte mal in sich selbst reinhören). Ich bin die erste, die auf offene Angriffe hin offen reagiert.
    Oder ob man überlegen muss, wie man mit ungesagten, unterschwellig geäußerten Dingen umgeht.

    Deshalb wollte ich das klarstellen.


  6. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Aber.....die situation mit dem Enkel beim Mittagessen, die du geschildert hast: das ist doch ganz klar ein offener Angriff, und du hast dich weggeduckt! Wie passt das zusammen?

  7. Avatar von TrishaTT
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Deine Beweggründe, warum du dich nicht zwischen deiner Mutter und deinen Sohn gestellt hast, ob es Angst ist oder etwas anderes, ist eigentlich vollkommen egal. Tatsache ist, dass du dich nicht so verhalten solltest. Damit verletzt du deinen Sohn.
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)


  8. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Oder ob man überlegen muss, wie man mit ungesagten, unterschwellig geäußerten Dingen umgeht.
    Der Witz an den "unterschwelligen Sticheleien" ist doch, dass der Stichler sich auf "Spaß/Missverständnis/was du immer hast/../ rausreden könnte.

    Daher würde ich (muss für dich nicht gelten @Tiger!) nach einer Weile auch auf sowas reagieren.
    Wieso nicht?

    @Angst - ja kenne ich mich aus.

    Ich bin mehr der "konfrontative" Typ. So unterschwellig, passiv-aggressives Getue, das liegt mir nicht so. Weder als Täter noch als Opfer.

    Ich verstehe aber, dass es dir in eurer Situation besser erscheint, auf Durchzug zu schalten.

    Mit "Angst" habe ich eigentlich gemeint, dass du Angst hast, bei deiner Mama (die ja anscheinend so gesund nicht mehr ist usw.) was falsch zu machen hinsichtlich "nicht mehr" oder "vorbei"...
    Und daher immer ein irgendwie schlechtes Gefühl hast. Weil du eigentlich keinen Bock hast, auf Besuch und Stichelei und dem ganzen Bohei. Und andererseits schlechtes Gewissen, weil "alte Mama", "Krank", "wer weiß wie lange/oft"....

    Du klingst übrigens, soweit man/ich das überhaupt und hier! beurteilen kann irgendwie "sortierter". Dem ganzen wieder gewachsener.

    Bei uns (weil du die Oma und mich zitiert hattest ) hatte sich das übrigens mit der Zeit umgekehrt. Als sie wirklich alt war und ich wirklich erwachsen, da habe ich dauernd auf sie eingetextet, wie sie meiner Ansicht nach ihr Leben zu regeln hat. Themen: Kühlschrank nicht voll packen, wenn man eh nix ist und Rente klein. Überhaupt Rente, nicht den ganzen Tag fernsehen, auch mal ins AWO Café.
    Auf einmal war ich die motzende Spaßbremse.

    Kann euch auch noch blühen.

  9. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Ich finde das natürlich schlimm.

    Aber es macht in der Frage, wie reagiert man, einen riesigen Unterschied, ob man (wie mir hier ja teilweise unterstellt wird) auf offene Angriffe hin wegduckt aus Angst (glaubt mir, wer hier Angst bei mir raushört, sollte mal in sich selbst reinhören). Ich bin die erste, die auf offene Angriffe hin offen reagiert.
    Oder ob man überlegen muss, wie man mit ungesagten, unterschwellig geäußerten Dingen umgeht.

    Deshalb wollte ich das klarstellen.
    Auf unterschwellige ungesagte aber deutlich gefühlte Ablehnung könntest du sie fragen, ob sie ihre Enkel nicht leiden kann.
    Doch, ein bißchen versteh ich das, denn...fällt mir gerade wieder ein, meine Mutter kann meinen Mann nicht leiden, so gar nicht.

    Gut, die Beziehung zu ihr ist inzwischen zerbrochen. Aber ich hab sie auch nie zur Rede gestellt. Allerdings äußerte sie diese Abneigung anderen gegenüber nicht. Es war nur spürbar.

    Hätte ich sie gefragt, hätte sie den Vorwurf entrüstet abgelehnt.
    Also von Anfang an ein sinnfreies Unterfangen

    Bei euch scheint es ähnlich?
    Zugegeben wird nichts!
    LG Ivi


  10. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    So, jetzt kommt meine summarische Antwort.

    Es war total spannend, mal die aufgelaufenen Spekulationen, Sichtweisen etc. von zwei Tagen gesammelt nachzulesen.

    Dabei ist mir mal wieder klargeworden, wie sehr jeder doch in die (gezwungenermaßen) spärlichen Informationen hier seine eigenen Erfahrungen reininterpretiert, und die reichen dann von wirklich üblen Omas (Beispiel Verharmlosung von Kindesmissbrauch) bis zur eher harmlosen Kategorie (halt ein bisschen spinnert). Mache ich ja auch in gewissen Müttersträngen so. Lese, denke "genau wie meine" und lege los.

    Aber man kennt eben nur die Facetten, die hier im Strang geäußert werden. Es ist auch schwer. Da schreibt man erstmal das Negative, an dem man sich gerieben hat, und mit dem man umgehen lernen will. Merkt man, es gleitet zu sehr ab, erwähnt man auch die positiven Seiten (manchmal jedenfalls), aber hat eigentlich schon verloren. Dann kommen Kommentare des Typs "Du verteidigst sie, Du willst nur nicht wahrhaben wie sie wirklich ist etc."

    @maryquitecontrary: auch wenn hier einige nicht wirklich verstanden haben, was Du sagen wolltest, ich habe es, und Du kommst dem Kern der Sache schon sehr nahe. Das näher auszuführen, wäre für den Strang hier zu persönlich, ich melde mich per PN.

    An alle Anderen: hier ist der Punkt gekommen, an dem wir uns im Kreis drehen. Ich werde deshalb hier aussteigen, mir sind in den letzten Tagen, gerade auch durch Gespräche mit Personen im Real Life noch einige Erkenntnisse gekommen, die ich in den nächsten Wochen und Monaten umsetzen werde.

    Nur eine letzte Sache möchte ich noch loswerden.

    Es gibt hier einige, die mir "Angst vor der direkten Konfrontation" oder ähnliches unterstellen.

    Ich war sehr lange der Typ "Mit dem Kopf durch die Wand, bei Angriff zurückschlagen, manchmal ist Angriff die beste Verteidigung" (damit meine ich jetzt nicht die Muttersituation speziell, sondern allgemein im Leben bei Konflikten). Leider funktioniert das eben nicht so gut, wie man denkt. Manchmal ist der Andere stärker, manchmal weicht der Andere gekonnt aus und man rennt ins Leere oder gegen die Wand, die dahinter war. Ich habe mir dabei oft eine blutige Nase geholt.

    Irgendwann habe ich angefangen Aikido zu machen, eine Kampfkunst, die darauf basiert, selbst nicht anzugreifen, aber den Angriff des Anderen umzulenken (dann landet der schlimmstenfalls an der Wand, die im Weg war, normalerweise mit Schwung auf dem Boden). Die große Kunst dabei ist, seine Mitte zu finden und in dieser zu bleiben und trotzdem individuell auf den Angreifer einzugehen, während der Angreifer um einen herumwirbelt und damit seine Energie verschwendet. Manchmal gelingt es mir, dieses Prinzip bei Auseindersetzungen einzusetzen, manchmal nicht. Wenn es mir gelingt, merke ich aber, dass es viel effektiver und befriedigender ist als "Kraft gegen Kraft" zu setzen.

    Das so prinzipiell, nicht meine Mutter betreffend.

    Meine Mutter betreffend: es gibt Menschen, mit denen kann man nicht streiten. Weil sie sich dem Konflikt nicht stellen, sondern immer nur ausweichen. Maximal geht "Platte mit Sprung", was hier ja auch schon empfohlen wurde und ich durchaus auch anwende. Aber prinzipiell ist mit meiner Mutter streiten wie der Versuch, einen Wackelpudding an die Wand zu nageln. Da kann ich noch so entschlossen sein, einen riesigen Hammer und einen riesigen Nagel haben - er fällt trotzdem runter.

    Vielen Dank für Eure Ideen, Denkanstöße etc. - ich mache hier jetzt erstmal Schluss und im Real Life weiter.

    Liebe Grüße, Tigerente

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