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  1. Avatar von Sneek
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Was bedeutet durchgeschüsselt?


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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Aus dem Kontext heraus würde ich raten: "Sprung in der Schüssel".

  3. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Aus dem Kontext heraus würde ich raten: "Sprung in der Schüssel".
    Durchgeknallt?
    LG Ivi


  4. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das konkret?
    :-)

    Ich kann deine Ausführungen oft gut nachvollziehen, aber hier fällt es mir schwer.
    Wie übersetzt sich die klare Haltung in Verhalten? Das scheint mir das zu sein, womit tigerente kämpft.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  5. Avatar von fritzi72
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Würde mich auch interessieren. Ich würde aus Deinen Zeilen schließen, dass es nicht in jedem Fall einer Reaktion der Eltern auf Aktionen oder Äusserungen des schwierigen Großelternteils bedarf, wenn die innere Haltung der Eltern und dass sie zum Kind stehen, für das Kind klar ist, vielleicht misinterpretiere ich aber auch?
    Wie sich die Haltung ansonsten idealerweise ins Verhalten übersetzt wäre für mich auch spannend.


    Was mir ansonsten in der Diskussion etwas zu kurz kommt, ist, dass überwiegender Konsens zu sein scheint, dass die Oma „reif“ und „erwachsen“ sein müsse.
    Ich erlebe bei meinen eigenen Eltern und bei Freunden, die über ihre Eltern in ähnlichem Alter (70+ bis 80+) berichten, oft anderes, nämlich, dass die Eltern zunehmend halsstarriger und schwieriger, teils kindisch (schnell beleidigt, unsinnig rechthaberisch) werden.
    Mir ist in einem Familienurlaub, in dem meine Mutter dabei war, aufgefallen, dass das, obwohl sie aktiv und grundsätzlich geistig rege und interessiert, daran liegt, dass sie oft gedanklich nicht mehr so schnell und flexibel ist, wie früher und manches nicht mehr schnell erfasst. Dafür hält sie eher an alten Glaubenssätzen und hinterfragt weniger bzw kann andere Sichtweisen nicht mehr gut annehmen. Das scheint sie zu brauchen, um weiter in der Welt zurecht zu kommen, weil die ihr in vielen Punkten „davonläuft“.
    Dadurch ist der Umgang mit ihr und auch der Umgang zwischen ihr und den Enkeln deutlich schwieriger, als noch vor 10 Jahren und sie ist leider auch viel weniger empfänglich dafür, wenn mein Vater (bei uns der eher schwierige Grosselternteil) sich ungeschickt bis blöd gegenüber den Kindern verhält und verteidigt ihn öfter, was früher selten der Fall war.

    Was ich damit sagen will: manche alte Menschen (nicht alle natürlich) werden nicht unbedingt aus bösem Willen schrullig, sondern weil sie sich im Alter zurückentwickeln, das aber nicht wahrnehmen und mit ihren Schrullen versuchen, ihr Weltbild und ihre Strukturen zu erhalten.
    Der Ansatz, dass man ihnen beibringen könne, sich anders zu verhalten, funktioniert deshalb nur bedingt und ich finde minstrels Ansatz der Großzügigkeit deutlich zielführender und fechte Kämpfe, die ähnlich aussichtsreich sind wie Diskussionen mit einem trotzenden Zweijährigen während eines Tobsuchtsanfalls nicht aus.
    Heißt nicht, dass ich zu allem „Ja“ und „Amen“ sage, aber jedesmal die großen Geschütze bis zum Abbruch des Besuchs aufzufahren, bringt nur Unfrieden, ohne nennenswerte Erfolge.

    Tigerentes Kinder sind meiner Meinung nach nicht mehr so klein, dass sie nicht verstehen können, dass Oma nicht ernst zu nehmen ist und man sie, eben wie den brüllenden Zweijährigen, manchmal mit einem Schulterzucken oder Kopfschütteln lassen muss.

    Abwertungen stehen auf einem anderen Blatt, aber da hoffe ich auf ein Beispiel von mary , gerade, weil wir das mit einer blöden Äusserung meines Vaters zur Figur meiner Großen auch schon hatten und ich, auch wenn ich mir das von seiner Seite aus verbeten habe, nicht wusste, wie ich schnell und geschickt eingreife, ohne das Thema noch größer zu machen.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  6. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    :-)

    Ich kann deine Ausführungen oft gut nachvollziehen, aber hier fällt es mir schwer.
    Wie übersetzt sich die klare Haltung in Verhalten? Das scheint mir das zu sein, womit tigerente kämpft.

    Ich lese es anders; nach meiner Einschätzung kämpft Tigerente nicht mit dem Verhalten sondern mit der Haltung.

    Wie sich die Haltung dann übersetzt ist eine Frage von Stil und Persönlichkeit.

    Wie die Haltung ist, habe ich zu beschreiben versucht. Einfühlsam aber abgegrenzt gegenüber den Kindern, freundlich und abgegrenzt gegenüber ihrer Mutter, soweit möglich (das Freundliche, meine ich). Und eben nicht so sehr einfühlsam.

    Mit einfühlsam aber abgegrenzt meine ich, dass man empathisch ist und spiegelt, aber nicht zu sehr mit dem Kind mitschwingt. Stabil und zuversichtlich.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  7. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Ok. Jetzt wird es etwas klarer für mich.

    Du meinst, tigerente schwankt zwischen dieser abgegrenzten Haltung und (zu viel) Mitgefühl mit ihrer Mutter?
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  8. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Das sind ja reine Mutmaßungen von meiner Seite. Ich nehme da etwas zu wenig Abgegrenztes wahr gegenüber der Großmutter, aber auch gegenüber dem Sohn. Tendenziell zu viel Einfühlung und zu wenig Stabilität. Und das bitte cum grano salis magno, und nix für ungut, Tigerente.


    Da ich die Besorgnis hier nicht teile in bezug auf die Großmutter, denn die Beziehung zu den Eltern scheint doch das Wesentliche abzufangen. Oma is overrated.

    Aber jetzt geht Sybil Trelawney schlafen;-)


  9. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Nein, das ist für mich das Ideal.

    Abgesehen davon, dass man auch geliebt sein kann von jemand, der das nicht gut zeigen kann und eher ungünstige Kommunikationsmuster hat...

    Der Sinn ist, da bin ich ganz bei Para, den Umgang mit den verschiedensten Menschen zu üben und eine emotionale Eigenständigkeit zu entwickeln. Das kann man nicht, wenn man immerzu nur positiv bestärkt wird, davon bin ich überzeugt.

    Wenn man immerzu von dem Ideal ausgeht und sich allem entzieht wo das nicht erreicht wird, dann führt das in meinen Augen nicht zu besonderer Lebenstüchtigkeit. Ich kenn einfach zu viel Leute, die so leben, und ständig Probleme im zwischenmenschlichen Bereich haben, weil ihnen einfach das Rüstzeug fehlt mit Leuten umzugehen die eben nicht das Ideal verkörpern sondern fehlerbehaftet und defizitär sind.
    Eben.
    Es gibt ja derzeit einen guten Artikel im Stern zu den "Erziehungsmethoden" der heutigen Eltern.....

    Ich reihe mich auch mal ein die Menschen mit als ruppig empfundenen Verhaltesnweisen, wenn sie denn so sehr von denen der Eltern abweichen.
    Ich bin direkt, schon immer gewesen, jede Art der Taktik liegt mir nicht, weil ich das für unaufrichtig halte.

    Von mir ist auch mal ein kleines Enkelkind weinend zu Mama gelaufen. Weil ich sie eben deutlich davon abhielt beim Puzzle immer dazwischen zu greifen. Und was passierte dann? Sie tapperte zurück - und spielte weiter mit.

    Angst haben, richtige wirkliche Angst kann ich mir schwer vorstellen.
    Aber, wenn das dann so ist, dann kann das Tigerente eben am besten beurteilen.

    Ich sehe meine Schreibe hier nur als Impuls.
    Meiner Meinung fängt aber eben alles bei der Beziehung von Eltern zu Großeltern an.
    Das hat oberste Priorität. Wenn zum Beispiel die Oma die Enkel in Watte packt und die Eltern ständig abwertet geht das eben nicht. Wir waren zum Beispiel eben die "Asozialen", die man immer verscheißern kann, und auf deren Kosten man die schönsten Witze reissen kann.

    Ansonsten, man sollte das Alter nicht unterschätzen. Ich spiele zu meiner eigenen Verwunderung heute viel lieber und besser mit kleinen Kindern als damals mit meinen eigenen.
    Aber, Spielplätze und deren Gefahren sind mir ehrlich gesagt ein Graus. Treppen auch etc...das kann man wohl wieder lernen. Sollte aber auch nicht voraussetzen dass es gleich klappen muss.

    In meiner Ursprungsfamilie waren Kinder immer das Gelbe vom Ei.
    Darum konnte ich zum Beispiel meiner Oma so manche echt gemeine Bemerkung verzeihen. Aber, nicht so einfach schlucken.

    Das muss nun Tigerente selbst entscheiden.


    Und - das kann sie auch. Ich wünsche ihr den mutigen Mut und das Herz dazu.
    Alles Liebe für euch.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  10. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    So, ich war ein paar Tage privat eingespannt und wollte eigentlich erst antworten, wenn ich alles gelesen habe, so mehr summarisch - wurden ja über 10 Seiten seither geschrieben und ich habe noch nicht alles gelesen.

    Bevor die Oma hier total zur Monsteroma wird (bin ich vielleicht auch schuld, habe ich vielleicht zu vereinfachend beschrieben, wollte ich das hier herausgreifen.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Meine Oma lebt auf einem komplett anderen Planeten wie ich. Ihr war weitestgehend unbegreiflich was ich so treibe, meine, sage, will und tue. Das hat sie mir oft und wortreich mitgeteilt. Wir haben uns da klassisch verloren und entfremdet.
    Tat weh.
    Aber immer war mir spürbar, die liebt mich. Die hat Angst, dass ich nicht glücklich werde, mit dem ihn ihren Augen unverständlichen Tun. Die will, dass es mir gut geht. Daher nölt sie an mich hin. Ich fand sie spießig, ungebildet, weltfremd und unemanzipiert. Das ganze Generationsprogramm. Aber Liebe spürte man immer.
    Das beschreibt perfekt die Oma, von der ich hier schreibe. Das Problem ist nur, dass sie genau das nicht wortreich mitteilt, sondern mit komischen Zwischenbemerkungen hintenrum. Das ist m. E. der einzige Unterschied. Auch sie liebt ihre Enkel in dem Sinne, dass sie will, dass es ihnen gut geht. Leider ist sie davon überzeugt, dass ich nicht weiß, wie man es machen muss, damit es ihnen gut geht, und auch davon überzeugt, mit komischen Sprüchen bei Besuchen das Ganze wenigstens teilweise wieder geraderücken zu künnen.
    Die Liebe spürt man hier auch. Ohne diese Art von Liebe (auch für mich) hätte ich tatsächlich schon den Kontakt abgebrochen.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich habe einfach Zweifel, ob die Kinder dieser Oma sich geliebt von ihr fühlen. Oder ob das eine krass unfreundliche alte fremde Frau ist, die der Mama für die Kinder spürbar Kummer und Angst macht.
    Nein, das ist keine krass unfreundliche alte fremde Frau die den Kindern Angst macht. Das ist eine im sozialen Umgang schon ihr Leben lang sehr ungeschickte, traurige alte vertraute Frau, die genau deshalb verunsichert - die Kinder spüren die Liebe und hören die Kommentare, und das passt für sie nicht zusammen. Der Große kann schon besser abstrahieren, der kommt damit eben besser klar.

    So, weiteres dann erst, wenn ich alles gelesen habe, ich fand nur diese Beschreibung sehr gut - offensichtlich haben vieles aus meinen Beschreibungen ein echtes Oma-Monster herausgelesen.

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