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  1. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Seelische Misshandlung?
    Geht es noch dramatischer?

    Was soll aus Kindern werden, denen man einredet, dass sie in der Familie seelisch misshandelt wurden - und damit Sticheleien der Oma meint....
    Einreden? Ich denke eher, die Kinder empfinden es so. Und nein, ich sehe nicht Sticheleien grundsätzlich als seelische Misshandlung an. Aber man muss wissen, wo die Grenze ist.

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Meine Töchter sind mit zwei unterschiedlich schwierigen Omas, drei unterschiedlichen Opas und bekloppten Eltern, die nichts, aber auch gar nichts Ernst nehmen, aufgewachsen. Von zwei durchgeknallten Tanten will ich gar nicht erst anfangen. Jede weiß und wußte mit jeder Bezugsperson unterschiedlich und ganz individuell umzugehen. Das ist einfach eine Entwicklungsleistung, die von Kindern zu erbringen ist.
    Gälte es auch für dich als erbrachte Entwicklungsleistung, wenn eine deiner Töchter gesagt hätte, dass sie eine der Verwandten einfach nur zum Kotzen findet und sie nicht mehr besuchen wird?

  2. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Gälte es auch für dich als erbrachte Entwicklungsleistung, wenn eine deiner Töchter gesagt hätte, dass sie eine der Verwandten einfach nur zum Kotzen findet und sie nicht mehr besuchen wird?
    Natürlich. Aber uns allen bedeutet Familie so viel, dass wir zur Not auch mal die Rolle des katzbucklerischen, devoten, aber subversiven Weibstückes annehmen.
    Das Leben ist Theater und im nächsten Stück mit anderen Personen darfst du dann wieder Superwoman sein.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  3. Avatar von Hases_Frau
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Seelische Misshandlung?
    Geht es noch dramatischer?

    Was soll aus Kindern werden, denen man einredet, dass sie in der Familie seelisch misshandelt wurden - und damit Sticheleien der Oma meint....
    Das kommt wohl auf die Gesamtumstände an.
    Ein Kind, das nach jahrelangem Schulmobbing ohnehin schon in Behandlung ist, wird auch vorgeblich harmlose Sticheleien von wem auch immer sehr viel heftiger auffassen, als Kinder, die diese Vorbelastung nicht haben und dann kann wohl durchaus von seelischer Misshandlung sprechen.
    Die Oma wird vermutlich um die Nöte ihres Enkels wissen und da dann nochmal extra draufzuhauen, ist schon sehr bösartig.


  4. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Natürlich. Aber uns allen bedeutet Familie so viel, dass wir zur Not auch mal die Rolle des katzbucklerischen, devoten, aber subversiven Weibstückes annehmen.
    Das Leben ist Theater und im nächsten Stück mit anderen Personen darfst du dann wieder Superwoman sein.
    Na schön...


  5. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Die Oma wird vermutlich um die Nöte ihres Enkels wissen und da dann nochmal extra draufzuhauen, ist schon sehr bösartig.
    Das kann man so sehen.

    Ich seh es eher so, dass das die Kommunikationsmuster sind, die so jemand gelernt hat, nicht selten in der Generation, der macht das also nicht mit voller Absicht.

    Was mir immer sehr wichtig war, meinen Kindern zu vermitteln: die Oma meint es eben genau nicht böse, sie kann nicht anders, weil sie es nie gelernt hat. Und oft genau meint es so wer es ja auch ganz im Gegenteil sogar gut!

    Wär ich überzeugt, jemand würde den Kindern wirklich mit voller Absicht schaden wollen wär ich auch weg.

  6. Avatar von luftistraus
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Natürlich wäre es am besten wenn alle gleich ticken würden und alles auf Liebe, wohlwollen und Respekt beruhen würde.

    Wir befinden uns aber nicht im Märchenland sondern in der Realität. Die Gründe sind meist sehr vielschichtig und sehr komplex. Die wenigsten handeln rein bösartig (meine Meinung) sondern haben mit eigenen Dämonen zu kämpfen.

    Kinder sollen auch Konfrontationen erleben, denn damit "wachsen" sie. In ihrem Wesen/Persönlichkeit. Sie lernen in einem geschützten Rahmen die Realität kennen und das nicht alles wie im Märchenbuch ist.

    Allerdings ist es ein schmaler Grat und es kommt immer auch auf die individuelle Kinderseele an, wo die Grenze/Rahmen ist.
    Deswegen gibt es keine allgemein gültige Richtschnur (leider)

    Das eine Kind kann 30x abgewertet werden und macht keinen dauerhaften Schaden, beim anderen Kind reicht es 1x.

    Nun hat auch jede Mutter ihre eigenen Prioritäten, für mich sind sie vom Verstand und Emotional immer mein Kind gewesen.

    Bei vielen Müttern fällt mir auf das die Kinder nur im Verstand auf Nr.1 sind aber nicht Emotional. Dann resultiert es wie bei Tigerente (ich mache dir keinen Vorwurf oder verurteile Dich deswegen!)

    Der Zaubertrick: Verstand und Emotion vereinen, dann ist der Umgang mit eigener Mutter (Oma) und den Kindern gar nicht mehr so schwierig.

    Da kommt kein schlechtes Gewissen, wenn man die eigene Mutter in die Schranken weißt um das Kind zu schützen.
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  7. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Der Zaubertrick: Verstand und Emotion vereinen, dann ist der Umgang mit eigener Mutter (Oma) und den Kindern gar nicht mehr so schwierig.

    Da kommt kein schlechtes Gewissen, wenn man die eigene Mutter in die Schranken weißt um das Kind zu schützen.
    Und wie willst du Verstand und Emotionen vereinen, wenn diese sich widersprechen? Wenn, dann müsste man beide zuerst "bearbeiten". Ein schlechtes Gewissen ist nämlich auch eine Emotion.

  8. Avatar von Hases_Frau
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen

    Ich seh es eher so, dass das die Kommunikationsmuster sind, die so jemand gelernt hat, nicht selten in der Generation, der macht das also nicht mit voller Absicht.

    Was mir immer sehr wichtig war, meinen Kindern zu vermitteln: die Oma meint es eben genau nicht böse, sie kann nicht anders, weil sie es nie gelernt hat. Und oft genau meint es so wer es ja auch ganz im Gegenteil sogar gut!
    .
    Im vorliegenden Fall hat aber die Oma oft genug geäußert, daß ihre Enkel eben nicht so sind, wie sie sich das vorgestellt hat - sie hätte lieber brave Enkeltöchter, die man nur sieht, aber nicht hört - und obendrein spricht sie Tigerente jegliche Erziehungsfähigkeiten ab, da wäre es doch dann eher seltsam, wenn sie ausgerechnet diese Sticheleien dann nicht böse meinen würde, oder ??

    Ich finde auch die Argumentation, die Oma könne nicht anders, weil sie es nie anders gelernt hat, ziemlich ungut.
    Das enthebt zum Einen tatsächlich die Großmutter der Pflicht, im Laufe ihres Lebens noch dazuzulernen und zum Anderen bringt es die Kinder wieder in die Rolle der ungerecht Behandelten: Sie sollen die Entwicklungsleistung erbringen, sich auf unterschiedliche Menschen einzustellen , aber diese anderen Menschen müssen das den Kindern gegenüber nicht oder wie ??

    Bei uns in der Familie wurde das leider auch so gehandhabt, mit ziemlich miesen Folgen, auf die ich hier - es ist Tigerentes Strang, nicht meiner - nicht näher eingehen möchte, nur vielleicht soviel: Aus den aktuell lebenden 3 Generationen war jeweils mindestens ein Mitglied stationär in der Psychiatrie (und eigentlich hätte auch der Eine oder Andere ins Gefängnis gehört), tyrannisiert von einer inzwischen glücklicherweise verstorbenen Frau, die sich auch darauf berufen hat, daß sie sich nach 1945 nicht mehr weiterentwickeln musste.

    Wäre ich an Stelle der TE würde ich mein gesamtes Augenmerk darauf richten, die Söhne behütet und liebevoll aufwachsen zu lassen - die Schäden, die sie sich jetzt zuziehen, sind dazu geeignet, auch noch die kommende Generation zu belasten, während die Großmutter außerhalb ihrer Familie nicht mehr allzu viel dauerhaftes Unglück anrichten kann, insofern wäre es mir da auch egal, ob sie sich brüskiert fühlt oder nicht, zumal sie ja durchaus jahrzehntelang Gelegenheit hatte, ihre Wortwahl und ihr Verhalten zu überdenken. Und im Zweifelsfall muß sie dann jetzt eben ernten, was sie gesät hat.
    Geändert von Hases_Frau (31.10.2019 um 13:02 Uhr)

  9. Avatar von luftistraus
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Und wie willst du Verstand und Emotionen vereinen, wenn diese sich widersprechen? Wenn, dann müsste man beide zuerst "bearbeiten". Ein schlechtes Gewissen ist nämlich auch eine Emotion.
    Genau das ist die Kunst jeder Psychotherapie ;)

    Verstand und Emotion in Einklang bringen

    --------

    Grobe Punkte zur Sortierung

    - Ich liebe meine Mutter und bin ihr dankbar weil sie so viel für mich gemacht hat.

    Das ist ein eigenständiger Gedanke/Emotion die völlig ok sind.

    Jetzt wird es schwierig und der Ansatz zu einer möglichen Lösung

    Ich darf meiner (erwachsenen) Mutter als (erwachsenes Kind) Grenzen aufzeigen ohne das ich sie weniger Liebe oder weniger dankbar bin.

    - Warum habe ich ein schlechtes Gewissen

    Dies gilt es zu ergründen und das kann TE nur für sich selbst oder mit Hilfe

    Ein schlechtes Gewissen ist eine echte EMotion, aber nur ein Symptom und nicht das knirschen im Getriebe

    Sobald dies aufgelöst ist (woher das schlechte Gewissen) ist die Bahn frei um Verstand und Emotion im Bezug auf die Kinder in Einklang zu bringen.

    -----------

    Ich möchte da gerne ein bildliches Beispiel geben.

    Verstand und Emotion(Herz) sind durch eine Schnur/Leitung verbunden. Das schlechte Gewissen bei der Mutter und auch sonstige Konflikte blockieren die Leitung.
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  10. Avatar von luftistraus
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, das hier "das schlechte Gewissen der Mutter gegenüber" das Hauptproblem ist.

    Ich vermute, das liegt eher beim Thema: Anerkennung von der Mutter und Erwartung/Hoffnung der TE das Mutter sich ändert.

    Beispiel:

    Die Oma meint das nicht so

    1. Vielleicht meint sie es aber sehr wohl so
    2. Tigerente hofft, das Mutter es nicht so meint
    3. Tigerente wünscht sich jedesmal, das Mutter sich anders äußern würde

    Die Oma ist wie sie ist, entweder man akzeptiert sie so oder halt nicht.

    Aber dieses "sich stören am Verhalten" und es weiter zuzulassen ist sehr ungesund
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