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  1. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das Problem ist ja vermutlich auch weniger, dass die Oma es doof findet, wenn Kinder im Matsch spielen, sondern mehr die Form, in der sie das äußert.
    Hm. Und was lernt man daraus, wenn man sich dem komplett entzieht?

    Was macht dein Kind, wenn es auf so einen Lehrer trifft? So einen Ausbilder, so einen Chef?

    Mir war ja wichtig dass meine Kinder damit umgehen lernen und das eben schön bei dem lassen der so ist. Schlechtes Gewissen machen funktioniert ja nur, wenn du entsprechend reagierst...

    Ich hätt bei dem Garten Beispiel ja gesagt: genau das ist ja das Schöne dran. Meine Mutter hätte die Augen verdreht und am Heimweg hätte uns die Oma leid getan mit ihren verqueren Vorstellungen, was man tut und was nicht, da kann man doch drüber reden? Sie sieht es so, und wir anders. Basta. Deshalb haben wir auch mehr Spaß im Leben als die Oma...

    Meine Tochter kam mit 12 mal von einem Omaaufenthalt zurück und sagte nur ganz trocken: dafür dass du bei denen aufgewachsen bist bist du ja erstaunlich normal...

    Kinder können das schon einordnen, glaub ich. Wenn man sie bestärkt, dass sie sich den Ansichten ja nicht unterwerfen müssen.

  2. gesperrt
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das Problem ist ja vermutlich auch weniger, dass die Oma es doof findet, wenn Kinder im Matsch spielen, sondern mehr die Form, in der sie das äußert.

    Und da sehe ich Tigerente durchaus kritisch - die Oma nutzt anscheinend "schlechtes Gewissen machen" recht viel, da kann man durchaus ganz klar sagen: "Solange Du das machst, bekommst Du die Kinder nicht zu sehen" - gar nicht mal als Strafe, sondern weil man das selbst für schädlich für die Kinder hält.


    Der Nachteil daran ist: Die Oma macht das schon immer so, wenn man das so klar kritisiert, sagt man klar und deutlich, dass man den Erziehungsstil der Oma auch rückwirkend (also hier: bei Tigerente selbst) für falsch hält.

    Damit, dass sie das dann merkt, muss man dann leben.
    Genau so.
    So bin ich aufgewachsen.
    Ich will das aber meiner Mutter zum Beispiel nicht vorhalten. Ich will oberflächliche Harmonie, aber kein tiefes Analysieren von irgendwelchen Verhaltensmustern.
    Das brächte niemandem irgendeinen Gewinn.


  3. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Hm. Und was lernt man daraus, wenn man sich dem komplett entzieht?

    Was macht dein Kind, wenn es auf so einen Lehrer trifft? So einen Ausbilder, so einen Chef?

    Kommt auf die genaue Situation an, ich würde aber generell durchaus zum "sich wehren" raten oder, je nach Situation, dazu zu gehen.

    Ich habe selbst gerade einen Chef erwischt, der eine Art hat Kritik zu äußern, die mich ganz massiv an eigene Mobbingsituationen (ja, wirklich Mobbing) erinnert.
    Was er da macht, ist auf jeden Fall unkonstruktiv, aber bei mir dürfte es stärker wirken als beim durchschnittlichen MA. Bei mir hat das zur Eigenkündigung geführt (mit ein paar anderen Sachen), dem muss ich mich so nicht aussetzen.


    Gäbe es die Möglichkeit der Kündigung nicht, wären wir sicher innerhalb des nächsten Jahres oder so heftig aneinander geraten, zum Aussitzen würde ich jedenfalls keinem Kind raten.

    Die schlechte Note (wenn der Lehrer das dann überhaupt macht....), die das "sich wehren" einbringt, überlebt man.

    Von dem Ego, das "sich wehren" verschafft, zehrt man ein Leben lang - leider arbeitet man an dem schlechten Ego, das "Aushalten und Wegducken" einbringt, auch noch eine ganze Weile.

    Ich hätt bei dem Garten Beispiel ja gesagt: genau das ist ja das Schöne dran. Meine Mutter hätte die Augen verdreht und am Heimweg hätte uns die Oma leid getan mit ihren verqueren Vorstellungen, was man tut und was nicht, da kann man doch drüber reden? Sie sieht es so, und wir anders. Basta. Deshalb haben wir auch mehr Spaß im Leben als die Oma...
    Das "deshalb haben wir auch mehr Spaß am Leben als die Oma" fände ich ja nun der Oma gegenüber doch zu fies, selbst wenn es in deren Abwesenheit zu den Kindern gesagt wird.
    An sich finde ich das Gartenbeispiel auch nicht so schlimm - die Summe macht es.


  4. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Aber dass ein Kind zermürbt wird weil eine Oma nunmal andere Vorstellungen hat, das glaub ich ja nun nicht.
    Ich glaube nicht, dass es da um "andere Vorstellungen" geht.

    Ich stimme dir zu. Es kann sehr bereichernd sein, zu erleben wie anders man was sehen kann. Bei so Zeugs wie "der Euro, Fluch oder Segen" oder bissl dramatischer: "Tote Viecher essen - ja oder nein" auch "FFF - Schuleschwänzer oder nicht"

    Alles Generationskonflikt taugliche Themen. Was wären die Generationen ohne Konflikt.

    Auch, dass die Oma ticken darf, wie sie will - da stimme ich dir zu@Vorbei
    Aber hier erscheint der Konflikt gravierender und mit scharfen Waffen ausgetragen.

    Diese Oma stichelt ihre Enkel an. Habituell. Die Enkel können sich aufgrund von Alter und Sozialisation dessen nicht selber erwehren, die Mutter der Kinder kann es auch nicht, weil es ein Thema aus ihrer eigenen Kindheit zu sein scheint.

    Das ist was anderes als "Oma so, daheim so" - was in den meisten Fällen eher so interpretiert werden dürfte, dass man chez meme länger fernsehen darf und weniger im Haushalt helfen muss. Und dass die Oma raucht. Obwohl doch ALLE wissen....

    Aber dass man die Oma besucht um sich dort kollektiv dumm anreden zulassen und sich dazu nix sagen zu trauen ist nix, was man Kindern vorleben sollte.

    Im Übrigen könnte man unser beider Ansätze kombinieren. @Tigerente, du könntest deinen Kinder sagen, "ich finde total falsch, wie das immer läuft, wenn wir bei der Oma sind. Die redet euch blöd an und ich packe es irgendwie nie, dass ich mich wehre. Daher habe ich jetzt beschlossen, ich fahre jetzt immer alleine hin. Wenn überhaupt. Ich kann sie nicht ändern. Aber ich möchte nicht, dass ihr dem ausgesetzt seid und ich kann euch nicht so beschützten, wie ich das gerne will. Noch nicht."

    Sollten deine Kinder dann sagen "Ach komm, Mama sooooo krass schlimm ist die Oma auch nicht, eigentlich ist sie doch okay. Sie spinnt voll, aber manchmal ist sie auch lieb. Wir wollen schon mit. Nicht mehr so lange. 1 Tag genügt und er Papa soll auch lieber mit, weil du dann relaxter bist."

    Dann... macht das so.

    Aber nur dann

  5. Inaktiver User

    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Und cool tun sie, um dich zu schonen. Soweit dürfte dein Vorbild bereits greifen
    Das wäre das eigentlich problematische an der Sache, das Anpassungsverhalten der Kinder. Kein Kind in dem Alter versteht/begreift auf der kognitiven sachlichen Ebene den Konflikt der Erwachsenen... Die spüren halt die emotionale Spannung und Ambibalenz der Mama und passen sich individuell an. Immerhin haben sie die Wahl zu entscheiden mitzugehen oder nicht.

    Dennoch wäre, was die Freiheit und auch FREUDE, also was die innere Befreiung betrifft, noch Luft nach oben.
    Mir ist aber bisher eh nicht klar, ob die zu 100% wirklich gewollt, ersehnt und gewünscht ist. Damit steht und fällt alles.


  6. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich will oberflächliche Harmonie, aber kein tiefes Analysieren von irgendwelchen Verhaltensmustern.
    Das brächte niemandem irgendeinen Gewinn.
    Zwischen Theater spielen und so tun als ob sich alle lieb haben oder sich bei Kontakt an die Gurgel gehen oder nachher immer Neurodermitis haben gibt es Varianten.

    Oberflächliche Harmonie mag in der Arbeit funktionieren. Aber bei Verwandten 1. Grades meistens nicht. Da kann man nicht so tun als ob. Weil der Körper weiß was Sache ist, auch wenn der Anstand "lächeln, schlucken, auf die Uhr schauen" vorgibt.

    Das haut nicht hin. Daraus entsteht Ärger. In Form von so Zeug das der Doktor dann "funktionelle Störung" oder " Reizdarm" nennt.

    Ich sehe es auch so, @Paraplumeau, dass "all the word's a stage an we are merely players"
    Aber wenn, dann bitte Genre und Besetzung selber wählen

  7. Inaktiver User

    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Warum bringst DU deinem Sohn nicht bei, dass er sich eben NICHT verstellen muss und dass es das Problem der Oma ist, wenn sie ihn nicht so liebt, wie er ist? Und sagst das auch ihr? Oder meinst du immer noch, sie, die erwachsene Frau, in Watte packen zu müssen?
    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Er "verstellt" sich nicht. Er verhält sich so professionell, wie ich mich dem Kollegen gegenüber verhalte, den ich nicht mag und der mich nicht mag, dem ich aber bei gewissen Veranstaltungen über den Weg laufe und mit dem ich dann eben Smalltalk mache. Sich normal "höflich" verhalten und dem Anderen keine Angriffspunkte zu geben endet doch nicht beim Umgang mit Verwandten.
    die Oma darf klotzen, und das Kind muss auf erwachsenem Level 'professionell' agieren.
    Verkehrte Welt!
    Aber du hast es ja in deinem Post 118 gut erklaert: Du siehst in ihr das kleine Maedchen, das ja garnicht anders kann.
    Weil nie gelernt. Tja, wozu auch? Wenn Leute wie du sie eigentlich im Grunde enablen.
    Sie kommt ja mit allem durch.
    Darf uebers Gewicht vom Kind laestern und Tigerente kommt immer noch brav herbeigerollt.


  8. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    In der die Oma aber eben nunmal aufgewachsen und geprägt worden ist.

    Und genau das hab ich meinen Kindern erklärt. Die Oma tickt so, wir ticken anders. Und es ist schade für die Oma, dass sie so wenig Spaß im Leben hat, das ist für uns Anlass unser Leben anders zu gestalten.

    Ich finde es irgendwie verquer zu erwarten, die Oma soll einen so nehmen wie man ist, aber man selbst schafft das bei ihr ja auch nicht. Wie sollen Kinder das verstehen???

    Für mich waren meine Eltern das beste Beispiel meinen Kindern zu erklären, wieso es mir so wichtig ist, wohlwollend miteinander umzugehen...
    Das wäre mein Ziel. Beim Großen sind wir schon so weit, der Kleine wird auch noch dahin kommen.

    Man kann im Leben nicht allen seltsamen Menschen ausweichen.


  9. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hätte die Augen verdreht und am Heimweg hätte uns die Oma leid getan mit ihren verqueren Vorstellungen, was man tut und was nicht, da kann man doch drüber reden? Sie sieht es so, und wir anders. Basta. Deshalb haben wir auch mehr Spaß im Leben als die Oma...
    So ähnlich laufen unsere Rückfahrten im Zug dann auch ab.

    Trotzdem ist es in der Situation selbst anstrengend, und das ist der Grund, weshalb ich die Besuche verkürze und die Frequenz herunterfahre.

    Übrigens: das Beispiel mit dem Garten habe ich extra genommen, weil es an sich so völlig harmlos ist. Wenn aber jede Bemerkung der Oma den Kindern gegenüber in diesem Ton fällt, jedenfalls wenn die Kinder Wünsche äußern (und diese noch nicht mal abwegig sind), dann ist das auf Dauer anstrengend - vor allen Dingen für ein Kind, das aktuell nicht vor Selbstbewusstsein strotzt.

    Ich glaube übrigens nicht, dass das Kind da einen dauerhaften Schaden davonträgt oder unser Verhältnis vergiftet wird. Aber momentan merke ich einfach, das will ich ihm gerade nur noch in homöopathischer Dosis zumuten.


  10. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Im Übrigen könnte man unser beider Ansätze kombinieren. @Tigerente, du könntest deinen Kinder sagen, "ich finde total falsch, wie das immer läuft, wenn wir bei der Oma sind. Die redet euch blöd an und ich packe es irgendwie nie, dass ich mich wehre. Daher habe ich jetzt beschlossen, ich fahre jetzt immer alleine hin. Wenn überhaupt. Ich kann sie nicht ändern. Aber ich möchte nicht, dass ihr dem ausgesetzt seid und ich kann euch nicht so beschützten, wie ich das gerne will. Noch nicht."

    Sollten deine Kinder dann sagen "Ach komm, Mama sooooo krass schlimm ist die Oma auch nicht, eigentlich ist sie doch okay. Sie spinnt voll, aber manchmal ist sie auch lieb. Wir wollen schon mit. Nicht mehr so lange. 1 Tag genügt und er Papa soll auch lieber mit, weil du dann relaxter bist."

    Dann... macht das so.

    Aber nur dann
    In die Richtung geht es ja gerade. Genau das habe ich ja z. B. dem Kleinen bei dem letzten Ausbruch erklärt. Dass ich fand, eigentlich hätte ich mich wehren sollen, dass es so nicht geht, dass sie so nicht mit ihm umspringen darf, und dass ich es nicht über's Herz gebracht habe, weil sie uns jetzt das letzte Mal vor der OP sieht. Und wie ich hier schon sagte - Besuche bei uns ja, da haben die Kinder ihren Rückzugsraum und den Papa noch zusätzlich vor Ort, Besuche bei ihr nur noch, wenn die Kinder wollen, und die Kinder bestimmen die Dauer, wenn sie mitfahren.

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