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  1. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich glaube was hier so viel Befremden auslöst, ist, dass Du denselben Schutzreflex nicht auch bei Deinen Kindern hast.
    Denselben? Das kann nicht funktionieren. Wenn, dann muss er bei den Kindern stärker sein als bei der Mutter. Sonst ist keine Entscheidung möglich.

  2. Inaktiver User

    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Liebe Tigerente, ich wünsche dir, dass du deinen Mutterpflichten den Vorzug gibst,
    dass du das Muster, die eigene Mutter zu verteidigen, durchbrechen kannst,

    dass du erkennst, was es Kindern macht, wenn sie in die "vernünftige" Erwachsenenrolle bugsiert werden, weil der Rollentausch nicht überwunden ist,
    dass du "ich will ihr nicht wehtun" ersetzen kannst durch "ich gebe die Verantwortung für ihr Verhalten an sie zurück" und "meine Kinder verstehen das" durch "meine Kinder brauchen sich nicht zu verbiegen, weil ich ab sofort die Dinge neu und klar und kraftvoll ordnen(!) werde" (die Anpassung tun sie nämlich dir zuliebe, weil sie Mamas Zerrissenheit sonst nicht ertragen würden) und

    dass du "sie tut mir leid" nicht als Impuls verstehst, in Unklarheit zu verfallen und alles, was du brauchst, um dich aus der bis heute (zumindest noch in Teilen) existierenden emotionalen Abhängigkeit mit aller Klarheit zu lösen. Du bist nicht Ignorant, nur weil du ihr Lernverhalten nicht mehr (ewig) tolerierst. Du darfst die inneren Anteile sehen und dennoch den jeweils einee Situation angemessenen auswählen!

    Man ist nicht lieblos oder hart, wenn man KLAR ist. Wenn man klar ist, strahlt man. Dieses Strahlen wünsche ich dir.
    Ja, ich hab heut wohl meinen pathetischen, aber im Grunde wünsche ich dir wirklich die ganze nötige Kraft. Ich weiß nämlich selbst nur zu gut, wieviel Kraft das (anfangs/manchmal erneut) kostet.


  3. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich glaube was hier so viel Befremden auslöst, ist, dass Du denselben Schutzreflex nicht auch bei Deinen Kindern hast.
    Habe ich ja. Sonst wäre ich ja gar nicht in dieser Bredouille.

    Auch hier gibt es ja diverse Vorschläge - wie z. B. "auf keinen Fall vor den Kindern austragen" oder "direkt dazwischengehen".

    Im ersten Fall (alles schon versucht), hält die Wirkung in der Regel maximal einige Stunden vor, dann geht es erneut los.

    Die zweite Variante hatte auf die Kinder oft eine noch verstörendere Wirkung als der komische Spruch von der Oma, weil die Oma dann weinte und insbesondere das jüngere Kind dann das Gefühl hat, es hätte was falsch gemacht, und dann auch noch weinte, und dann ist alles noch verfahrener als vorher.

    Deshalb momentan die Variante "Kontakt minimieren, und mit den Kindern kurz hinterher drüber sprechen", eher so in die Richtung, wie minstrel vorschlägt.

    Vermutlich gibt es keine einfache Lösung.

    Und Sturheit scheint in der Familie genetisch zu sein. So wie mein Großer bei jeder Regel mindestens 50-mal probieren musste, ob sie wirklich gilt, und dann alle halbe Jahr probiert hat, ob sie immer noch gilt (er war ja inzwischen größter geworden, vielleicht durfte er es ja jetzt), so ist das bei meiner Mutter auch. "Ich will nicht, dass Du so mit den Kindern sprichst" haben ich und mein Mann schon sehr oft gesagt, manchmal wirkt es dann auch, aber 3 Monate später beim nächsten Besuch ist es vergessen oder sie probiert aus, ob wir immer noch so empfindlich sind.


  4. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen

    Die zweite Variante hatte auf die Kinder oft eine noch verstörendere Wirkung als der komische Spruch von der Oma, weil die Oma dann weinte und insbesondere das jüngere Kind dann das Gefühl hat, es hätte was falsch gemacht, und dann auch noch weinte, und dann ist alles noch verfahrener als vorher.


    So böse das klingt: Dass die Oma dann weint, ist ihr Problem - sinnvoll wäre dann, das Kind zu trösten.
    Und Sturheit scheint in der Familie genetisch zu sein. So wie mein Großer bei jeder Regel mindestens 50-mal probieren musste, ob sie wirklich gilt, und dann alle halbe Jahr probiert hat, ob sie immer noch gilt (er war ja inzwischen größter geworden, vielleicht durfte er es ja jetzt), so ist das bei meiner Mutter auch. "Ich will nicht, dass Du so mit den Kindern sprichst" haben ich und mein Mann schon sehr oft gesagt, manchmal wirkt es dann auch, aber 3 Monate später beim nächsten Besuch ist es vergessen oder sie probiert aus, ob wir immer noch so empfindlich sind.
    Vielleicht wäre es mal eine Idee, das ein bisschen weniger pädagogisch wertvoll auszutragen.


  5. Registriert seit
    27.04.2005
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    So böse das klingt: Dass die Oma dann weint, ist ihr Problem - sinnvoll wäre dann, das Kind zu trösten.
    Das tue ich ja auch. Aber wenn ich gar nicht dazwischengehe, weint das Kind auch nicht. Also, das Dazwischengehen macht es für das Kind eigentlich nur dramatischer - ich weiß nicht, ob ich das will.

  6. Avatar von luftistraus
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen

    Die zweite Variante hatte auf die Kinder oft eine noch verstörendere Wirkung als der komische Spruch von der Oma, weil die Oma dann weinte und insbesondere das jüngere Kind dann das Gefühl hat, es hätte was falsch gemacht, und dann auch noch weinte, und dann ist alles noch verfahrener als vorher.

    Ich kann es nicht beurteilen wie dein Kind tickt.

    Aber wenn es weint weil es denkt was falsch gemacht zu haben, dann ist das ernst zu nehmen.

    Sollte dann von dir ein Satz fallen: Da musst du drüber stehen.....


    ------------

    Ich kann wirklich fühlen, wie du versuchst, allem und jedem gerecht zu werden. Manchmal ist dies aber einfach nicht möglich und es müssen Prioritäten gesetzt werden. Und Kinder sind immer Prio 1

    Und nur weil Oma nur alle Monate mal kommt, macht es die Verletzung/Verwirrung/Empörung nicht weniger.

    Im Gegenteil. Da sieht man sich nur alle paar Monate und trotzdem wertet sie das Kind ab.....

    Wenn du Verständnis für deine Mutter hast, ist das völlig ok. Aber du kannst das gleiche nicht von den Kindern erwarten.

    Klar wäre es schön wenn ihr alle zusammen gut klar kommt. Aber die Realität ist eine andere.

    Deine Mutter ist erwachsen und muss für ihr Handeln die Konsequenzen tragen. Aber du federst die Konsequenzen ab, aus welchen Gründen auch immer. Und das ist nicht ok
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  7. Inaktiver User

    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Die zweite Variante hatte auf die Kinder oft eine noch verstörendere Wirkung als der komische Spruch von der Oma, weil die Oma dann weinte und insbesondere das jüngere Kind dann das Gefühl hat, es hätte was falsch gemacht, und dann auch noch weinte...

    Vermutlich gibt es keine einfache Lösung.
    Ich sag dir mal nur, wie es mal bei uns lief:
    - Oma, mal wieder übergriffes Verhalten gg.über meinem Kind.
    - Meinem Kind wars sichtlich unangenehm, war aber - trotz meiner vor dem Treffen gegebenen Erlaubnis, sich jederzeit "wehren" zu dürfen und Versicherung, ihr zu helfen - nicht imstande, sich abzugrenzen.
    - Ich zu meiner Mutter: "Lass das..."
    - Meine Mutter natürlich Theater vom Feinsten...
    - Ich: "Okay, schade, aber wenn du beleidigt sein magst, bitte. Wir gehen dann mal."
    Aufgestanden, mich verabschiedet und GEGANGEN.

    Klar schlug mein Herz, klar war mein Kind verstört. Klar habe ich meinem Kind erklärt, dass das Problem die Oma hat, wenn sie das nicht akzeptieren kann. Klar war der Abend gelaufen. Klar hat mein Kind aber auch endlich mal erleben können, dass man sein Verhalten ÄNDERN kann, darf, manchmal muss, damit was Neues, Gesünderes wachsen kann...

    Und klar hab ich das nicht "mal eben" geschafft, sondern im Laufe einer Therapie, die mir die Augen für diese ich nenne es mal "Mist-Muster" geöffnet hat.

    Die Schiene läuft, solange wir sie nicht stoppen. Es wird vll.nicht einfach, aber wenigstens klar.

    PS. Und man darf auch mal völlig unsachlich, sondern emotional rangehen, mir scheint deine Strategie die Sachlichkeit, wenn sie dich weiterbringtist das ja auch in Ordnung.... Mir fiel nur gerade ein "manchmal muss man aus der Rolle fallen, um aus der Falle zu rollen" lg
    Geändert von Inaktiver User (29.10.2019 um 17:18 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    "Wir gehen dann eben mal" ist schwierig. Würde in unserem Fall heißen wir packen, schauen wann der nächste Zug fährt (schlimmstenfalls in 2 Stunden) - das nimmt der Sache so die Spontaneität.

    Wenn Du schon von Therapie sprichst: der Kleine ist ja wegen der Mobbing-Geschichte in Therapie und wir haben regelmäßig Elterngespräche mit der Therapeutin. Die sieht die Angelegenheit nicht so dramatisch wie das Forum hier.

  9. Avatar von luftistraus
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    . Die sieht die Angelegenheit nicht so dramatisch wie das Forum hier.
    Ich denke das die Frau einen persönlichen Kontakt hat, macht die Sache objektiver ;)

    Trotz allem ist es eine Sache, die man gut im Auge behalten sollte.
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  10. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Vieles ist auch so schwer zu beschreiben. Es ist oft so schwer greifbar.

    Beispiel: Kind sagte beim letzten Besuch ganz fröhlich, es würde dann gerne mal in den Garten gehen.
    Oma: "Was willst Du denn da? Da ist es nur nass und matschig." Das Ganze aber in einem total entrüsteten Tonfall, als sei das der abseitigste Wunsch auf der Welt, dass das Kind mal in den Garten will.

    Sowas zermürbt das Kind auf die Dauer, aber wie spricht man das denn bitte an? Dass der Tonfall unsäglich ist. Da kann man trefflich stundenlang den Ball hin und herwerfen.

    So, ich muss weg, bin später wieder da und habe morgen deutlich weniger Zeit zum Schreiben.

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