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  1. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    es geht nicht darum, wessen Gefühle wichtiger sind. Es geht darum, wie die Familie damit umgehen kann, dass Oma unfähig ist.

    Abstand ist ein möglicher Weg. Konfrontation ist mE nicht erfolgsversprechend.

    Mein Weg wäre am ehesten Humor und Grosszügigkeit.
    Minstrel, so sehe ich das auch. Wobei die Großzügigkeit dann eben an Grenzen stößt, wenn Menschen wirklich verletzt werden.

    Das mit dem Humor kriegen mein Mann und mein großer Sohn schon super hin.

  2. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    So mache ich das ja bisher. Ob das richtig so ist - keine Ahnung.

    Beim Nachtisch zeigt sich dann wieder ihre wirre Denke. Erst drohen, dass es keinen gibt, obwohl es bei ihr oft keinen gibt, weil sie einfach nichts Süßes nach dem Essen mag, dann doch das Eis anbieten, das sie extra besorgt hat, um den Enkeln eine Freude zu machen.
    Nicht rechtfertigen gilt für fast alle Lebenslagen.

    Zum Glück gibt es den Nachtisch dennoch, sonst hätte ich geschrieben, dass so eine maßregelnde Oma kein Mensch braucht.

    Könnte es sein, dass dein Sohn bereits auf Durchzug geschaltet hat und sie oft gar nicht ernst nimmt?
    LG Ivi


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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Man kann es ja auch mal aus der anderen Warte sehen. Meine Mutter arbeitet hart daran, die Rolle zu spielen, die wir von ihr als Familie erwarten. Die Rolle der netten Oma, die sich nicht einmischt und immer nett wertschätzend mit den Enkeln umgeht. Ein echter Kraftakt. Mal schafft sie ihn, oft nicht.

    Denn mal ehrlich - innen drin, von ihren Ansichten her, wird sie sich nicht mehr großartig ändern. Insofern erwarten wir doch auch von ihr, dass sie eine Rolle spielt - ob das jetzt so nett von uns ist?
    Sicher spielt sie da eine Rolle, so gesehen. Irgendwo müssen das alle. Wären hier alle zu 100 % ehrlich, hätten wir auch hierzulande überall Mord und Totschlag. Jeden regt doch an jedem anderem irgendwas auf.

    Ich denke auch nicht, dass deine Mutter sich groß ändern wird. Aber ihre echte Art verletzt andere (zu Recht!)...und deine Kinder spielen ja in diesem Fall auch ihre Rolle. Ich dachte da an das Kind, das sich "professionell" und "höflich" verhält. Wie wäre er, wenn er diese Rolle NICHT spielen würde? Und was wären die Folgen?


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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Gab es schon eine direkte Aussprache zwischen Euch Erwachsenen ohne akuten Anlaß?

    Es geht ja eigentlich nicht um die Jungs, es geht um Deine "Unzulänglichkeiten" und eigentlich sogar noch mehr darum, daß sie perfekter Mensch es nicht geschafft hat eine perfekte Tochter zu erschaffen und diese unzulängliche Tochter nun auch noch unzulängliche Söhne produziert.






    Deine Mutter sieht es nicht. Ich lese hier von Dir als einer zugewandten, sehr objektiven, liebevollen, humorvollen, konsequenten, gebildeten, lustigen, geduldigen Mutter. Deine Jungs haben's gut erwischt.

  5. Avatar von guerteltier
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Man kann es ja auch mal aus der anderen Warte sehen. Meine Mutter arbeitet hart daran, die Rolle zu spielen, die wir von ihr als Familie erwarten. Die Rolle der netten Oma, die sich nicht einmischt und immer nett wertschätzend mit den Enkeln umgeht. Ein echter Kraftakt. Mal schafft sie ihn, oft nicht.

    Denn mal ehrlich - innen drin, von ihren Ansichten her, wird sie sich nicht mehr großartig ändern. Insofern erwarten wir doch auch von ihr, dass sie eine Rolle spielt - ob das jetzt so nett von uns ist?
    Es ist für mich ein Unterschied, ob jemand es eigentlich nett meint, aber anderen auf die Füßte tritt, weil er nie gelernt hat, angemessen zu kommunizieren (als eine Frage der Umgangsformen) - oder ob das was er sagt seine wirklichen Gefühle widerspiegelt.

    Eine Rolle spielen würde heißt für mich dass jemand nicht sagen darf was er denkt und fühlt, nicht mal in angemessener, zivilisierter Weise, weil das sanktioniert wird.

    Von daher sehe ich von eurer Seite nicht die Erwartung, dass sie eine Rolle spielt, sondern dass sie angemessene Umgangsformen an den Tag legt.


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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Ich dachte da an das Kind, das sich "professionell" und "höflich" verhält. Wie wäre er, wenn er diese Rolle NICHT spielen würde? Und was wären die Folgen?
    Als er diese Rolle noch nicht spielen konnte, weil er zu jung war, um Rollen zu spielen, war die Folge schlichtweg, dass er auch ein eher weniger geschätztes Enkelkind war. Und er ist ja nicht rundum professionell und höflich. Er treibt sie manchmal (ähnlich wie mein Mann) innerlich zur Raserei, weil er nachfragt. Nachfragt: "Wie meinst Du das?" oder "Hab ich das jetzt echt richtig verstanden, Du meinst..." oder ähnliches. Da wird sie dann ganz schnell ganz unwirsch, und mein Sohn grinst sich eins.

  7. gesperrt
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Ja, und findest du das so gut?
    Ich spiele meine Rolle.


  8. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Gab es schon eine direkte Aussprache zwischen Euch Erwachsenen ohne akuten Anlaß?

    Es geht ja eigentlich nicht um die Jungs, es geht um Deine "Unzulänglichkeiten" und eigentlich sogar noch mehr darum, daß sie perfekter Mensch es nicht geschafft hat eine perfekte Tochter zu erschaffen und diese unzulängliche Tochter nun auch noch unzulängliche Söhne produziert.
    Es gab immer mal wieder Versuche einer Aussprache, auch mal per Brief, damit sie nicht direkt reagieren muss und in Ruhe drüber nachdenken kann. Es endete in der Regel in einem totalen Abblocken durch sie. Weil nicht sein kann was nicht sein darf. Über diese Logik will sie auch lieber nicht nachdenken.

    Das Musterbeispiel war ja das Gespräch mit meinem Mann, wo er sie sanft darauf hinwies, dass ja wohl niemand perfekt ist, und gerade in der Erziehung es halt jeder perfekt machen möchte, aber am Ende macht man so gut wie man kann, und macht auch Fehler.
    Tigererpel: "Wir machen sicher auch Fehler, aber Du hast im Rückblick doch vielleicht auch Punkte, wo Du sagen würdest, das war jetzt vielleicht nicht so toll, das hätte ich vielleicht anders oder besser machen können."
    Oma: "Nein, ich habe alles richtig gemacht."
    Tigererpel: "Und Deine eigenen Eltern, bei Dir? Gab's da so Dinge, wo Du sagen würdest, na, das fand ich nicht richtig, das hätten die anders machen sollen?"
    Oma: "Nein. Meine Eltern waren streng, aber das war richtig so, die haben alles richtig gemacht. Alles."

    (Hintergrundinfo: in meiner Jugend hat sie mir so einige Punkte anvertraut, wo sie mit ihren Eltern sehr unzufrieden war, z. B. Zwang zu einer bestimmten Berufswahl - und genau das hat sie ja bei mir dann viel besser gemacht.)

    Bloß keine Fehler zugeben, wo könnte das hinführen?

    Ehrlich gesagt, sind gerade sie und mein Kleiner auch deshalb Feuer und Wasser, weil sie da gerade die gleiche Empfindlichkeit haben. Kritisiert man irgendwas (Verhalten, von mir aus auch nur Farbe eines Pullovers) fühlen sie sich gleich in ihrem tiefsten Innern angegriffen, deshalb muss alles, was sie tun, super sein - bloß keine Kritik. Beim Sohn arbeiten wir ja daran, dass es besser wird. Ist aber aus vielen Gründen zäh (man kann halt kein gutes Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl herbeizaubern, wenn über mehrere Jahre schleichend zerstört). Um wie viel zäher muss das dann bei einer über 70jährigen sein (bzw. hoffnungslos), wenn es schon bei einem Kind in der Entwicklung so schwer ist, wo noch ganz viel passiert?


  9. Registriert seit
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Das ist doch auch schon wieder ein Ansatzpunkt.

    Oma ist schnell gekränkt. Und wenn man gekränkt ist, nimmt das Gefühl oft so viel Raum ein, dass man nicht mehr gut auf andere achten kann. Und auch nicht mehr so gut Abstand nehmen und nachdenken beim Reden.

    Man kann üben, wie man dann damit umgeht. Und du hast ja zB auch schon wirklich viel geübt.

    Oma fällt das üben halt schwer.
    Es gibt viele Dinge, die man leichter lernt, wenn man ein Kind ist (Skifahren, Seil springen, ... und Abstand gewinnen, wenn man fest gekränkt ist).
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  10. Avatar von luftistraus
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    AW: Oma - Enkel - Diplomatie

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Das ist genau das, was der Große schon macht. Und da möchte ich den Kleinen auch irgendwann sehen. Geht im Moment nur nicht, weil eben so dünnhäutig, dass er da nicht drüber stehen kann. (Ihn verletzen übrigens Sprüche seiner Klassenkameraden mindestens genauso - die sieht er nämlich jeden Tag, denen kann er nicht aus dem Weg gehen. Die Oma sieht er nur alle paar Monate ein paar Tage.)
    Auch wenn er die Oma nur alle paar Monate sieht. Wenn die eigene Oma verletzend ist, solltest du ihn schützen.

    Er muss da auch nicht drüber stehen. Da verlangst du zuviel von ihm. Es ist dein Job als Mutter zu handeln.

    Ich kann verstehen das du mit deiner Mutter nicht brechen willst und das sie ihre guten Seiten hat.

    Es ist auch nicht nötig deine Mutter zu blockieren. Lass einfach dein Kind raus und alles ist gut
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

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