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  1. Avatar von twix25
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    AW: Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie (Mutter) wie gehts uns/Euch damit?

    Zitat Zitat von Amiceli Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt kann ich es überhaupt nicht erklären: Es belastet mich wahnsinnig und trotzdem schaffe ich es nicht. Ich habe schon Stunden damit verbracht auf das Telefon zu starren, aber die Taste auch mal zu drücken… Geht nicht! Bin regelrecht gelähmt.

    .
    Liebe Amiceli

    it takes 2 to tango

    Was würdest Du denn Deinem Vater gern an Unterstützung zukommen lassen?

    In seiner aktuellen Situation?

    ist seine letzte Reaktion so, wie man mit nahstehenden Menschen umgeht?

    ich denke, jemdem hier ist klar, dass du selbst als perfekte Kümmerin oder Krankenschwester nichts richtg machen würdest

    Was ist, ihm einen Brief zu schreiben:

    Lieber .......

    es tat mir leid erfahren zu haben, dass Du so erkrankt bist

    Ich wünsche Dir, dass die Ärzte sich gut um Dich kümmern

    Hast Du einen Wunsch? gibt es etwas, was ich tun könnte, was Dich erfreuen würde?


    Alles Gute

    Amiceli
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  2. Avatar von twix25
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    AW: Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie (Mutter) wie gehts uns/Euch damit?

    Es scheint so, dass ein Kontaktabbruch derzeit für Dich nicht umsetzbar ist

    Aber ev step by step die Distanz vergrößern, geht vielleicht

    Jede Reaktion von Dir noch einmal neu vor-zu fühlen

    Spontan Reaktion wäre......

    Nachgespürte Reaktion .......
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  3. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie (Mutter) wie gehts uns/Euch damit?

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Liebe Amiceli

    it takes 2 to tango

    Was würdest Du denn Deinem Vater gern an Unterstützung zukommen lassen?

    In seiner aktuellen Situation?

    ist seine letzte Reaktion so, wie man mit nahstehenden Menschen umgeht?

    ich denke, jemdem hier ist klar, dass du selbst als perfekte Kümmerin oder Krankenschwester nichts richtg machen würdest

    Was ist, ihm einen Brief zu schreiben:

    Lieber .......

    es tat mir leid erfahren zu haben, dass Du so erkrankt bist

    Ich wünsche Dir, dass die Ärzte sich gut um Dich kümmern

    Hast Du einen Wunsch? gibt es etwas, was ich tun könnte, was Dich erfreuen würde?


    Alles Gute

    Amiceli
    Wenn ich es richtig verstanden habe kam ein Brief schon als unzustellbar zurück. Weshalb eigentlich? Stimmt die Adresse nicht mehr? Oder wurde die Annahme vom Vater verweigert? Das müsste auf dem Brief vermerkt sein.
    LG Ivi

  4. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie (Mutter) wie gehts uns/Euch damit?

    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen
    @Ivonne, es ist als würdest du von mir und meiner Familie schreiben. Genauso erlebe und habe ich es immer wieder erlebt! Auch wenn sich meine Mutter schon mal (vor Jahren) bei mir entschuldigt hatte und ich dies damals auch annehmen konnte...so ist es doch ein Verhältnis im Sinne von zwei Schritte vorwärts, drei Schritte zurück geblieben
    Das dachte ich umgekehrt auch schon.
    Es war der oft beschriebene Tanz, der nur beendet werden kann wenn einer konsequent aussteigt.
    Meistens ist es so.

    Von einer konsequenten Verhaltensändrrung lese ich eher selten bis gar nicht. Die Betroffenen mit Happy End würden hier nicht schreiben.
    LG Ivi


  5. Registriert seit
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    AW: Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie (Mutter) wie gehts uns/Euch damit?

    Zitat Zitat von Vogalonga Beitrag anzeigen
    Hast du schon einmal versucht, auf anderes zu achten in deiner Entscheidung, wie du für dich am besten mit deinen Eltern umgehen kannst? Hast du schon einmal beobachtet, wie dein Körper reagiert, wenn ihr Kontakt habt? Was dann für Gefühle, Impulse hochkommen?

    Das mache ich mir nicht zum Vorwurf, ich weiß ja, warum es gedauert hat, bis ich mir selbst vertrauen und meine Konsequenzen daraus auch umsetzen konnte. Aber ich werde zukünftiger genauer darauf achten, was so neben dem eigentlichen Faden, der gerade abläuft, sonst noch so passiert in mir, körperlich, emotional.






    Ich glaube, in dem Hinspüren darauf, was sich dahinter verbirgt, kann gleichzeitig eine Chance stecken, sich selbst besser kennen zu lernen und sich damit auch besser um sein inneres Kind zu kümmern. Denn das ist ja genauso individuell wie jeder Einzelne und will daher auch individuell behandelt werden.
    Liebe Vogalonga,

    herzlichen Dank für deinen Beitrag! Vor allem deine letzten beiden Sätze zum Thema Hinspüren hast du, wie ich finde, sehr treffend und einfühlsam formuliert

    Finde es sehr schön nachvollziehbar, wie du deinen Weg zum inneren und äußeren Kontaktabbruch zu deinem Vater beschrieben hast! Und dass du so aufmerksam deinen eigenen Bedürfnissen nachspüren kannst und du deshalb auch kein schlechtes Gewissen deinen Eltern bzw. deinem Vater gegenüber haben musst

    Wie du richtig erkannt hast, Selbstvorwürfe ist mein zweiter Vorname, das kann ich am Besten
    Gut, will dies nicht ins lächerliche ziehen, aber mit gewisser Ironie, auch meinen Eltern gegenüber, habe ich schon manche Krise überstanden.
    Es gab sogar mal eine Zeit, da konnte ich gelassen und mit Humor auf die "Anfälle" meiner Mutter reagieren, inzwischen liegen meine Nerven nur noch blank, besonders die Art meines Vaters, mit dem ich früher besser klar gekommen bin, bringt mich z.Zt. in weniger als eine Sekunde von 0 auf 100 in meiner Wut Skala…und er versteht die Welt nicht mehr.

    Ja, gebe es ehrlich zu, danach habe ich trotzdem ein schlechtes Gewissen, die sogenannte "gute Tochter" die von mir erwartet wird, war dann mal wieder "böse"

    Oft treffe ich meine Eltern wochenlang nicht, da sie weiter weg wohnen. In dieser Zeit geht es mir immer "besser", wenn ich sie dann wieder besuche, merke ich richtig gehend, leider erst oft beim Heimfahren, wie die Depressionen um sich greifen. Der Umgang, Tonfall, Kommunikation mit mir, kann einen fast in den Suizid treiben. wobei sie es oft nicht mal bewusst so anstreben, die können halt nicht anders.

    Eigentlich widerstrebt es mir total, dass ich mich von meinen Eltern so schnell auf die Palme bringen lasse...dies ist dann ein weiteres Zeichen, dass der Kontakt einfach auf das Minimum reduziert werden sollte!

    Wünschte mir, ich wäre mal so weit wie du. Aber wie du schon treffend formuliert hast, jedes innere Kind ist anders und braucht individuelle Behandlung.

    Alles Gute dir

  6. Avatar von Vogalonga
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    AW: Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie (Mutter) wie gehts uns/Euch damit?

    Liebe dieElvis,

    auch dir ein für deine freundlichen Worte!
    Auch an dich, @Schillerlocke, mit dem Bild mit den Bomben kann ich viel anfangen.

    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen
    Wie du richtig erkannt hast, Selbstvorwürfe ist mein zweiter Vorname, das kann ich am Besten
    Ich weiß nicht, wie es dir geht (jedeR ist anders), aber ich habe eine frappierende Ähnlichkeit zwischen meinen Selbstvorwürfen und den Forderungen/Enttäuschungsäußerungen meiner Eltern festgestellt... Da hatte sich etwas verinnerlicht...
    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen
    Gut, will dies nicht ins lächerliche ziehen, aber mit gewisser Ironie, auch meinen Eltern gegenüber, habe ich schon manche Krise überstanden.
    Ironie und Humor sind auch eine Möglichkeit, den notwendigen inneren Abstand zu bekommen. Wenn es dir hilft, behalte es doch mal in deinem "Methodenkoffer".
    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen
    Es gab sogar mal eine Zeit, da konnte ich gelassen und mit Humor auf die "Anfälle" meiner Mutter reagieren, inzwischen liegen meine Nerven nur noch blank, besonders die Art meines Vaters, mit dem ich früher besser klar gekommen bin, bringt mich z.Zt. in weniger als eine Sekunde von 0 auf 100 in meiner Wut Skala…und er versteht die Welt nicht mehr.
    Mir hat mal eine sehr liebe Kollegin, jetzt knapp vor den 60.en Geburtstag, gesagt, dass man im Laufe der Zeit nicht nur körperlich, sondern auch seelisch dünnhäutiger wird. Und ich kann mir gut vorstellen, dass da etwas dran ist. Hinzu kommt ja, dass das Leben und der Alltag ja auch gelebt und manchmal bewältigt werden wollen: der Chef schlecht gelaunt, Stress bei der Arbeit, das Auto muss unerwartet in die Werkstatt, das Kind ist krank etc.pp., und möglicherweise will auch mal ein Schicksalsschlag verarbeitet werden. Dann stehen eben nicht 100% Energie nur dazu zur Verfügung, in einer inneren Distanz zu den Eltern gelassen auf deren Anfälle zu reagieren.
    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen
    Ja, gebe es ehrlich zu, danach habe ich trotzdem ein schlechtes Gewissen, die sogenannte "gute Tochter" die von mir erwartet wird, war dann mal wieder "böse"
    Was heißt denn "gute Tochter"? Und inwieweit gibt es sie "allein"? Ist "Tochter" nicht auch ein Beziehungsbegriff ("Tochter von") und könnte das nicht auch bedeuten, dass die Ausgestaltung des Tochter-Seins eben auch von der Beziehung abhängt?
    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen
    Oft treffe ich meine Eltern wochenlang nicht, da sie weiter weg wohnen. In dieser Zeit geht es mir immer "besser", wenn ich sie dann wieder besuche, merke ich richtig gehend, leider erst oft beim Heimfahren, wie die Depressionen um sich greifen. Der Umgang, Tonfall, Kommunikation mit mir, kann einen fast in den Suizid treiben. wobei sie es oft nicht mal bewusst so anstreben, die können halt nicht anders.
    Dass deine Eltern nicht anders können, halte ich für sehr wahrscheinlich. Das zu erkennen ist aber kein Grund, dass deine Stimmungslage keine Berechtigung hat. Darum geht es: diese ernst nehmen.
    Mein Vater, meine Eltern haben auch ihre ganz eigene Geschichte. Ich habe oft eine gute Vorstellung davon, warum sie sie eine solch große emotionale Kälte entwickelt haben, warum sie einfach nichts geben konnten. Das ändert nichts daran, dass das zur Folge hatte, dass sie nicht gut mit mir umgegangen sind und es keinen Punkt gab, an dem sie das reflektiert oder überhaupt erst einmal wahrgenommen haben. Da mein Vater das fortsetzt, kann ich mich nur vor dem schützen, was das für mich bedeuten würde.

    Warum etwas nicht in Ordnung ist, mag an der ein oder anderen Stelle erklärbar sein. Das ändert nichts daran, dass es nicht in Ordnung ist.
    Und meiner Meinung nach zeigt dir deine Stimmungslage auf, dass da etwas nicht in Ordnung ist.
    Zitat Zitat von dieElvis Beitrag anzeigen
    Eigentlich widerstrebt es mir total, dass ich mich von meinen Eltern so schnell auf die Palme bringen lasse...dies ist dann ein weiteres Zeichen, dass der Kontakt einfach auf das Minimum reduziert werden sollte!
    Probiere es doch mal in kleinen Schritten aus. Strecke die Abstände zwischen deinen Besuchen, halte Telefonate etwas kürzer, was immer für dich im Moment richtig ist.

    Und: danke für dein Kompliment. Aber weit bin ich noch nicht. All das ist noch gar nicht so lange her und ich war hochgradig emotional aufgewühlt, als mein Vater gegen meinen erklärten Willen zu Weihnachten wieder versucht hat, Kontakt aufzunehmen. Das führte zu etwas, was für mich heute sehr sinnhaft ist, nämlich mich noch mehr zu verdeutlichen (zu müssen). Und das, was diese Situation emotional in mir ausgelöst hat, damit muss ich mich auch noch auseinandersetzen. Ich erkenne darin nämlich Muster, die sehr von Bedeutung für mich sind. Um nicht so kryptisch zu sein: Diese Kontaktaufnahme enthielt wieder paradoxe Botschaften, in Richtung double-bind gehend. Und die damit verbundene Unsicherheit kenne ich auch aus anderen Zusammenhängen.

    Du siehst, nichts ist fertig. Aber meine Erfahrungen haben mich tatsächlich in meinem Selbst-Vertrauen im Wortsinne gestärkt und mir mitgegeben, darauf sehr achtsam hinzuschauen, was Kopf, Körper und Emotionen für Botschaften enthalten. Ich möchte dich einfach nur ermutigen, das auch einfach mal zu tun: erst einmal nur wahrnehmen. Was du daraus machst, kannst du dann immer noch entscheiden und in Einklang bringen mit dem, was dir (im Moment) möglich ist.
    Geändert von Vogalonga (28.01.2020 um 15:18 Uhr) Grund: Ergänzung

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