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Thema: Mutterliebe

  1. Inaktiver User

    AW: Mutterliebe

    In einem etwas anderen Zusammenhang hat meine Tochter (4) mal zu ihrer Freundin (4) gesagt: "Leonie, ich hab Dich sooo lieb, aber ich kann Dich grad nicht leiden!"

    Meine Tochter ist ähnlich wie Deine Große. Die Freundin -die beiden sind so etwas wie siamesische Zwillinge ;-) - ist super clever, aber sonst echt anstrengend. Bockig, garstig, eifersüchtig, dauernd krank, ewig unausgeschlafen, beißt oft, motorisch zurück... Meine Tochter schafft es aber meist sie zu bändigen und sie sind wirklich Herzensfreundinnen.

  2. Inaktiver User

    AW: Mutterliebe

    Vielleicht kannst du dich erstmal von dem Gefühl befreien, dass du beide gleich lieben musst? Ich könnte mir vorstellen, dass es dir dann leichter fällt, die Liebe zu Kind 2 einfach mal in Ruhe wachsen zu lassen.

    Gerade bei Säuglingen ist es eben so - manche Mütter empfinden Liebe vom ersten Augenblick an, bei anderen wächst sie erst mit der Zeit. Und das glückt besser, wenn man sich selbst nicht mit einem Idealbild unter Druck setzt. (Bei mir war es so, dass ich ganz am Anfang vor allem Fürsorge empfand - die Liebe kam dann nach und nach, als wir uns besser kennen lernten. )

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    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Colline Beitrag anzeigen
    Aber was das heißt, ist ja umso schlimmer: nämlich dass Liebe nicht bedingungslos ist, oder?
    Nee ist sie nicht, zu lieben ohne Anstrengung ist einfacher, der Knirps raubt Dir einfach Deine Energie, da kann man sich schon mal vorstellen Geschirr an die Wand zu werfen...

    Du brauchst ein bisschen mehr Verschnaufaugenblicke um Kraft zu tanken...
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Colline Beitrag anzeigen
    ....

    Aber dann gibt es auch wieder Phasen, in denen er super ist. In diesen Phasen habe ich diese Gefühle gar nicht. Da liebe ich beide gleich stark und intensiv.
    Aber was das heißt, ist ja umso schlimmer: nämlich dass Liebe nicht bedingungslos ist, oder?
    Sagen wir mal so: Deine Liebe zu deiner Tochter ist unterdessen "gefestigt". Es ging schneller von Statten, weil sie es dir so leicht gemacht hat. Dein Sohn ist, wie du schreibst, eine Herausforderung. Die Liebe lugt immer wieder hervor, aber sie wird immer wieder auf die Probe gestellt, weil er einen schwierigen Start in´s Leben hat. Vertraue da auf deine Liebe. Die bedingungslose Liebe zu deinem Sohn wird wachsen, nur etwas langsamer, als bei deiner Tochter. Genau das irritiert dich und das zeigt, wie sehr dir das nahe geht und du das nicht möchtest.

    Gib der Liebe zu deinem kleinen Mann Zeit. Ich denke sogar, sie wird einmal intensiver sein, weil du dich mit deinem Sohn so sehr auseinandersetzen musstest (und vielleicht in späteren Jahren noch musst). Deine Tochter läuft quasi mit. Auch da muss man als Mutter schauen, dass man sie, weil alles so gut klappt mit ihr, nicht außen vor lässt, weil man - ob der Umstände - sich mehr um den Sohn kümmern muss.

    Du siehst, Kinder zu haben, ist und bleibt immer eine Herausforderung für Mütter, für Eltern.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

  5. Moderation

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    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Colline Beitrag anzeigen
    Er ist einfach super anstrengend und Kind 1 ist mir (deswegen?) halt näher!
    Von ihm bin ich oft genervt. Von ihr nie!

    Ist es jetzt klarer?
    Ach soooo, das ist doch voellig normal! Also, mein Beileid fuer die Anstrengung, ich kann es einigermassen nachvollziehen, denn mein Kind ist eher wie Dein 2. und nervt mich auch oft. Und ich hab kein anderes Kind dazu zu versorgen.
    Aber wenn es nicht nervig ist, ist er der tollste kleine Mann auf dem Planeten! Hast Du denn auch solche Momente mit Deinem Sohn?

    Denk dran, irgendwann ist er auch aus dem groebsten raus, dann verschiebt sich das alles nochmal. Wir sprechen uns in 10 Jahren hier wieder, vielleicht ist die Grosse dann die graeulichste Pubertistenzicke und der Kleine voll entspannt.

    Was ich mir bei so unterschiedlichen Kindern als Herausforderung vorstelle ist, sie nicht allzusehr auf ihre Rollen festzulegen. Ich meine, zu einem gewissen Grad haben wir alle eine Rolle in unserer Familie, aber als Eltern wuerde man ja idealerweise das Kind nicht zu eng auf eine Rolle festnageln wollen. Da immer offen, flexibel und achtsam zu bleiben, um auch Veraenderungen wahrzunehmen, ist bestimmt eine Riesenherausforderung.
    Aber Du scheinst mir zumindest diesen Anspruch zu haben. Wenn Du nur hin und wieder mal einen "Realitaetscheck" machst, ob deine Kinder wirklich immer noch so sind, oder ob du ihnen nur automatisch die Rolle - ich sage es jetzt mal bewusst uebertrieben - "Engelchen - Teufelchen" zuschreibst, dann denke ich, werdet Ihr es langfristig schon gut miteinander haben.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Nordsee_Stern Beitrag anzeigen
    Das glaub ich dir...

    Ich hab keine Patentlösung...

    Hast du mal über eine Kur nachgedacht?

    Lies mal "Der Weg zum Kurerfolg"...

    mir haben diese Auszeiten und Abstand von zu Haus immer gut getan... kann bei dir aber anders sein...

    Und schon mal vorweg... Kur ist kein Urlaub, Kur ist echt Arbeit mit vielen Terminen, ungewohnte Umgebung etc pp

    Das muss gut überlegt sein...

    Kannst du dir vielleicht Unterstützung in Form von Babysittern ins Haus holen?

    Hast du Unterstützung durch den Vater oder andere Familie?

    Fragen über Fragen... sorry!
    Nein, über eine Kur hab ich noch nicht nachgedacht.
    Ich fühl mich auch nicht überfordert und Entlastung habe ich. Zwar nicht in Form von Großeltern, aber wir haben eine Putzhilfe (Danke, liebes Forum;-)), immer mal wieder abends einen Babysitter und mein Mann ist ja am WE auch da (und abends auch oft). Noch dazu arbeite ich (noch) nicht.
    Ich hätte also noch Kapazitäten, bin aber halt einfach echt oft genervt von ihm. Das fängt zum Beispiel schon damit an, dass er einfach nicht gut schläft. Wenn er während des Mittagsschlafs zum Beispiel nach exakt 45 Minuten aufwacht und sich dann erst einmal in Rage schreit, könnt ich schon wieder ausflippen. Oder wenn er sich nachts in Rage brüllt. Ich will einfach mal schlafen und meine Ruhe haben. Wenn er (mal-kommt ganz, ganz, ganz selten mal vor) durchschläft, bin ich am nächsten Tag super entspannt und strahle das auch aus. Aber diese ständig unterbrochenen Nächte zermürben mich. Ich habe im Grunde seit fast zwei Jahren nicht mehr geschlafen. und langsam pack ich das nicht mehr.

    Auch seine Wutanfälle machen mich ratlos. Ich weiß überhaupt gar nicht, was ich damit anfangen soll. Der fängt an zu brüllen und ist quasi nicht mehr ansprechbar, weil er dann so in sich gefangen ist. Ich frag mich dann immer, was ich falsch gemacht habe, dass er so ist, und wie es sein kann, dass die Große da so anders war und ist.

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    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Nordsee_Stern Beitrag anzeigen
    Sieh es doch mal anders...

    du hast in einem relativ kurzen Zeitraum 2 Kinder geboren. Dein Körper hat eine Riesenleistung vollbracht und der lang andauernde Schlafentzug tut seins dazu...

    Was könnte dir helfen?

    Inseln? Auszeiten? Unterstützung?

    Wie kannst du das hinkriegen?

    Ich glaube, dass er instinktiv deine Haltung mitbekommt... Kinder haben da ganz feine Antennen...
    Daran hab ich auch schon gedacht, dass er das spürt. Und deswegen fühl ich mich auch so schuldig, weil ich ja einen großen Teil zu der Situation selbst beitrage. Aber wie leg ich denn dann diese Denke ab? Wie unterbreche ich den Teufelskreis?

  8. User Info Menu

    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In einem etwas anderen Zusammenhang hat meine Tochter (4) mal zu ihrer Freundin (4) gesagt: "Leonie, ich hab Dich sooo lieb, aber ich kann Dich grad nicht leiden!"

    Meine Tochter ist ähnlich wie Deine Große. Die Freundin -die beiden sind so etwas wie siamesische Zwillinge ;-) - ist super clever, aber sonst echt anstrengend. Bockig, garstig, eifersüchtig, dauernd krank, ewig unausgeschlafen, beißt oft, motorisch zurück... Meine Tochter schafft es aber meist sie zu bändigen und sie sind wirklich Herzensfreundinnen.
    Und wie kommen die Eltern mit dem Kind klar? Hat sie Geschwister?

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    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht kannst du dich erstmal von dem Gefühl befreien, dass du beide gleich lieben musst? Ich könnte mir vorstellen, dass es dir dann leichter fällt, die Liebe zu Kind 2 einfach mal in Ruhe wachsen zu lassen.

    Gerade bei Säuglingen ist es eben so - manche Mütter empfinden Liebe vom ersten Augenblick an, bei anderen wächst sie erst mit der Zeit. Und das glückt besser, wenn man sich selbst nicht mit einem Idealbild unter Druck setzt. (Bei mir war es so, dass ich ganz am Anfang vor allem Fürsorge empfand - die Liebe kam dann nach und nach, als wir uns besser kennen lernten. )
    Ja! Da ist was dran.
    Bei der Großen war es Liebe auf den ersten Blick.
    Beim Kleinen eher ein aneinander Gewöhnen.
    Das hat halt irgendwie einen faden Beigeschmack!

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    AW: Mutterliebe

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Sagen wir mal so: Deine Liebe zu deiner Tochter ist unterdessen "gefestigt". Es ging schneller von Statten, weil sie es dir so leicht gemacht hat. Dein Sohn ist, wie du schreibst, eine Herausforderung. Die Liebe lugt immer wieder hervor, aber sie wird immer wieder auf die Probe gestellt, weil er einen schwierigen Start in´s Leben hat. Vertraue da auf deine Liebe. Die bedingungslose Liebe zu deinem Sohn wird wachsen, nur etwas langsamer, als bei deiner Tochter. Genau das irritiert dich und das zeigt, wie sehr dir das nahe geht und du das nicht möchtest.

    Gib der Liebe zu deinem kleinen Mann Zeit. Ich denke sogar, sie wird einmal intensiver sein, weil du dich mit deinem Sohn so sehr auseinandersetzen musstest (und vielleicht in späteren Jahren noch musst). Deine Tochter läuft quasi mit. Auch da muss man als Mutter schauen, dass man sie, weil alles so gut klappt mit ihr, nicht außen vor lässt, weil man - ob der Umstände - sich mehr um den Sohn kümmern muss.

    Du siehst, Kinder zu haben, ist und bleibt immer eine Herausforderung für Mütter, für Eltern.
    Danke!!!

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