Hallo Colline,
du schreibst, du liebst Kind 1 mehr als Kind 2 und erklärst dir diesen Zustand mit ihrem unterschiedlichen Verhalten und der Pflegeleichtigkeit von Kind 1. Kann man da wirklich sagen, du liebst Kind 1 mehr?
Ich denke eher, Kind 1 macht es dir leichter, dich ihm zu öffnen als Kind 2.
Wir haben ja mehrere Kinder, die sehr unterschiedlich sind in ihren Verhaltensweisen. Die einen wissen sehr genau, wie sie sich verhalten können, damit sie gut ankommen. Das ist eine Form von sozialer Intelligenz und ist im Leben sicher viel wert. Es macht den Umgang mit ihnen viel einfacher (nicht nur für uns als Eltern, sondern auch für ihre Freunde, Lehrer etc.).
Eines unserer Kinder ist vom Wesen absolut widerspenstig. Nicht geschmeidig, nicht charmant, eher kratzbürstig und häufig muffelig (und hat nichts damit zu tun, ob es ihr eher gut oder eher schlecht geht). Für uns als Eltern ist dieses Verhalten eine Herausforderung. Sie zeigt ja häufig ein wenig liebenswürdiges Verhalten. Die fehlende Liebenswürdigkeit bezieht sich aber nur auf das Verhalten, nicht auf das Kind als Person - dieser Unterschied ist sehr wichtig und hilft mir als Mutter sehr. Mit der Zeit habe ich gelernt, durch dieses "ungeschickte" Verhalten hindurchzusehen und die Sprache unserer Tochter verstehen zu lernen. Das ist definitiv lohnend und bereitet der Liebe den Boden!
Ich verdrehe zwar täglich irgendwann (gern auch mehrmals) die Augen, wenn das "Gepolter" ertönt, aber ich kann das einordnen und nehme dieses Verhalten niemals als Gradmesser unserer Beziehung. Das hilft mir locker zu bleiben und mich ihr zu öffnen - sie ist einfach anders und darf auch anders sein.
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Ergebnis 11 bis 20 von 117
Thema: Mutterliebe
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23.05.2017, 08:26
AW: Mutterliebe
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23.05.2017, 08:47Inaktiver User
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23.05.2017, 09:08
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23.05.2017, 09:08
AW: Mutterliebe
Danke für Eure Beiträge und euer Verständnis!
So fühle oft mich nicht ganz alleine und unverstanden.
Ja, Nummer 2 ist eine Herausforderung. Er bringt mich regelmäßig an Grenzen, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie habe.
Er ist einfach widerspenstig und anstrengend.
Er kann im Übrigen weder was für die Schwangerschaft noch was für sein Wesen. Wenn, dann bin ich selber -mit meinem Mann-daran "Schuld". Schließlich besteht er 50:50 aus uns.
Hilft mir aber halt jetzt nicht wirklich weiter.
Ich hab nochmal nachgedacht:
Ich bin einfach oft genervt von ihm. Die schlaflosen Nächte seit fast zwei Jahren, das ständige Gebrüll, der Jähzorn, die Wutanfälle.
Aber dann gibt es auch wieder Phasen, in denen er super ist. In diesen Phasen habe ich diese Gefühle gar nicht. Da liebe ich beide gleich stark und intensiv.
Aber was das heißt, ist ja umso schlimmer: nämlich dass Liebe nicht bedingungslos ist, oder?
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23.05.2017, 09:12
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23.05.2017, 09:13
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23.05.2017, 09:15
AW: Mutterliebe
Sieh es doch mal anders...
du hast in einem relativ kurzen Zeitraum 2 Kinder geboren. Dein Körper hat eine Riesenleistung vollbracht und der lang andauernde Schlafentzug tut seins dazu...
Was könnte dir helfen?
Inseln? Auszeiten? Unterstützung?
Wie kannst du das hinkriegen?
Ich glaube, dass er instinktiv deine Haltung mitbekommt... Kinder haben da ganz feine Antennen...
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23.05.2017, 09:16
AW: Mutterliebe
Du zeigst doch eine völlig normale Reaktion!
Du darfst genervt sein, etwas als anstrengend empfinden, deshalb musst du kein schlechtes Gewissen haben.
SEELENFLÜGEL - Liebe
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23.05.2017, 09:18
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23.05.2017, 09:19
AW: Mutterliebe
Das glaub ich dir...
Ich hab keine Patentlösung...
Hast du mal über eine Kur nachgedacht?
Lies mal "Der Weg zum Kurerfolg"...
mir haben diese Auszeiten und Abstand von zu Haus immer gut getan... kann bei dir aber anders sein...
Und schon mal vorweg... Kur ist kein Urlaub, Kur ist echt Arbeit mit vielen Terminen, ungewohnte Umgebung etc pp
Das muss gut überlegt sein...
Kannst du dir vielleicht Unterstützung in Form von Babysittern ins Haus holen?
Hast du Unterstützung durch den Vater oder andere Familie?
Fragen über Fragen... sorry!


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