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    Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Hallo zusammen,
    Mich beschäftigt derzeit eine Situation, die in diverse Foren passen würde, Familie, Freunde, aber eben auch hierher. Da schlussendlich die Familienplanung das ausschlaggebende Ereignis war, schreibe ich es aber einmal hier hinein.
    In letzter Zeit hat sich in unserer Familie und Ehe einiges getan. Wir haben 2013 den Entschluss gefasst, das Haus meiner Schwiegereltern zu übernehmen, welche sich selbst etwas kleineres genommen haben. Parallel dazu kam der beste Freund meines Mannes nach der Trennung von seiner Frau (recht kurzfristig danach, er ist sehr beziehungsbetont) mit der Schwester meines Mannes zusammen. Im Grunde habe ich das noch forciert, weil ich im Grunde immer gut mit meiner Schwägerin klar kam. Nun hat sich aber gezeigt, wie verschieden wir doch sind, und ich glaube, dass sie teils ihre Unzufriedenheit auch auf mich übertragen hat. Auf unserer Hochzeit im letzten Jahr haben zumindest andere Gäste mich darauf angesprochen, wie unzufrieden sie wirkt. Da die beiden eine Wochenend-Beziehung führen- er arbeitet weiter weg und ist zumindest jedes zweite WE für seine Tochter aus erste Ehe hier -haben meine Schwägerin und er eine Etage im neuen Haus meiner Schwiegereltern bekommen, sie war auch nicht begeistert, dass wir das Haus bekommen haben, da es dort eine nicht mehr genutzte Ferienwohnung gab, die sie dann immer bezogen, wenn sie da sind. Da dies aber für sie eh kein Dauerzustand sein sollte, war die Übernahme des Hauses durch uns, die ein Heim für die nächsten Jahrzehnte suchten, einfach rationaler. Ferner verstehen mein Mann und die ganze Clique auch nicht, warum meine Schwägerin nicht einfach wieder in die Heimat gezogen ist, sie ist es sehr viel bei ihren Eltern und fährt von dort aus zur Arbeit, ihre Wohnung war zum Schluss mehr „Alibi“. Sie wollte sie aber nicht kündigen, da ihr bester Freund in der gleichen Stadt wohnt, sie eh immer sagte, dass sie mehr ein Stadtmensch ist. Parallel wurde aber immer und ständig über die Belastung der Fernbeziehung geklagt, was gerade mich zunehmend gestört hat, da ich selbst genug Probleme hatte und die Situation in meinen Augen für sie auch durch eigenes Handeln zu beheben war.
    Generell nimmt meine Schwägerin meine Schwiegereltern sehr in Anspruch, vielleicht nicht bewusst, die Mutter meines Mannes ist eben ein echtes Muttertier, die Tochter kommt mit 35 Jahren ständig nach Hause, wenn sie krank ist, etc. Ich bin Einzelkind, musste aber schon sehr früh auf eigenen Beinen stehen und mir ist sowas einfach fremd. Meine Schwiemu ist eine ganz liebe, kein Drachen, aber ich musste ihr schon einmal deutlich machen, dass ich nicht so betudelt werden muss und vieles alleine mache. Sie hat mir das nicht aufgedrängt, aber, da wir nun in der gleichen Straße wohnen und wir uns gerade in der Umbauphase befinden, würde sie halt gerne helfen und hatte Angst, dass ich etwas gegen sie habe, weil ich sie nie frage. Sie würde nie etwas von sich aus machen, aber es hat sie schon belastet. Genauso haben wir uns dann Ende des letzten Jahres einmal mit meiner Schwägerin und ihrem Freund gezofft, ich glaube, wir haben unsere Freundschaft und familiäre Bindung einfach überstrapaziert. Wir haben uns total oft gesehen, dann wie gesagt die unterschiedlichen Lebenseinstellungen und obendrauf wurde mir dann auch bewusst, dass unser Kumpel auch bei meiner Schwägerin wieder so devot ist wie in seiner ersten Ehe und grundsätzlich immer die Beziehung vor alles andere stellt. Etwas, mit dem ich mich nicht identifizieren kann.
    Über diesen Streit wurde meine Schwiegermama von meiner Schwägerin in Kenntnis gesetzt, was ich nicht gut fand. Sie war eh total am Boden mit ihren Nerven, da ihre Schwester an einem Hirntumor verstorben war, das war eine Situation, in der ich meine Mutter nicht noch mit meinen Problemen belastet hätte. Vielleicht meinte sie, es ihr sagen zu müssen, da sie es aufgrund einiger Umstände vielleicht merkwürdig gefunden hätte, dass wir in der Zeit einige Dinge nicht wie geplant gemeinsam gemacht hätten. Aber auch das hätte man meiner Meinung nach „wegflunkern“ können.
    Mein Mann steht immer etwas zwischen den Stühlen, sieht die meisten Sachen aber ähnlich wie ich. Er distanziert sich auch sehr von seinen Eltern, hat bereits gesagt, dass er sie in ihre Schranken weisen wird, wenn sie uns in der näheren Wohnsituation zu sehr bedrängen. Wovon ich aber nicht ausgehe, denn wir wohnen eh schon im gleichen Dorf und meine Schwiemu war ewig nicht mehr bei mir. Wir lassen uns da schon unsere Distanz.
    Ich merke aber immer mehr, dass ich es nicht schaffe, mich emotional zu distanzieren. Ich weiß, dass der Umgang der Eltern mit ihrer Tochter ihr Ding ist, ich mich da nicht einmischen will und werde. Aber das, und die Freundschaft zu unserem Kumpel, die eigentlich wieder keine mehr ist, so wie früher, wenn er eine Beziehung hatte, beschäftigt mich schon sehr. Denn nun wird das ganze noch in eine andere Dimension gebracht- meine Schwägerin ist schwanger. Sie sind nun diesen Schritt gegangen, um die Fernbeziehung zu beenden (O-Ton). Sie will dann in der Elternzeit zu ihm in den Süden ziehen, wo er unter der Woche arbeitet (45qm Wohnung ohne separates Zimmer) und nach der Elternzeit will er dann seine heimatnahere Versetzung in einer Tochtergesellschaft seiner Firma durchgesetzt haben.
    Ich hatte es gerade geschafft, mich mit der ganzen Familiensituation zu arrangieren, meinen Weg zu gehen und nun wird das ganze noch einmal getoppt. Denn Schlussendlich wird meine Schwägerin wohl die ganze Zeit bei ihren Eltern sein. Ich denke wie gesagt anders über alles, und muss dann permanent etwas vorspielen, was ich so nicht empfinde. Dies zum einen in der Familie, als auch in der Freundschaft.
    Ferner ist mir darüber klar geworden, dass ich doch noch keine Kinder will. Wir wollten eigentlich nach dem Einzug mit der Familienplanung beginnen, ich bin 30 und habe aber vor 9 Monaten noch einen neuen Job angefangen, in dem ich endlich „angekommen“ bin. Es war alles zum Schluss so vernünftig, mein Mann will halt lieber gestern als heute Papa werden, aber ich habe jetzt gemerkt, es wäre noch keine Herzensentscheidung. Ich glaube nicht, dass ich eifersüchtig auf meine Schwägerin bin, dass sie schwanger ist, aber ich habe einfach Angst, dass das ganze Thema jetzt total überreizt wird, was mir grundsätzlich die Lust an einer eigenen Schwangerschaft einfach verdirbt.
    Hat jemand a) Erfahrung mit einer solchen generellen Situation im Freundes-/Familienkreis und b) bei der Familienplanung? Kann man sich vorstellen, Kinder zu bekommen, aber einfach nicht den Herzenswunsch dazu spüren?

  2. Inaktiver User

    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Ich finde Deinen Beitrag tatsächlich sehr chaotisch und ich verstehe nicht, was Deine Schwägerin mit Deiner Familienplanung zu tun haben soll.

  3. Inaktiver User

    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Wäre es vielleicht besser, diese ganzen Themen mal in einzelne Threads zu unterteilen So in der Mixtur kann doch keiner hier im Forum das erlebt haben, wir sind doch alle Individuen-und der Apfel hat irgendwie gar nix mit der Birne zu tun
    Damit meine ich: Werde dir kurz mal bewusst, was für Themen du jetzt eigentlich diskutieren willst-dann verschwindet wenigstens das Chaos im Kopf.
    Ich sehe jetzt mal:
    a) Schwägerin und Kumpel.
    Dich nervt, dass er wieder so ist, wie er in anderen Beziehungen war? Wirst du nicht ändern können. Die Menschen sind unterschiedlich und wenn es ihm so nicht passt, dann muss er halt weniger abhängig werden von einer Beziehung. Nicht dein Bier.
    Auf der anderen Seite wäre es aber für dich doch positiv, wenn er näher dran wäre, weil du ihn dann trotz seiner Beziehungsfixierung (ich nehme an, er unternimmt einfach dann nur noch mit seiner Partnerin was?!) viel öfter sehen kannst. Dass er ansonsten bei einer Fernbeziehung nicht viel mit dir unternehmen konnte, ist ja eher normal.

    b) Deine Schwiegermutter.
    Die ist am Einfachsten: Du magst sie, sie drängt sich nicht selber auf, könnte das aber falsch verstehen, dass du einfach selbstständig bist. Lade sie mal auf einen Kaffee ein oder wähle eine ruhige Minute und sage ihr das. Oder schick ihr einen hübschen Brief. Du fändest es schön, wie gut du es getroffen hast, fühlst dich im neuen Haus wohl und fändest es super, dass sie euch so viel Zweisamkeit lasse. Du wolltest mal sagen, dass sie das nicht falsch verstehen solle-du hast nichts gegen sie, sondern du bist einfach vom Charakter her nicht so, dass du andere Leute um Hilfe bittest, weil du es viel lieber selber machst. So einfach wäre es doch.

    c) Deine Schwägerin.
    Verstehe ich nicht. Das ist alles total schwammig und chaotisch
    Sie ist halt ein völlig anderer Grundcharakter, hängt wahnsinnig an ihren Eltern und scheint für ihr Alter tatsächlich sehr unselbstständig. Naja, aber das ist ihre Sache-und das hat auch nichts mit "emotional distanzieren" zu tun-sondern eher damit, dass du wenig verstehen kannst, wie andere Menschen zB so eine hohe Priorität in ihrer Partnerschaft sehen oder sich nicht loslösen können. Sie wird sich an die Mutter hängen, nicht an dich. Und das auch erst, nachdem das Kind schon da ist und dein Kumpel einen neuen Job in "Familiennähe" gefunden hat-das ist doch noch hin. Bis dahin ist sie dann eh ausgelastet mit Kind und Haushalt-und du musst ja nicht danebenstehen, wenn Schwiegermutter und Schwägerin gemeinsam aufs Kind aufpassen.
    Dass ihr verschieden seid, geschenkt. Und weswegen sie auf deiner Hochzeit unzufrieden aussah, das kannst du von außen auch nicht wissen. Kann aber doch gut sein, dass sie ihren Frust nicht verstecken konnte, dass ihr (kleiner?) Bruder vor ihr heiratet und womöglich eine Familie gründet-mit 35 ist sie ja doch näher an der tickenden biologischen Uhr dran und hatte vielleicht da gerade Torschlusspanik...
    Die Fernbeziehung lag daran, dass sie statt in ihrer Wohnung bei den Eltern war Das habe ich nicht ganz verstanden: War denn ihre Wohnung in der gleichen Stadt wie die deines Kumpels? Und hat sie die jetzt noch oder ist sie jetzt komplett bei ihren Eltern? War es jetzt von ihrer Wohnung aus näher an ihrem Freund und ihrer Arbeit oder war die Strecke kürzer?

    d) Du und der Kinderwunsch.

    Du sagst, jetzt gerade hast du keinen Wunsch danach. Hast du denn das Gefühl, du solltest aus "pragmatischen" Gründen dennoch mit der Planung anfangen, weil du sonst vielleicht nicht mehr so schnell schwanger werden kannst? Ansonsten ist es doch klar: Kein Wunsch, kein Baby.
    Möchtest du überhaupt Kinder? Hast du vielleicht angenommen, das wäre dein Lebensweg-und merkst jetzt, das ist doch nichts für dich?
    Dass du die theoretischen Kinder in Schwiegermama-Nähe großziehen wirst, war ja schon klar, als du ins Haus gezogen bist Also, klare und freundliche Ansagen machen um Missverständnissen vorzubeugen-aber auch nicht zuviel hineininterpretieren. Klingt doch gar nicht so wild, sie scheint doch wer zu sein, mit dem man reden kann.

    (Am Rande: Möchtest du vielleicht auch mal Verantwortung abgeben können, dich so auf diese Familie verlassen können-beziehungsweise: hast du das Gefühl, du hast da etwas "verpasst"? Könnte ja auch sein...Wenn nicht, dann einfach ignorieren.)

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    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Zuerst einmal- verändere den Beitrag und mach ABSÄTZE hinein-- man wird ja kirre beim Lesen!

    Dann- denn ich hab mich dann doch durchgekämpft- fällt mir vor allem eines ins Auge:
    Wie oft Du über andere und deren Verhalten urteilst und meinst, was "tun" zu müssen.

    Für mich interessierst Du Dich viel zu sehr für das Leben anderer!
    Was andere machen, denken, tun, fühlen oder auch nicht........ob Du das verstehst oder nicht-- lass die Leute doch machen!

    Mir wäre das viel zuviel Zeit für das Leben oder Verhalten anderer - verschwendet!
    Du kannst das Verhalten anderer gerne mit Deinem abgleichen und für Dich reflektieren, aber was Du hier alles an Meinung über andere erzählst.....mit sowas kann ich nicht viel anfangen.
    Möglicherweise kannst Du genau in dem Verhalten von Dir auch Antworten auf all die Fragen in Deinem Leben finden?

    lg kenzia

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    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Ich habe mich persönlich nach dem Lesen deines Threads gefragt:
    Was ist dein Problem?

    Zu deiner Schwägerin. Ok, sie hat anscheinend einen starken Familienbezug. Die Eltern wollen es auch so. Sie mögen es auch, dass jemand ihre Hilfe braucht. Besonders deine Schwiegermutter, die es mag, alle zu bemuttern. Das mag für dich befremdlich wirken, aber wenn beide Seiten es so wollen, dann ist das doch ok. Ich finde es auch gut, wenn man die Großeltern mit in die Erziehung eines Kindes integrieren kann. Das ist eine Erleichterung für die Mutter und für das Kind ist es auch eine Bereicherung, mehrere Ansprechpartner zu haben. Zudem habe ich das Gefühl, du hast Angst dass sie ständig bei dir dann auftauchen. Aber obwohl ihr im gleichen Ort wohnt, wie deine Schwiegereltern, denke ich brauchst du diese Angst nicht haben. Oder seid ihr ständig bei euren Schwiegereltern, dass du ständig damit "konfrontiert" wirst?

    Zu deinen Freund. Ich habe dein Eindruck, dass du ein bisschen sauer bist, dass du ihn "verlierst" an deiner Schwägerin. Er bekommt jetzt ein Kind mit ihr und da ist es ganz normal, dass er sich auf seine Frau(?) und sein Kind konzentriert. Und es ist normal, dass er weniger mit euch unternehmen wird. Wenn du das Gefühl hast, dass er die gleichen Fehler wieder macht, dann kannst du ja mit ihm reden. Ich würde es aber nicht tun. Es ist sein Leben. Wenn er es so Leben möchte, dann ist es seine Entscheidung.

    Zu deiner Schwiegermutter. Sie mag es einfach sich um andere zu kümmern. (s. o.) Wenn du Hilfe von ihr brauchst, dann bitte sie darum. Wenn du keine Hilfe brauchst, dann frage sie nicht. Aber ich würde dir einfach empfehlen, einmal das Gespräch mit ihr zu suchen und ihr deine Sichtweise näher zu bringen. Lade sie auch mal zu einem Kaffee ein und betone, sie sei (wenn es wirklich gewünscht) immer ein gern gesehener Gast. Aber einer, welcher nicht ständig helfen muss.

    Zum Kinderbekommen. Das würde ich gänzlich von der Schwägerin trennen. Kann das sein, dass du ein bisschen eifersüchtig bist und neidisch drauf, dass Sie jetzt das erste Enkelkind bekommt? Hast du Angst, dass wenn du jetzt schwanger werden würdest, die Kinder ständig verglichen werden würden? Was ist deine Problematik.
    Ich kann dir nur sagen, deine "Gründe" keine Kinder zu bekommen, klingen für mich fadenscheinig. Entweder du willst JETZT Kinder oder später, aber das ist deine Entscheidung. Dafür braucht man keine Ausreden suchen.
    Und Kinder passen nie in die Lebensplanung. Sie werden immer dein Leben durcheinanderbringen. Ich glaube den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Und wenn es ihn geben sollte, dann klappt es meistens nicht.

    Mich würde interessieren, was wirklich dein Problem ist und hoffe, dass du es im nächsten Post näher erklärst.

    Viele Grüße

    moonlady90

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    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Hallo zusammen,

    erst einmal sorry für die fehlenden Absätze. Ich hatte den Text so schick in Word vorgeschrieben und dann kopiert und war direkt Richtung Baustelle aufgebrochen. Habe also leider nicht gesehen, dass es alle Absätze zerschossen hat. :-(

    Kendzia, grundsätzlich gebe ich dir vollkommen recht, ich mache mir, positiv und negativ, immer sehr viel Gedanken um andere. Für Geburtstagsgeschenke an Freunde investiere ich beispielsweise ständig viel Gedanken und Mühen, damit man sich freut. Mittlerweile fahre ich das schon alles etwas herunter...
    Ich nehme einmal LorelaiLeighs Gliederung an die Hand und antworte darauf.
    Es alles in separate Foren zu stellen empfand ich als zu "außeinander reißend", mir ist aber klar, dass es alles auch sehr verwuselt ist und ich euch einiges zumute.

    a) Schwägerin und Kumpel
    Es ist ja der beste Kumpel meines Mannes, nicht meiner. Er hat aber schon in seiner ersten Ehe viele Freunde, u.a. meinen Mann, extrem vor den Kopf gestoßen. Wir dachten dann, er habe daraus gelernt, nun geht es wieder so von statten wir damals. Wie er sein Leben lebt, ist seine Sache, mich stört es nur, dass man jetzt noch weniger etwas dagegen sagen oder zumindest einmal diplomatisch seine Meinung äußern kann, da es nun auch die Familie betrifft.
    Meine Schwägerin ist ein sehr dominanter Mensch, der allen anderen immer erzählt, wie das Leben läuft. Mittlerweile glaube ich, dass sie dies, gerade auf Feiern, eher aus einer Unsicherheit heraus tut, weil sie sich damit ständig nach vorne spielt. Ich war einmal zugegen, als sie dann etwas falsches gesagt hat, zu einem spezifischen Thema im Kreis von richtigen Experten, das war ihr hochgradig peinlich, sie konnte es aber auch nicht einfach zugeben.
    Genau dies wollten wir ihr im Winter einmal sagen, dass sie eben da oft über die Stränge schlägt. Es war nicht im Ansatz möglich, mit ihr eine Diskussion zu führen, sie hat da ein ganz anderes Wahrnehmungsbild.
    Wird aber auch von den Eltern sehr forciert. Alles, was sie macht ist richtig, auf sie wird bei allen Planungen Rücksicht genommen. So lange das mein Leben nicht betrifft, ok.
    Aber nun ist es halt auch so, dass mein Mann für seinen Kumpel nach wie vor IMMER da ist, ständig hilft etc, dies aber so gut wie nicht zurückbekommt. Beim Hausbau muss mein Mann schon explizit fragen, ob er hilft, ansonsten passiert da nichts. Immer heißt es: nein, die zwei haben ja genug zu tun!
    Und wir selbst bemühen uns halt ständig, bzw. ich habe dies schon heruntergefahren. Es gab halt einfach zig Situationen in den letzten drei Jahren, in denen klar war, dass es noch lange nicht egal ist, wer was macht. Sie selbst durften sich vieles herausnehmen, immer auf der Basis der komplizierten Fernbeziehung und wir mussten uns dreimal überlegen, was wir sagen und machen.
    Ich habe die zwei seinerzeit selbst fast noch verkuppelt, weil ich diese Seiten meiner Schwägerin noch nicht explizit kannte. Selbst mein Mann meinte damals, er wüsste nicht, ob das alles so gut ist.
    Und nun müssen wir halt im Freundeskreis und in der Familie ständig etwas vorspielen, was wir so nicht denken.

    b) die Schwiemu
    Genauso bin ich es nun angegangen, schon vor einer Woche allerdings. Ich glaube, das Gespräch war sehr gut und sie hat einfach gemerkt, dass alles in Ordnung ist. Es wird immer mal wieder Momente geben, in denen Grenzen abgesteckt werden müssen, aber ich glaube, es ist machbar!

    c)meine Schwägerin

    Vieles ist unter a) schon erklärt worden. Sie ist einfach sehr kompliziert, und durch die "Freundschaft" der Männer bekomme ich davon mehr mit, als mir lieb ist.
    Wir haben unseren Kontakt nach dem Streit ja schon heruntergefahren, aber davor konnte ich mir fast jedes Wochenende ihre Probleme anhören, hatte selbst einen schweren Krankheitsfall in der engsten Familie, dazu dann eben meine andere Grundeinstellung zu vielem.
    Nach dem Streit habe ich ihr noch einmal einen Brief geschrieben, das wir uns in einigen DIngen so nehmen sollten wie wir sind etc. Seitdem gibt es zwar eine friedliche Koexistenz und Distanz.
    Ich befürchte aber, dass von mir erwartet wird, diese wieder aufzugeben, wenn das Kind da ist. Denn sie wird m.E. auch schon in der Elternzeit sehr viel bei ihren Eltern wohnen.
    Es hat schon sehr viel von einem Clan bei uns , in dem sich alle vertragen MÜSSEN. Weihnachten wird erwartet, dass ich Heiligabend das essen ausrichte, da das Elternhaus ja dann wieder "steht". Mir graut jetzt schon davor.
    Zur Wohnsituation: Die Stadtwohnung meiner Schwägerin hat sie bereits Jahre. Sie ist vollkommen losgelöst von der jetzigen Situation. Sie arbeitet wiederum in einer anderen Stadt, die Entfernung von ihrer Wohnung und dem Haus ihrer Eltern zu ihrem Arbeitsplatz ist identisch. Deswegen haben sich halt viele von uns gefragt, da sie das Thema der anstrengenden Fernbeziehung wirklich bei jedem und bei jeder Gelegenheit thematisiert, warum sie nicht einfach eine Wohnung hier im Ort nimmt, wo ja auch der Kumpel meines Mannes seine Wurzeln hat und eh regelmäßig für die Tochter aus erster Ehe hinkommt.
    Grundsätzlich: Auch hier müssen sie machen, was sie für richtig erachten. Aber es stört mich einfach, dass íhre Probleme ständig ein Thema sind, man sich aber dann auch nur ihrer Meinung entsprechend dazu äußern darf.

    d) mein Kinderwunsch
    Da hat LorelaiLeigh den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich denke, die jüngsten Planungen waren genau das: Pragmatisch. Man muss JETZT, wenn man will, damit man noch im Zeitplan liegt. Allerdings will mein Mann auch vor 40 Papa werden und wird im Juni 36.
    Habe aus anderen Gründen im letzten Jahr jegliche hormonelle VErhütung abgesetzt und mal aus Spaß mit NFP angefangen, um mal zu sehen, wie der Körper so tickt. Das hat mich schon total genervt, jeden Morgen Temp messen etc. Habe keinen einfachen Zyklus, aber das war es mir trotzdem nicht wert. Aber man hört ja so viel, dass es nicht klappt, Fehlgeburten...Also fühlte ich mich irgendwie verpflichtet, dass ganze Thema so organisiert anzugehen.
    Wenn ich nun aber in mich reinhorche, würde ich am liebsten, wenn der Wunsch stärker wird, an den gefährlichen Tagen (laut Kalender, nicht wieder mit NFP), erst einmal die Verhütung weg lassen und schauen, was passiert. Sicher kann es dann nicht klappen und dann geht der Stress los.
    Aber besser, als sich vorher schon zu stressen, für die EVENTUALITÄT, dass es schwierig werden KÖNNTE - was meint ihr?

  7. Inaktiver User

    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Mhm, na das klingt doch schon wieder viel eindeutiger nach einem konkreten Kinderwunsch-schön, dass du dir da mit deinem Partner einig bist, das ist ja schon mal viel wert.
    Und wenn du das jetzt nochmal durchliest: Ähm, inwiefern reduzierst du denn mit dem "organisierten" Herangehen das Risiko, dass du entweder nicht schwanger wirst oder dass du eine Fehlgeburt erleidest? Das kannst du ja gar nicht wirklich einschätzen-du könntest höchstens mal dich und deinen Partner durchchecken lassen...aber irgendwie klingt es jetzt ganz stark danach, dass angedacht war (Zahlen dienen zur Verdeutlichung der "organisierten Herangehensweise"): "Wir machen jetzt mal das Haus bis zum 3.7.2015 fertig. Bis zum 8.12.2015 verhüte ich definitiv ganz brav und passe auf, dass ich jaaa nicht schwanger werde. Ab dem 9.12.2015 erst darf überhaupt etwas in diese Richtung passieren. Ab da konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, miteinander zu schlafen, um schwanger zu werden-das steht dann als Prio 1 ganz oben dabei und in unserem generellen Tagesablauf."
    Wer hat das festgemacht, dass es so ablaufen soll? Ihr gemeinsam oder hast du das unbewusst so im Kopf: Wenn ich die Verhütung weglasse, muss ich mich furchtbar ernsthaft und am besten mit Terminplan hinsetzen. Du denkst viel nach, ich tippe ja mehr auf deinen eigenen Kopf
    Du kannst da auch noch auf die Pro-Seite stellen: Je unverkrampfter und je weniger "ergebnisorientiert" du das angehst, desto höher sind die Chancen, dass es dann klappt. Je mehr Paare fokussieren, desto weniger denken sie oft daran, nicht nur nach Zeitplan zu "probieren", sondern einfach immer noch "normal" miteinander eine Paarbeziehung zu leben. Und dann bist du auch viel unentspannter, wenn du dir immer schon die fruchtbaren Tage ausrechnest und jeden Monat mehr als "Fehlversuch" wertest.
    Sollte es sich dann wirklich herausstellen, dass es nach einem Jahr immer noch nicht geklappt hat: Dann ist das so, und du hast dir selbst doch trotzdem keinen Gefallen getan, indem du das schon das Jahr zuvor dauernd vor dich hingesagt hast.

  8. User Info Menu

    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Liebe Lorelaileigh,

    bei deinem verdeutlichenden Zahlenbeispiel musste ich SOOO lachen! Genauso war es, nur dass ich auch noch den ET Termin mit dazu gezogen habe, weil ich immer so Last mit Wassereinlagerungen habe und nicht im Hochsommer hochschwanger sein wollte. Ach ja, und noch meinen neuen Job, wie lange ich dann angestellt bin, bis ich schwanger werde.Herrlich bescheuert, was?!
    Und natürlich, alles in meinem Kopf. Es gab zwei, drei Aussagen meines Mannes, hinsichtlich seines Alters und als ich einmal kürzlich fragte, ob wir nach dem Einzug noch etwas warten sollten, meinte er, wir würden doch schon recht lange warten, es könne ja auch nicht sofort klappen.
    Darüber kann ich aber mit ihm reden, bzw. hätte es machen können anstelle dann alles in meinem Kopf so hochzuschaukeln. Um dann Panik zu bekommen und zu sagen: Nein, dann lieber gar nicht!
    Von einem Extrem ins andere...

  9. Inaktiver User

    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Vielleicht solltest Du Dir wirklich erstmal klar werden, ob Du (jetzt) ein Kind willst. Das Alter Deines Mannes ist erstmal unerheblich, dann wird er halt im Notfall erst mit 41 Vater, was soll's.

    Ich fände es allerdings unfair, ihn in dem Glauben zu lassen, dass es jetzt "los" geht, wenn Du das nicht willst. Und noch schlimmer fände ich es, wenn Du nur ihm (und der restlichen Bagage) zuliebe ein Kind bekommen würdest.

  10. User Info Menu

    AW: Familienplanung und Familienleben | Chaos im Kopf!

    Absolut scales, ich habe auch offen mit meinem Mann darüber gesprochen.
    Im Wesentlichen darüber, dass ich mir für uns nach dem Stress des Umbaus gerne etwas Verschnaufpause wünschen würde, in der man noch einmal ohne Rücksicht Urlaub machen kann etc.
    Er sagte da schon: Wie lange sollen wir denn noch warten, es kann doch auch sein, dass es erst einmal gar nicht klappt.
    Von daher tue ich mich auf der anderen Seite auch schwer damit, zu sagen: es ist auch egal, wenn er erst mit 41 Vater wird.
    So wie mir meine Gedanken gerade schwer auf der Seele liegen, scheint ihm eben das wichtig zu sein.
    Man muss da zumindest einen Konsens finden.

    Ich bin auch noch einmal in mich gegangen und habe im wesentlichen drei Dinge, die mich beschäftigen.

    Generelle Distanz zur Familie meines Mannes:
    Nach unserem kleinen Disput mit seiner Schwester und den anfänglichen Sorgen, die Nähe zur Familie meines Mannes könnte räumlich durch die Übernahme des Hauses zu eng sein (wobei das größtenteils hausgemacht von mir war, da mein Mann sich da klar positioniert), hatte ich mir ja schon eine emotionale Distanz geschaffen.
    Nach dem Motto: Man kann sich auch mal streiten und mal nicht sehen.
    Ich glaube, dass ich mir den Druck da zum großen Teil selbst gemacht habe, weil im Grunde auch ich für mich selber der „schönen harmonischen Großfamilie“ gerecht werden wollte. Auch nachdem nun Familie und Freunde noch durch die Beziehung von meiner Schwägerin zum Freund meines Mannes „verstrickt“ worden sind.
    Nun befürchte ich, dass sowohl die anderen als auch ich von mir selbst wieder verlange, dass diese Distanz nun aufgegeben wird, wo der Nachwuchs unterwegs ist.
    Wie gesagt ist das aber hauptsächlich eigener Druck, den ich mir da mache.

    Das „Nachmachen“ der Schwangerschaft:
    Ich bin nicht eifersüchtig auf meine Schwägerin, dass sie nun zuerst schwanger ist, zumal sie auch vier Jahre älter ist als ich.
    Die meisten haben sicher zuerst mit uns „gerechnet“, aber ich finde es eher erfrischend, es nicht so zu machen wie alle denken. 
    Allerdings befürchte ich, dass meine Schwägerin „not amused“ sein wird, sollten wir uns nun doch zeitnah, ggf. noch während ihrer Schwangerschaft, dazu entschließen, selbst ein Kind zu bekommen.
    Es hat in letzter Zeit einige Situationen gegeben, in welchen selbst mein rationaler Mann gespürt hat, dass da eine gewisse „Territorialität“ von ihr ausgeht, was ihre Familie angeht. Mit der Hauslösung war sie lange nicht im Reinen, hat oft geweint.
    Dann habe ich vor zwei Jahren einmal regelmäßig die Hilfe meines Schwiegervaters in Anspruch nehmen müssen, welcher aber von sich aus viel mehr gemacht hat, als erbeten. Auch hierzu bekam ich dann hinterher mal den Wink mit dem Zaunpfahl (der Dackel meiner Schwiegereltern habe darunter gelitten, weil er nicht mehr genug mit ihm spazieren gehen konnte).
    Also befürchte ich, dass es uns eher übel genommen würde, wenn wir nun „nachziehen“.
    Aber sollte ich mich danach richten, des Friedens wegen?
    Es sieht nämlich in der Tat so aus, als habe ich einige hormonelle Probleme. Des Weiteren gibt es seitens meiner Eltern nur noch meine Mutter und auch diese ist erkrankt, so dass nicht klar ist, wie lange sie noch aktiv ihre Enkel erleben könnte.
    Und ich habe ja schon genug Fürs und Wieders in meinem Kopf was die Kinderplanung angeht.
    Sollte ich meine Schwägerin dann auch noch dazu ziehen?

    Beziehung zu unserem Kumpel:
    Wie oben schon geschrieben, ist dies ja nun untrennbar mit der Familie „verquickt“.
    Konnte ich bei seiner ersten Ehe noch sagen, wenn er alles vor die Freundschaften stellte und eine Beziehung führte, die nicht mit unseren Ansichten konform war, „aus den Augen, aus dem Sinn“, so habe ich es nun ständig vor der Nase und muss aufpassen, nicht zu platzen.
    Zum einen, was die generelle Beziehungsführung der beiden angeht, es zeichnete sich schon früh ab, dass es starke Parallelen zur ersten Ehe gab. Und nun setzt er, für unsere Maßstäbe wieder äußerst blauäugig, ein Kind in die Welt.
    Aber das ist dann noch ihr Bier, es nervt mich dann eben nur, die zwei dann ständig von meinen Schwiegereltern als perfektes Paar / perfekte Familie präsentiert zu bekommen und auch oft deren Kritik an der ersten Ehe unseres Freundes zu hören, wenn man selbst es eigentlich anders sieht.
    Wie gesagt, ist das aber noch etwas, wo ich dann einfach meine Ohren auf Durchzug stellen und damit leben muss, dass das bis dato sehr offene Verhältnis zu meinen Schwiegereltern an der Stelle nicht umsetzbar ist. Und zu unserem Freund schon einmal gar nicht.
    Was mich jedoch richtig stört, ist dass von Seiten meines „Schwagers in spe“ generell so wenig Einsatz für die Freundschaft kommt.
    Er tituliert meinen Mann als seinen besten Freund, aber wenn alle Freunde bei uns sind und uns schon morgens beim Bau helfen, sitzt er bei meinem Schwiegereltern am Frühstückstisch.
    Wenn man ihn fragt, hilft er, ohne murren, aber von selbst, so wie es mein Mann für ihn ständig tut, kommt da nichts.
    Ich spiele gerade eigentlich mit dem Gedanken, meiner Schwägerin als kleines „Drandenken“ ein Körperöl und eine süße Erstlings-Ausstattung zu schenken.
    Aber eigentlich habe ich so etwas schon öfters gemacht und es kommt mir mittlerweile alles so einseitig vor.

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