das ist die vorgeschichte die sich vor zwei jahren, naemlich am 29.12.2012 abgespielt hat
ich habe heute nachmittag meine schwiegermutter besucht, was ja normalerweise nichts ungewöhnliches ist
ich muß vorweg sagen das sie mir in den 13 jahren die wir tür an tür gelebt haben wirklich sehr ans herz gewachsen ist, ich habe sie mehr geliebt als meine eigene mutter und habe sie auch immer mutter zu ihr gesagt
insgesamt kenne ich sie nun fast 25 jahre
als ich ihren sohn verlassen habe zog sie sich nach und nach von mir zurück und hat dann den kontakt auch einschlafen lassen und mich zur "unperson" degradiert
ich habe dann immer nur einmal im jahr bei ihr angerufen um ihr zum geburtstag zu gratulieren, persönlich gesehen habe ich sie schon 3 jahre nicht mehr, zuletzt als ich bei ihr sachen meines kleinen ( juengsten sohnes ) abgegeben habe, da war sie gesundheitlich noch topfit
ihr sohn ist mit dem kleinen und seiner neuen frau im urlaub und ansonsten stand auch kein fahrzeug meiner kinder vor der tür, sonst hätte ich niemals gehalten
MIR war es ein herzensbedürfnis SIE einmal zu besuchen und um nicht unnötigen stress zu verursachen habe ich bewußt einen zeitpunkt gewählt, bei dem sich das vermeiden lässt
auch habe ich ihr einen kleinen blumenstrauß mit gelben und orangefarbenen gerbera ihren lieblingsblumen gekauft
ich kam mit dem auto im schrittempo ums eck, da lief sie mit ihrer pflegerin ( wohnt bei ihr ) am rollator die straße entlang
ich fuhr langsam vorbei stellte meinen wagen ab und wartetet am hoftor bis sie die straße entlang kam
ihre augen wurden groß und sie sagte guck mal meine ereS
wir redeten sie schaute sich mein auto an ich brachte sie zur haustür reichte ihr die blumen
sie hatte keine zeit mich reinzulassen weil ihre friseuse gleich kam und sie sich noch zurechtmachen und ausruhen wollte ( das war mir auch nicht ganz unrecht )
kurz und knapp wir haben gemeinsam geheult uns in den armen gelegen über die nachbarschaft geplaudert und sie hat sich riesig gefreut
sie ist so glücklich mit meinen kindern die sich so toll um sie kümmern,
ich habe das gerne gemacht, es war mir irgendwie ein herzensbedürfnis, denn ich weiß nicht wie lange sie noch leben wird
mir sagte sie ganz klar das nächste jahr werde ich nicht überleben
sie hatte vermutlich mal einen schlaganfall kann nicht mehr schreiben spricht langsam und gebrochen und ist sehr schlecht zu fuß
ich sitze hier und weine,aber ich bin froh und glücklich das aus vollster überzeugung gerne gemacht zu haben
ob ich von ihr noch einmal was höre weiß ich nicht, ich werde es sehen, erleben, aber freuen wuerde ich mich sehr
nun sind inzwischen zwei jahre vergangen und ich habe erfahren das sie seit 1.12.2014 nun im pflegeheim fußlaeufig ihres hauses lebt
mein erster besuch dort war schrecklich, ist mir doch ihr sohn ( mein nun seit 10 jahren getrennter und 9 jahren geschiedener mann ) dort begegnet
sprich, er saß bei ihr im zimmer, als ich die tuere oeffneteer bruellte rum wollte die polizei holen, und war der meinung er koennte ueber seine mutter bestimmen
so wie er es seit jahren mit unseren kindern auch macht
ich habe mich dann " verzogen nicht ohne ihr kurz die hand zu geben, guten tag und gleichzeitig auf wiedersehen zu sagen" und habe mir geschworen sie wieder zu besuchen
lange rede kurzer sinn am hl. abend war ich wieder bei ihr
habe zuvor die pflegekraefte gefragt, ob diese mal schauen koennten ob sie besuch haette ( so eine szene braucht kein mensch mehr )
und war dann eine stunde bei ihr
es war schoen, nett sie hat sich gefreut, und ich habe mir geschworen diese besuche weiter fortzusetzen
war dieser tage also nochmal dort und das erste was sie sagte war
" es wird ja auch zeit, das du mich wieder besuchen kommst"
ich freue mich wahnsinnig, das ich ihr den gefallen tun kann, sie zu besuchen
wir finden gerade wieder zueinander
UND ich erfahre zudem noch ganz viel ueber meine kinder
ich weiß, das ihr sohn noch einige tage weg ist und ich in den naechsten tagen ganz unbeschwert zu ihr gehen kann und sie sich freut, und ich mich ebenso
warum ich das schreibe ?????
weil ich denke, das es fuer gewisse dinge niemals zu spaet ist
mich das ganze trotzdem ganz schoen aufwuehlt, mich aber gleichzeitig sehr freue und ich denke sie auch
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 23
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02.01.2015, 22:39
ich moechte euch mal was erzaehlen...
Geändert von ereS (02.01.2015 um 22:51 Uhr)
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03.01.2015, 00:46
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Liebe ereS,
ich kann das sehr gut verstehen und freue mich für dich und Euch
Ich habe auch eine Exschwiemu, die ich mehr mochte als meine eigene Mutter und mit der es nach der Trennung von ihrem Sohn nicht einfach war und ist!
Aber wir haben nun unseren eigenen Weg gefunden!
Dir/Euch alles Gute
Es wird Zeit für eine neue Signatur
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03.01.2015, 17:46
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Hallo ereS,
deine Erzählung hat mich sehr berührt, da sie mich so an meine eigene erinnert!
Ich finde es schön, daß du wieder Zugang zu deiner Schwiegermutter gefunden hast. Ich bin ebenfalls eine `Persona non grata`!
Seit nun fast drei Jahren von meinem Nochmann getrennt, hat sich die komplette Schwiegerfamilie von mir abgewendet. Wir hatten von Beginn an (immerhin 30 Jahre) ein überwiegend gutes Verhältnis. Gab es mal Reibungspunkte, meistens wegen der Kinder, wurden die schnell aus der Welt geschafft. Nichts dramatisches also. Sie haben mich immer mehr als Tochter denn als Schwiegertochter behandelt.
Mit dem Tag der Trennung kennen sie mich aber nicht mehr, was ab und an immer noch weh tut. Ich habe zum Geburtstag per Karte gratuliert, allerdings ohne Antwort zu bekommen. Dort anzurufen, oder vorbei zu fahren, hätte ich nicht gewagt.
Mein Mann hätte ähnlich wie deiner einen Riesenaufstand gemacht.
Die ganze Geschichte zu erzählen, würde hier den Rahmen sprengen. Dir weiterhin noch viele schöne Tage mit deiner wiedergefunden Schwiegermutter
Breath
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03.01.2015, 20:04
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Seltsam was genau soll jetzt daran schön oder berührend sein ? Die Dame hat sich von Dir abgewendet und noch nicht mal Stellung bezogen als Dein Ex Dich antraf und mies behandelt hat. Jetzt darfst Du Dich melden wenn der Ex mal nicht da ist. Ich glaube da hätte ich doch ein wenig mehr Stolz und würde mich nicht so behandeln lassen. Wenn Die Schwiemu sich nicht zu Dir bekennt solltes Du die Bildfläche verlassen.
Du hast sicher noch andere Dinge zu erledigen oder was bringt Dir das ?
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04.01.2015, 09:11
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Hallo!
Ich erlebte eine ähnliche Geschichte zwischen meiner Mutter und ihrer Schwiegertochter.
Mein Bruder und seine Frau haben sich für längere Zeit getrennt, Schuld war in den Augen meiner Mutter nur seine Frau.
Kurz vor ihrem Tod kam die Schwiegertochter bei meiner Mutter zu Besuch, diese Versöhnung war meiner Mutter sehr wichtig.
Auch meine Mutter hätte nicht die Kraft gehabt, den Sohn zurechtzuweisen, sie gab ihm ja ein Leben lang immer Recht. Wenn Besuch nur erwünscht wird, wenn der Sohn nicht da ist, dann nur deshalb, um einen Konflikt, dem sich die Mutter gar nicht gewachsen fühlt, zu vermeiden.
Ich finde die Versöhnung gut, wenn sie von Herzen kommt, es hilft der Mutter auch mit sich selbst ins Reine zu kommen und Distanz zum Verhalten des Sohnes zu nehmen.
Liebe Grüße!
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04.01.2015, 13:44
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
in jedem anderen Kontext würde erwartet werden das die alte Dame Stellung bezieht. Aber hier alt, allein, (schnief) plötzlich nicht mehr. I
ch finde das ist eine Frage des Charakters zu Menschen zu stehen die einem wichtig sind. Das sollte endlich jemand der alten Dame mal erklären.
Sie agiert verletzend ,auf eine egozentrische Weise dem Konflikt ausweichend. Ich habe kein Verständnis dafür das so zu unterstützen. Nein für mich ist das keine schöne Geschichte. In dieser Geschichte agieren die Hauptdarsteller nicht respektvoll miteinander. Und das kann man wirklich in jeder Altersstufe erwarten.
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04.01.2015, 14:47Inaktiver User
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Was willst Du? Was bezweckst Du? Der TE die Freude am beschriebenen Erlebnis verderben?
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, auch ein Grauton gehört zum Leben und kann Grund zur Freude sein. Denk mal drüber nach, auch über Deine harte, intollerante und manipulative Denkweise, die wohl mehr über Dich als über die TE sagt.
MelusineGeändert von Inaktiver User (04.01.2015 um 14:49 Uhr) Grund: Schreibfehler, Ergänzung
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04.01.2015, 15:04
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Liebe ereS,
danke für diese schöne Geschichte, sie hat mich zutiefst gerührt.
Danke, für die Grösse die du gezeigt hast.
Überhaupt danke ich dem Himmel, dass es Menschen wie dich gibt.
Menschen, die los ziehen und mit einer Selbstverständlichkeit die Herzen anderer erfreuen


Liebe Grüsse
Jamfairy
Es war nur ein sonniges Lächeln.
Es war nur ein freundliches Wort.
Doch scheuchte es lastende Wolken
und schwere Gedanken fort.
Es war nur ein warmes Grüßen,
der tröstende Druck einer Hand.
Doch schien's wie die leuchtende Brücke,
die Himmel und Erde verband.
Ein Lächeln kann Schmerzen lindern.
Ein Wort kann von Sorgen befrei'n,
ein Händedruck Sünde verhindern
und Liebe und Glauben erneur'n.
Es kostet dich wenig, zu geben;
Wort, Lächeln und helfende Hand.
doch arm und kalt ist das Leben,
wenn keiner solch Trösten empfand...
Monika Adele Elisabeth HunniusWer Tiere qält, ist unbeseelt,
und Gottes guter Geist ihm fehlt.
Mag noch so vornehm drein er schaun,
man sollte niemals ihm vertraun.
J. W. Goethe
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04.01.2015, 15:53
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Melusine, warum so emotional reagieren ?
Wenn ich eine Geschichte einstelle und Reaktionen erfragen muss ich damit rechnen verschiedene Fazetten als Antworten zu bekommen.Bei mir kommt es so an ,bei Dir anders. Einen manipulativen Aspekt erkenne ich nicht nur eine persönliche Einschätzung. Frag doch lieber die Erstellerin warum sie das so reinstellt .Ein Gutmensch der nach Beifall ruft.?Interessant das Du Dich angesprochen fühlst. Probleme in der Familie ?
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04.01.2015, 16:13
AW: ich moechte euch mal was erzaehlen...
Wahrscheinlich ist ihr Sohn genau so aggro drauf wie du. Da wird sich die alte Frau ganz einfach nicht trauen, Stellung zu beziehen.
So wie er jetzt schon rumgewütet hat, hat er das bestimmt noch besser gekonnt, als es seiner Mutter noch besser ging.
Und wer ist nach Schlaganfall, körperlichen Beschwerden und im Pflegeheim wohnend schon darauf erpicht, sich den eigenen Sohn zum Feind zu machen?



er bruellte rum wollte die polizei holen, und war der meinung er koennte ueber seine mutter bestimmen
so wie er es seit jahren mit unseren kindern auch macht


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