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29.11.2014, 20:20
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
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29.11.2014, 20:34Inaktiver User
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
Es geht nicht nur um das finanzielle,,, wer schreibt schnell eine große Liebe einfach ab ? Und Kindern einfach eine Familie zu nehmen ?
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29.11.2014, 20:46
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
das glaube ich nicht. Es kommt zwar nicht nur - aber auch aufs Finanzielle an. Und es gibt nicht wenige, die können es sich auch heute nicht leisten auseinander zu gehen.
Dass den Leuten immer wieder massenhaft Leichtfertigkeit unterstellt wird, wenn sie sich trennen, halte ich nicht für gerechtfertigt. Auch und gerade bei gemeinsamen Kindern werden oft kaputte Beziehungen länger aufrecht erhalten, als das für alle Betroffenen gut ist.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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29.11.2014, 20:59Inaktiver User
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29.11.2014, 21:07
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
Ich glaube auch, dass es daran liegt, dass es uns hier insgesamt zu gut geht. Da kommt man schon mal ins Grübeln, ob das Gras auf der anderen Seite nicht viel grüner sein könnte....
Es gibt auch sehr viele Verlockungen, die es "früher" nicht gab.
Und ansonsten kann ich für mich nur sagen: mein (Ex)mann hat es so gewollt, ich ganz sicher nicht, aber irgendwann ist der Zug abgefahren - und meine Kinder und ich sind weiterhin eine Familie, nur eine kleinere.
Ein Patentrezept gibt es sicherlich nicht.
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29.11.2014, 21:09
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
was nichts über die Qualität dieser Beziehungen aussagt.
Und außerdem finde ich es nicht erstrebenswert, dass mich der Kampf um die blanke Existenz mit einem anderen Menschen auf Gedeih und Verderb zusammen schweisst. Diesen Existenzkampf wünsche ich nämlich wirklich niemandem.
Insofern könnte man die hohe Scheidungsrate auch als Hinweis auf eine reiche Gesellschaft sehen, in der es den Leuten über die blanke Existenz hinaus gut geht.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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29.11.2014, 21:13
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
das mag sein, aber das ist kein Grund, das was "früher" war zu verklären. Ich hätte nicht in der Generation meiner Mutter oder Großmutter Frau sein wollen. Da nehm ich lieber Trennungen und Scheidungsraten hin. Dahinter stehen zumindest viele Rechte, von denen unsere Ahninnen nur träumen konnten und für die sie teilweise hart gekämpft haben.
Und wenn wir mit unseren Freiheiten und Rechten heute (noch) nicht umgehen können, weil wir die so breitflächig in unserer Geschichte vll ja auch noch gar nicht hatten, und wenn wir deshalb reihenweise unsere Beziehungen versieben, dann heisst das ja nicht, dass wir, bzw unsere Kinder, es nicht lernen können, es besser zu machen. Ich finde es einfach nicht gut, immer gleich zu sagen "früher war alles besser" War es nicht. Es war anders, aber sicher nicht besser.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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29.11.2014, 21:34Inaktiver User
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
Völlig klar. Da gibt es nichts zu verklären. Ich finde es auch gut, dass es heute keinen Zwang mehr gibt, zusammen zu bleiben. Wobei ich mit meinem Mann seit 32 Jahren zusammen bin. Wieso es funktioniert? Keine Ahnung. Vielleicht ein bisschen Trauma. Ich selber bin ein Scheidungskind. Dreckige Scheidung. Solange das Kind noch zu Hause war, kam für mich Trennung nie in Frage. Allerdings ging's mit insgesamt gut. Jetzt ist das Kind weg, doch wir haben uns derartig aneinander gewöhnt ... und außerdem lieben wir uns. Doch zum gegenwärtigen Zeitpunkt wären meine Kriterien für eine Trennung wesentlich strenger.
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29.11.2014, 22:53
AW: Warum gehen so viele Familien kaputt ?
Ich bin aus Liebe mit meinem Mann zusammen, seit fast 20 Jahren. Aber auch wegen der Kinder - wenn die nicht wären, dann hätte ich vielleicht bei mancher Unvereinbarkeit mehr Abstand gewollt. So habe ich mich innerhalb eines Haushaltes immer wieder neu auf uns eingelassen und bin weiterhin glücklich - aber eben mit Situationen, in denen ich gedacht habe "das geht nicht, wir sind einfach zu verschieden"
Wenn da die Kinder nicht gewesen wären und wir mehr Abstand etabliert hätten, wer weiß? Allerdings lieben wir uns sehr, insofern ist es auch gut möglich, dass wir ohne Nachwuchs und in separaten Haushalten trotzdem gemeinsam leben würden.
Was es überhaupt möglich macht für uns: eine große, tiefe Liebe, die damals wie Manna vom Himmel fiel, bleibendes Interesse an- und Respekt voreinander, Humor, der schon oft den Reset-Knopf gedrückt hat, wenn wir dabei waren uns zu verrennen, die Fähigkeit, uns selbst von außen und den anderen von innen zu sehen sowie sehr ehrlich zu sein, einen gemeinsamen Sprachwitz und gemeinsame uns verbindende Erlebnisse.
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29.11.2014, 23:41



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