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    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Immer wenn ich solche Patchwork-Geschichten lese, habe ich das Bauchgefühl, wir Frauen sollten uns erst gar nicht auf Patchwork einlassen, oder halt, da wir da vielleicht irgendwie reingerutscht sind, eben wieder aussteigen.

    Patchwork funktioniert leider halt meist nicht! Zumindest nicht als "neue heile Familie o.ä.".

    Liebe TE, solange Du Kraft hast, machst halt weiter.
    Aber falls Dir die Kraft ausgeht, trenne Dich zumindest räumlich von Deinem Partner.
    Es kann nicht sein, daß Schicksalsdinge (die Kleine stammt aus einer Vergewaltigung, der "Vater" der Kleinen ist nicht der richtige Vater) auf Deinen Schultern mitabgeladen werden.
    ER, Dein Partner, und seine Ex, sind da gefragt.
    Ich finde, man kann nicht zusammenflicken, was nicht zusammengehört. Auch wenn das grausam ist irgendwo.

  2. Inaktiver User

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Ob dir eine Haushaltshilfe zusteht, kann ich dir nicht sagen, aber ich würde beim Jugendamt fragen, welche Hilfen ihr bekommen könnt. Unterstützende Familienhilfe wäre für mich da das Stichwort. Es kommt dann jemand, der euch hilft, beispielsweise mit der einen Tochter etwas unternimmt und ihr mit beiden anderen Kindern Exklusivzeit habt und dann auch mit deinen Kindern etwas unternimmt, wo ihr dann Zeit für die Tochter habt.
    Es gibt auch den "Familienentlastende Dienst". Da würde ich beim Amtsarzt, Gesundheitsamt nach den Adressen bei euch vor Ort nachfragen. Die Sekretärin wird euch die Adressen auch geben können.

    Schuldgefühle, dass ihr etwas falsch gemacht habt oder etwas nicht so optimal gelaufen ist, würde ich immer nur dazu nutzen, mir zu überlegen, was ich beim nächsten Mal anders machen möchte und dann die Schuldgefühle abschließen. Das spart Kraft, die ihr dringend im Alltag braucht.
    Alles, was schon geschehen ist, könnt ihr nicht mehr ändern. Ihr könnt euch nur die Zeit nehmen, sofern die Zeit dafür vorhanden ist, euch zu überlegen, wie ihr das nächste Mal reagieren möchtet.

    Ansonsten braucht ihr euch wirklich für nichts die Schuld geben. Die Situation ist schwierig, ihr habt sie euch nicht ausgesucht, ihr habt euch die Suppe nicht eingebrockt, müsst und wollt sie jetzt aber auslöffeln. Dafür meinen Respekt. Ich finde, bei allem, was ich hier lese, gebt ihr euer Möglichstes.

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    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich schütze meine Kinder. Zur Zeit ist meine abends und über nacht bei uns...nach Kindergarten geht sie zum Papa. Es gab eine zeit wo mir die Kraft fehlte und beide länger als geplant beim Papa blieben. Mittlerweile versuchen wir es aber so zu halten das wir uns ,also mein Ex und ich in die Tage reinteilen.

    Durch die Klinikaufenthalte von beiden Kindern ist Chaos ausgebrochen was denke ich normal ist.

    Die Therapie wurde angeraten -nicht weil sie meine brauchen sondern damit sie erst bei dem durcheinander keinen schaden nehmen.


    Und wie kommst du drauf das ich sie nicht schütze? Ist ihr Papa ein Fremder oder nicht geeignet?
    Liebe Meliha,

    ich finde Du machst das ganz großartig. Und ich finde, Du sorgst so gut es geht für alle Kinder. Auch ich sehe den Papa als sehr, sehr gute Alternative um Deine Kleine aus der derzeitigen Situation zu nehmen. Das hätte ich ganz genau so geregelt.
    Hast Du noch Beistand in Form von bspw. Großeltern, die Euch Dinge abnehmen können?

    Liebe Grüße

    KleineBlume
    That's life ....

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    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....die Klinik möchte auch im Hinblick auf meine Kinder die Therapie erweitern. Vorschlag war Familientherpie neben der Therapie der Kleinen.

    Die Therapie wurde angeraten -nicht weil sie meine brauchen sondern damit sie erst bei dem durcheinander keinen schaden nehmen.

    Durch die Klinikaufenthalte von beiden Kindern ist Chaos ausgebrochen
    Was meinst Du mit "Durcheinander" und "Chaos"?
    Dein Sohn ist ja inzwischen wieder zuhause.

    Was mich interessieren würde:
    wohin soll denn die - auf Deine Kinder erweiterte - psychotherapeutische Reise
    gehen?

    Wieso sollte die Zeit beim Papa ihr schaden? Auf diese Frage find ich keine Antwort
    Die Zeit beim Papa schadet ihr bestimmt nicht. Ich denke, so waren die Gedanken
    hier auch nicht gemeint. Dein Ex scheint ein sehr engagierter Vater zu sein, der sich
    bestimmt auch darüber sorgt, welchen Problemen Eure Tochter ausgesetzt ist.

    Und nochmal...meine Tochter ist nicht abgeschoben...damit ich mich um seine Tochter kümmern kann. .... Ich sagte das sie dort ist um erstmal so wenig wie möglich mitzubekommen.
    Ich nehme Dich hier auch nicht so wahr, als wolltest Du Deine Tochter
    abschieben.

    Aber ich kann mir nicht wirklich ein Bild davon machen, was bei Euch
    konkret geschieht, das sie nicht mitbekommen soll. Bzw. was es ist, das
    Du denkst, Du musst Dein Kind/Deine Kinder davor schützen.

    Die Probleme meiner Familie sind keine fremden Probleme...
    Ja und nein.
    Durch die Patchwork Situation sind immer alle betroffen, somit werden
    auch Probleme zu gemeinsamen.

    Aber die Dynamik, die Dein Partner und seine (eigentlich nicht seine) Tochter
    in Deine Familie gebracht haben, ist mE definitiv eine "fremde". Nur die
    Wechselwirkung wird als Gemeinsamkeit erlebt, aber der Ursprung entspringt
    einer anderen Quelle als dem Familienkern.

  5. Inaktiver User

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob dir eine Haushaltshilfe zusteht, kann ich dir nicht sagen, aber ich würde beim Jugendamt fragen, welche Hilfen ihr bekommen könnt. Unterstützende Familienhilfe wäre für mich da das Stichwort. Es kommt dann jemand, der euch hilft, beispielsweise mit der einen Tochter etwas unternimmt und ihr mit beiden anderen Kindern Exklusivzeit habt und dann auch mit deinen Kindern etwas unternimmt, wo ihr dann Zeit für die Tochter habt.
    Es gibt auch den "Familienentlastende Dienst". Da würde ich beim Amtsarzt, Gesundheitsamt nach den Adressen bei euch vor Ort nachfragen. Die Sekretärin wird euch die Adressen auch geben können.

    Schuldgefühle, dass ihr etwas falsch gemacht habt oder etwas nicht so optimal gelaufen ist, würde ich immer nur dazu nutzen, mir zu überlegen, was ich beim nächsten Mal anders machen möchte und dann die Schuldgefühle abschließen. Das spart Kraft, die ihr dringend im Alltag braucht.
    Alles, was schon geschehen ist, könnt ihr nicht mehr ändern. Ihr könnt euch nur die Zeit nehmen, sofern die Zeit dafür vorhanden ist, euch zu überlegen, wie ihr das nächste Mal reagieren möchtet.

    Ansonsten braucht ihr euch wirklich für nichts die Schuld geben. Die Situation ist schwierig, ihr habt sie euch nicht ausgesucht, ihr habt euch die Suppe nicht eingebrockt, müsst und wollt sie jetzt aber auslöffeln. Dafür meinen Respekt. Ich finde, bei allem, was ich hier lese, gebt ihr euer Möglichstes.

    Guten Morgen, ich danke dir für deine Tipps. Wir werden am Montag auf jeden Fall mit dem Sachbearbeiter des JA reden. Bei dem" Familienentlastenden Dienst" kann man doch auch bei der Krankenkasse nachfragen, oder?

    Zitat Zitat von KleineBlume Beitrag anzeigen
    Liebe Meliha,

    ich finde Du machst das ganz großartig. Und ich finde, Du sorgst so gut es geht für alle Kinder. Auch ich sehe den Papa als sehr, sehr gute Alternative um Deine Kleine aus der derzeitigen Situation zu nehmen. Das hätte ich ganz genau so geregelt.
    Hast Du noch Beistand in Form von bspw. Großeltern, die Euch Dinge abnehmen können?

    Liebe Grüße

    KleineBlume
    Hallo, auch dir lieben Dank für deine Antwort. Nein, Großeltern kommen nicht in Frage.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Was meinst Du mit "Durcheinander" und "Chaos"?
    Dein Sohn ist ja inzwischen wieder zuhause.

    Was mich interessieren würde:
    wohin soll denn die - auf Deine Kinder erweiterte - psychotherapeutische Reise
    gehen?



    Die Zeit beim Papa schadet ihr bestimmt nicht. Ich denke, so waren die Gedanken
    hier auch nicht gemeint. Dein Ex scheint ein sehr engagierter Vater zu sein, der sich
    bestimmt auch darüber sorgt, welchen Problemen Eure Tochter ausgesetzt ist.



    Ich nehme Dich hier auch nicht so wahr, als wolltest Du Deine Tochter
    abschieben.

    Aber ich kann mir nicht wirklich ein Bild davon machen, was bei Euch
    konkret geschieht, das sie nicht mitbekommen soll. Bzw. was es ist, das
    Du denkst, Du musst Dein Kind/Deine Kinder davor schützen.



    Ja und nein.
    Durch die Patchwork Situation sind immer alle betroffen, somit werden
    auch Probleme zu gemeinsamen.

    Aber die Dynamik, die Dein Partner und seine (eigentlich nicht seine) Tochter
    in Deine Familie gebracht haben, ist mE definitiv eine "fremde". Nur die
    Wechselwirkung wird als Gemeinsamkeit erlebt, aber der Ursprung entspringt
    einer anderen Quelle als dem Familienkern.
    Ja, mein Sohn ist zu Hause. Ich meinte, das diese beiden unerwarteten Situationen den Alltag ins Chaos gestürzt hat. Aber auch bei uns in den Köpfen herrscht seit geraumer Zeit etwas Chaos. Denn immer wenn man denkt, man ist klar im Kopf und weis die Richtung wie es weitergehen soll, kommt was neues. Vielleicht bin ich auch zur Zeit etwas dünnhäutig.

    Was meine Kleine nicht mitbekommen soll-um ehrlich zu sein kann ich das schlecht ausdrücken. Nach dem alles raus war, kam klar denken nicht in Frage. Der einzige Gedanke der mir kam , meine Kinder erst mal raus aus der Situation um ihre bis dahin heile Welt nicht kaputt zumachen. Ich wollte nicht das sie , wie soll ich es beschreiben, eine verzweifelte Mutter sehen. Verzweifelt im Sinne von verstört und nicht wissend wie es als Familie weitergeht.
    Klingt wahrscheinlich für einige hier blöd....aber ich wünsche so eine Situation keinen. Auch wenn sie ja nicht meine leibliche Tochter ist, den verzweifelten Blick in ihren Augen werd ich nicht vergessen. Kein Kind sollte sowas erleben.

    Die Therapie ist nicht weil sie sie brauchen. Mein Sohn versteht schon viel mehr als die Kleine. Er weis nicht das ganze Ausmaß was dahinter steht. Doch wie lange können wir ihn davon und auch die Kleine fern halten. Uns ist es einfach wichtig das sie so nach und nach verstehen wieso es seiner Tochter zur Zeit so schlecht geht und warum wir Eltern manchmal etwas "kopflos" sind. Alleine sie mit dem Thema zu konfrontieren....haben wir Angst. Wir wissen nicht wie wir sie darüber aufklären sollen ohne sie zu überfordern.

    Ich bin vielleicht wie oben schon geschrieben, etwas dünnhäutig. Aber so einfach sagen....ich bin dann mal weg weil es Probleme gibt- kann ich nicht wenn mir die zwei Menschen genauso am Herzen liegen. Ich habe aber das Gefühl dass es hier doch einige "Kaltherzige" Frauen gibt die sich dann lieber den nächsten Partner suchen.
    Ich bin dankbar für die vielen lieben und guten Ratschläge. Und es war für mich auch eine ...Erleichterung ein wenig von meiner Seele zu schreiben, auch wenn es vielleicht ein Fehler war son ins Detail zu gehen.

  6. gesperrt

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    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Wenn das schon drei Jahre läuft sind da doch auch Bindungen zwischen den Kindern der TE und der Tochter des Neuen entstanden.

    Da so einfach zu gehen, ich könnte mir vorstellen dass sich da auch die Kinder der TE bocken.


    Vor allem, was kommt denn dann mit etwas Pech bei denen an?

    "Wir können nicht mehr mit dem Neuen und seiner Tochter zusammenwohnen weil die Tochter Probleme hat? Heißt das, wenn wir mal Probleme haben will Mama uns auch nicht mehr haben?"


    An dem Punkt wo die TE jetzt ist hat Aussteigen doch auch negative Implikationen für die eigenen Kinder.

  7. Moderation

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    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Im Prinzip beneide ich auch wirklich niemanden um Patchwork, das ist ja klar, dass es da noch viel mehr Dynamiken und potentielle Schwierigkeiten gibt, als schon im Originalfamilienwahnsinn.

    Aber ganz ehrlich: Hier, in dieser konkreten Situation, sehe ich in diesem konkreten Patchwork momentan sogar Vorteile. Z.B. das erkrankte Maedchen: Die hat eine Mutter, die sie nicht annehmen kann, da das Kind eben aus einer Vergewaltigung stammt (sorry, dass ich das nochmal so bratzig hier schreibe). Durch das Patchwork hat sie jetzt aber auch eine "Stief"mutter, die sie sehr liebt und zu der sie Zutrauen hat und eine starke Bindung aufbauen kann bzw. aufgebaut hat.
    Aehnlich die Kinder der TE, auch wenn deren Probleme tatsaechlich unmittelbar mit der Patchworksituation zusammenhaengen. Aber das koennte ja auch anders aussehen, sagen wir mal, eine leibliche Schwester hat derartig schwere psychologische Probleme. In der jetzigen Situation haben die Kinder einen Vater, der nicht im - momentan schwer gebeutelten - Haushalt lebt und ihnen zusaetzlich Zuwendung und Stabilitaet bieten kann (soll nicht heissen, dass Du das nicht tust, Meliha! ).

    Das eigentliche Problem in dieser Familie hat ja ueberhaupt nichts mit dem Patchwork zu tun, sondern mit dem Zusammenbruch des kleinen Maedchens, dessen Ausloeser wiederum voellig ausserhalb der Kontroller aller Beteiligten liegt. Ok, Meliha und ihre Kinder sind mit diesem Problem durch die Patchworkkonstellation in Beruehrung gekommen. Aber Tatsache ist auch: Sie haben sich zu einer neuen Familie zusammengeschlossen und nun hat ein Familienmitglied eben Probleme, leider schlimme. Ich finde auch, es spricht eher fuer diese neue Familiengemeinschaft, sich da nicht komplett abzuschotten. Wie gesagt, wuerde man ja in der Ursprungsfamilie auch nicht machen. Warum dann in einer neuen, in der man ja hofft, die Dauer und Stabilitaet zu finden, die in der ersten Familie - warum auch immer - eben nicht haltbar waren?

  8. Inaktiver User

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Bei dem "Familienentlastenden Dienst" kann man doch auch bei der Krankenkasse nachfragen, oder?
    Der Familienentlastende Dienst hat mit der Krankenkasse nichts zu tun. Deshalb würde ich bei einer Stelle anrufen, die sich mit sozialen Angeboten auskennt. Die Stadtverwaltung könnte da auch ein Ansprechpartner sein. Oftmals ist dieser Dienst ein gemeinnütziger Verein. Vielleicht weiß ja auch das Jugendamt die Adresse.

  9. Inaktiver User

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von Saetien Beitrag anzeigen
    Wenn das schon drei Jahre läuft sind da doch auch Bindungen zwischen den Kindern der TE und der Tochter des Neuen entstanden.

    Da so einfach zu gehen, ich könnte mir vorstellen dass sich da auch die Kinder der TE bocken.


    Vor allem, was kommt denn dann mit etwas Pech bei denen an?

    "Wir können nicht mehr mit dem Neuen und seiner Tochter zusammenwohnen weil die Tochter Probleme hat? Heißt das, wenn wir mal Probleme haben will Mama uns auch nicht mehr haben?"


    An dem Punkt wo die TE jetzt ist hat Aussteigen doch auch negative Implikationen für die eigenen Kinder.
    Danke für deine Antwort.
    Mein Sohn und seine Tochter haben ein sehr entspanntes Verhältnis zueinander.
    Bei der meiner Tochter und seiner Tochter kann man schon von einem innigen Verhältnis sprechen. Wir ich in den ersten Posts erklärt habe, ist seine Tochter eigentlich ein sehr herzliches und vor allem liebesvolles Kind. Sie hat sich immer sehr gerne um die meine Kleine gekümmert. Meine Tochter hängt sehr an der Großen.
    Wenn wir uns trennen würden , wäre es für meine Tochter sehr belastend. Du hast damit vollkommen Recht.



    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Im Prinzip beneide ich auch wirklich niemanden um Patchwork, das ist ja klar, dass es da noch viel mehr Dynamiken und potentielle Schwierigkeiten gibt, als schon im Originalfamilienwahnsinn.

    Aber ganz ehrlich: Hier, in dieser konkreten Situation, sehe ich in diesem konkreten Patchwork momentan sogar Vorteile. Z.B. das erkrankte Maedchen: Die hat eine Mutter, die sie nicht annehmen kann, da das Kind eben aus einer Vergewaltigung stammt (sorry, dass ich das nochmal so bratzig hier schreibe). Durch das Patchwork hat sie jetzt aber auch eine "Stief"mutter, die sie sehr liebt und zu der sie Zutrauen hat und eine starke Bindung aufbauen kann bzw. aufgebaut hat.
    Aehnlich die Kinder der TE, auch wenn deren Probleme tatsaechlich unmittelbar mit der Patchworksituation zusammenhaengen. Aber das koennte ja auch anders aussehen, sagen wir mal, eine leibliche Schwester hat derartig schwere psychologische Probleme. In der jetzigen Situation haben die Kinder einen Vater, der nicht im - momentan schwer gebeutelten - Haushalt lebt und ihnen zusaetzlich Zuwendung und Stabilitaet bieten kann (soll nicht heissen, dass Du das nicht tust, Meliha! ).

    Das eigentliche Problem in dieser Familie hat ja ueberhaupt nichts mit dem Patchwork zu tun, sondern mit dem Zusammenbruch des kleinen Maedchens, dessen Ausloeser wiederum voellig ausserhalb der Kontroller aller Beteiligten liegt. Ok, Meliha und ihre Kinder sind mit diesem Problem durch die Patchworkkonstellation in Beruehrung gekommen. Aber Tatsache ist auch: Sie haben sich zu einer neuen Familie zusammengeschlossen und nun hat ein Familienmitglied eben Probleme, leider schlimme. Ich finde auch, es spricht eher fuer diese neue Familiengemeinschaft, sich da nicht komplett abzuschotten. Wie gesagt, wuerde man ja in der Ursprungsfamilie auch nicht machen. Warum dann in einer neuen, in der man ja hofft, die Dauer und Stabilitaet zu finden, die in der ersten Familie - warum auch immer - eben nicht haltbar waren?
    Danke für deine Antwort. Besonders beim zweiten Absatz kann ich dir nur beipflichten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Familienentlastende Dienst hat mit der Krankenkasse nichts zu tun. Deshalb würde ich bei einer Stelle anrufen, die sich mit sozialen Angeboten auskennt. Die Stadtverwaltung könnte da auch ein Ansprechpartner sein. Oftmals ist dieser Dienst ein gemeinnütziger Verein. Vielleicht weiß ja auch das Jugendamt die Adresse.
    Danke für deine Antwort.

    Wir haben nachher einen Termin beim JA. Wenn die uns da nicht weiterhelfen können fragen wir bei der Stadtverwaltung, Caritas ,Rotes Kreuz mal nach.

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