Antworten
Seite 11 von 12 ErsteErste ... 9101112 LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 110 von 119
  1. Inaktiver User

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Ganz ganz lieben Dank für die Antworten. Macht mir Mut nach vorne zu schauen. Besonders nach dem Gespräch mit meinem Partner gestern Abend, der mittlerweile seelisch und körperlich am ende ist. Seine Therapie hat er abgebrochen, da er sich als schlechter Vater fühlt. Das macht es nicht leichter aber es gibt mir Kraft mit allen Mittel die Familie zusammen zu halten.






    Zitat Zitat von Anubias Beitrag anzeigen

    Habt ihr auch zu Hause eine Unterstützung? Es ist ja nun die ganze Familie betroffen, alle bekommen es mit, alle machen sich Sorgen und evtl sogar Vorwürfe (dass ihr euer Leben so weiter verfolgt, wie es eben läuft ist richtig, dass solltet ihr euch nicht vorwerfen) Gibt es da Möglichkeiten? Ich kenne mich nicht so aus. Aber vielleicht könnt ihr bei den Krankenkassen etwas beantragen, um euch zu entlasten? (ich stelle mir so vor, wenn ein Kind im KH und ein anderes labil ist, da ist eine helfende Hand im Haushalt Gold wert, da sie Zeit für das labile Kind rausarbeitet) Gibt es Möglichkeiten der Hilfe durch Familienberatungen? Ich finde, dass ihr die Situation so gut meistert, wie es geht und habe großen Respekt vor Euch. Vorwürfe braucht ihr Euch nicht machen, ich kann aber verstehen, dass es nicht leicht ist, diese Gedanken einfach wegzuschieben, vielleicht kann Euch da jemand professionellen Rat geben?

    Ich wünsche Euch weiterhin viel Kraft für euren Weg. Dass die Kleine sich stabilisiert und dass es deinen Kindern gut geht.

    Anubias
    Mein Partner hatte bis vor kurzem auch eine Psychologin. Aber das hat er ja nun abgebrochen. Er versucht mittlerweile das beruflich zurück zu schrauben-was aber eben am Anfang des Jahres nicht möglich war. Er hat sich schon sehr geändert, ist im Haushalt präsent und auch für seine Tochter hatte er mehr Zeit. Aber wegen einer Haushaltshilfe werde ich mich informieren...vielen Dank für den Tipp.

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen

    Wo hast Du, bzw. habt Ihr denn sonst im Alltag Unterstuetzung? Gibt es Freunde, bei denen Du Dich auch 10 Mal (plus) noch ausheulen kannst, oder gibt es vielleicht sowas wie eine Selbsthilfegruppe fuer Eltern von Kindern in psychiatrischer Behandlung?
    Die einzige Unterstützung ausserhalb ist mein Ex. Er nimmt sehr oft unsere Kinder-auch ausserhalb der eigentlichen Regelung ohne Vorwürfe. Meine Freunde....nein, ich fühle mich nicht gut dabei sie mit meinen Familieninternen Problemen zu belasten. Vielleicht hab ich aber auch nur Angst auf Unverständnis zu stoßen. Selbsthilfegruppe....schau ich mal. Danke

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Liebe Meliha,


    Wichtig ist,
    -dass die Tochter sich gesehen und angenommen fühlt

    -dass alle, auch ihr, Fehler machen und machen dürfen, ohne dass das den Zusammenhalt zerstört. fehler kann man einräumen und sich ggfs. entschuldigen, auch z.B. sagen, dass man die Wichtigkeit von etwas nicht erkannt hatte oder dass man sich wünscht, man hätte mehr Zeit und/oder Geduld gehabt, als man hatte. Auch das Bedauern und sich dadurch Kümmern bedeutet etwas, manchmal sogar sehr viel.

    -dass die Tocher nicht denken muss, dass sie euch auch "zerstören" kann, dass sie euch zuviel ist, dass ihr sie auf Dauer nicht aushaltet. Ich hoffe sehr, dass ihr aushalten und als Familie halten könnt.
    Um das zu können, braucht ihr Unterstützung, am besten durch einen erfahrenen Jugendpsychiater oder eine erfahrene Beratungsinstanz - und ggfs. auch Entlastung.
    Je nachdem, wie schwierig es mit der Tochter wird, ggfs. zur Entlastung eine Besuchsfamilie, bei der sie regelmässig zu Gast ist und ihr durchatmen könnt (streiche den Vorschlag, wenn er nicht nötig ist - aber lieber rechtzeitig Entlastungsbedarf einräumen als zu lange durchhalten und dann nicht mehr können).

    -ihr auf eure eigenen Kinder gut schaut und ihnen auch, altergerecht, erklärt, dass/warum manches z.Zt. schwierig ist.
    Zu Punkt eins...das tun wir. Wir sagen ihr immer wieder wie lieb wir sie haben und wie wichtig es uns ist das sie glücklich ist.

    Zu Punkt zwei...ja solche Momente gab es. Als sie von ihrer Mutter anfing zu reden ,wann sie sie wiedersehen dürfte, sind meinem Partner die Sicherungen durchgebrannt und hat sie barsch angefahren das er davon nichts mehr hören will. Kaum ausgesprochen tat es ihm unendlich leid. Und ja er hatte die Größe sich zu entschuldigen und ihr zu erklären das seine Nerven das Thema grade nicht verkraften.

    Zu Punkte drei....vorrübergehende Pflegefamilie war auch vom JA-Sacharbeiter ins Spiel gebracht worden. Mein Partner hat dann aber Angst seine Tochter endgültig zu verlieren. Da ich ,dank meinem Ex, die Möglichkeit habe meine beiden ab und an gut untergebracht zu wissen, haben wir da etwas mehr Luft. Und konnten so bisher auch der Kleinen die ganze Aufmerksamkeit zukommen lassen.


    Zu Punkt vier....meinem Großen hab ich erklärt das es seiner Stiefschwester grade nicht so gut geht und sie deswegen Hilfe von Ärzten brauch. Er hat das ganz gut verstanden. Die Kleine versteht das nicht so ganz, von daher haben wir entschieden sie halt mehr von meinem Ex betreuen zu lassen um sie ein wenig aus der Situation zu nehmen.


    Wir basteln also immer noch an der perfekten Lösung für alle. Doch wir haben alle ein Ziel vor Augen- eine glückliche Familie zu werden.

  2. User Info Menu

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Zu Punkt eins...das tun wir. Wir sagen ihr immer wieder wie lieb wir sie haben und wie wichtig es uns ist das sie glücklich ist.


    Wir basteln also immer noch an der perfekten Lösung für alle. Doch wir haben alle ein Ziel vor Augen- eine glückliche Familie zu werden.
    Meliha,

    zu hohe Ansprüche an sich selbst können einen extrem viel Kraft kosten, weil das Ziel so unendlich weit entfernt und vielleicht nie zu erreichen ist...

    Ich habe die obigen Passagen mal rausgepickt, weil ich das Gefühl habe, daran könnt ihr nur scheitern. Bitte versteh mich nicht falsch, aber "glücklich" ist doch ohnehin nur eine Momentaufnahme.

    Vielleicht sehe ich es auch falsch, aber mein Bauch zuckte ein wenig und ich denke, wenn ihr dem Mädchen sagt, ihr wünscht ihr, dass es ihm gut geht, ist das realistischer, als sie gleich glücklich zu sehen. Vor allem, wenn man bedenkt, von welchem Punkt aus sie startet. Es fehlen da die Etappenziele....

    Und auch ihr Zwei - du und dein Partner - solltet vielleicht mal eure Vorstellung von der "glücklichen Familie" überprüfen. Die gibt es so für mein Empfinden nur in der Werbung. Und gerade in eurer Konstellation kann es evtl. für euch selbst als sehr entlastend empfunden werden, von dem Anspruch "glücklich" zurückzutreten. Überhaupt Familie zu werden im Patchwork ist schon allein schwierig genug (und da weiß ich einfach, wovon ich rede).
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    ----------------------------------------------------
    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

  3. User Info Menu

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ich ,dank meinem Ex, die Möglichkeit habe meine beiden ab und an gut untergebracht zu wissen, haben wir da etwas mehr Luft. Und konnten so bisher auch der Kleinen die ganze Aufmerksamkeit zukommen lassen.

    Die Kleine versteht das nicht so ganz, von daher haben wir entschieden sie halt mehr von meinem Ex betreuen zu lassen um sie ein wenig aus der Situation zu nehmen.
    Ich kann gut verstehen, dass das Mädchen Eure Aufmerksamkeit
    und Zuwendung braucht.

    Mein persönlicher Eindruck ist, dass dieses Fokussieren Deine eigenen
    Kinder ein wenig benachteiligt. Du nimmst sie zwar mit nachvollziehbaren
    Absichten aus dem Problemfeld heraus, aber ich bezweifle, dass sie Deine
    Intention verstehen. Besonders die Kleine, die ohnehin überfordert ist,
    könnte das als Ausgrenzung empfinden, ohne dass sie es selbst artikulieren
    kann.

    Vielleicht liege ich ja falsch, aber das kam mir spontan bei Lesen in den
    Sinn.

    Die richtige Balance zu finden dürfte das Schwerste in Eurer Situation
    sein, und dafür wünsche ich Euch viel Kraft.

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Liebe TE,
    Ich habe deinen Strang nur quergelesen. Ich hoffe, mein Eindruck ist falsch, dass du deine eigenen Kinder wegen der sehr großen Probleme beim neuen Partner und deren Tochter vernachlässigst. "Muss" es denn unbedingt ein so problembeladener Next sein?

  5. User Info Menu

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    "Muss" es denn unbedingt ein so problembeladener Next sein?


    Sie lebt mit diesem Partner seit mehr als zwei Jahren zusammen
    und befindet sich nicht grad mal in der Kennenlernphase ...

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Die TE reibt sich auf den unendlichen Baustellen ihres Partners auf, mit dem sie noch keine drei Jahre zusammen ist. Dabei hat sie sogar schlechtes Gewissen, wenn sie mal für ihr eigenes Kind da ist, das am akuten Blinddarm leidet und "schiebt" das andere eigene Kind dauernd zum dessen Vater ab, um für die nicht leibliche Tochter des Next da zu sein. MMn ist das zuviel des Guten, die TE setzt die Prioritäten falsch ein, die Abgrenzung zu fremden Problemen täte ihr gut.

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    MMn ist das zuviel des Guten, die TE setzt die Prioritäten falsch ein, die Abgrenzung zu fremden Problemen täte ihr gut.
    Ich muss mich da Schafwolle anschliessen: Von "fremden" Problemen kann keine Rede sein. Ich gebe zu, dass ich keine Patchworkerfahrung habe. Aber mir scheint dieses oft geforderte "Abgrenzen", bzw. Sich-komplett-Raushalten aus den Problemen des Partners und dessen biologischer Kinder ein wenig lebensfremd. Man liebt ja den neuen Partner (hoffentlich) irgendwann ebenso wie den vorigen und moechte auch mit ihm/ihr eine Familie sein. Sich da auf Knopfdruck aus teils schweren bzw. wichtigen Problemen "herauszuhalten" kommt vielen sicher nicht partnerschaftlich vor und ist in so einer Absolutheit meines Erachtens weder wuenschenswert noch machbar.

    Richtig ist sicherlich, dass es eine feine Gradwanderung ist. Gut finde ich auch Deinen Hinweis darauf, dass die TE sich kein schlechtes Gewissen machen sollte, fuer ihre eigenen Kinder dazusein. Diese brauchen sie mindestens genauso sehr wie die Stieftochter, da gebe ich Dir Recht.

    Ansonsten finde ich jedoch, dass Schafwolle diese Einwaende besser und einfuehlsamer formuliert hat. Der TE jetzt praktisch noch vorzuwerfen, sie sei ihren eigenen (biologischen) Kindern eine Rabenmutter, finde ich extrem kontraproduktiv.

  8. Inaktiver User

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Lieben dank für die hilfreichen Kommentare.


    Zitat Zitat von Signora Beitrag anzeigen
    Meliha,

    zu hohe Ansprüche an sich selbst können einen extrem viel Kraft kosten, weil das Ziel so unendlich weit entfernt und vielleicht nie zu erreichen ist...

    Ich habe die obigen Passagen mal rausgepickt, weil ich das Gefühl habe, daran könnt ihr nur scheitern. Bitte versteh mich nicht falsch, aber "glücklich" ist doch ohnehin nur eine Momentaufnahme.

    Vielleicht sehe ich es auch falsch, aber mein Bauch zuckte ein wenig und ich denke, wenn ihr dem Mädchen sagt, ihr wünscht ihr, dass es ihm gut geht, ist das realistischer, als sie gleich glücklich zu sehen. Vor allem, wenn man bedenkt, von welchem Punkt aus sie startet. Es fehlen da die Etappenziele....
    Ganz ehrlich....so hab ich das noch gar nicht gesehen. Ich denke das wir uns wirklich übernommen haben mit dem Ziel , so schnell wie möglich heile Welt. Ja....daran werden wir scheitern. Auch über die Worte die wir ihr gesagt haben-ja das war wenig realistisch. Nur wer achtet darauf welche Worte man jedem Tag seinen Kind sagt. Für uns war es wichtig das sie merkt das sie uns nicht egal ist. Glücklich ...war da wohl zu hoch gesteckt.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ich kann gut verstehen, dass das Mädchen Eure Aufmerksamkeit
    und Zuwendung braucht.

    Mein persönlicher Eindruck ist, dass dieses Fokussieren Deine eigenen
    Kinder ein wenig benachteiligt. Du nimmst sie zwar mit nachvollziehbaren
    Absichten aus dem Problemfeld heraus, aber ich bezweifle, dass sie Deine
    Intention verstehen. Besonders die Kleine, die ohnehin überfordert ist,
    könnte das als Ausgrenzung empfinden, ohne dass sie es selbst artikulieren
    kann.

    Vielleicht liege ich ja falsch, aber das kam mir spontan bei Lesen in den
    Sinn.

    Die richtige Balance zu finden dürfte das Schwerste in Eurer Situation
    sein, und dafür wünsche ich Euch viel Kraft.
    Ja es ist schwer. Eben weil meine Tochter überfordert reagiert, ist sie beim Papa. Er kann sie zur Zeit auffangen wozu ich auch seelisch nicht in der Lage bin. Meine Kinder sind mir das wichtigste. Genau deswegen haben wir so entschieden. Seit heute wissen wir ungefähr wie es weitergeht....die Klinik möchte auch im Hinblick auf meine Kinder die Therapie erweitern. Vorschlag war Familientherpie neben der Therapie der Kleinen. Nun müssen wir sehen wann wir mit einer Entlassung rechnen können.

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Liebe TE,
    Ich habe deinen Strang nur quergelesen. Ich hoffe, mein Eindruck ist falsch, dass du deine eigenen Kinder wegen der sehr großen Probleme beim neuen Partner und deren Tochter vernachlässigst. "Muss" es denn unbedingt ein so problembeladener Next sein?
    Ja du hast quergelesen. Dann lies bitte alles. Ich hoffe das du dir nie einen Partner mit Kind(ern) aus anderer Beziehung nimmst. Ja, mir würden deine Stiefkinder dann leid tun.
    Wir hatten eine super Zeit am Anfang. Die Kleine wurde älter und es zeigte sich das der Erziehungsstil -überhäufen mit Geschenken- nicht der Beste ist. Gut,daran kann man arbeiten. Wenn dann diesem Kind der Boden unter den Füßen weggezogen wird von der eignen Mutter....dann sollte man also deiner Meinung nach gehen. Ich hatte immer ein herzliches Verhältnis zu der Kleinen so wie er zu meinen Kinder. Aber das ist egal...sobald ein Kind Probleme macht für die es nicht mal kann. Ich vernachlässige meine...inwiefern erlaubst du dir das Urteil - ich sagte das die Kleine beim Papa zur Zeit besser untergebracht ist. Du unterstellst meinem Ex , ihren Vater, sie nicht gut zu kümmern. Ich empfinde das als üble Nachrede.


    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Die TE reibt sich auf den unendlichen Baustellen ihres Partners auf, mit dem sie noch keine drei Jahre zusammen ist. Dabei hat sie sogar schlechtes Gewissen, wenn sie mal für ihr eigenes Kind da ist, das am akuten Blinddarm leidet und "schiebt" das andere eigene Kind dauernd zum dessen Vater ab, um für die nicht leibliche Tochter des Next da zu sein. MMn ist das zuviel des Guten, die TE setzt die Prioritäten falsch ein, die Abgrenzung zu fremden Problemen täte ihr gut.
    Und nochmal...meine Tochter ist nicht abgeschoben...damit ich mich um seine Tochter kümmern kann. (Üble Nachrede) Ich sagte das sie dort ist um erstmal so wenig wie möglich mitzubekommen. Ihr Vater ist ihr Vater und kein Fremder. Und wer lesen kann-ich schrieb das er sie etwas mehr betreut damit sie aus der Situation raus ist. Was spricht dagegen wenn ein Vater sich mal intensiver kümmert. Die Probleme meiner Familie sind keine fremden Probleme...ich lebe mit diesem Mann zusammen weil wir uns lieben.

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich muss mich da Schafwolle anschliessen: Von "fremden" Problemen kann keine Rede sein. Ich gebe zu, dass ich keine Patchworkerfahrung habe. Aber mir scheint dieses oft geforderte "Abgrenzen", bzw. Sich-komplett-Raushalten aus den Problemen des Partners und dessen biologischer Kinder ein wenig lebensfremd. Man liebt ja den neuen Partner (hoffentlich) irgendwann ebenso wie den vorigen und moechte auch mit ihm/ihr eine Familie sein. Sich da auf Knopfdruck aus teils schweren bzw. wichtigen Problemen "herauszuhalten" kommt vielen sicher nicht partnerschaftlich vor und ist in so einer Absolutheit meines Erachtens weder wuenschenswert noch machbar.

    Richtig ist sicherlich, dass es eine feine Gradwanderung ist. Gut finde ich auch Deinen Hinweis darauf, dass die TE sich kein schlechtes Gewissen machen sollte, fuer ihre eigenen Kinder dazusein. Diese brauchen sie mindestens genauso sehr wie die Stieftochter, da gebe ich Dir Recht.
    Raushalten aus Problemen die den Partner betreffen gehen nicht wenn man zusammenlebt als Familie. Also sollte jede Frau oder Mann den Partner verlassen wenn Probleme kommen. Na dann.... guten Nacht.

    Ja.....ich habe mir vorwürfe gemacht. Nicht weil mir mein Sohn nicht wichtig ist sondern weil ich die Kleine genauso lieb hab.

    Mein Sohn ist bei uns zu Hause...jeden Tag. Meine Tochter ist tagsüber für ein paar Stunden beim Vater, abends bei uns. Wo bitte bin ich nicht für sie da. Würde ich Vollzeit arbeiten würde ich mein Kind auch erst Abends sehen. Wieso sollte die Zeit beim Papa ihr schaden? Auf diese Frage find ich keine Antwort.

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Ja es ist schwer. Eben weil meine Tochter überfordert reagiert, ist sie beim Papa. Er kann sie zur Zeit auffangen wozu ich auch seelisch nicht in der Lage bin. Meine Kinder sind mir das wichtigste. Genau deswegen haben wir so entschieden. Seit heute wissen wir ungefähr wie es weitergeht....die Klinik möchte auch im Hinblick auf meine Kinder die Therapie erweitern. Vorschlag war Familientherpie neben der Therapie der Kleinen. Nun müssen wir sehen wann wir mit einer Entlassung rechnen können.


    Und nochmal...meine Tochter ist nicht abgeschoben...damit ich mich um seine Tochter kümmern kann. (Üble Nachrede) Ich sagte das sie dort ist um erstmal so wenig wie möglich mitzubekommen. Ihr Vater ist ihr Vater und kein Fremder. Und wer lesen kann-ich schrieb das er sie etwas mehr betreut damit sie aus der Situation raus ist.

    Ja.....ich habe mir vorwürfe gemacht. Nicht weil mir mein Sohn nicht wichtig ist sondern weil ich die Kleine genauso lieb hab.
    .
    Liebe TE,
    Mal schreibst du, dass deine Tochter momentan überwiegend von deren Vater betreut wird, weil du nicht in der Lage bist, dich um sie zu kümmern, mal schreibst du, dass es sich nur um einige Stunden am Tag handelt. Ich blicke da nicht durch.
    Ich finde es dennoch sehr problematisch, dass deine eigenen Kinder durch die Situation in der patch -work -familie bereits so stark leiden mussten, dass inzwischen eine Therapie notwendig geworden ist.
    Deine oberste Pflicht ist, deine Kinder zu schützen.
    Geändert von yell (16.01.2015 um 22:07 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Patchwork,läuft was schief oder mach ich mich verrückt?

    Ich schütze meine Kinder. Zur Zeit ist meine abends und über nacht bei uns...nach Kindergarten geht sie zum Papa. Es gab eine zeit wo mir die Kraft fehlte und beide länger als geplant beim Papa blieben. Mittlerweile versuchen wir es aber so zu halten das wir uns ,also mein Ex und ich in die Tage reinteilen.

    Durch die Klinikaufenthalte von beiden Kindern ist Chaos ausgebrochen was denke ich normal ist.

    Die Therapie wurde angeraten -nicht weil sie meine brauchen sondern damit sie erst bei dem durcheinander keinen schaden nehmen.


    Und wie kommst du drauf das ich sie nicht schütze? Ist ihr Papa ein Fremder oder nicht geeignet?

Antworten
Seite 11 von 12 ErsteErste ... 9101112 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •