Tut mir leid was Dir passiert ist.
Auch wenn es hart klingt, versuch nach vorne zu schauen und nimm den Rausschmiss als Wink des Schicksals. Du bist Leute los, die Dir ohnehin nicht gut getan haben und es wahrscheinlich auch nicht werden und hast doch Glück, dass Du bei anderen für eine Zeit untergekommen bist.
Ich würde sie fragen, wie lange Du im Notfall bei ihnen bleiben kannst und dass Du auf jeden Fall gehst, sobald Du was für Dich gefunden hast.
Schade, dass es mit dem Studium nicht geklappt hat, aber Du hast jetzt erstmal andere Sorgen.
Grüble nicht der Frage nach dem Warum nach, und such vor allem nicht die Schuld bei Dir, auch wenn die Herrschaften Dir das einzureden versuchen, Du kannst nichts dafür!
Es wird wohl auch leider so sein, dass von Deinem Vater nie was anderes kommen wird, vor allem nicht, solange er mit dieser Frau zusammen sein wird.
Konzentriere Dich auf Dich und überlege, wie es für Dich weitergehen soll.
Du machst eine Ausbildung, die Dir gefällt?
Sehr gut, geh hin zu diesem Praktikum, nimm es als Struktur und schau in kleinen Schritten weiter.
Ich weiss nicht, wo Du wohnst, aber wäre es für Dich möglich, in eine WG zu ziehen oder sonst eine einigermassen preiswerte bleibe zu suchen?
Natürlich ist es unfein, wie Du rausgeflogen bist, fragt sich allerdings, inwiefern Du für solche Leute Energie aufwenden und mit ihnen rumstreiten willst, ich würd da eher einen Strich ziehen und mir was eigenes suchen.
Was das finanzielle angeht, kannst Du Dich da nicht beim Arbeitsamt informieren?
Streng rechtlich hast Du natürlich eine Erstausbildung abgeschlossen und Dein Vater ist nicht mehr unterhaltspflichtig.
Verwende die Energie dafür, Dich schlau zu machen, ob Dir irgendeine Unterstützung zusteht.
Sieh zu, dass es in kleinen Schritten weitergeht und halte Abstand von Leuten, die Dir nicht guttun und das ist in Deinem Fall leider Dein eigener Vater.
Wenn Du das alles hinter Dir hast, wirds auch wieder besser werden und es werden auch andere Leute in Dein Leben treten.
Hoffe, dass Du damit etwas anfangen kannst!
Drück Dir die Daumen und wünsche Dir alles Gute!
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Thema: Rauswurf meines Vaters
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06.10.2014, 12:02Inaktiver User
AW: Rauswurf meines Vaters
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06.10.2014, 12:08Inaktiver User
AW: Rauswurf meines Vaters
Ich habe schon morgen einen Termin bei der Psychotherapeutin von meiner ERsatzmutter. Sie hat mir damals geholfen einen Verhaltenstherapeuten an meinem Studienort zu finden und diese habe ich schon vor Wochen angeschrieben und den Termin bekommen, weil meine Erstazmutter Angst hatte, dass ich nicht stabil bleibe und auch, weil ich jetzt endlich über meine Mutter und meinen Vater sprechen will. Die damalige Kidnerpsychologin hat mit mir nur gespielt nach der Trennung von meiner Mutter. Der Mann meiner Ersatzmutter zahlt mir die Therapiestunde.
Aber ich habe verstanden, dass ich begreifen muss, was da passiert ist. Denn ich werte mich ja immer wieder selbst ab und verweigere dann laut meiner Ersatzmutter das Leben. Ich stehe nämlich dann nicht auf, komme zu spät zum Praktikum, zocke bis in die nacht. Ich habe keine Struktur.
Ich kann ja auch keine Wohnugn suchen, weil ich in einem halben Jahr gar kein Geld mehr habe. Und hier kann ich nicht ewig bleiben!
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06.10.2014, 12:16Inaktiver User
AW: Rauswurf meines Vaters
hallo eosa,
Wahnsinn wieviele hier schreiben und sich Zeit nehmen!
Bei meiner Ersatzmutter (ich weiss nicht, wie ich sie sonst nennen soll) kann ich erst mal eine weile bleiben sagen sie. ich schlafe im Wohnzimmer. bin ja normalerweise auch arbeiten im Praktikum.
Auch meine Freunde sagen, jetzt bist endlich raus. aber muss ich so behandelt werden? Weshalb gibt mein Vater mir keine Frist? Wo hatte er das neue Schloss denn her, war er vorbereitet?
Denn als sie damals bei ihm einzog, ging ich irgendwann mal rauf und da war auch plötzlich ein anderes Schloss drin. Ich durfte nicht mal mir eine Tüte Milch holen. sie fühlte sich gestört. Ich habe mich komplett unten alleine versorgt. Die haben nicht mal was vom Essen sonntags abgegeben. Wie ein Hund habe ich mich gefühlt. Aber ich habe nie was gesagt, weil ich meinen Vater nicht verlieren wollte. Tja und dann hat er sie geheiratet und es wurde noch schlimmer. Wenn beide jetzt vor mir stehen würden, fragt nicht, was ich dann machen würde.
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06.10.2014, 12:28Inaktiver User
AW: Rauswurf meines Vaters
Hallo Marvin, es tut weh zu erleben, dass die eigenen Eltern nicht erwachsen sind, sondern in den Bedürfnissen ihrer eigenen Kindheit hängen. Und wie sollen sie dann ihren eigenen Kindern geben, was sie brauchen. Deine Mutter hat ihren Schmerz mit Alkohol verdrängt, dein Vater kann nicht alleine stehen.
Ich bin sicher - auf ihre Art und Weise - haben dich deine Eltern geliebt und lieben dich. Doch dein Vater ist schwach. Zu schwach, um für sich selbst sorgen zu können und sicherlich - wie du - belastet von vielen nicht verarbeiteten Traumata. Ich meine, damit musst du ihn erst einmal stehen lassen.
Und für dich sorgen. Wie du gesund werden kannst. Ich sehe es auch so, dass dieser Rausschmiss im Endeffekt ein Segen ist. Wenn du die Chance ergreifst, dir deine Trauer, deine Überforderung als Kind und deine nicht erfüllten Bedürfnisse anschaust.
Es gibt dazu sicherlich den richtigen Therapeuten oder Therapeutin für dich. Es gibt Selbsthilfegruppen, wo du Menschen triffst, die Ähnliches erlebten, es gibt auch die Möglichkeit einer stationären Behandlung, z. B. während einer Reha für psychosomatische Thematiken.
Und ansonsten, lass' zu, was da gerade hochpoppt, doch hole dir Unterstützung, es zu betrachten, damit es heilen kann.
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06.10.2014, 12:33
AW: Rauswurf meines Vaters
Ach du meine Güte. Muss man Dich noch bemuttern, wenn Du in einer eigenen Wohnung lebst?
Du klingst sehr sympathisch, erwartest Essen, verschläfst die Gartenarbeit (die die "Hexe", wie Du netterweise die Frau Deines Vaters bezeichnest) angeblich einen Ordnungsfimmel hat, vermutlich will sie, da Du vermutlich keine Miete zahlst und sogar noch über einen kleinen Beitrag meckerst, wenigstens Arbeit im Haus einfordern. Vollkommen berechtigt.
Mir scheint, Du beschreibst hier nur einen sehr geringen Teil dessen, was zum Rausschmiss führte.
Man könnte übrigens am Wochenende jobben, anstatt "Party zu machen". Ist Dir das schon einmal in den Sinn gekommen?
Dein Vater hätte Dir vermutlich die zweite (dritte ...) Ausbildung bezahlt bzw. den Unterhalt im Haus weiter akzeptiert, hättest Du im Entferntesten erkennen lassen, dass Du Dich an die Regeln hältst, hilfst und Deine Ausbildung ernst nimmst. Dem Praktikum bleibst Du nun auch fern (entschuldigt?). Alles klar.
Ich hätte Dir den Koffer schon längst vor die Tür gesetzt.
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06.10.2014, 12:38
AW: Rauswurf meines Vaters
Marvin, die Art und Weise, wie Dein Vater Dich rausgeworfen hat ist unterirdisch. Er scheint ganz schön unter der Fuchtel zu stehen.
Hier wurden Dir ja schon Anlaufstellen genannt. Vielleicht magst auch mal beim Jugendamt anrufen?
Bitte gehe morgen wieder arbeiten. Das wird Dich ablenken und Ärger auf der Arbeit kannst Du jetzt nicht gebrauchen. Es ist schön, dass Du untergekommen bist und ich rate Dir über alles zu sprechen, vor allem morgen bei Deiner Therapeutin.
Versuche rauszufinden, wieviel Geld Dir nach Deinem Praktikum zur Verfügung steht (Mietzuschuss?), um Dir dann was Geeignetes zu suchen, was Dich aber nicht in den finanziellen Ruin stürzt.
So wie sich das liest, hattest Du wohl nie richtige Eltern und das tut mir von Herzen leid. Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit und bitte zweifle nicht an Dir!
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06.10.2014, 12:53Inaktiver User
AW: Rauswurf meines Vaters
Hallo Fourthandaccount,
ich muss Dich enttäuschen. Ich habe immer geholfen, wenn ich da war und natürlich habe ich mich an die Regeln gehalten. Aber alles was ich tat, war ihr nicht gut genug und sie machte meinem Vater die Hölle heiss.
Als ich nach dem abgebrochenen Studium zurückzog wurde sie unausstehlich, weil sie damit nicht gerehcnet hat. Sie ist ja erst zu meinem Vater gezogen, nachdem ich studieren ging.
Das mit der Tüte Milch war ein Beispiel. Ich habe mich von meinem Kindergeld vollständig selbst ernährt und als ich mal keine Milch mehr hatte, bin ich rauf und da war abgesperrt. Welche Eltern verweigern eine Tüte Milch, wenn man im gleichen Haushalt wohnt? Natürlich kann ich arbeiten gehen, tue ich doch jetzt auch. Diese informatikschule ist ganztags und bis zum Praktikum hatte ich nur das Kindergeld, davon wollte sie vor Monaten plötzlich 100 Euro für Strom und Wasser.
Ich nenne sie Hexe, weil sie in meinen Augen eine ist. Ich habe damals als mein Vater sie kennenlernte nichts gegen sie gehabt. Aber sie hat mich ignoriert und wurde böse als ich sagte, dass ich den Kontakt zu der Ex meines Vaters nicht abbreche. Ich habe nichts gesagt, dass mein Vater zwei Jahre nur bei ihr war und er dort mit ihren Kindern auf Familie machte. Sie war von Anfang an gegen mich, obwohl ich meinem Vater sein Glück gönnte.
Und Party machen am Wochenende ist wohl in meinem Alter normal. Ausserdem fiel das denen gar nicht auf, denn wir wohnten unter einem Dach und sah sich wochenlang nicht. Ich sollte nicht hochkommen und mein Vater kam nicht runter. Er schrieb nur sms obwohl er nur drüber wohnt.
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06.10.2014, 13:00
AW: Rauswurf meines Vaters
Ich kann die Frau verstehen, ihr wohnt nicht im selben Haushalt, sondern in einem Zweifamilienhaus. Ich hätte auch nicht gerne plötzlich das erwachsene Kind meines Mannes im Wohnzimmer stehen.
Meiner Meinung nach hat Dein Vater schon für Dich gesorgt, indem er Dir die Wohnung überließ.
Mein Eindruck ist, dass - gerade weil er Dich zumindest sachlich gut versorgt hat und für ein Dach über den Kopf gesorgt hat - da noch mehr vorliegt, als Du hier schreibst.
Dass solch eine Kindheit und die Folgen nicht schön sind, da stimme ich sicher zu.
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06.10.2014, 13:00Inaktiver User
AW: Rauswurf meines Vaters
Hallo Vincha,
ich gehe morgen wieder arbeiten, is klar. Beim Jugendamt habe ich angerufen und warte auf Rückruf. Mich macht das ganz verrückt, dass ich so unvorbereitet auf die Schnelle was suchen muss und aus dem Koffer lebe. Ich weiss ja nicht, wieviel Geld mir zur Verfügung steht und wahrscheinlich werde ich dann nach dem Praktikum, wenn wieder ganztägig Schule ist dann doch beim Burger King oder wo jobben gehen um mich über Wasser halten zu können.
Die Therapeutin ist ganz nett. Habe sie vor Wochen angeschrieben und sie weiss ja von meiner Ersatzmutter wie es mir so geht. Sie hat mir vor einem Jahr schon mal gesagt, dass mein Vater coabhängig ist und er mich schon vor Jahren verlassen hat. Naja, muss ich wegstecken irgendwie. Schade, dass ich keine Geschwister habe.
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06.10.2014, 13:05Inaktiver User
AW: Rauswurf meines Vaters
Das wurde ja dann auch lautstark geklärt von ihr. Ich bin immer hoch zu meinem Vater und habe mir nie was dabei gedacht. Er hat auch nie was gesagt. Aber einfach ein Schloss auswechseln, während ich am Studienort war und nichtsahnend raufgehe. Weshalb spricht man das nicht an? Genauso wie gestern. Einfach Schloss auswechseln.
Ja, mein Vater ist unter druck, weil die Hexe mich nicht leiden kann bzw. ich nicht so will wie sie. Sie hat alle irgendwie unter der Knute. Wehe es geht nicht nach ihrem Willen. Nur ihre Tochter hat wohl damals rebelliert, dafür mit 17 ein Kind zur Welt gebracht was ausschließlich bei der anderen Oma aufgezogen wurde. Die Tochter säuft und der Sohn hat sich nun scheiden lassen mit 25 und sie steckt ihm Geld zu, obwohl er verdient. Seit sie im Haus meines Vaters wohnt, hat sie nichts gezahlt. Er finanziert alles. Sage mir nicht, dass die se Frau nicht berechnend ist.
Naja, sie hat ja nun ihren Willen und ich keinen Vater mehr. So sieht das aus.


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