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  1. Inaktiver User

    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Zitat Zitat von Willemke Beitrag anzeigen
    Das ist nunmal abhängig von den Familienstrukturen. Für mich wäre es auch bei Tante und Onkel Thema, mehr als bei der eigenen Mutter. Kann man doch nicht pauschalisieren, wer wann verantwortlich ist.
    deswegen habe ich ja geschrieben, dass es viel zu wenig informationen sind, um sich ein bild machen zu können.

    es geht ja auch nicht darum, WIE er gepflegt wird, sondern wie andere user damit umgegangen sind.....

  2. Moderation

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    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    - wie wohnt er jetzt (allein, Wohnung, Haus, zusätzliche Zimmer)
    - wie pflegebedürftig ist er, wie ist die Prognose für die nächsten Jahre
    - gibt es im Familienkreis Menschen mit einschlägiger Ausbildung


    Meine Großeltern waren lange im eigenen Haus (700 km von uns entfernt) und hatte eine tägliche Hilfe (putzen, einkaufen etc). Als sie im medizinischen Sinne pflegebedürftig wurden, haben wir uns gemeinsam für ein Heim in unserer Nähe entschieden.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. Inaktiver User

    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    wer kann denn prognosen stellen?

    von heute auf morgen kann aus einem pflegebedürftigen ein vollpflegefall werden.

    meine schwiegereltern, zu diesem zeitpunkt weit ü/90 hatten eine rumänische vollpflegekraft mit im haus wohnen.
    leider haben beide diese vollpflegekraft nicht als bereicherung anerkannt.

    nachdem mein schwiegervater dann plötzlich verstarb, versuchten wir, dass oma nun mit dieser pflegekraft ( die alle 3 monate wechselte) auszukommen.
    im eigenen haus leben konnte.
    alle hat sie rausgeekelt.

    dann blieb nur das seniorensitft.
    auch dort schikaniert sie alle.
    allem verweigert sie sich.

    es sollte IMMER auch eine wesensveränderung mit einkalkuliert werden und zwar hin bis zum boshaften.

    meine schwiegermutter sieht in ihrem ältesten sohn ihren mann und meinen mann, ihren jünsten sohn erkennt sie nicht mehr.
    meine schwiegermutter ist ü/93.

    das alles in einem zeitraum von nicht mal 2 jahren.

  4. Moderation

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    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Nichts genaues weiß man nicht - aber es kann für die heutige Entscheidung einen Unterschied machen, ob jemand zB "nur" blind ist und deswegen Unterstützung braucht oder bereits komplett bettlägerig ist - und bei einem 60ig Jährigen, der gerade einen leichten Schlaganfall hatte, besteht eine bessere Chance, dass er sich weitgehend erholt als bei einem 95jährigen mit schwerem Schlaganfall.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


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    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Jeder der schon einmal eine andere Person gepflegt hat, weiß, dass alles was den Rahmen von einem Monat überschreitet, wirklich lang und belastend ist. Ich würde niemandem den Vorwurf machen, dass er den Kranken "abschiebt", weil er merkt, dass er das nicht leisten kann. Es ist nicht nur körperliche Schwerstarbeit, sondern belastet auch die Psyche in hohem Maß.
    Falls der Onkel nicht dauerhaft bettlägerig ist, gibt es bei Euch in der Gegend eine Tagespflegeeinrichtung? Meine Mutter hat, obwohl sie anfangs nicht freiwillig hin wollte, dort noch eineinhalb Jahre viel schöne Zeit verbracht und sich da sehr wohlgefühlt. Als der körperliche Zustand sich dann extrem verschlechtert hat, ging das irgendwann nicht mehr. Da wir uns die Pflege zu viert teilen konnten, war es uns möglich, sie gemeinsam noch etwas über ein halbes Jahr zu Hause zu pflegen. Trotzdem mussten wir uns stramm organisieren und hatten für die Nachmittage noch eine weitere Hilfskraft engagiert. Mit weniger Leuten wäre es nicht zu schaffen gewesen. Es ist zu ist viel verlangt, dass Du für Deinen Onkel Deinen Job aufgeben sollst. Dazu wäre ich nicht bereit gewesen.

  6. Inaktiver User

    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Gestern kam im WDR in der Reihe "Menschen hautnah" ein Beitrag, der einen Eindruck vermittelt, was Pflege zuhause bedeuten kann: Job, Kinder und noch ein Pflegefall - Frauen an der Grenze der Belastbarkeit. Kann man sich noch in der Mediathek anschauen.

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    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Dieses Thema scheint jede generation aufs Neue völlig zu überfordern.
    Es existiert meiner Meinung nach keine Vernünftige Diskussion (öffentlich) in diesem Bereich. Es hat etwas von einem Tabuthema.

    In unserer Familie sind wir offensiv damit umgegangen. Meine Schwester hat beispielsweise einen regelrechten "Vortrag" vorbereitet und ihn auf einem Geburtstag im Wohnzimmer vorgetragen. Sie hat Broschüren verteilt und Webseiten auf dem Fernseher vorgeführt. Beispielsweise sowas: [Haus Martin Stuttgart-Feuerbach]. Aber auch Webseiten und Foren mit Bewertungen von anderen Nutzern/Kennern der entsprechenden Heime.

    Am Ende haben wir alle uns eine Deadline gesetzt. Noch vor Ablauf haben alle Beteiligten sich Schlau gemacht, eingelesen und konnten dann eine Informierte Entscheidung treffen. Das Gefühl, dass solch eine wichtige Entscheidung tatsächlich eine informierte Entscheidung war ist besonders wichtig.

    Also: einlesen, schlau machen, besuchen, darüber reden, entscheiden.
    Geändert von izzie (29.07.2014 um 13:33 Uhr) Grund: Link zu kommerziellem Angebot gelöscht

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    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Wenn man über ?welches Heim? diskutiert, das ist doch schon der zweite Schritt. (Kosten beachten!!)

    Zunächst ist doch festzustellen, was ist konkret an Hilfestellung nötig. Ist es nur das Einkaufen der schweren Dinge? U.U. ist ja der tägliche Gang zum Metzger ja noch möglich. Und auch gewollt. Schließlich kommt man unter Leute.
    Muss zuhause geputzt werden? Also muss eine Putzfrau her, deshalb ist man noch lange kein Fall für das Pflegeheim, zunächst hat jeder sein gutes Recht, den Ort wo er wohnen will selbst zu bestimmen.

    Ist die Wascherei zu organisieren? Geht alles.
    Spritzen setzten, Medis ausgeben, Verbände wickeln, da kommt jemand, das geht über die Krankenkasse.

    Meine Empfehlung daher, erstmal heraus zu finden, was wirklich zu regeln ist. Und dann weitersehen.
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache

  9. Inaktiver User

    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Wenn man über ?welches Heim? diskutiert, das ist doch schon der zweite Schritt. (Kosten beachten!!)

    .
    bei meinen schwiegereltern konnte man definitiv n i c h t darüber reden, geschweige denn über einen heimplatz. war ein tabuthema.
    dadurch wurde auch leider der zeitpunkt verpasst, v o r h e r schon helfend einzugreifen.
    nur mal als beispiel. die putzfrau wurde mehrmals, als sie kommen wollte zum putzen, abgewiesen, mit dem vermerk, "heute nicht!" sie solle doch nächste woche nochmals anrufen.

    3 putzfrauen warfen das handtuch, bei der 4. konnten wir garnicht erkennen, dass überhaupt geputzt wurde.

    ich habe oft das gefühl, auch in meinem freundes- und bekanntenkreis, wenn da so erzählt wird, dass sich die meisten einfach nicht helfen lassen wollen. dann geht es schlag auf schlag und das heim ist unumgänglich.

  10. User Info Menu

    AW: Pflegeheim für das Familienoberhaupt?

    Hallo Gurten,

    diese Situation hat es sicher tausendfach gegeben, aber die Familienkonstellationen und sonstigen Begleitumstände sind ja individuell verschieden. Daher kann man sicher nur sehr allgemein Tipps geben:

    1.) Wer ist/fühlt sich zuständig für den Onkel ?
    2.) Wer darf entscheiden ? (Vorsorgevollmacht ?, Betreuung ?)
    3.) Ist Pflege zuhause gewünscht UND möglich ?
    4.) Wer pflegt ? Wer hilft ?
    5.) Falls Pflege zuhause nicht möglich ist, wie ist die finanzielle Situation ? Kann Heimplatz finanziert werden aus Onkels eigenen Mitteln ? Wenn nicht, wer kann herangezogen werden ?

    Eine Diskussion all dieser Fragen in einer grossen Familie führt zwangsläufig zu äusserst unterschiedlichen Auffassungen. Darum erst klären, wer darf oder muss entscheiden ? Der muss dann auch die anderen Meinungen aushalten können.

    LG

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