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01.05.2014, 17:37Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
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01.05.2014, 17:42Inaktiver User
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01.05.2014, 18:41Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Hallo Itsybitsy,
an Deiner Stelle würde ich keinen Wert darauf legen, dass Dein Bruder eine Verbindung zu Deiner Tochter aufbaut (zu Deinem Satz im ersten Posting, dass er sie noch nicht einmal besucht hat). Denn eine verwandschaftlich schöne Verbindung kommt ja aus dem Herzen und soll "freiwillig" aufgebaut werden. Deine Tochter würde genau spüren, dass da jemand ist, der es nur macht, weil eine Blutsverwandschaft besteht und es sozusagen unter Zwang sein würde.
Zum Verhältnis zwischen Deiner Eltern und ihrem Sohn - ich würde mich raushalten, alle sind erwachsen und schon groß.
Was für mich gar nicht gehen würde, in einer solchen vergifteten Situation zu übernachten, ständig in der Sorge, dass das Jüngelchen wieder ausflippt und Türen knallt. Ich würde mich nicht freiwillig in einer Atmosphäre aufhalten wollen, die der Seele nicht gut tut. Ich nicht und absolut nicht mit und für mein Kind. Das Seelenheil meiner Kinder und meines wären mir wichtiger als das Besuchswohnen vor Ort bei Oma und Opa.
Ich würde mir am Ort eine Pension, preiswertes Hotel, Jugendherberge suchen und dort regelmäßig mit Kind übernachten. Vielleicht gäbe es nach der dritten Buchung dann auch eine Rabattvereinbarung für die Folgebuchungen. Diese Mehrinvestition wäre es mir wert.
Wenn ich davon ausgehe, dass es Deinen Eltern wichtig ist, dass es Deinem Kind und Dir gut geht und Du es Ihnen ehrlich erklärst, akzeptieren und verstehen sie diese Regelung auch.
Vielleicht kommt dann auch etwas Dynamik in die ganze Sache, in zweierlei Hinsicht: Eure Besuche finden nicht nur in dem Haus statt, Ihr unternehmt was zusammen (für mich liest es sich so, dass Ihr Euch während der Besuche überwiegend im Haus aufhaltet) und Deine Eltern erleben an Deiner Grenzziehung eine Konsequenz, die ihnen eventuell hilft selbst aktiv zu werden.
Privat hatte ich noch nie mit Cholerikern zu tun, würde mich konsequent von ihnen lossagen, egal ob verwandt oder nicht. Beruflich sind mir schon einige begegnet, aber auch hier habe ich immer schnell die Grenze gezogen.
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01.05.2014, 21:24Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Dann will ich euch mal antworten..
Das hatte ich auch so für mich beschlossen, bevor mir bewusst wurde, dass ich das Thema aufgrund meiner Tochter nicht völlig ausblenden kann.
Das ist eine interessante Sichtweise.
Eben, im Moment kann ich da noch nichts erklären. Für später dachte ich mir schon, dann zum Beispiel auf eigene oder miterlebte "Trotzanfälle" zu verweisen, und dass die meisten Menschen das nicht mehr machen, wenn sie groß sind - einige wenige aber eben doch.
Ich denke, das werde ich tun, ich bin nur skeptisch, was davon bei ihm ankommt.
Weil ich die Beziehung zu den Großeltern nicht einschränken möchte. Sie sehen sich ja sowieso schon nur alle zwei Monate ein Wochenende. Und den väterlichen Teil der Familie sogar nur einmal im Jahr (dafür hätte ich meine SchwägerInnen samt Anhang alle gern als Wahlfamilie - die sind so anders und herzlich und von Anfang an zum Wohlfühlen...)
Auch hier ist sie wieder noch zu klein - ich glaube nicht, dass sie bislang auch nur die Ankündigung des Besuchs versteht.
Über meinen Bruder habe ich mit meinen Eltern schon viel gesprochen und beschlossen, es - im Hinblick auf deren Verhältnis untereinander - sein zu lassen. Die Problematik mit meiner Tochter ist mir erst beim letzten Besuch so richtig aufgegangen - ich empfand das Verhalten durch die Gewohnheit vielleicht selbst schon als so normal, dass ich erst gar nicht wahrgenommen habe, dass das auf ein Kind nochmal ganz anders wirken kann. Es waren bisher ja auch noch nicht so viele Besuche, den Achtwochen-Rhythmus haben wir seit etwa einem Jahr, vorher waren wir noch zu oft im Krankenhaus, um regelmäßige Besuche einzuplanen. Und inwieweit ich mit meinen Eltern über die Problematik sprechen werde, weiß ich noch nicht, da möchte ich meine Gedanken erstmal mit eurer Hilfe sortieren.
Nein, nicht mehr. Da passen Arbeitszeiten und Freizeitplanung für ihn nicht zusammen...
Nein, das tue ich auch nicht, falls sich da mal was ergibt, wenn sie größer wird, schön, aber im Moment kann er glaube ich gar nichts mit ihr anfangen und dann soll er es eben sein lassen. Ich würde ihn wohl auch nicht allein besuchen kommen, aber da er ja nun mal im Elternhaus wohnt...
Die Nächte sehe ich eher noch als das geringere Problem. Ja, das Haus ist hellhörig, man bekommt es mit, wenn er in seiner Wohnung den Rohrspatz mit Mikrofon gibt. Aber durch eine Etage Unterschied ist es doch so gedämpft, dass man davon eher nicht aufwachen würde. Und es fällt sowohl der Wortlaut (versteht man nicht) als auch die Respektlosigkeit weg (man kennt das gegenüber nicht, ich könnte erklären, dass er vielleicht ein Computerspiel verloren hat - vielleicht stimmt das ja sogar
)
Wir sind tatsächlich überwiegend im Haus, bzw. ums Haus, da meine Eltern einen Garten haben. Meine Mutter ist ziemlich langsam zu Fuß, muss eigentlich immer eine Toilette in der Nähe haben und betrachtet den üblichen Einkauf als Großunternehmung - das macht echte Unternehmungen (oder eben auch die Besuche in meine Stadt zu verlegen) eher schwierig.
Das Minenfeld ist eigentlich hauptsächlich begrenzt auf gemeinsames Mittagessen und gemeinsamen Kaffee und Kuchen. Da ist mein Bruder meist dabei - er kocht ja nicht selbst und isst immer bei meinen Eltern mit. Und schafft es für die halbe Stunde nicht, mal ruhig zu bleiben.
Ich denke, da werde ich wirklich mit ihm sprechen müssen. Für die kurze Zeit soll er sich der Nichte zuliebe mal zusammen reißen, oder eben den gemeinsamen Mahlzeiten fern bleiben.
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02.05.2014, 05:42Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Also gibt es ja letztlich auch keine Lösung, wenn es sich um die Mahlzeiten handelt, die auch bei einem Kurzbesuch zum Kaffetrinken da sind.
Für mich klingt es so, dass Du auf jeden Fall weiterhin zu den Eltern fahren wirst- und damit bleiben Dir ja nur zwei Optionen.
Einmal mit Deinem Bruder reden- und dabei würde ich den Stress mit den Eltern gar nicht ansprechen sondern nur mit dem Kind argumentieren. Das es dem Kind Angst macht und er das doch bitte lassen soll, wenn Ihr da seid.
Vielleicht gibts ja auch ruhige und gute Momente mit Deinem Bruder......?? Interessieren würde mich, wie er jetzt auf das Kind wirkt.......denn wenn er es mag, wird er durchaus zugänglicher sein.
Vermutlich wird er mit dem Argument Kind auch eher einsichtig sein als wenn Du mit den Eltern "ankommst"....das kann ja auch nach hinten losgehen.
Zum anderen bleibe ich dabei- bleibe in lauten Situationen locker und erkläre Deinem Kind, dass es der Ärger eines anderen ist und mit Dir und Deinem Kind nichts zu tun hat.
Natürlich ist das nicht schön und freiwillig will man das nun nicht haben- aber wenn man es nicht ändern kann, dann muss man den besten Weg dadurch finden.
Je souveräner Du bleibst- desto besser wird Dein Kind damit umgehen......wenn es Dich aber erschreckt oder Dir Angst macht-- dann solltest Du auf jeden Fall das Kind nehmen und gehen, denn DAS spürt das Kind absolut!
kenzia



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