Nun, wenn alles halb so wild ist.
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Deine Beispiele aus der Kindheit sind jedenfalls keine cholerischen Auswüchse. Bei dem "Balgen" musste ich grinsen.
Manchmal meinen Eltern auch andere erziehen zu müssen...
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30.04.2014, 22:12Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
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30.04.2014, 22:18Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Wo liest du, dass alles halb so wild sei? Das Balgen stand in Anführungszeichen, mein Bruder war bereits erwachsen und das war sicher kein freundschaftliches Gerangel...
Du hattest doch gefragt, ob er schon immer so war, mit Steigerung, was ich beides bejaht habe. Er war kein frommes Lämmchen, das einen Schlag auf den Kopf bekam und sich fortan für einen Brüllaffen hielt. Ich würde sagen, die Anlagen waren schon immer da, und es ist schlimmer geworden.
An Weihnachten war mein Mann schon kurz davor einzugreifen, weil er auch sah, dass mein Bruder sich fast schon auf meinen Vater stürzen wollte, aber dann hat er sich wohl soweit in den Griff bekommen.
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30.04.2014, 22:22Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Ich glaube, unter den Umständen würde ich da nicht mehr hinfahren.
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30.04.2014, 22:24Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
"@siza, ich fürchte er war schon immer so, er hat schon als Kind das Mensch Ärger dich nicht Brett herumgeschmissen, wenn er verloren hatte. Ich kann mich auch an eine Szene erinnern, als er sich mit meinem Vater um die Fernbedienung "balgte". Aber es ist bestimmt mehr geworden mit den Jahren."
Ich habe das in Zusammenhang gesehen, d.h. ging von Balgerei im Kindesalter aus.
Ganz einfach:
Entweder es ist richtig schlimm, dann schützen und wegbleiben.
Oder du übertreibst.
In beiden Fallen kannst du weder deinen Bruder noch deine Eltern erziehen.
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30.04.2014, 22:38Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
siza, er ist 16 Jahre älter als ich. Alles, woran ich mich erinnere, war automatisch dann, als er schon erwachsen war. Das mit dem Spiel weiß ich nur aus Erzählungen.
Ich fürchte es ist nicht ganz so einfach: es ist schlimm. Aber nicht so schlimm, dass ich einfach so wegbleiben möchte. Er schreit ja nicht mich oder meine Tochter an und ist auch (noch) nicht gewalttätig geworden. Aber auch nicht so harmlos, dass ich nur die überbesorgte Mutti bin, die übertreibt. Dieses respektlose Geschreie wegen Nichtigkeiten möchte ich meiner Tochter eigentlich nicht vorgelebt wissen.
Ich frage mich also: schadet es meiner Tochter mehr, seine Wutausbrüche mitzubekommen oder schadet es ihr mehr, wenn ich die Beziehung zu den Großeltern aufgrund der Problematik einschränke?
Väterlicherseits hat sie keine Großeltern, ich selbst hatte auch nie Großeltern, ich würde mir für sie wünschen, dass da eine gute Beziehung entsteht.
Was haltet ihr von dem von mir erdachten Vieraugengespräch (siehe oben)?
Gute Nacht erstmal...
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01.05.2014, 08:09Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
hallo itsybity,
ich sehe das ein wenig anders als meine Vorschreiberinnen.....
1. was Dein Bruder mit den Eltern hat- geht Dich gar nichts an!
Die haben sich ihr Leben so gestrickt, wie sie es wollten und glaub mir.....die kommen sehr gut miteinander klar.
Du bist noch NUR alle 8 Wochen dort- sie leben also 98% der Zeit für sich.......und da funktioniert es!
Das was passieren KANN.....ja klar....theoritisch möglich bei dem Grundverhalten Deines Bruders, aber auch da sind ganz sicher alle gut eingespielt, das es jeder zu händeln weiß.
Wenn dann andere da sind- ist der Ablauf des LEbens anders......es kann gut sein, das das Deinen Bruder stört/reizt. Es also zu mehr Stress im Hause kommt als sonst.
2. darf Deine Tochter doch ruhig mitbekommen, dass es im Leben auch Menschen gibt, die Rumbrüllen!
Wichtig ist dabei nur DEINE Reaktion! Solange Du ruhig bleibst- solange Du vermittelst, dass es nichts Schlimmes ist und man durchaus gelassen bleiben kann-- solange ist es nur eine Schule für Deine Tochter.
Lass sie doch mit dem Wissen groß werden, dass der Onkel ein Brüller ist!
Glaub mir- ein Kind, was sowas erlebt geht besser durch das Leben, denn sie wird nciht bei jedem Geschrei gleich zusammen zucken oder in Panik verfallen.
Ausserdem wird Deine Tochter ja immer älter.....damit versteht sie immer mehr- locker bleiben zu können.
Solange sie oder Du nicht angegriffen werdet- das meine ich nun verbal- solange würde ich ruhig bleiben.
Mit Deinem Bruder reden wäre doch eine gute Idee.....probier es- manches wird ihm möglicherweise gar nicht klar sein (das hier angeklungene, er sei krank- finde ich nun masslos übertrieben!).
alles Gute
kenzia
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01.05.2014, 08:44
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
kenzia,
das Kind ist gerade mal 18 Monate alt. Sie kann weder situative
Zusammenhänge erkennen noch das Gebrüll und die latente
Aggressivität irgend wie einordnen.
Für die Erklärungen, die die TE ja auch angedacht hat, ist das
Kind eindeutig zu klein. Ich wüsste jetzt wirklich nicht, warum
ich sie ohne Not einer derartigen Atmosphäre aussetzen sollte.
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01.05.2014, 09:42
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Liebe Itsybitsy,
ich würde nicht "auf Verdacht hin" entscheiden, sondern schauen, wie deine Tochter reagiert wenn du den kommenden Besuch bei den Großeltern ankündigst und wie sie auf ihren Onkel reagiert.
Wenn du den Eindruck hast, sie möchte nicht dorthin, kannst du das auch als Anlass nehmen, mit deinem Bruder zu sprechen.
Vielleicht ist es für ihn auch lehrreich und ein Grund, sich zusammenzureißen wenn du ihm sagst, dass seine kleine Nichte Angst vor seinem Verhalten hat.
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01.05.2014, 16:05
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Mich wundert dass du nur über deine Eltern redest statt mit ihnen. Sie sollten doch deine Ansprechpartner sein.
Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
Karl Valentin
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01.05.2014, 17:12Inaktiver User
AW: Umgang mit cholerischem Bruder
Man kann es von hier nicht einschätzen- ich würde aber nach wie vor nicht zwangsläufig die Situation mit einem Erwachsenen, der für sich - bei sich- mal rumbrüllt als absolutes nogo einordnen.
Es geht um das Gefühl- das Kind muss gar nichts situativ erfassen-- wenn Mama gut drauf bleibt.....auch wenn woanders jemand brüllt, dann bleibt das Kidn auch gelassen.
Letztlich sollte es eine Mutter nach ihrem Gefühl machen.
Wenn es einem zu hart ist- dann bleibt man eben weg. Man muss dann Prioritäten setzen und die Eltern haben das Nachsehen.....ist dann aber so und im Zweifel geht das kleine Kind natürlich vor.
kenzia


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