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05.02.2014, 16:53Inaktiver User
AW: Nachlass - Hotel Mama und Mutter abgezockt
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05.02.2014, 16:53Inaktiver User
AW: Nachlass - Hotel Mama und Mutter abgezockt
Ich glaube, die meisten hier beziehen sich auf diese Regel im Erbrecht. Dazu hat es wohl eine Änderung gegeben.
Das hier habe ich gefunden (auf Kanzlei Zeitler.de) :
"10-Jahres-Regel für Schenkungen aufgehoben
Schenkungen innerhalb von 10 Jahren vor dem Erbfall waren bisher in voller Höhe im Pflichtteilsrecht zu berücksichtigen. Dies gilt zukünftig nur noch im ersten Jahr vor dem Erbfall. Mit jedem weiteren Jahr verringert sich der auszugleichende Betrag um je 10%: im zweiten Jahr sind also nur noch 90% auszugleichen, im dritten Jahr 80%, im 4. Jahr 70% usw. Erst nach 10 Jahren bleibt das Geschenk - wie bisher - unberücksichtigt. "
Das war wohl der Grund, warum der Bruder das eben nicht als Schenkung deklariert haben wollte.
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06.02.2014, 09:36
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06.02.2014, 09:56Inaktiver User
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06.02.2014, 15:49
AW: Nachlass - Hotel Mama und Mutter abgezockt
Vielleicht doch - wenn der Bruder nie Geld hatte.
Klar sind nicht alle Dinge einfach zu beweisen. Aber erstens handelt es sich um ein Berliner Testament, wie skirbifax schon ausführte. Und zweitens gibt es das Pflichtteilsrecht - und es ist nicht rechtens, das mit so plumpen Mitteln auszuhebeln.
Insofern denke ich, dass die Geschwister in einem Prozess gute Chancen hätten - das kann genau aber nur ein guter (!) Rechtsanwalt, der auch besser die Details kennt, sagen. Zumindest ist der Bruder genau auskunftspflichtig.
Und ich verstehe auch das Argument mit dem Riss durch die Familie, wenn es jetzt (Rechts)Streit darum gibt, nicht. Der Riss ist doch längst da.
P.S. Dass es da eine Änderung im Recht gegeben hat, und Schenkungen sozusagen "abnehmend" angerechnet werden, je länger sie her sind, wusste ich nicht, und habe das gerade erst gelernt.
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06.02.2014, 15:53
AW: Nachlass - Hotel Mama und Mutter abgezockt
Ob rechtens oder nicht - wer da kriminelle Energie investiert, kann das Pflichtteilsrecht aushebeln.
Wie gesagt haben wir das erlebt und Prozesse haben nicht geholfen, weil man solche Dinge nicht immer wasserdicht beweisen kann. Selbst wenn vor Gericht klar rauskommt, dass es so nicht gewesen sein kann und alles hanebüchener Betrug ist - gibt es keine richtigen Beweise, verliert man den Prozess. Leider
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06.02.2014, 16:14
AW: Nachlass - Hotel Mama und Mutter abgezockt
Normalerweise sind bei einem Berliner Testament die Schlusserben bereits fixiert. Eben damit die Kinder die Pflichtteile nach dem Tode des Erstversterbenden nicht geltend machen müssen.
Da es ganz viele Varianten gibt, kann man nur empfehlen: ab zum Anwalt.
Es wird sonst bis zum Ende Eures Lebens an Euch nagen.
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06.02.2014, 22:04
AW: Nachlass - Hotel Mama und Mutter abgezockt
Man muss unterscheiden zwischen Schenkung und Vermächtnis bzw. Vorvermächtnis. Im Gegensatz zur Schenkung ist ein Vermächtnis kein Bestandteil der Erbmasse mehr. In der Regel entspricht dies seinem Erbe bzw. er hat keine weiteren Erbansprüche vom Rest. Die übrigen Erben teilen sich die verbliebene Erbmasse. Anders bei einem Vorvermächtnis. Hier hat er denselben Erbanspruch wie die übrigen Erben. Allerdings muss dies alles in der Regel im Testament festgehalten werden.
Im Falle meiner Eltern hätte die Mutter die Möglichkeit gehabt, Vermächtnisse zugunsten einzelner Kinder und auch die Erbteile anders festzulegen. Dies ist jedoch nicht geschehen (keine Änderung des Testaments diesbezüglich).Das Testament hat auch nach dem Tod unserer Mutter so seine Gültigkeit behalten.



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