Findest Du? Bei mir und meiner Mutter wird jeder Kontakt zur Nervenprobe. Sie nörgelt, zankt, weint. Ich bin selbst nicht der stabilste Mensch, hatte eine endogene Depression vor ein paar Jahren. Dieser Unfrieden ihrerseits macht mich fertig und nach einem Besuch benötige ich meist 2-3 Wochen, bis ich wieder auf dem Damm bin. Ich bekomme Herzrasen, Schweißausbrüche, Albträume und mag nicht schon vorsorglich Medikamente nehmen, Medikamente, die ich sonst im Alltag nicht mehr benötige, nur damit ich das aushalte! Seit Weihnachten mag ich nicht mehr. Es reicht. Ich rufe dann wieder an, wenn ich Lust habe. Nicht dann wenn Sie es gern hätte.
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28.01.2014, 17:59Inaktiver User
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
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28.01.2014, 18:10
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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28.01.2014, 18:20
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
ariadni80,
ja, die Gesprächsbasis zwischen Mütter und Töchter scheinen immer hochbelastet zu sein, wie ich ständig in der Bricom lese.
Zwischen Müttern und Söhnen scheint das deutlich besser zu gehen. Warum?
Wie man sich von dem Gejammer seiner Mutter derart in Tiefe reißen lassen kann, verstehe ich nicht. Bei wem, wenn nicht bei ihren Kindern soll eine ältere Dame sich denn sonst ausjammern? Aber sobald man natürlich versucht, einen Gegenstandpunkt aufzubauen, ist ein Konflikt vorprogrammiert. Muss man ernsthaft über die Wehwehchen und das große Unrecht dieser Welt mit seiner Mutter diskutieren?
Und in Deinem Fall würde ich das Gesprächsangebot ("ich rufe Dich an!") deutlich weiter nach hinten schieben. Und meine Erfahrung ist, wer selbst anruft, ist nicht der Überfallene. Man setzt sich hin, weiß, dass das Telefonat etwa 1/2 Stunde dauert und kann das einplanen. Und allerspätestens nach 30 Minuten kann man jedem, auch seiner Mutter, sagen, ich muss jetzt was tun.
@ Tahnee,
keine Mutter hat einen Anspruch darauf. Ich habe lediglich vorgeschlagen, den aktiven Teil der telefonischen Gesprächsführung zu übernehmen und sich an solch ein Angebot auch zu halten. Denn sonst läuft man Gefahr, dass Telefonate der Mutter wirklich zu absolut unpassenden Momenten kommen. Und schon kann man sich wieder gegenseitig beschimpfen.Geändert von Opelius (28.01.2014 um 18:25 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.01.2014, 18:34Inaktiver User
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
Nein, da möchte ich vehement widersprechen. Es ibt solche und solche Verhältnisse und da hängt viel davon ab, was die Töchter in der Vergangenheit, besonders Kindheit und Jugend erlebten und teilweise erdulden mussten. So entstehen dann schwierige Verhältnisse. Aber es gibt bestimmt noch viel mehr gute Verhältnisse, nur die werden eben nicht hier in einem solchen Strang thematisiert.
Und nein, es geht hier nicht um den normalen Kontakt einer Tochter zu einer netten älteren Dame (wobei die Mutter der TE sicherlich noch recht jung ist), sondern um ein bereits vorbelastetes Verhältnis, das an den Kräften der TE zehrt.
Leider meldet sich die TE nicht mehr. So bleiben viele Fragen offen und es entsteht viel Raum für Spekulationen.
Melusine
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28.01.2014, 18:38
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28.01.2014, 18:52
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
Das alles würde mich auch mal interessieren.
Was wir hier nicht wissen können: rutscht die TE vielleicht dann auch in eine Art Kind-Verhalten und halten die beiden auf diese Weise das Rad am Laufen?
Natürlich kanns sein, dass die Mutter nen Hau weg hat und schon immer hatte. Ganz oft ist es aber einfach so, dass die Mütter mangels Eigenleben-Pflege zugunsten der Brut und des Mannes sich schwer tun mit dem leeren Nest. Ich würds erstmal testen, wie empfänglich sie für die Botschaft ist, dass sie jetzt ja Dinge machen kann, die sie bisher nicht machen konnte, und zwar mit konkreten Vorschlägen. Busausflüge, Gymnastik, vhs-Kurse, Garten anlegen, Garten abschaffen, egal.
Und fixe Termine, an denen man telefoniert oder sich sieht - das gibt Sicherheit.
Wenns nen Vater gibt, dann würd ich mir den auch mal zur Brust nehmen.
Erst wenn es klar ist, dass die Mutter es tatsächlich einfordert, dass das Kind weiter Lebensinhalt zu sein und Mutti zu bespaßen hat - dann würd ich klare Ansagen und härtere Maßnahmen ergreifen.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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28.01.2014, 19:02
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
also ich freu mich über pakete von mutti wie sau!
ich habe sie inzwischen auf calida-Unterwäsche und lindt-pralinen konditioniert! (war aber harte arbeit, das will ich nicht verschweigen . .!)
allerdings hat meine mutti, sie wird 81, bei mir so etwas wie welpenschutz und ich bin glücklich, dass ich mit 53 noch eine mutti habe, die turnt, im ehrenamt aktiv ist, auto fährt etc.
habe heute mit ihr telefoniert und mir zum gefühlten 1.498-ten mal angehört, dass mir ein Kurzhaarschnitt besser stehen würde als mein bob . . .
also bleib locker! humor hilft! (das gilt übrigens auch für andere bereiche des lebens . . ich betrachte meine (um-) welt oft als ein kabarett, für das ich nicht mal eintritt zahlen muss.
luci
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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28.01.2014, 19:03Inaktiver User
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
was hat sich verändert, dass es jetzt ein thema ist?
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28.01.2014, 19:06
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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28.01.2014, 19:06Inaktiver User
AW: Meine Mutter benimmt sich, als wäre ich noch 12
ich mag es sehr wenn ich (53) die fürsorgliche art meiner mutter (78) geniessen kann. ich profitiere davon.
auch mental- wenn ich nämlich sie noch, sie lebt noch und ist putzmunter, in den arm nehmen kann und ihr liebevoll sagen kann: mama, ich bin volljährig!
es geht in zwei richtungen- auch für mich. dass ich für mich einstehe und mich abgrenze. zart- aber hart in der sache- tut uns beiden gut. sie kann ihre töchter loslassen und doch zeigen, dass wir ihr wichtig genug sind, dass sie sich um uns gedanken macht.
und in wieweit ich ihre bedenken und wünsche in meinem leben intergriere oder nicht- das ist meine verantwortung als erwachsene frau.
da muss ich nicht mit kindischem aktionismus um mich schlagen und treten und beissen.



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