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    Weihnachten ohne Kinder

    Meine Kinder, beide Anfang 20, wollen dieses Jahr zum ersten mal bei ihrem Vater Weihnachten feiern.
    Wir sind seit über 10 Jahren getrennt. Um Erziehung und Sorgen hat sich der Vater nie gekümmert.
    Ich gebe zu, ich bin enttäuscht, dass es meine Kinder nicht zu mir zieht.
    Bin aber schon so "Weise"meine Kinder nicht spüren zu lassen, wie traurig ich bin.
    Andererseits ist es natürlich auch gut, dass meine Kinder wieder ein enges Verhältnis zu ihrem Vater haben,ich gönne es ihnen wirklich, aber meine Traurigkeit ist doch sehr groß.

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    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Liebe Sanddornglueck,

    Weihnachten ohne Kinder, das ist an diesen, so mit Gefühlen und Erwartungen behafteten Tagen, sicherlich schwer.
    Ich bin auch seit 4 Jahren getrennt und die meine Kinder leben bei meinem Ex, 800 km entfernt. Die beiden letzten Jahre kamen sie noch zu mir, aber dieses Jahr nicht mehr, also darf ich noch einmal für ein paar Stunden in unser altes Haus, um an Heiligabend bei meinen Lieben zu sein. Dann muss ich mich aber wieder auf den Weg machen.

    So ist das eben, eine Trennung bringt eben auch immer große Veränderungen mit sich, die meistens nicht schön sind.

    Versuch doch einmal, mit einer anderen Sichtweise an die Dinge heranzugehen:

    Mein Sohn, 21, möchte z.B. lieber mit seiner Freundin feiern, Weihnachten ist eben auch für ihn anders geworden. Es ist nicht mehr dieses Familienfest seiner Kindheit. Da hatte er noch mit großen Augen vorm Weihnachtsbaum gestanden und voller Ungeduld die Päckchen aufgerissen. Heute ist es ihm wichtig, dass das Essen stimmt und hoffentlich ein großer Geldbetrag im Umschlag ist. Der Weihnachtsbaum ist vielleicht noch ganz nett, nur das Schmücken jetzt echt Stress.

    Verstehst du, worauf ich hinaus will? Weihnachten ist für deine Kinder nicht dasselbe wie für dich. Du wünschst dir immer noch dieses Familienfest, aber egal, ob deine Kinder nun mit dir oder eben mit ihrem Vater feiern, verändert hat es sich trotzdem. Wir Mütter wollen das aber eben nicht so wahrhaben, denn es bedeutet einen Verlust, wir müssen uns von unserem eigenen Weihnachtswunsch verabschieden.

    Ich erinnere mich gut an die Zeit, als ich im Alter meines Sohnes war. Weihnachten bei den Eltern war etwas, das hat man eher aus der Erwartungshaltung der Eltern mit ihnen verbracht, damals wäre ich viel lieber mit meinem Mann zu Hause geblieben und hätte mein eigenes Ding gemacht.
    Du bist verletzt, dass deine Kinder nun lieber bei ihrem Vater feiern wollen. Klar, du hast dich immer gekümmert, er nicht und jetzt das - aber deine Kinder freuen sich auf das Fest mit ihrem lange vermissten Vater und denken bestimmt nicht daran, das dir das wehtun könnte. Und so soll es ja eigentlich auch sein, weißt du ja selbst, und du weißt ja auch, das es keine Entscheidung gegen dich ist.

    Deine und auch meine Aufgabe muss nun darin liegen, für uns selbst wieder ein Weihnachten zu schaffen. Unabhängig davon, ob die Kinder da sind oder nicht. Das wird sich sowieso noch öfter ändern, denke ich. Wie auch immer es gehen soll, es wird, muss ja.

    Eigentlich wollte ich gar nicht so viel texten, wollte dir nur sagen, dass ich deine Traurigkeit nachempfinden kann.

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    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Geht es um das komplette Weihnachtsfest?
    Sonst könnte man evtl. splitten und du lädst deine Kinder am 1. oder 2. Weihnachtstag ein.
    Sollte die Entfernung zu groß sein, kannst du vielleicht reisen und ein Treffen in der Nähe anbieten?!

    Wäre das eine Option?

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    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Oh danke,Besserhaber, da hast du mir aber aus dem Herz gesprochen.
    Alles was du schreibst ist wohl so.
    Mein Verstand weiß das auch, nur das Herz.....
    So wie in unser Kindheit bzw..der Kindheit unserer großen Kinder ist es halt nicht mehr.
    nein, es geht nur um Heiligabend! zumindest meine Tochter kommt an einem der Feiertage.
    Mein Sohn fährt am 1.Feiertag gleich in den Urlaub.
    Aber ich finde, Heiligabend, nur so 3,4 Stunden ist die Stimmung so besinnlich, dass ich leicht traurig werde.kennt Ihr das ?
    Ich bin ja auch nicht allein, sondern feier mit meinem Mann. Ich habe auch keine Bedenken, dass wir es uns nicht schön und gemütlich machen können, nur die Kinder fehlen eben zum ersten mal, nach fast 25 Jahren.

  5. Inaktiver User

    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Ich kenne das Gefühl auch und obwohl ich weiss dass es irgendwann mal so kommen muss,habe ich daran zu knabbern.Wird wohl,seit ewig und drei Tag das erste mal sein,dass ich an heilig Abend allein bin
    Dieses Jahr kommt meine Tochter das erste mal nicht an Weihnachten,denn sie ist bei ihrem Partner miteingeladen und Sohn und Freundin kommen dann auch nicht,allenfalls am 25.Nun denn,ging es nicht unsern Eltern gleich/ähnlich?und wir haben unser Ding gelebt?!
    Es ist manchmal schwierig und gehört doch zum Leben,das Loslassen.Jaja,Weihnachten ist halt eben schon ein schwieriges Ding,auch wenn man meint es sei nicht so.Aber wir werden das schaffen und damit umgehen können.Würden wir nahe beieinander wohnen könnten wir uns zusammentun und gemeinsam kochen und dann gucken wie wir den restlichen Abend verbringen

  6. Inaktiver User

    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Zitat Zitat von sanddornglueck Beitrag anzeigen

    Ich bin ja auch nicht allein, sondern feier mit meinem Mann. Ich habe auch keine Bedenken, dass wir es uns nicht schön und gemütlich machen können, nur die Kinder fehlen eben zum ersten mal, nach fast 25 Jahren.
    Deinem Mann haben sie evt. die letzten 10 Jahre Heiligabend gefehlt.

    Ich versteh dich durchaus. Nach meiner Trennung habe ich das 1. Heiligabend komplett ohne Familie bei Freunden verbracht und der Exmann war mit den Kindern im Skiurlaub. Seitdem lösen wir uns jedes Jahr ab, also Heiligabend einmal bei ihm (er, seine LG, unsere Kinder) und einmal bei mir (mein LG+ich, meine und seine Kinder).

    Die Väter sind nicht weniger wichtig als die Mütter, sie stellen ihre Bedürfnisse aber oftmals hinter die der Mütter.

  7. Inaktiver User

    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deinem Mann haben sie evt. die letzten 10 Jahre Heiligabend gefehlt.
    Gutes Argument. Hier in dem Fall kommt meiner Meinung nach auch noch dazu, dass Kinder (bzw. Erwachsene) in dem Alter sowieso ihr eigenes Leben aufbauen (sofern sie es nicht schon getan haben) und dann eher nicht mehr mit den Eltern unter'm Weihnachtsbaum sitzen, sondern mit der eigenen Familie. Da muss man eh loslassen - so oder so. Klar tut das weh, aber irgendwann kommt man da nicht drum herum.

    Meine Kinder (9 und 13) sind auch jedes Jahr zu Weihnachten (bzw. die komplette Zeit von vor Weihnachten bis nach Neujahr) bei ihrem Vater, weil das - neben 1 bis 2 Wochen in den Sommerferien - die einzige Zeit ist, wo er mal Urlaub hat. Natürlich wollen sie in der Zeit dann bei ihm sein, weil sie über's Jahr kaum Zeit mit ihm haben. Und klar, zu Weihnachten ist das für mich ein blödes Gefühl. Aber andererseits nutze ich diese Zeit auch sehr intensiv für mich. Irgendwann (bisher ist das noch nichts geworden) will ich mich dann auch mal in einen Wellnessurlaub verkrümeln. Da kommt man als Alleinerziehende ja sonst eher nicht dazu. Es hat also alles auch Vorteile. :-)

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    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Meine Tochter ist noch klein und sucht sich nicht alleine aus, wo sie feiern will, das sprechen also wir Erwachsene ab. Dieses Jahr werde ich ihrem Vater erstmals anbieten, dass sie Heiligabend mit ihm feiert.

    Er hat eine große Familie im Hintergrund, die immer gemeinsam feiert, die hab ich nicht. Da wären es nur das Kind und ich plus eventuell eine befreundete Single Mom mit ihren Kindern. Da ich weiß, dass sie bei ihrem Vater ein schönes Fest feiern kann, verzichte ich freiwillig. Und lasse mir für den 25. und 26. dann was Originelles einfallen, das man ohne Familie machen kann.

    Dass ich dann am 24. möglicherweise ganz allein sein werde, ist nicht schön, aber irgendwie bekomme ich den Tag mit Essen, Schlafen, Lesen schon rum.

    Für 2014 plane ich dann über die Feiertage (einschließlich Silvester) mit ihr in die Sonne zu fliegen, das ist dann wieder was ganz anderes.
    Be like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
    Michael Caine

  9. User Info Menu

    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Na offensichtlich geht es nicht nur mir so....
    Offen spricht doch niemand über seine Traurigkeit an Weihnachten.
    Ja, meine Kinder müssen ihren eigenen Weg gehen.
    Meine Traurigkeit hat natürlich auch viel mit den Verletzungen durch die Trennung zu tun.
    ich habe den Alltag gewuppt, die Kinder erzogen ,mich damit oft unbeliebt gemacht.
    Der Vater hat tolle Urlaube mit Ihnen gemacht und war nur fürs schöne da.
    Und nun feiern sie mit ihm Weihnachten. Aber keine Sorge, den Kindern habe ich davon nichts gesagt.
    Ich finde es gut und wichtig für sie, ein gutes Verhältnis zu beiden Elternteilen zu haben.
    Wir werden schön kochen und es uns gemütlich machen.
    ich hoffe, ihr schafft es auch.

  10. User Info Menu

    AW: Weihnachten ohne Kinder

    Zitat Zitat von sanddornglueck Beitrag anzeigen
    Na offensichtlich geht es nicht nur mir so....
    Offen spricht doch niemand über seine Traurigkeit an Weihnachten.
    Ja, meine Kinder müssen ihren eigenen Weg gehen.
    Meine Traurigkeit hat natürlich auch viel mit den Verletzungen durch die Trennung zu tun.
    ich habe den Alltag gewuppt, die Kinder erzogen ,mich damit oft unbeliebt gemacht.
    Der Vater hat tolle Urlaube mit Ihnen gemacht und war nur fürs schöne da.
    Und nun feiern sie mit ihm Weihnachten.
    Doch, hier sprechen einige über ihre gefühle zu weihnachten-ich habe schon einen strang dazu eröffnet

    viele, nicht alle väter sind rosinenpicker und viele kinder(auch erwachsene) trauen sich auch nicht, konfrontativ zu sein und verbringen somit teilweise mehr zeit ihrer wenigen freien zeit mit dem vater als der mutter.

    dennoch fühle ich mittlerweile die stärke unserer beziehung, auch wenn ich zwischendurch etwas ...... bin
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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