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  1. Inaktiver User

    elternnahes Wohnen

    Hallo,

    ich lese hier immer ein wenig mit und habe mich nun entschlossen mich auch anzumelden.

    Ich muss dazu sagen, dass ich derzeit mit meiner Situation recht zufrieden bin und eigentlich nur den Austausch suche, bzw. gerne eben auch Dinge hinterfrage und zwar nicht aus Unmut, sondern grundsätzlich.

    So nun aber zu meiner Situation: Ich weiblich lebe seit Ausbildungsende wieder in einer natürlich abgeschlossenen Wohneinheit in einem Haus meiner Eltern, die andere Wohnung bewohnt derzeit meine Mutter (beide leben getrennt). Es war eigentlich für mich als Übergangslösung gedacht, da die Wohnung frei war, günstig zur Arbeitsstelle lag, die Stundenanzahl noch ausbaufähig und der Vertrag noch befristet war. Inzwischen ist der Vertrag unbefristet, Stunden aufgestockt. Irgendwie gings in dem Jahr sehr aufwärts.

    Ich habs mir dort gemütlich eingerichtet (3 Zimmer Wohnung), zahle ortsübliche Miete, Zweitschlüssel geb ich nur bei Bedarf raus. Ich hab mich inzwischen auch nochmal im Umkreis umgeschaut, ein paar Wohnungsbesichtigungen gemacht, aber irgendwie merkwürdig, meine Wohnung gefällt mir tatsächlich besser.

    So und nun überlege ich langfristig, mir gefällts und es geht ja gut, klar ein Elternteil wohnt unmittelbar in der Nähe (Wohnung ein Stockwerk tiefer) und das wird ja auch ne Weile so bleiben. Sicher bekommt man da automatisch mit, wenn Stimmen im Treppenhaus sind, dass da vielleicht einer Besuch hat und den gerade aus oder in die Wohnung lässt. Aber es rennt keiner deshalb aus seiner Wohnung raus, etc. Wenns bei mir klingelt, klingelts bei mir und umgekehrt. Da mischt sich keiner ein.

    Und sicher gibts da manchmal Unstimmigkeiten, aber nichts gravierendes, weil ja doch jeder sein eigenes Leben (Freunde, Hobbies, Interessen, Alltagserledigungen), seine eigenen Kosten, Ausgaben und Aufgaben, Arbeit etc. hat. Und sicher gibts mal gegenseitige Hilfe (Ich bei Finanzkram oder Garten stutzen, Sie gibt dann dafür eben ne Kleinigkeit her, aber auch nicht so, dass es störend ist. Oft gibts dann eher so ne gegenseitige Terminvereinbarung, da ich ja auch nicht viel Zeit habe oder eben oft abends nach der Arbeit nur in meiner Wohnung sein mag und mich jetzt nicht noch um was kümmern will, nur weil ich nebenan wohne und das ist okay) Sicher ist es aber auch nicht so schlecht, aufgrund des hohen Alters, wenn man in der Nähe wohnt, falls mal in der Zukunft ambulante Dienste, etc. eingesetzt werden müssen...

    Vielleicht schafft die Aufteilung auch ein wenig Distanz, weil Miete, Nebenkosten, etc. klar geklärt sind und es nicht nur auf familiärer Nähe alleine beruht.

    Aber doch ist die Konstellation ja nicht so gewöhnlich...unterschwellig schwimmt da doch häufig entweder Abhängkeit (weil kostenfreies Wohnen und der Preis dafür ist Nähe, Enge, etc.) oder Unselbständigkeit (weil Versorgungsangebote in Anspruch genommen werden, was beim Gegenüber ja ne gewisse Erwartung hervorruft) mit...

    Wobei mir ist es eigentlich egal, wenn die Wohnung und Arbeitsnähe passt, ob da nun in der Wohnung drunter jemand sehr nah Verwandtes wohnt oder nicht, weil ich mich gut abgrenzen kann und auch nicht das Bedürfnis habe, demnach alles persönliche zu teilen oder ständig aufeinander zu sitzen oder das daher auszunutzen und den Umsonst-Kümmerbonus in Anspruch zu nehmen, wo dann natürlich ne Gegenleistung erwartet wird.

    Und da frag ich mich, ob ich einfach klar und deutlich war und mich tatsächlich abgenabelt habe und das deshalb passt, ob es überhaupt sein kann, dass es passt oder ob ichs nur nicht merke, weil was nicht stimmt...

  2. gesperrt

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    AW: elternnahes Wohnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und da frag ich mich, ob ich einfach klar und deutlich war und mich tatsächlich abgenabelt habe und das deshalb passt, ob es überhaupt sein kann, dass es passt oder ob ichs nur nicht merke, weil was nicht stimmt...
    so ist das heute: läuft es mal richtig gut, dann fragt man sich gleich: ist das normal?

    Eure Lösung ist doch echt perfekt! Warum was ändern?
    Es gibt doch inzwischen auch einige Mehrgenerationenhäuser, da funktioniert das auch.
    Das wichtigste: gegenseitiger Respekt, nicht permanent einmischen.
    Ihr habt das super gelöst. Jeder lebt sein eigenes Leben, ohne dass der andere neugierig jeden Besuch registriert ;-) - helft euch aber gegenseitig, wenn es notwendig ist.

    Meinen Glückwunsch, das ist echt toll

    Und so wie es sich liest, bist du schon abgenabelt, hängst ja nicht dauernd bei Mami rum.

    Wenn alles so toll passt, wärst du schön dumm wenn du ausziehen würdest, nur weil irgendwelche Leute meinen: das gehört dazu

    Abgenabelt und erwachsen bist du dann, wenn du genau das tust, was du willst!

  3. Inaktiver User

    AW: elternnahes Wohnen

    Ob sich jemand abgenabelt hat, zeigt sich mit Sicherheit nicht daran, wo man wohnt, sondern daran, wie man lebt.

    Solange du zufrieden bist mit deiner Situation ischd doch älles beschdens !

    Gruß, Elli

  4. Inaktiver User

    AW: elternnahes Wohnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob sich jemand abgenabelt hat, zeigt sich mit Sicherheit nicht daran, wo man wohnt, sondern daran, wie man lebt.
    ...
    Dem wenig ist wenig hinzufügen.
    Aber Du hast einen anderen Vorteil, um den ich Dich ein wenig beneide. Ich habe einmal in einer ähnlichen Situation gelebt, es war nur das Nachbarhaus in einer Anliegerstraße.Damals habe ich bei meinen Eltern herein geschaut, wenn die Stimmung und die Themen mir gefielen, bin ich länger geblieben, wenn nicht, konnte ich schnell wieder gehen.
    Heute nach einer Stunde Anfahrt gibt es natürlich weniger Alltag, wenn ich komme, aber manchmal wünschte ich schon, dass ich nach 10 min. wieder gehen könnte, ohne das groß zu erläutern.

    VG M

  5. Inaktiver User

    AW: elternnahes Wohnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dem wenig ist wenig hinzufügen.
    Aber Du hast einen anderen Vorteil, um den ich Dich ein wenig beneide. Ich habe einmal in einer ähnlichen Situation gelebt, es war nur das Nachbarhaus in einer Anliegerstraße.Damals habe ich bei meinen Eltern herein geschaut, wenn die Stimmung und die Themen mir gefielen, bin ich länger geblieben, wenn nicht, konnte ich schnell wieder gehen.
    Heute nach einer Stunde Anfahrt gibt es natürlich weniger Alltag, wenn ich komme, aber manchmal wünschte ich schon, dass ich nach 10 min. wieder gehen könnte, ohne das groß zu erläutern.

    VG M
    da ist was wahres dran. den vorteile sehe ich auch.

  6. Inaktiver User

    AW: elternnahes Wohnen

    so richtig gefährlich finde ich dein Leben auch nicht...

  7. Inaktiver User

    AW: elternnahes Wohnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber doch ist die Konstellation ja nicht so gewöhnlich...unterschwellig schwimmt da doch häufig entweder Abhängkeit (weil kostenfreies Wohnen und der Preis dafür ist Nähe, Enge, etc.) oder Unselbständigkeit (weil Versorgungsangebote in Anspruch genommen werden, was beim Gegenüber ja ne gewisse Erwartung hervorruft) mit...
    Bei dir scheint doch weder das Eine noch das Andere zuzutreffen...wo ist also das Problem?

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    AW: elternnahes Wohnen

    Hallo,

    es klingt so, als sei alles in Ordnung: Du zahlst Miete (und stehst damit nicht "moralisch" in der Schuld Deiner Mutter) und lebst Dein Leben selbständig.

    Solch gute Eltern-Kind-Beziehungen können natürlich auch kippen. Müssen sie aber nicht. Wenn es kippen sollte, dann sei konsequent und geh auf Distanz.

    Mandelblüte

  9. User Info Menu

    AW: elternnahes Wohnen

    Von wem schwingen diese Unterstellungen unterschwellig mit? Von deiner Seite oder der Seite deiner Mutter ja offenbar nicht.
    Vor wem also glaubst du dich rechtfertigen zu müssen für nichts?

    Da liegt doch der Knackpunkt und nicht an der Wohnsituation.

    Neutrum

  10. Inaktiver User

    AW: elternnahes Wohnen

    Danke für Eure Nachrichten. Ich seh es auch so.
    Rechtfertigen muss ich mich natürlich vor niemanden. Glaub ich auch nicht.
    Anfangs als ich mich für die Wohnsituation entschieden habe, hatte ich aber wirklich das Gefühl "das irgendwie erklären" zu müssen, einfach weil auch häufig Reaktionen Richtung Schubladendenken kamen.
    Inzwischen ists mir relativ egal, was irgendwer da von mir denken könnte.

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